Beiträge von Sun

    Hallo Zusammen


    Ich sollte meine neue Arbeitsstelle in der Schweiz am 1.6.2020 anfangen. Was kann ich nun tun damit ich die Aufenthaltsbewilligung beantragen kann? Ich würde mich über hilfreiche Tipps sehr freuen.

    Ich würde an deiner Stelle alle erforderlichen Unterlagen beim Migrationsamt einreichen mit einem freundlichen Anschreiben dazu, in dem du deine Situation schilderst. Scheinbar werden einige Anträge dann doch bearbeitet (wie bei mir gerade geschehen & habe hier auch von weiteren Ausnahmen -zb Kantone Zürich und Solothurn- gelesen.) Ich drücke dir die Daumen!!

    Update wie versprochen: Ausländerausweis des Migrationsamt Solothurn ist fertig!!
    Habe heute von der Schweizer Gemeinde die Info erhalten, dass ich meinen Ausländerausweis abholen darf gg Passbild und 65CHF. Mein Gesuch wurde also (entgegen jeder Erwartung) vom Migrationsamt Solothurn sehr rasch bearbeitet.
    Kurze Zusammenfassung:
    Bin seit
    16.3. in der Schweiz bei meinem Partner geblieben wegen Krankheit, arbeite in DE und habe den Ausländerausweis beantragt, weil ich künftig mehr Zeit als die 90 Tage bei ihm in CH verbringe.
    Habe am
    27.4. (also weit nach dem 25.3.!) die letzten Unterlagen zur Anmeldung bei der Gemeinde eingereicht, am
    4.5. kam die Meldebestätigung der Gemeinde per Post mit dem Hinweis, dass alles an das Migrationsamt zur Erstellung des Ausländerausweises weitergeleitet wird. Heute, am
    8.5. kam die Info, dass ich meinen Ausweis bei der Gemeinde abholen kann. Es ging alles per Mail und Post, nur zur Abholung darf ich jetzt persönlich. Ich freue mich und kann nur empfehlen, einfach den Antrag zu stellen, auch wenn es heißt, dass nichts was nach dem 25.3. einging, bearbeitet wird!
    P.S.: es ging ohne Bürgschaft, ich hatte in einem kurzen Anschrieben erklärt, dass wir über genügend finanzielle Mittel verfügen und unsere Einkommen genannt und freundlich gebeten, meinen Antrag zu bearbeiten, da ich bereits in der Schweiz bin und nach dem Urlaub ab 2.6. wieder zu meinem Arbeitsplatz in Deutschland pendeln möchte.
    Eingereichte Unterlagen (alles eingescannt):
    -Reisepass
    -Geburtsurkunde
    -Krankenversicherungsnachweis (DE)
    -Arbeitsvertrag (DE)
    -Untermietvertrag mit meinem Partner in CH ab 1.4.
    -Meldebestätigung meiner Gemeinde in DE
    -Gesuch um Befreiung der Schweizer Krankenversicherung
    -Anschreiben mit Schilderung meiner Situation.


    Ich drücke allen die Daumen!!!!

    Basileus, danke das macht Mut, ‘mal Zahlen und Fakten zu hören, die Voraussetzungen, die bei dir gefordert waren erfüllen wir!
    Ja, wir sind 20 Jahre zusammen aber mein Partner ist erst vor vier Jahren ausgewandert und anfangs war ich nur 2 Nächte/Woche bei ihm. Da die Sehnsucht jedoch mit Dauer der Fernbeziehung steigt, sind es seit kurzem die 4 Nächte geworden, weshalb ich mich eh schon anmelden wollte.

    MiaKateandMe, Danke für deine schnelle Antwort! Ok, dann sind es die 90 Tage Aufenthalt, die mit „Ablaufen des Meldegesuch“ gemeint waren...
    Deine Bedenken kann ich gut nachvollziehen. Die Frage wäre, was ich ansonsten tun soll? Unabhängig von der aktuellen Grenzlage: Wenn ich weiter 4 Nächte/Woche in der Schweiz sein werde, liege ich bereits über 90 Tage innerhalb von 180 Tagen. In Deutschland lebe ich im Moment aus dem Koffer in einer möblierten 1-Zimmer-Wohnung, mein Lebensmittelpunkt ist gefühlt jetzt schon die Schweiz.
    Ich dachte daher, mich anzumelden ist nötig, um 2020 nicht illegal in der Schweiz bei meinem Partner zu sein (außer ich habe diese 90-Tage-Regel falsch verstanden). Wir könnten heiraten, da wir uns jedoch in 20 Jahren noch nicht „getraut“ haben, würde ich gerne erstmal den unverheirateten Weg versuchen, unsere Einkommen und Rücklagen sollten ausreichen, leider habe ich bisher jedoch keine konkreten Grenzwerte gefunden und muss es daher auf Versuch und Irrtum ankommen lassen.
    Klar, wenn mein Gesuch nach 90 Tagen abgelehnt wird, muss ich ausreisen und wir leben aufgrund der besonderen Situation auf unbestimmte Zeit getrennt, wie so viele Paare gerade...aber wenigstens haben wir uns bis dahin die 90 Tage noch um uns.
    Müsste ich bei Ablehnung des Gesuchs dann meine Aufenthalte in der Schweiz auf 3 Nächte/Woche reduzieren, um gegen kein Gesetz zu verstoßen oder heiraten? Ich denke, du kennst dich besser aus und lasse mich gerne aufklären, dafür habe ich mich im Forum angemeldet. Danke, liebe Grüße!!!

    Hallo Zusammen, danke für eure Erfahrungsberichte, sie helfen mir jetzt schon weiter!
    Eine Nachfrage: habe hier gelesen, dass
    „das Meldegesuch abläuft“
    ...wie lange ist ein Meldegesuch gültig? Läuft die Zeit ab dem Tag der Anmeldung bei der Gemeinde?


    Zur Vollständigkeit hier meine Situation:
    Ich lebe und arbeite in DE, mein Partner lebt und arbeitet im Kanton Solothurn. Habe zuletzt immer 4 Nächte (Do-Mo) bei ihm verbracht, wohne unter der Woche 3 Nächte in ’ner Wohnung am Arbeitsplatz. Hatte daher vor, mich in der Schweiz anzumelden und werde nun mein Glück versuchen. Bin seit dem 15.3. bei ihm in der Schweiz mit 6 Wochen Krankmeldung bis 26.4.20
    Da ich nach Ausreise nicht mehr einreisen dürfte steht jetzt fest, ich bleibe weiter in der Schweiz, zur Not mit unbezahltem Urlaub, bis ich eine Aufenthaltsbewilligung habe und zum Arbeiten über die Grenze darf.
    Werde mich die nächsten Tage bei der Gemeinde anmelden und die Aufenthaltsbewilligung B beantragen (nach telefonischer Auskunft durch das Migrationsamt Solothurn möglich mit meinem deutschen Arbeitsvertrag und einem Untermietvertrag, den ich mit meinem Partner ab morgen abschließe). Drückt mir die Daumen! Immerhin bin ich schonmal „drin“. Ich werde hier weiter berichten, wie die Ämter reagieren und ob ich bleiben darf