Beiträge von Seb2910

    Das denke ich auch..


    Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die Einnahmen/Ausgaben zu vergleichen. Mein Gehalt ist aktuell 140k CHF. Ich als Single habe in Zürich das 1,6 fache Nettoeinkommen und die 1,4 fachen Kosten (habe den Usgang bzw das ausser-Haus-Essen aber auch stark eingeschränkt) im Vergleich zu DE. Das ist zwar insgesamt nur leicht besser als in DE, aber die absoluten Zahlen machen den Ausschlag, Auch wenn meine Sparquote prozentual relativ gleich ist, kann ich doch einen viel höheren absoluten monatlichen Betrag als im Vergleich zu DE sparen. Wenn man als Rentner in CH bleiben sollte, braucht man das natürlich auch. Verlässt man aber als Rentner die Schweiz, lohnt sich das durchaus.


    250k zu zweit ist schon sehr gut in eurem Alter. Ich würde an Eurer Stelle in die Schweiz gehen.

    Ich hatte über Jahre eine ähnliche - wenn auch nicht ganz vergleichbare - Konstruktion, und kann dir nur raten einen Steuerberater hinzuzuziehen. Ich hatte zwei, einen in DE und einen in CH. Bei mir hat glücklicherweise der Arbeitgeber die Kosten für den StB übernommen.


    Zudem beachte, dass du etwaige Steuernachzahlungen in DE relativ schnell nach Eingang des Steuerbescheids leisten musst. Die Schweizer Steuerbehörden dürfen sich aber meines Wissens bis zu 3 Jahre für eine Steuererstattung Zeit lassen und die nehmen sie sich auch. Ich warte immer noch auf meine Erstattung aus der Schweiz von 2015. Du musst also ggf auf mehrere 1000 EUR oder CHF lange Zeit warten.

    Du hast zwar die EU Flat bei den meisten Verträgen, die mittlerweile auch die Schweiz einschliesst. Aber im Kleingedruckten steht (zumindest bei der Telekom), dass bei mehr als 1000 Minuten pro Monat Auslandsnutzung ein ausserordentliches Kündigungsrecht der Telekom besteht. Ich nutze den deutschen Vertrag seit über einem Jahr in der Schweiz, würde mich allerdings nicht als Vieltelefonierer einstufen, und es gab bislang keine Probleme. Deutsche Adresse (zb Eltern) war notwendig.


    In Summe ist es rechtlich nicht ganz OK, den deutschen Vertrag zu nutzen wenn man den Wohnsitz offiziell im Ausland hat. Das verstößt gegen die AGBs. Aber es funktioniert ;-)

    Ich war vor kurzem arbeitslos in der Schweiz und durfte einen Bewerbungskurs vom Arbeitsamt (RAV) besuchen. Das Bewerbungsdossier in der Schweiz ist an einigen Stellen durchaus anders als in DE, also nicht nur ß und ss.


    Der Kurs war bei NewPlacement Academy in Zürich, Flurstrasse.


    Zudem hat das RAV Listen von Headhuntern und Personalvermittlern, die waren zwar nicht vollständig, bieten aber einen ersten Anhaltspunkt für Kontaktaufnahmen.

    In welchem Bereich wirst du denn schaffen? 6100 CHF brutto im Monat ist nicht soo viel.


    Bzgl Rente:
    Du kannst weiterhin freiwillig in die deutsche Rente einzahlen. Ob das lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Ich habe mich dagegen entschieden.


    Schau dir das schweizer Rentenversicherungssystem mit den 3 säulen an.


    Ich habe für mich grob ausgerechnet, dass es aufs selbe rauskommt wenn ich (1) einen Teil deutsche Rente und einen Teil Schweizer Rente aus der Säule 1 erhalte im Vergleich zu (2) weiterhin in DE zu bleiben und die volle deutsche Rente zu bekommen.


    Vorteil Schweiz ist aber, dass die betriebliche Altersvorsorge (Säule 2) gesetzlich verpflichtend ist und im Vergleich zu deutschen Unternehmen, die diese kaum noch anbieten, sehr lukrativ ist. Dazu kommt dann noch die Säule 3a, dessen Einzahlung hier in CH steuerlich attraktiv ist.Die Möglichkeit besteht zwar auch über Riester/Rürup, mir aber zu kompliziert in DE ausgestaltet und weniger attraktiv.


