Beiträge von Isabelle

    Es ist zwar kein Witz, gehört jedoch in die Kategorie Alltagssprache in der Schweiz wie das eingangs erwähnte "Telefon geben/machen". Ein Brüller ist es trotzdem:


    Es geht ums Geld holen am Bancomaten. Allen SchweizerInnen mit deutschen Partnern ist es sicher auch schon so ergangen, grad am Anfang, wenn das Schweizerdeutsch noch zu anstrengend/unverständlich ist, übersetzt man alles für seinen Schatz ins (vermeintlich) Hochdeutsche. Dann kommt das gängige "ech go no go Gäld useloh" mit der Übersetzung über die Lippen: Ich gehe noch Geld rauslassen. :grinning_squinting_face: Glaubt mir, es klingt erst so verrückt und lustig, wenn es übersetzt wird.

    Hoizäme!


    Ich finde, dass sich hier das wahre Bürokratiegesicht der Schweiz zeigt – bei der ALV (Arbeitslosenversicherung). Ich habe beide Fälle erlebt mit eigener Kündigung und Kündigung durch den Arbeitgeber. Fazit ist, dass du in beiden Fällen um den vielen Papierkram sowieso nicht rumkommst. Stellungnahmen beispielsweise musste ich in beiden Fällen verfassen, es geht hier darum, zu sehen, wie viel Schuld du selber an deiner aktuellen Arbeitslosigkeit trägst. Daraus (wenn sie alle Formulare von dir beisammen haben) ergeben sich dann die „Sperrtage“. Da du diese niedrig halten willst, hast du wegen der „Beweislast“ den grossen Aufwand!


    Arbeitslosengeld kommt nicht automatisch, du musst selber aktiv werden, indem du dich beim Arbeitsamt deiner Gemeinde meldest. Dort musst du monatlich zu einem bestimmten Datum persönlich vorsprechen. Dieses Erscheinen löst die nächste Zahlung der Taggelder bei der Arbeitslosenkasse aus. Zum anderen musst du einmal im Monat zum „Beratungsgespräch“ bei deinem RAV-Mitarbeiter abmachen. RAV heisst Regionales Arbeitsvermittlungszentrum, was aber nicht heisst, dass dies eine echte Beratung darstellt. Es ist eher ein Kontrollorgan, ob du alles korrekt und pünktlich ablieferst. Sie suchen permanent nach Möglichkeiten dir eine Sanktion anzuhängen und geben dir von Anfang an das Gefühl, dass du aufs Bescheissen aus bist.


    Meine persönliche Konsequenz aus diesen Erfahrungen ist: wenn du es dir finanziell leisten kannst und vor allem wenn du in einer Branche arbeitest, wo du schnell wieder einen Job findest, würde ich mich nicht beim Arbeitslosenamt melden. Es ist nämlich gut möglich, dass du nach all den Warte- und Sperrtagen einen Job findest und du erhältst erst wenige Wochen Arbeitslosengeld. So hättest du dir den Ärger und die Demotivation sparen können.


    https://wira.lu.ch/abteilungen…chaedigung/ale_sanktionen


    Das würde bei Marieke heissen: sie findet in den nächsten Wochen einen Job und möchte die Monate bis dahin mit Arbeitslosengeld finanziert haben. Im schlimmsten Fall kriegt sie 3 Monate Sperrfrist (siehe obigen Link, müsst ihr bei eurem Wohnkanton finden), gibt also erst ab dem 4. Monat Cash. In diesen 3 Monaten muss sie, obwohl sie einen Job auf sicher hat, 10 - 12 schriftliche Bewerbungen pro Monat erstellen!


    Liebe Grüsse von Isabelle

    Hallo Laborgenius :smiling_face:


    Ich arbeite in einem Labor (im kaufmännischen Bereich) und für unsere Kunden beziehen wir das Material bei http://www.medilab.li/
    Bin zwar erst seit wenigen Wochen dort am Arbeiten, daher kann ich noch nicht darüber urteilen - aber es ist schon mal ein Vorschlag für dich.


    Liebe Grüsse aus Luzern, Isabelle

    Hey Mann "BRTS" (was soll das überhaupt heissen..)

