Unser Auswanderungsvorhaben mit 2 kleinen Kindern

  • Hallo liebe Community,


    ich heiße Hagen bin 31 Jahre alt habe eine Frau und 2 Kinder (2 1/2 und 8 Monate) wir hatten letztes Jahr schon mal über das Thema auswandern gesprochen, dann wurde die Sache auf Eis gelegt (Mit unter Angst vor so einem großen Schritt) aber mittlerweile ist das Thema ganz stark in unserem Alltag vertreten. Ich habe jetzt massig an Infos über das Thema Auswandern und Schweiz gelesen, hier im Forum und auf dem Portal, an dieser Stelle ein riesen Dankeschön an alle Poster und Maik für die vielen Infos, das Portal und das Forum. Habe auch schon mit Freunden gesprochen die die Auswanderung erfolgreich geschafft haben, die jetzt schon 10 und 4 Jahre in der Schweiz arbeiten und leben.


    Ich habe mir den Wohnungsmarkt angeschaut und was es so koste, ich habe verschiedene Lebenshaltungskosten aufgestellt und auch bei meinen Freunden in der Schweiz erfragt. Man hat sich schon um so vieles Informiert, aber dennoch sehen wir das Thema mit sehr gemischten Gefühlen.


    Was uns noch so Sorgen bereitet ist folgendes :::


    1. Man liest und hört ja doch viel darüber, das die Schweizer die Deutschen nicht so mögen wegen ihrer Art, ( Arrogant, Ellenbogen usw.) Das kann ich den Schweizern auch überhaupt nicht verübeln, ich lebe hier auf dem Land, aber wenn ich mir hier so die Leute anschaue, da ist die Mehrheit schon sehr unfreundlich, Hochnäsig.


    Wird man den pauschal über einen Kam geschert, oder hat man doch gute Chance mit den Nachbarn in ein gutes Verhältnis zu gehen, bzw Freundschaften zu finden ?
    Wie die Schweizer wohl so sind (vom hören, lesen her) ist das eigentlich genau die Art die ich mir im Umgang miteinander vorstelle, nett, freundlich, Respektvoll, Hilfsbereitschaft. etc. Wenn man sich so gibt, sollte es doch einfacher sein Anschluss zu finden und sich zu integrieren ?


    2. Thema unsere Kids. Da es ja recht teuer werden kann was Kinderbetreuung unter 4 Jahren betrifft, wird wohl meine Frau erst mal zu Hause bei den beiden bleiben, bis sie in den Kindergarten (Vorschule) kommen. Aber auch da gibt es ja einige günstigere Möglichkeiten soziale Kontakte für die Kids her zu stellen, Waldgruppen, Müttergruppen usw. Wäre vllt auch für uns eine gute Chance mit den Einwohnern und Nachbarn zusammen zu kommen.
    Wie ich hier in einem Beitrag gelesen habe, werden Kids wohl sehr gut aufgenommen und integriert, das ist mir sehr wichtig, damit die kleinen froh und zufrieden sind. Ist dies schon weitestgehend so ? Ich denke die Kids werden auch bedingt durch ihr alter die Sprache am leichtesten und schnellsten erlernen, ohne damit groß Probleme zu haben ?


    3. Wohnungssuche. Wir haben vor auf dem Land etwas zu suchen, habe dort einige Wohnungen gefunden die richtig schick sind. Stadtleben ist nicht so unsere Sache, wir haben gern die Natur um uns herum und verbringen dort auch viel Zeit, lieber ein nettes Dorf, kleines Städtchen in dem man sich wohl fühlt. Wo genau hin kann ich noch nicht sagen, weil ich den Arbeitsplatz als ausschlaggebend finde, der gibt dann die Region vor. Denke anders rum ist es nicht so einfach, wobei ich mich schon auf ein Gebiet begrenze, dürfte die Ostschweiz sein, wenn ich das so richtig sehe. Bodensee, Zürich, Zug, Luzern stücken runter noch und wieder Richtung St. Gallen. Wenn es anscheinend so Vorbehalte gegenüber Deutsche gibt, wird man dann arge Probleme bei Wohnungsbeschaffung haben ? Sagt man wirklich so 1/4 für die Wohnung vom Gehalt ? Den eine 4 Zimmer Wohnung sollte es glaube schon sein, für eine 4 köpfige Familie, sonst kann es echt eng werden, diese liegen in den ländlichen oder kleineren Städten so bis 2000 CHF so zwischen 80-130 m², ist das eher günstig oder schon mittlerer Preis ? Wie schnell bekommt man den so Wohnungen im Durchschnitt, wie lang habt ihr so suchen müssen, irgendwelche Erfahrungen ?