    In Summe hoffe ich, eine deutlich höhere Rente zu bekommen als wenn ich in DE geblieben wäre. Ob die höhere Rente aber die zukünftigen Lebenshaltungskosten decken kann und ein besseren Lebenstsandard in der Rente ermöglicht, weiß ich nicht. Zur Not, geht man als Renter wieder zurück nach DE:

    Hallo zusammen


    ich bin jetzt seit einem Jahr in der Schweiz und habe mein Wertpapierdepot noch in Deutschland. Das Depot ist auf Steuerausländer umgestellt, d.h. dass keine Abgeltungssteuer auf Gewinne einbehalten wird.


    Meines Wissens sind Kursgewinne in der Schweiz ohnehin steuerfrei. Lediglich Dividendenerträge und Zinseinkünfte/Kupons müsste ich im Rahmen der Schweizer Steuererklärung melden, sowie die Höhe der Vermögenswerte wegen der Schweizer Vermögenssteuer.


    Soweit so gut. Ich sehe aktuell keine Vorteile, das Depot zu einer Schweizer Bank zu verlagern. Oder übersehe ich etwas?
    Die Transaktionskosten bei deutschen Banken sind im Vergleich zur Schweiz auch deutlich günstiger.
    Zudem macht es wahrscheinlich Sinn, von ausschüttenden Fonds auf thesaurierende Fonds zu wechseln, oder?


    Vielen Dank für Eure Einschätzungen.
    Sebastian

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.


    Ich habe zwischenzeitlich zugesagt und werde also in 2017 in die Schweiz kommen :-)



    Zum Thema Quellensteuer in den ersten 5 Jahren:
    Ich habe jetzt gelesen, dass diese Regelung nur für Einkommen unter 120.000 CHF gilt, was bei mir nicht zutrifft da mein Gehalt leicht darüber liegt.


    Bei den comparis-Rechner zahle ich bei der "ordentlichen Veranlagung" am Bsp Zürich mehr (Einkommen-)Steuern als bei der Quellensteuer.
    Wenn man die Einzahlungen in die Säule 3a geltend macht und somit sein "steuerbares Einkommen" reduziert, kommt man wieder mehr oder weniger auf dieselbe Steuerlast heraus.


    Ich habe das so verstanden, dass bei Quellensteuer das Bruttoeinkommen herangezogen wird und bei der normalen Einkommensteuer das steuerbare Einkommen.



    Ich hoffe, es ist jetzt nicht nachteilig wenn das Bruttoeinkommen etwas über der 120 TCHF Grenze liegt. Fragen über Fragen.....

    Ich habe auch ein bisschen gegoogelt. Bin in D auch mit dem Internet beim Kabelanbieter Unitymedia.


    Bei Cablecom UPS gibt es Kabel TV mit HD + schnelles Internet + Festnetz für 49 CHF.
    Den Natelvertrag mit Flatrate Schweiz gibt es für 29 CHF dazu.
    Ich denke, dass ist die beste Kombination aus Preis/Leistung.


    Für Auslandstelefonate nutze ich dann das Firmanhandy. Bei der deutschen Telekom habe ich für ca 75 EUR einen Vertrag mit World-Flatrate. Falls Interesse besteht, kann ich gerne den genauen Tarif heraussuchen. Der Vertrag ist super, gilt über alle Ländergrenzen hinweg (auch Konstellationen wie von Österreich nach Schweiz auf Natel etc).

    Guten Morgen zusammen,


    mein Name ist Sebastian, bin Mitte 30 und ich bin ganz neu hier in diesem sehr informativen Forum. Bislang war ich nur stiller Mitleser.


    Ich arbeite als Unternehmensberater seit 3 Jahren eigentlich fast jede Woche zumindest einige Tage in der Schweiz. Anfang 2017 möchte ich gerne komplett von Köln nach Zürich umziehen. Beruflich würde ich nur die Landesgesellschaft innerhalb unserer Company wechseln und zur CH-Niederlassung wechseln, was alles relativ unproblematisch ist. Aber es tun sich trotzdem viele Fragen auf zu denen ich mich sehr gerne mit Euch austauschen möchte.


