Beiträge von clyde

    Meine Idee wäre ja gewesen einige grössere Möbelstücke wie eine neue Matratze oder Sofa noch in Deutschland zu kaufen und dann mit in dem Umzugswagen zu packen, das habe ich bei meinem letzten Umzug in D auch so gemacht.
    Aber vielleicht schaue ich mir doch vorher mal das Möbelangebot in der Schweiz an

    Haben wir bei unserer Couch ganz genau so gemacht.
    Mit +7,7% beim Zoll war sie immer noch deutlich günstiger als in der Schweiz!


    Vom Geld im Kreislauf der Schweiz profitieren wir alle, das Geld der Kamprads wandert definitiv woanders hin.



    Aus praktischen Gründe würde ich insgesamt auch eher in der Schweiz kaufen und dabei allen Aufwand mit dem Zoll vermeiden.

    Wenn man in der Schweiz dann letztendlich auch Einkommen bezieht ist das dann auch irgendwann kein Problem.
    Aber mit (noch) deutschem Gehalt in der Schweiz Möbel shoppen zu gehen macht (noch) keinen Spaß...

    Kleines Follow Up:
    Die Dame bei der Agentur für Arbeit hat mir meine Vorgehensweise bestätigt:


    Sobald man mindestens einen Tag in Deutschland arbeitslos war/ist und sich dann in Deutschland abmeldet wird der Anspruch auf die Leistung lediglich unterbrochen. Das heißt, dass man innerhalb von vier Jahren den Anspruch auf Arbeitslosengeld I wieder aufnehmen kann. Die Sperrfrist (bei Selbstkündigung) läuft, auch wenn man nicht in Deutschland lebt, weiter. Das bedeutet also, dass wenn man nach Deutschland rückzügelt innerhalb von vier Jahren noch maximal 364 Tage Anspruch auf die volle ALG I Leistung hat. (Das ist im Sozialgesetzbuch so verankert!).


    So wie ich es verstanden habe würde sich das Gehalt in der Schweiz dann auch auf die Summe auswirken weil es ein Abkommen zwischen Deutschland und der Schweiz gibt. Heißt konkret: das Schweizer Gehalt der letzten 12 Monate wird berücksichtigt, der Leistungsanspruch wäre dann also wahrscheinlich sogar höher.




    Achtung:
    Das soll hier keine Anleitung zum Sozialschmarotzen sein. Für mich war es ein persönliches Anliegen im Falle eines Scheiterns in der Schweiz nicht direkt in Hartz 4 zu rutschen wenn ich nicht sofort eine Folgeanstellung in Deutschland bekommen sollte. Das ist in meiner Branche zwar momentan recht unwahrscheinlich, aber ich bin ein sicherheitsbedürftiger Mensch :smiling_face:

    Leider haben sich ganz neue Probleme ergeben.


    1) Der Zoll kann eine Abmeldebestätigung verlangen, das ist aber in meinem Fall (Umzug über zwei Wochen vor Abmeldung) noch überhaupt garnicht möglich. Die Abmeldung in Deutschland kann laut Meldegesetzt frühstens 7 Tage vorher geschehen. Habe diesbezüglich bei der Eidgenössischen Zollverwaltung angerufen und habe die Auskunft erhalten, dass man für den Umzug so viele Unterlagen wie möglich mitbringen soll. Also werde ich versuchen schon vorab online die Aufenthaltsbewilligung zu beantragen und hoffen, dass der Zöllner damit zufrieden ist.

    Zitat von Bundesmeldegesetz (BMG)

    Die Abmeldung einer Wohnung bei der Meldebehörde ist nur erforderlich, wenn nach dem Auszug aus einer Wohnung keine neue Wohnung in Deutschland bezogen wird. Dies ist z.B. der Fall, wenn Deutschland verlassen, also der Wohnsitz in das Ausland verlegt wird, oder eine Nebenwohnung aufgegeben wird. Eine Abmeldung ist frühestens eine Woche vor dem Auszug möglich, sie muss innerhalb von zwei Wochen nach dem Auszug bei der Meldebehörde erfolgen.


    2) Wir wollten nach langem hin und her privat mit einem 7,5t LKW den Umzug durchführen, da wir doch ein paar Kubikmeter haben. Aber da gibt es so viele Fallstricke, die man beachten muss, dass wir davon wieder abgekommen sind.

    Zitat

    Kalkulieren Sie zudem Staus unbedingt mit ein. Ein 7,5-Tonner gilt in der Schweiz als Lkw. Das bedeutet, dass auch für diese Art von Fahrzeugen ein Fahrverbot in der Nacht und am Wochenende besteht. Werktags besteht ein Nachtfahrverbot von 22:00 bis 5:00 Uhr.