    4. Gehalt + Lebenshaltungskoste : Also ich habe mit einem Freund in der Schweiz gesprochen, der meinte in meiner Branche, CNC Dreher / Mechaniker / Programmierer / Einrichter sollten es so zwischen 6000 - 7000 CHF sein als Einstiegsgehalt, das wäre auch so in etwa was ich durchs Internet herausgefunden habe. Momentan ist geplant, wegen der kleinen und den hohen Kita kosten, das ich als Alleinverdiener dastehe, bekommt man das mit diesem Gehalt hin ? Ich habe mal ein paar Rechnungen angestellt, sagen wir mal so mit 5000 CHF netto - Wohnung mit ca 2000 + Nebenkosten, Versicherung für die Familie 700-900 CHF, Auto, Tele, Internet käme ich so auf 3000 - 3500 CHF ohne Lebensmittel, Kleider und Geld zur Freizeitgestaltung. Am Ende käme ich auf rund 1500 CHF die dann für all den Rest reichen müssen, wie eben Lebensmittel, Tanken usw. Was das Essen angeht, sind wir jetzt keine Gourmets, oder kaufen nur feinstes Fleisch und Fisch, wir kaufen eigentlich oft in Aldi / Lidl und Co. ein, denke mal damit kann man schon auch noch mal was einsparen bei den Lebensmitteln, wenn es von der Entfernung her passt, würden wir auch Wocheneinkäufe in DE tätigen um da auch noch mal etwas ein zu sparen. (Haben uns in de Schweiz lebende Freunde geraten) Ist diese Kalkulation den in etwa richtig ?


    5. Nachzug der Familie : Bin ich richtig informiert, das ich wenn ich einen unbefristeten Arbeitsvertrag bekomme, die B Bewilligung bekomme ? Und kann ich aufgrund meiner Abreit und meiner Bewilligung meine Frau und Kinder nachholen mit der selben Bewilligung ? Natürlich geht meine Frau dann auch arbeiten, wenn der kleine mal etwas älter ist, oder zumindest nur noch ein Kind vllt fremd Betreut werden muss, muss man sehen wie ich es alleine finanziell gestemmt bekomme.


    Ich habe so viele Sachen in meinem Kopf, der ist schon kurz vorm Platzen 8o Das sind aber erst mal denke ich die wichtigsten Sachen.


    Und nun noch zu unserem Plan wie das ganze ablaufen soll. Vllt kann der ein oder andere dazu auch noch was sagen oder einen Rat geben...


    Momentan erster und wichtigster Schritt, Arbeitssuche, davon hängt alles ab. Wenn der Vertrag unterzeichnet ist, würde ich den Antrag stellen (B), ich denke dann hat man den ersten Fuß schon fest stehen, danach wird es noch mal ein wenig heikel, da wir hier momentan ein Haus besitzen und dazu noch ein Kredit läuft, das heißt, wenn der Vertrag steht, würde ich das Haus verkaufen und damit den Kredit ablösen, wenn das alles steht, mich auf die Wohnungssuche für mich und meine Familie machen und dann der letzte Schritt, alle rüber holen umziehen usw.


    Nun ist dies aber denke ich mit der schwierigste Punk weil solang das Haus und der Kredit hier noch läuft, kann ich keine große Wohnung suchen, also müsste ich mir was kleines suchen, gibt es da was ? So was wie ein Motel, ein Zimmer, indem ich essen, schlafen kann, so was wie für Montagearbeiter, ich bräuchte ja was flexibles wo man ein paar Wochen leben kann, bis das Haus verkauft ist und eine Wohnung gefunden wurde, deswegen sollte es dann ohne große mühe kündbar sein. Gibt es sowas und wisst ihr vllt was so der Tag kostet ?


    --- Noch mal etwas zur Arbeit, wie ist es so üblich in CH was die Probezeit anbelangt ? 3 / 6 oder mehr Monate ? Und wie sicher ist die Arbeitsstelle in dieser Zeit ? Wenn man sich nicht gerade daneben benimmt, klaut, mutwillig Sachen zerstört, unfreundlich oder Dauerkrank ist, sollte das ganze doch ziemlich Sattelfest sein ? Kenne mich da leider nicht so aus, bin nicht so der Springer, bin seit über 10 Jahren in meinem Ausbildungsbetrieb tätig. (Vllt auch ein guter Pluspunkt, für Firmen die längerfristig was suchen)


    Ich weiß diese Frage wird nicht gerne gesehen und es geht hier ja auch nur um den absoluten Notfall, aber denke man sollte dennoch wissen was einen da erwartet :: Thema Job Wegfall, z.B. schlechte Arbeitsmarktlage und man wirt nach einem Jahr gekündigt, wie sieht es da aus, klar man bekommt vorher bescheid man kann was neues suchen, sollte es aber allgemein in diesem Bereich schlecht aussehen und man findet nichts, war's das dann mit CH ? Weil ein Einkommen muss ja da sein, sonst keine Wohnung und Co. wird einem da schon geholfen, oder sieht es dann wirklich schlecht aus, weil man ist ja kein Staatsbürger. Man weiß es nie man will es nie hoffen, aber wenn dieser Fall eintritt, müsste man wissen was einem passieren kann, Zelte abbrechen wäre sehr schade. Wie sieht es aus wenn man länger dort Lebt und es passiert in ein paar Jahren ? Sieht es dann besser aus ? Ich denke es lässt sich immer arbeit finden, aber wenn das Gehalt dann nicht reicht um in CH zu leben ? Also diesen Teil bitte nicht falsch verstehen, aber ich versuche so viel Infos wie möglich zu bekommen um alle möglichen Szenarios zu durchspielen, ich bin Jung, fit, Arbeitswillig, die Schweiz scheint stabil da zu stehen, aber in die Zukunft kann keiner schauen, daher eben diese Frage.


    Ja so sieht der Plan aus, was meint ihr ? Meinungen, Ideen, Tipps, Hilfestellung, bitte jetzt unter diesem Post :D


    Es ist nun etwas zusammen gekommen, hier schon mal vielen Dank für die aufgewandte Zeit zum lesen :thumbsup:


    Liebe Grüße,


    Hagen