    Bei jedem Formusbeitrag, den du mitgestaltest, nerv ich mich derart! Immer dieses unnütze Zeug, das niemandem hilft (Verlinkung hin oder her).... Mit deiner unterschwellig fremdenfeindlichen Art hast du hier auch gar nicht verloren, deine Textlein erinnern mich irgendwie sowie an das dümmliche SVP-Geschwätz. Ausserdem möchte ich mal wissen, was du eigentlich für einen Pass hast und woher du ursprünglich kommst. Bist du Deutscher oder Schweizer? Nur z. B. das Wort "Wisch" versteht KEIN Mensch in der Schweiz... Du siehst, es macht alles überhaupt keinen Sinn!


    Falls Antwortbedarf besteht, bitte NUR als persönliches Mail versenden! Niemand hat Lust wieder einen ellenlangen, besserwisserischen Text zu lesen. Und sonst sollte Maik bitte den "löschen"-Knopf drücken :angry_face:

    Hoi Calanda!


    Tut mir leid, dass du eine solche unangenehme Situation durchmachst! Auf der anderen Seite finde ich es super, dass du dich ans Forum wendest - du könntest sie schliesslich auch einfach als "Deutsche" betiteln und die Faust im Sack (jawohl, so sagt man das in der Schweiz :winking_face_with_tongue: ) machen. Mein Beitrag dazu:
    Ich arbeite in einer Spezialarztpraxis: 2 deutsche + 2 schweizer Ärzte. Einer der beiden deutschen Ärzte arbeitete zu Beginn alleine in einer Praxis mit 1 Arzthelferin (MPA). Wie sie uns einmal erzählte, behandelte er sie am Anfang nicht so nett (= schweizerdeutsch für "er war ein Arsch zu ihr"). So stellte sie ihn zur Rede, da sie mit seiner direkten und rüpelhaften Art nicht zurecht kam. Siehe da: er war sich dessen gar nicht bewusst! Er gab sich danach mehr Mühe und es ging dann besser mit der Zusammenarbeit.


    Ich meine damit: Such das direkte Gespräch und sag ihr, was ihre Art und konkrete Situationen bei dir auslösen und wie du dich deswegen fühlst. Wenn sie das nicht ernst nimmt, dann stimmt definitiv bei ihr etwas nicht. Dann kannst du immer noch andere Saiten aufziehen. Hey und schliesslich warst du zuerst da, d.h. du machst die Regeln.


    :smiling_face_with_halo: viel Glück

    Hallo Alex

    Zitat

    Ich würde dir noch raten, dich intensiver mit dem neuem Ort und der Schweiz zu beschäftigen. Nur wegen dem Job würde ich nicht auswandern. Du wechselst nicht nur die Arbeitsstelle sondern in ein anderes Land und in eine andere Mentalität. Je besser du weisst, was dich in der Schweiz erwartet, desto zufriedener wirst du später sein


    Am besten schaust du dir dazu die Buchtipps an, die Maik auf der Homepage angibt. Es nützt dir ja nichts, wenn du einen geilen Job hast und das Drumherum sagt dir nicht zu.
    Viel Glück für die Vorstellungsgespräche :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Ich seh schon Meik, du bist angekommen in der walliser Region - wie du überall in deinen Texten schon Begriffe einfliessen lässt, finde ich toll :thumbs_up: (alle anderen im Forum können sich ja mal auf die Suche danach machen - wie bei der Ostereiersuche, hihi).

    Zitat

    Gut sie sprechen Deutsch, das Walliserdeutsch versteht man ja selbst als eidgenosse nicht.

    Siehst du, da hast du sogar einen Vorteil, dass du Deutscher bist!! Echt cool, zumal du in einer Gegend wohnst, wo dus sicher nicht immer ganz einfach hast?!? Ich hoffe natürlich, dass all diese Zürcher (nicht Züricher, wie der Deutsche allgemein zu sagen pflegt :winking_face: ) und Basler schön brav nein gestimmt haben bei der Masseneinwanderungsinitiative (was für ein Wort :nauseated_face: ).

    Zitat

    Ich bin schon sehr überrascht, wie unterschiedlich die Schweiz in der Sprache von Ost nach West und Nord zu Süd ist.
    Haben auch Urschweizer damit ein Problem, oder betrifft das zumeist nur aussenstehende?


