Beiträge von erdenblume

    Es hängt vom Zollbeamten ab. Sie machen es tagtäglich. Und wenn sie das Gefühl haben, dass etwas von der Norm abweicht oder sie andere Verdachtsmomente haben, dann machen sie Stichproben.
    5 Gabeln oder 17 Paar Schuhe muss nicht drauf stehen. Aber schon für Dich selbst wäre es gut, wenn es heisst "Karton 8: Töpfe, Pfannen, Kochutensilien" - wollen sie das sehen, dann kannst du nach Karton 8 suchen.
    Umfang & Wert muss zu Deiner Lebenssituation passen. Wenn eine 21-Jährige plötzlich 3 Autos, 5 Fernseher und 15 Kartons Spirituosen einführt, wird wahrscheinlich nachgefragt. Wenn es die 17 Paar Schuhe sind, dann womöglich nicht.
    Wenn ich die Schilderungen aus dem Freundeskreis höre, kam es auch zu Stichproben, dass eine beliebige hintere Kiste geöffnet und auf der Liste geschaut wurde, ob es dort vermerkt ist. Und auch, wie neuwertig zB der Fernseher oder die Verpackung der Couch ist. Wenn die Vermutung nahe lag, dass es Neuware ist, wurde der Kaufbeleg als Nachweis verlangt.
    Beim Auto selbst wird näher drauf geschaut, weil dieses mit den Zollunterlagen später auch angemeldet werden muss.
    Ich selbst hatte den Grossteil von einem Umzug-Unternehmen transportieren lassen, bei denen nur die Papiere aber nicht die Kartons etc. kontrolliert wurde. Und meine "Teil-Einfuhr" im eigenen Auto wurde nur durchs Fenster und offene Kofferraumklappe kurz betrachtet (und natürlich die Liste überflogen & abgestempelt).

    Bei meinem letzten Arbeitgeber war ich in Recruiting-Prozesse einbezogen und hatte einige Dossiers von 45-55-Jährigen Bewerbern vorliegen, meist aus mittleren bis grossen Firmen/Konzernen/Banken/Versicherungen kommend, die ihre IT-Abteilungen "verschlankt" haben. Das war vor einem reichlichen Jahr und mag jetzt anders ausschauen. Ganz so rosig klang das damals nicht.


    Was Dich aber nicht davon abhalten sollte, mal auf einschlägigen Jobportalen (oder via Crawler wie jobagent.ch) zu schauen, denn da kannst du das Angebot eher mit Deinem Profil abgleichen.


    Salärfragen sind immer schwer zu beantworten, und auch der Blick in Vergleichsrechner ist heikel, denn es ist immer von der Region und dem Arbeitgeber abhängig. Auch sollte man sich nicht verleiten lassen, die EUR Zahl direkt mit der CHF Zahl zu vergleichen. Es geht dann leicht vergessen, dass der deutsche Arbeitgeber einen Anteil an der KV-Prämie beisteuert, sich die Wochenarbeitszeit oder die Ferientage unterscheiden, Kündigungsfristen & Abfindungen, hingegen aber auch die berufliche Vorsorge usw.


    Ich habe den Schritt jedoch nicht bereut. Sah & sehe aber auch weniger die Hürden, als vielmehr die Herausforderungen & Chancen, und sage mir immer, dass die Türen hinter mir nicht verschlossen sind, also ich auch immer wieder zurück (oder weiter gehen) könnte. Viele Menschen anderer Nationalität haben nicht solchen Luxus ...


    PS: und ja, man wird immer "Ausländer" bleiben, so wie der Hamburger auch in München :-) Ich hatte keine merklichen Probleme damit, bestreite meine Herkunft auch nicht. Und bei manchen (z.B. politischen EU) Themen hab ich mir einen gewisse Schutzhülle zugelegt, dass ich gewisse Diskussionen an mir abperlen lasse und nicht persönlich nehme.

    Meine Glaskugel sagt:
    Das Steueramt hat keinen Deal mit dem Corona-Virus abgeschlossen. Ich wüsste daher spontan nicht, was genau angepasst werden sollte.


    Ich war in meinem letzten Job auch häufig auf Projekten im Ausland. Weiterhin Schweizer Arbeitsvertrag & Lohn, am Wochenende meist nach Hause gekommen. Da der Kunde aber Rechnungen von unserer deutschen Niederlassung bezahlte, ergab sich eine spezielle Konstellation, dass ich 2 Steuererklärungen auszufüllen hatte: 1x DE und 1x CH. Obwohl es Unterstützung durch EY gab, war der Aufwand der Aufsplittung hoch, der Aufwand Buch über die Reisen zu führen (wann entgeldliche Arbeit, wann Meeting/Schulung, wann Rückreisen), und dann die Steuern & Abgaben in DE höher als die "Ersparnis" in CH. d.h. ich wäre schlechter gefahren, wenn mein Arbeitgeber die Differenz nicht übernommen hätte. Ach ja, und der Steuerbescheid dauerte 10 Monate für DE und ganze 14 Monate in der Schweiz.
    Meine Kollegen haben die gleiche Erfahrung mit Dänemark gemacht.

    "deaktiviert" bedeutet, jegliche Konten sind geschlossen und aufgelöst?


    Ich kann nur vermuten, dass Postfinance sauber dokumentieren wollen, dass es keinen steuerlichen Sitz mehr in der Schweiz gibt. Aber wie du selbst schreibst, sind z.B. noch die Steuererklärungen für 2019 und anteilig 2020 hängig. Ich für meine Person hätte keine Bedenken, meinerseits das Formular auszufüllen. Aber wie oben schon gesagt wurde, wenn Du Zweifel hast, dann einfach eine kurze Mail oder Telefon.

    Ja, um als Schweizer Polizistin arbeiten zu dürfen, muss man Schweizer Bürgerrecht haben. Es wäre aber einen Versuch wert, sich zu erkundigen, ob es zivile, polizeinahe Tätigkeiten gibt oder Quereinsteiger-Ausbildungen. Dabei werden jedoch häufig auch Schweizerdeutsch-Kenntnisse vorausgesetzt.


    Und natürlich gibt es auch "normale" Ausbildungen, sprich kaufmännische oder Berufsausbildungen.


    Was vielleicht eher zu überlegen wäre, sind sogenannte CAS, also Kurse mit Zertifikaten. Die Voraussetzungen hierfür sind sehr unterschiedlich. Aber mit einem (oder mehreren) CAS steigen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Allerdings kosten sie Geld, anstelle dass man welches verdient. Das ist die Schweiz.