Beiträge von sven030

    Das ist jetzt Dein zweiter Thread mit dem exakt gleichen Wortlaut. Auf den Ersten hat Dir keiner geantwortet. Was erwartest Du von diesem?
    Mein Rat: nimm Dir einen Steuerberater, das ist auch am sichersten. ;-)


    LG, Simon

    Da hatte ich gehofft, per Mail über den ersten inhaltlichen Kommentar notified zu werden und dann sowas ...


    Punkt 1) Steuerberater ist da. Finanzämter entscheiden jedoch teils unterschiedlich. Daher haben mich einfach eure Erfahrungen interessiert. Steuerberater beraten übrigens auch mal so und mal so. Daher ist die Vielfalt der Meinungen ja so relevant ;)
    Punkt 2) Der zweite Thread wurde aufgemacht, da ich einfach gehofft habe, eine Rückmeldung zu bekommen. Der erste wurde so kurz vor Weihnachten gemacht, daher ging ich davon aus, dass da niemand so wirklich reinschaut und habe einen zweiten danach gemacht - um zu vermeiden, dass es für einige untergeht.

    Liebe Community,



    ob Aufenthaltsbewilligung B oder G - dem Finanzamt ist das ja egal. Man bekommt keine Freistellung der Steuer erwirkt, wenn die Anässigkeit in DE bleibt.



    Doch die Anwendung der 60-Tage-Regel soll im DBA D-CH führen dazu, dass man nach CH besteuert wird und gleichzeitig eine Einkommenssteuerfreistellung in DE bekommt.



    Nun bin ich an Euren Erfahrungen mit der 60-Tage-Regel interessiert:

    • Wie macht ihr das?
    • Wie vermeide ich, dass ich Quartals- oder Monatsweise (?) in DE in Vorleistung gehen muss? Soweit ich das Gre-3-Formular verstehe, ist das rückwirkend?
    • Wie verhält es sich bei euch mit der 60-Tage-Rege, wenn ich die Aufenthaltsgenehmigung B bekomme? Dann ist das Vorgehen doch ein anderes?


    Vielen Dank bereits im Voraus!

    Danke für die Verlinkung des anderen Threads. In der Tat handelt es sich bei mir auch um Zürich, wo anscheinend zumindest im Jahr 2017 bei der Frau aus dem anderen Thread keine Abmeldebescheinigung aus D gesehen werden wollte. In meinem Fall ist das aber auch nicht so sehr problematisch, da ich ja kein Problem damit hätte, mich einfach abzumelden (und den Nachweis zu erbringen). Es entstehen durch eine Abmeldung in D keine nennenswerten Implikationen - oder weiß da jemand mehr?


    Was ich schon eher interessant finde fände, wäre, wie sich es steuerlich verhält, wenn Bewilligung B habe und ich am WE in D bin bzw. pendele. Meine (steuerliche) Anässigkeit wird ja unabhängig von der aufenthaltsrechtlichen Situation beurteilt. Und wenn man dort zum Ergebnis kommt, dass meine Anässigkeit in D ist (wegen Familie in D), habe ich die gleiche Situation mit der 60-Tage-Regelung wie bei Bewilligung G.


    Hintergrund: Ich steige in der Beratung ein und könnte Mandaten betreuen, die außerhalb der Schweiz sind. Mit Bewilligung G grenzt mein Arbeitgeber meinen Einsatzort auf die Schweiz ein (wieso, verstehe ich auch nicht - wäre mal eine Frage wert). Daher schiele ich schon etwas auf Bewilligung B. Wenn das nicht wäre, hätte ich an sich auch kein Problem, einfach die G zu nehmen ...

    Das sieht Dein Steuerberater vermutlich falsch. Die 60 Tage Regelung ist Teil des Doppelbesteuerungsabkommens (DBA D-CH). Da heisst es in Artikel 15a (besonderes Augenmerkt auf Satz 2):

    Ich glaube, das wollte er damit nicht in Frage stellen. Er meinte nur (und SB können sich ja auch irren ...), dass die 60-Tage-Regelung steuerrechtlich ist und nix mit Aufenthaltsbewilligungen wie B/C oder G oder so zu tun haben. Ich sage das, weil anscheinend die 60-Tage-Regelung dann auch etwa mit Aufenthaltsbewilligung B vereinbar ist. Wobei die Schweizer bei Aufenthaltsbewilligung B womöglich davon ausgehen, dass ich auch meinen Lebensmittelpunkt in der Schweiz habe.

    Also soweit ich mir das von einem Steuerberater erläutern lassen habe, hat die 60-Tage-Regelung nur steuerliche Implikationen und hat nix mit dem Status des Aufenthalts (B/C, G) zu tun.