    Das bedeutet, dass man sich an der Grenze im Stau hinter allen LKWs einreihen muss, was unter Umständen mehrere Stunden dauern kann. Die Maut berechnet sich nach Gewicht und tatsächlich gefahrenen Kilometern (Schwerverkehrsabgabe SVA), dazu muss man sich an der Grenze mit Kilometerstand bei der Einreise registrieren und bei der Ausreise wieder "abmelden". Der Differenzbetrag wird dann über eine Tankkarte abgerechnet (die wir nicht besitzen). Das wäre in unserem Fall zwar günstiger als zwei Jahrespickerl für zwei Sprinter, aber der nicht kalkulierbare zeitliche Aufwand und das Risiko, dass es dann doch nicht so reibungslos klappt, lässt uns jetzt noch einmal zurück zu zwei Sprinter (mit Koffer) umplanen.




    to be continued...

    Der Schweizer Zoll schreibt auch noch folgendes: Waren, für welche die Bedingungen für eine Abgabenbefreiung nicht erfüllt sind (z. B. keine 6-monatige Benutzung im Ausland vor Wohnsitzverlegung), müssen am Schluss der Liste oder auf einer separaten Liste aufgeführt werden, unter dem Titel „zu verzollende Waren" und mit Angabe des Warenwertes (die Vorlage der Kaufbelege erleichtert die Verzollung).

    Danke, der Hinweis mit der extra Liste hat uns noch gefehlt :smiling_face:

    Ich wüsste nicht was eine Tätigkeit im Ausland mit dem 12 monatigen Anspruch auf Arbeitslosengeld in Deutschland zu tun haben sollte.
    Es geht mir hier nicht darum mich auf Kosten der Solidaritätsgemeinschaft auszuruhen, sondern im Worst-Case, falls in den ersten 4 Jahren in der Schweiz etwas schief gehen sollte (Jobverlust o.ä.) das finanzielle Risiko und den Druck bei Rückkehr zu minimieren.


    Es gibt auch Quellen, die sich nicht auf das Szenario Weltreise beziehen:


    Zitat

    Dieser Anspruch auf Arbeitslosengeld verfällt im Ausland nicht einfach. Die Leistungen können nach einem Auslandsaufenthalt erneut in Deutschland beansprucht werden. Der Antrag muss jedoch vor der erneuten Ausreise gestellt werden und wird nur unter folgenden Voraussetzungen bewilligt:

    • Der Anspruch auf Arbeitslosengeld 1 ist noch nicht verbraucht.
    • Die Leistungen müssen erneut bewilligt werden, das heißt, eine persönliche Meldung bei der Arbeitsagentur ist nötig.
    • Seit dem Entstehen des Arbeitslosengeld-1-Anspruches sind noch nicht vier Jahre vergangen.

    Hallo zusammen,


    wir wandern aus ins schöne Rheintal (Kanton St.Gallen).


    Mein Arbeitsvertrag und der Mietvertrag sind unterschrieben.
    Die ersten Kisten sind auch schon gepackt, Umzugswägen sind reserviert, Helfer organisiert.


    Wir sind sehr aufgeregt und freuen uns auf unsere neue Heimat :CH:

    Hat jemand damit schon Erfahrung gemacht?

    Zitat

    Länger als ein Jahr unterwegs?
    Wenn Sie länger als ein Jahr unterwegs sind, haben Sie keinen Anspruch auf ALG I, da Sie dafür in einem Rahmen von zwei Jahren mindestens zwölf Jahre beschäftigt sein müssen.


    Aber: Haben Sie bereits vor Antritt der Reise schon einmal ALG beantragt und wurde dies bewilligt, haben Sie diesen Anspruch vier Jahre lang.
    Kündigen Sie jetzt den Auslandsaufenthalt an, bleibt der Anspruch bestehen und ruht während der Zeit der Reise.
    Kommen Sie zurück, dann können Sie sich am ersten Tag erneut arbeitslos melden und haben einen Anspruch auf ALG.


    Mit dem Hintergrund würde es doch Sinn machen sich bei der Auswanderung noch einen Tag arbeitslos zu melden, dann hätte man im Fall der Fälle innerhalb von vier Jahren Anspruch auf Arbeitslosengeld bei Rückkehr. Sprich: Den neuen Arbeitsvertrag mindestens einen Tag nach hinten datieren, damit man mindestens einen Tag arbeitslos in Deutschland wäre.
    (Ansonsten müsste man innerhalb der letzten 24 Monate mindestens 12 Monate Beschäftigung in Deutschland nachweisen.)


    Oder habe ich einen Denkfehler?

    Hallo zusammen,


    ich wandere zum Jahreswechsel in die Schweiz aus. Arbeitsvertrag und Mietvertrag sind unterschrieben und die Umzugswägen sind schon für den Umzugstag reserviert :CH:


    Eigentlich habe ich mich schon ganz gut informiert.
    Wozu ich aber kaum Informationen finde ist zur Zollgebühr für Möbel, wenn diese nicht schon mindestens 6 Monate alt sind.
    Bei uns betrifft das konkret eine neue Couch, die wir bestellt hatten bevor der Umzug in die Schweiz sicher war.


    Irgendwo hatte ich 8% gelesen, das war aber keine offizielle Seite vom Zoll.
    Kann das jemand bestätigen?