Beiträge von Schoggigipfeli

    Ich bin auch dabei - manchmal zieht es einen über die Grenze und dann muss schon so einiges mit, was es in der Schweiz nicht gibt. Aber ich finde, das darf auch sein. Man muss ja nicht alles zurücklassen. Bei mir ist es auch ganz klar das Brot. Ein gutes dunkles Brot. So ein echt schweres Brot.


    Es gibt ja schon einige Online-Shops, aber oft zahlen sich die Versandkosten nicht aus. Hohe Versandkosten - ein grosses Schweizer Thema.


    Für alle österreichischen Manner-Fans (Manner ist einfach so viel besser als Kägi-Fret): Der Spar in der Schweiz hat ganz viele Manner-Produkte. Der Denner hat einiges von Ölz. Lange Zeit gab es dort den Ölz-Topfenstrudel. Jetzt leider nicht mehr.


    Das Gute ist ja - die Grenze ist in der Schweiz eigentlich nie weit weg

    Mein Beitrag ist ein bisschen einen Themaverfehlung. Es handelt sich nicht um einen Witz. Aber um eine sprachliche Eigenheit und ich habe etwas länger gebraucht um das zu verstehen. Von daher vielleicht hilft es jemand anderem.


    Wenn man als Österreicher sagt "Ich mag nicht mehr" - dann heisst das "Es freut mich nicht mehr"
    Wenn ein Schweizer sagt "Ich mag nicht mehr" - dann heisst das "Ich kann nicht mehr"


    Das hat schon zu viel Verwirrung/Unmut in meiner Beziehung geführt. Bis mir dann mal irgendwann ein Licht aufging ...

    Der Thread ist schon ein bisserl länger her, aber ich möchte gerne darauf eingehen.


    Ja, ich glaube auch, dass sich die Schweizer mit den Österreichern leichter tuen. Schon mal weil man als Österreicher nicht ganz so ernst genommen wird und keinen Bedrohung dastellt. Das Österreichisch klingt für den Schweizer nicht so hart im Ohr und irgendwie finden sie es herzig. (So wie wir Nicht-Schweizer das Schwiizerdütsch niedlich finden). Die Österreicher sind nicht so direkt. Da kommt die gute, alte Monarchie durch. So ein bisschen charmant um den Brei reden, dass nehmen die Schweizer gerne hin. Sie selbst empfinde ich aber als direkt.


    Geht es den Österreicherin mit den Schweizern einfach von der Hand. Hmm. Naja. Es geht. Auf den ersten Blick wird man als "Deutsche/r" wahrgenommen. Erst im 2. Anlauf und bei näherem Hinschauen bekommt man dann den Österreicher-Bonus. Die Deutschen in der Schweiz sind aber schon ein recht grosse Gruppe. Und zu denen gehört man als Österreicher auch nicht. Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich am Elternabend oder am Spielplatz weder zu den einen noch zu den anderen gehöre. Nicht weiter tragisch. ist einfach so. Ich probiere es bei beiden Gruppen ;-)


    Heimweh? Ohja. Das schon. Mir fehlt der Humor. Der Schmäh.
    Und ein guter österreichischer Supermarkt. Und ein gutes dunkles Brot. Aber hier hör ich mal auf. Es gäbe noch einiges andere, was mir fehlt.
    (Aber die Schweiz hat natürlich ganz viel gute Sachen, die ich auch alle zu schätzen weiss. Sonst wäre ich ja nicht hier).

    Das ist aber generell so ein Thema, dass Deutschschweizer und Französische-Schweizer sich auf Englisch unterhalten. Mein Mann arbeitet in Zürich, aber ist für die Firma immer wieder in der Niederlassung in Genf. Dort reden sie dann Englisch gemeinsam. Das ist Gang und Gebe. Ich denke es geht hier vorallem darum, dass keiner den Heimvorteil hat seinen Muttersprache zu sprechen. Aber als Ausländer wird man dann immerhin auch nicht benachteiligt. Das hat auch etwas.