    Zum Hintergrund: Ich bin Single und habe keine Familie. Werde nach wie vor beruflich auch häufiger in Deutschland sein und bin grundsätzlich sehr flexibel und mobil, d.h. eigentlich seit Jahren wöchentlich immer sehr viel zwischen D und CH unterwegs. Das wird auch zukünftig so bleiben. Grenzgänger bzw Wohnen in D am Bodensee o.ä. kommt eigentlich nicht in Frage, weil ich a) aus finanziellen Gründen gerne aus dem Deutschen Sozialversicherungssystem ausscheiden möchte (Rente etc) und b) mein Schweizer Chef meint, dass man nur in CH richtig "ankommt", wenn man dort auch lebt. Letzteres macht auch Sinn, vor allem weil man Schweizer Kunden und Projekt aus Zürich am Besten und Schnellsten erreichen kann.



    1. Wohnsitz
    Mein Hauptwohnsitz wird wahrscheinlich Zürich werden. Macht es aus irgendwelchen Gründen Sinn, noch einen (Zweit-)Wohnsitz in D zu behalten, bspw bei den Eltern oder einer kleinen Stadtwohnung die man noch vor dem Umzug kauft? Steuerlich oder aus sonstigen Gründen?


    2. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in D
    Sind Einkünfte aus V+V von deutschen Immobilien dann in CH zu versteuern? Wie erfolgt die Besteuerung? Oder gibt es hier spezielle rechtliche Konstruktionen, die man ins Auge fassen könnte? Insbesondere vor dem Hintergrund, wenn man noch weitere Immobilien in D erwerben&finanzieren möchte. Bspw. Übertragung der Immobilien in einen GbR oder sonstige Unternehmensform.


    3. Deutsche PKV
    Die Krankenversicherung ist in CH ja obligatorisch. Ich würde meine deutsche PKV ruhend stellen für den Fall dass man irgendwann wieder zurück nach D geht. Und in CH dann eine neue Krankenversicherung suchen. Oder sollte man noch irgendetwas Besonderes beachten?


    4. Auto kaufen
    Sollte man ein neues Auto besser noch in D oder erst nach dem Umzug in CH kaufen? Was macht da finanziell am meisten Sinn? Oder macht es Sinn, das Auto auf die Eltern in D anzumelden und in CH zu nutzen?


    5. Arbeitsvertrag
    Für mich wird der Standard Arbeitsvertrag von unserer Niederlassung in Zürich gelten. D.h. bei Konditionen wie Urlaubstagen, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsfristen etc habe ich keinen Verhandlungsspielraum. Gibt es aus Eurer Erfahrung noch etwas Wichtiges zu beachten oder arbeitsrechtliche Themen, wo man sich nochmal besonders aufschlauen sollte ?


    6. Wohnen in Zürich
    Ich tendiere momentan zu Altstetten oder Oerlikon, weil a) die Company in Oerlikon sitzt und man b) die beste Verkehrsanbindung von diesen beiden Stadtteilen hat. Man ist schnell auf der Autobahn, am HBF und am Flughafen. Der Steuerfuß ist hier relativ hoch. Ein Kollege meinte, dass in Zollikon eine recht grosse deutsche Community ist und der Steuerfuss dort deutlich geringer ist. Was meint Ihr? Oder ist das vernachlässigbar? Es wäre ein Trade-off zwischen niedrigeren Steuern vs. schlechterer Verkehrsanbindung. Ich tendiere aktuell stark zu Altstetten oder Oerlikon, auch weil der Wohnraum dort noch vergleichsweise bezahlbar ist.


    7. Gehalt
    Meine Gehaltsverhandlung steht noch aus. Ich tendiere zu 120.000 CHF all-inkl. Das heisst inklusive Bonus bei Auszahlung von 100%. Spesen und Verpflegungspauschalen würden separat dazukommen.
    Ich habe 7-8 Jahre relevante Berufserfahrung. Studium, Berufsausbildung etc vorhanden. Ist das ein realistisches Gehalt für einen Manager/Projektleiter im Alter von 35 in einer kleinen/mittelständigen Unternehmensberatung (Standort Zürich)?
    Im Vergleich zum Gehalt von deutschen Bekannten in CH ist das Niveau realistisch. Unterhalte ich mich mit Zürchern, tendieren sie eher zu 130-140 TCHF. Ich vermute aber, dass mein Chef eher 110-120 TCH zahlen möchte...



    Es tauchen wahrscheinlich mit der Zeit noch mehr Fragen über Fragen auf....Aber erstmal freue ich mich sehr über einen konstruktiven Austausch.


    Viele Grüsse aus Köln,
    Sebastian