    Das finde ich als Schweizerin so toll an unserem Land, die verschiedensten Dialekte. Für alle, die dies auch fasziniert, empfehle ich mal in die folgenden Sendung reinzuhören http://www.srf.ch/sendungen/schnabelweid/sendungsportraet


    In diesem Zusammenhang konnte ich mal auf einer Homepage angeben, wie ich die vorgegebenen Worte aussprechen würde und das Programm sagte mir auf ein paar Kilometer genau, wo ich herkomme... Ist das nicht verrückt? Du siehst Andy, mit der Sprache scheint es hier ziemlich komplex zu sein auf kleinstem Raum.
    Ich als Schweizerin verstehe dann die Leute nicht mehr, wenn sie in "abgelegenen" Gegenden wohnen. Wie überall sind die Stadtdialekte verwaschen, die versteht man und kaum bist du in ländlicheren Gegenden oder gar in Tälern (Bergkantone) unterwegs wirds anspruchsvoller bis schwierig (je nach Kanton..). Deswegen ist ja die "Bauer ledig sucht"-Sendung (siehe Forumsbeitrag unter Kaffeklatsch) ein so gutes Training für alle Aussenstehende :grinning_face_with_smiling_eyes::smiling_face_with_halo::red_heart:

    Ja Alpenfreak, mehr als die Hälfte der Leute waren dafür bei der Abstimmung vor einem Jahr. :smiling_face_with_horns: ABER knapp die Hälfte war DAGEGEN :winking_face_with_tongue:

    Zitat

    Wenn auch sehr knapp 50.3 % haben mit Ja gestimmt und 49.7 % mit Nein. Bis zum Schluss konnte man noch auf ein knappes Nein hoffen. Leider blieb es bei einem Ja. Was bedeutet das nun?


    Die genauen Fakten findet ihr ja auf dieser Homepage unter Schweizer Kultur / Volksabstimmungen / Febr. 2014 ....

    Ja auch dieses Jahr gibts wieder eine Staffel... Bald gehts los, juuhuuuiiii. Sommer 2015 - das Datum werd ich euch liefern sobald ich genaueres weiss :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Zitat

    Zur grossen Jubiläumsstaffel von BAUER, LEDIG, SUCHT… haben sich
    viele neue Bauern auf die Suche nach der wahren Liebe gemacht. Nach den
    letztjährigen Erfolgen - es gab bereits 13 Hochzeiten, 17 Babys und
    weitere sind unterwegs...

    Das wären noch die Fakten zur Staffel 2014 vom Sender :smiling_face_with_heart_eyes:

    ..stimmt, Bauer sucht Frau (auf dem deutschen Sender) ist fies und wenn die Leute vorgeführt werden, hörts bei mir auch auf. Bei "Bauer ledig sucht" sind natürlich auch haufenweise gestellte Szenen drin - wenn ich jedoch sehe, wieviele Babies und Ehepaare die Sendung "produziert" hat, denke ich, kann nicht alles vom TV gefakt sein :winking_face:


    Danke für deine Tipps zur Region ("Bieler See und Schweizer Jura. Kann ich sehr empfehlen.....") :thumbs_up: wird grad gespeichert, lg isabelle

    Hoi Robert!
    Wenn du zum Bergfan geworden bist, wohnt deine Freundin ja in der perfekten Region! Der Kanton Bern ist einer der flächenmässig grössten Kantone und ist trotz seiner vielfältigen Natur doch kein abgeschiedener Bergkanton. Das hast du ja schon mitgekriegt, auch sind die Regionen innerhalb Berns sehr unterschiedlich und man hat viele Möglichkeiten sich draussen zu beschäftigen. Du wohnst dann tatsächlich dort, wo andere Ferien machen :face_with_tongue: Innerhalb der Schweiz geniesst der Kanton und seine Einwohner eine hohe Sympathie, sicher auch wegen dem tollen Dialekt.
    Wer weiss, vielleicht hat deine Freundin auch noch ein paar generelle Inputs im Forum als "echte" Schweizerin ?!? :winking_face_with_tongue:


    Lg, isabelle

    Hallo Meik


    Bald gehts los, nicht wahr? :winking_face_with_tongue:


    Zum Thema Vertragsspitäler wollt ich dir noch einen Link schicken. Wenn ich dich richtig verstanden habe, suchst du nach der "Spitalliste", so heisst das hier bei uns. Das heisst, dies sind die kantonal anerkannten Spitäler - einige ausserkantonale sind meistens auch dabei (eben falls dein Wohnkanton die betreffende Behandlung nicht anbietet, darfst du in das betreffende Spital, das in einem anderen Kanton liegt). Das ist alles bei der Grundversicherung abgedeckt.


    Dienststelle für Gesundheitswesen und Spitalliste Wallis


    Beispiel: Falls du einen stationären Aufenthalt machen musst und du dich von einem supertollen Chirurgen, von dem du nur Gutes erfahren hast von Bekannten, behandeln lassen willst, müsstest du die Zusatzversicherung "ganze Schweiz" (allgemein versichert - kein privater Schnickschnack) abgeschlossen haben, falls er nicht im Kanton Wallis (Spitalliste..) praktiziert. So würde deine Kasse ohne wenn und aber die Hospitalisation bezahlen. Ansonsten muss du einen Selbstbehalt übernehmen.