    Ich hatte vorhin wenig Zeit, um mehr ins Detail zu gehen. Also, warum zurück nach Deutschland? Dort gibt es viel weniger Altersdiskriminierung, als in der Schweiz. Es besteht eine realistische Chance, einen Job zu bekommen, auch wenn man über 50 ist. In der Schweiz müssen Arbeitgeber für Arbeitnehmer ab 55 Jahren einen sehr viel höheren Beitrag in die Pensionskasse einzahlen. Das schreckt sie ab, diese einzustellen. Kommt hinzu, dass wir gerne ein Haus mit Garten hätten, weil wir einen kleinen Sohn haben. Zu mieten gibt es nichts. Haben uns monatelang die Gegend um Zürich See angeschaut, aber für zwei Millionen bekommt man nur eine Wohnung. Wir zahlen 3000 Franken Miete im Monat und können unserem Sohn kein Haus mit Garten bieten. In Deutschland bekommt man das außerhalb von Städten für 500.000 Euro und weniger. Dort, wo wir wohnen, hält man einen Hauspreis von 3 Mio CHF für ein Schnäppchen. Geht´s noch?
    Man könnte alles noch stemmen, aber wenn man mit 55 die dauerhafte Arbeitslosigkeit fürchten muss, dann kann man keine Hypothek von einigen Mio aufnehmen, nur weil man einen Garten wollte.
    Der Punkt mit dem "Gymigraben" ist wohl der wichtigste für uns. Auch wenn die Schweizer innerhalb der Schweiz keine Akademiker sein müssen, um ein gutes Auskommen zu haben: Die internationalen Konzerne möchten Akademiker auch schon im mittleren Management und vor allem, wenn die Kinder später die Schweiz verlassen, können Sie mit der Schweizer (nichtakademischen) Ausbildung eben auch wenig anfangen.
    Mentalität: In den letzten zehn Jahren haben wir derart viele zermürbende Erlebnisse mit Schweizern gehabt, dass es einfach reicht. Früher lebten wir im Thurgau. Dort wuschen unsere Schweizer Nachbaren jede Nacht (wenn der Mann von der Fabrik kam) um 2 Uhr die Wäsche in der Waschküche, die direkt neben unserem Schlafzimmer war, um uns mit Absicht zu ärgern. Das ging jahrelang so, wir waren nur noch Wracks. Seit einigen Jahren leben wir in der Züricher Gegend. Die Leute dort tragen ihre Nasen drei Meter hoch. Auf einen Gruss gibt es selten eine Antwort. Geredet wird nur hinter dem Rücken der anderen. Kinder von Ausländern werden so gut wie nie zu Kindergeburtstagen eingeladen, auch wenn die Schweizer selbst sich gerne von Ausländern bewirten lassen. Wir erklärt man seinem Kind, dass seine Schweizer Freunde zu ihm kommen, aber ihn nicht nach Hause einladen? Es bleibt einem nichts übrig, als sich auf die Ausländer zu konzentrieren, so entstehen dann Enklaven. Die Schweiz ist einfach ein Dorf mit vielen reichen Bauern. Die schlimmsten sind die, die meinen, sie seien zu kurz gekommen. Diese mobben am schlimmsten. Besonders abstossend fand ich immer die Angewohnheit der Schweizer, dass sie, wenn sie einen allein treffen, ganz herzlich sein können. Aber das täuscht. Sobald man in einen Raum kommt, in dem sie mit anderen Schweizern sitzen, schauen sie einen nicht mal mit dem A. an. Ich habe schon viele schlaflose Nächte wegen diesem schweinischen Verhalten hinter mir. Mir ist Deutschland trotz dem Wohlstand der Schweizer lieber.

    Ich wohne auch seit einiger Zeit in der Schweiz und ich kann deinen Worte schon gut nachvollziehen, Steffi.