    In meinem Fall heißt das: Da ich mehr als 60 Rückkehrtage in der Schweiz habe, entfällt die Grenzgängereigenschaft und ich bin mit dem Schweizer Einkommen von der Einkommensbesteuerung in D freigestellt (es gilt aber weiterhin der Progressionsvorbehalt). Und wenn ich unterjährig in D arbeite, werden diese Tage anteilig besteuert.

    Du verwechselt hier etwas. Aufenthaltsbewilligung B bedeutet, dass du in der Schweiz wohnst und hier Steuern zahlst. Du hast dann nur den Wohnsitz in der Schweiz. Einige Kantone verlangen von dir eine Abmeldebestätigung, bevor Sie dir eine B-Bewilligung ausstellen. Allerdings machen das nicht alle Kantone so.
    Die 60 Tage Regel ist nur gültig für jemanden mit G-Bewilligung, also einen Grenzgänger. D.h. du pendelst entweder täglich (weil dein Wohnsitz nah an der Grenze liegt) oder wöchentlich (Wochenaufenthalt) wieder nach Deutschland. Für den Wochenaufenthalt hast du dann zwei Wohnsitze: einen in der Schweiz und einen in Deutschland.


    Also: G-Bewilligung --> grundsätzlich erstmal in DE besteuert. Falls du mehr als 60 Tage arbeitsbedingt (!) in der Schweiz verbringst, dann zahlst du die Steuern in der Schweiz. Manche Kantone wollen aber selbst für den Wochenaufenthalt eine Begründung haben und erteilen die Bewilligung dann nur für ein Jahr (z.B. Basel-Stadt).

    Okay, und was spricht gegen eine Abmeldung aus DE (die Familie kann ja in DE gemeldet bleiben) zugunsten der Aufenthaltsbewilligung B? Ich darf damit ja sicher auch pendeln, ... ohne die 60-Tage-Einschränkung? Oder spielt dann wiederum die Ansässigkeit und die ständige Wohnstätte eine Rolle?

    Der Grund war, dass mein zuständiges deutsches Finanzamt sich überhaupt nicht mit dem DBA auskannte und die 60-Tage Regel sehr zu Ihren Gunsten ausgelegt hat. Bzw diese überhaupt erstmal nicht verstanden hat. Die Sache liess sich leider nur mit mehrfacher Korrespondenz über einen sehr guten Steuerberater lösen.

    Okay, die 60-Tage-Regel ist ja im Prinzip vergleichbar mit dem Modell "internationaler Wochenaufenthalter"? Also die 60-Tage-Regel würde einem ja sogar mehr Spielraum geben.


    Wie sieht es mit der Aufenthaltsbewilligung aus für die Anwendung der 60-Tage-Regel bzw. bei "internationaler Wochenaufenthalter" aus? Ist das mit der Aufenthaltsbewilligung der Kategorie B vereinbar?

    Vielen Dank den Vorrednern!


    Simon: Das klingt sehr interessant. Ich recherchiere das Modell mal und diskutiere es mit meinem Steuerberater.


    basileus: Guter Einwand. Darf ich fragen, was "quergestellt" heißt? Das Modell "internationaler Wochenaufenthalter" fällt ja nicht vom Himmel, sondern gibt es aus gutem Grund. Was war der Grund, dass sich das FA dagegen verweigerte?

    Liebe Community,


    ich habe bereits die Forenbeiträge bzgl. Schweiz vs. Deutschland gesichtet und leider keine passende Antwort zu der Frage gefunden, die mich beschäftigt (obwohl das Thema Schweiz vs. Deutschland schon öfter diskutiert wurde):


    In meinem Fall ist es wie folgt:
    - Ich bin verheiratet und habe vier Kinder. Wir leben in Deutschland, wo alle gemeldet sind und ich Einkommen beziehe.
    - In wenigen Monaten fange ich jedoch an, für einen Arbeitgeber aus der Schweiz (Zürich) zu arbeiten.
    - Ich werde dann einen angemeldeten Wohnsitz sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz haben (Doppelwohnsitz).
    - Meine Familie wird zunächst weiterhin in Deutschland aufhalten und ich mich in der Schweiz (mit viel Pendelei).


    Nun die steuerliche Frage: Bin ich durch die doppelte Ansässigkeit in Deutschland und Schweiz (gerade im Hinblick auf en Lebensmittelpunkt der Familie wegen in Deutschland) in Deutschland oder der Schweiz einkommenssteuerpflichtig?


    Über Rückmeldungen bin ich sehr dankbar!