    Zum Thema "managed care" (auch HMO genannt) geb ich auch noch meinen Senf dazu :grinning_squinting_face: : Ist für den Patienten praktisch, da es ein ganzes Netzwerk darstellt und Prämien sind auch tiefer. Allerdings bist du auch total gebunden und abhängig. Was ist z.B. wenn du dir eine unabhängige Zweitmeinung einholen möchtest? Oder falls du mit dem Spezialisten, an den dich dein Hausarzt schickt, menschlich gar nichts anfangen kannst?


    Glg Isabelle

    Hey Oliwa


    Ich geb jetzt auch noch meinen schweizer Senf dazu :winking_face:


    Wegen Zimmer wär auch noch praktisch, wenn du jemand findest, der selbst 2 - 3 Monate ins Ausland fährt für beispielsweise einen Sprachaufenthalt. Dann wird nicht selten jemand für die eigene kleine wohnung gesucht für diese Zeit. So hast du gleich eine möblierte Wohnmöglichkeit. z. B. www.students.ch
    Wie wahrscheinlich überall sind die Leute auf dem Land etwas kritischer als in der Stadt....

    Hallo Meik!
    Deine Krankenkassenwahl klingt doch gut! Zumal es eine riesige Auswahl an Kassen gibt, hat dir doch eine zugesagt In der Grundversorgung, dem KVG (Krankenversicherungsgesetz), sind alle Kassen verpflichtet die gleichen Leistungen, die vorgeschrieben sind, zu erbringen. Damit fährst du schon ziemlich gut. Wenn du Zusatzleistungen vergütet haben willst, zahlst du dadurch die höhere Prämie - das ist der Unterschied bei den Kassen. Wies scheint, hast du aber das grosse Gewühl durch den Leistungs-Dschungel auf den diversen Homepages schon hinter dir.
    Und wenns dir doch nicht passt, kannst du jedes Jahr wieder die Kasse wechseln ohne wenn und aber.
    Grüsse aus Luzern!

    Ja Köbu und Barbara sind sehr herzig. Besonders gut gefällt mir aber noch die Gegend. Weisst du wo das ist? Das wäre ja mal etwas für einen Sonntagsausflug.


    Ja, die beiden wohnen tatsächlich in einer sehr schönen Gegend: im Seeland würde ich jetzt grob schätzen. Denn, sie haben doch in der vorletzten Folge zwei Bekannte besucht, die nicht weit von ihnen gewohnt haben. Die beiden mit dem Rebberg am Bielersee, genauer gesagt im Ort Twann. Dort war ich selber schon mal. Seeehr schön! Geht doch mal im Herbst in diese Region, dann werden in verschiedenen Dörfern Weinfeste veranstaltet. Ausserdem hat diese Gegend bei den drei Seen (Bielersee, Murtensee, Neuenburgersee) ihren ganz eigenen Charme :red_heart:

    Gestern wars wieder so weit: Flirt mit den Bauern :smiling_face: Ich denke, am ehesten klappts bei Köbu und Barbara für was Langfristiges :red_heart: Was meint ihr?
    Hey, übrigens ist auch eine deutsche Dame mit von der Partie :thumbs_up: Am besten guckt ihr selbst mal rein (immer Donnerstag Abend)!

    Klingt doch gut! Ich würde auf jeden Fall den USA-Aufenthalt erwähnen, auf Sprachkenntnisse sind die Leute hier echt scharf. Grad Zürich und Umgebung (z.B. die Gemeinden am See angrenzend an Zürich) trifft man auf englisch sprechende Leute im normalen Dorfladen, da sie in internationalen Firmen arbeiten.
    Ich glaube auch, dass es ein Vorteil ist, wenn du schnell in der Schweiz sein kannst. Grad für ein persönliches Gespräch - das würde ich sogar von mir aus anbieten, dann sehen sie was du für den Job alles bereit bist zu tun und dass du keinen Aufwand scheust. Schliesslich musst du die Nachteile die du hast (Entfernung, Ausbildung? usw.) durch Stärken entkräften. Und wegen Qualifikation würde ich nachhaken, damit du weisst, ob du dir noch was aneignen musst oder ob's nur ein Abwimmeln war. Good luck!