    Mit meinen Nachbarn habe ich zum Teil mehr Glück gehabt. Aber der Anfang war auch ganz schlimm. Ich denke, nervige Nachbarn kann man überall treffen. Die Deutschschweizer haben schon einen extremen Sinn für Genauigkeit und "was genau richtig ist". Das nervt aber auch meinen Walliser Schwiegervater, wenn er bei uns in Zürich ist. Also da sind wir nicht alleine.


    Was die Schule angeht, so ist Zürich auch ein bisschen ein Einzelfall. Ich gebe dir vollkommen recht, dass die Situation nicht tragbar ist. Zürich hat seit 50 Jahren kein neues Gymnasium gebaut. Jetzt kommen 2 am linken und rechten Seeufer dazu. Und so wollen sie aussortieren. Es ist traurig und nciht zu verstehen, warum man in diesen Zeiten nicht die Kinder unterstützt einen gute Ausbildung zu erhalten und ihnen den Eintritt ins Gymi so schwer macht. Aber in anderen Kantonen gibt es keine Eintrittsprüfung für's Gymi (z.B. im Wallis oder im Kanton Zug). Das hilft dir nicht und mir auch nicht. Aber ich meine nur - für manches muss Zürich gerade stehen und nicht die ganze Schweiz.

    Ich würde sagen, dass ein Studienabgänger mit Fokus Wirtschaft momentan zwischen 85-90k Jahresgehalt erhalten kann.
    Ich gebe Jan82 recht, dass deine Fachbereich sehr gefragt ist und du durchaus höhere Angebote erhalten könntest.


    Am Ende vom Tag zählt natürlich nicht nur der Lohn. Da geht es auch um den Arbeitgeber und die Stimmung im Unternehmen.

    Wir waren im Sommer brav in der Schweiz und im Allgäu. Und noch einen Sprung nach Österreich.


    Aber für die Herbstferien sieht es eher düster aus. Jeder stellt jeden auf die Liste, da fragt man sich wem man glauben soll.
    Beispiel Österreich: Die Schweiz hat Wien, Niederösterreich und Oberösterreich auf der Liste. Deutschland hat Wien, Tirol und Vorarlberg auf der Quarantäne-Liste.
    zumindest nach aktuellem Stand. Morgen kann es schon wieder anders sein.


    Zuhause bleiben ist wohl doch am besten. Oder wie der Schweizer sagt "um's Huus ume".

    Ich möchte mich auch für den Beitrag bedanken.


    Mittlerweile verstehe ich die Schweizer ja ganz gut. Aber den Dialekt der Region zuzuordnen, das funktioniert nur eher grob. Immerhin die Walliser und die Bündner erkenne ich auf Anhieb. Das ist auch schon was wert. Aber Hauptsache man versteht mal so ungefähr was gesprochen wird.

    Hallo meine Lieben!


    Der letzte Beitrag ist zwar schon etwas länger her, aber ich möchte nur kurz klarstellen, dass es in der Schweiz schon Kitas gibt. Der gängige Begriff ist hier Kinderkrippe. Da gibt es meist welche von der Gemeinde und private. Beide kosten ein Vermögen, keine Frage. Bei der von der Gemeinde ist sind die Kosten einkommensabhängig.


    Die Gruppengrösse beträgt meist um die 11 Kinder. 1-3 Kinder dürfen unter 1,5 Jahre sein. In der Krippe in der wir waren, konnten die Kinder auch als Kindergartenkinder bleiben. Das heisst die konnten zu Mittag zurück in die Krippe zum Essen und danach wieder in den Kindergarten.


    Aber ich gebe Euch natürlich voll und ganz recht. Kinderbetreuung für Kinder unter 4 Jahren ist ein grosses Thema hier. Aber auch über 4 Jahren finde ich es schwer. Der Kindergarten ist ja nur am Vormittag bis auf 1-2 Nachmittag und Mittagstisch bieten nur wenige Kindergärten bei uns an.


    Wenn man als Mama von kleinen Kindern hier arbeiten gehen will, hat man so einige Hürden zu überwinden