Beiträge von Deutscher_in_Zug

    Hallo Jan,


    Danke für deine Antwort.


    Das mit dem Erlöschen der Aufenthaltsbewilligung habe ich auch gelesen. Ich hatte hierzu auch eine Anwältin konsultiert - aufgrund der Corona Ausnahmesituation ist das im Prinzip in Ordnung. Dennoch ist dieser Punkt eine Sache die eher für "Füsse stilhalten" spricht. Für mich wäre dies auch ein durchaus akzeptabler Grund für eine Ablehnung. Allerdings wurde dies nicht als Hauptgrund genannt. Die genannten Gründe erscheinen mir willkürlich und ich finde nicht, dass die Behörde mir vorschreiben dürfte wie ich zu wohnen habe.


    Ich arbeite Vollzeit und mein Einkommen ist deutlich höher als der Zuger Durchschnitt. Ich könnte meinen jetzigen Lebnesstandard problemlos weitere 5 Jahre finanzieren. Prinzipiell bekomme ich von meiner Zeitarbeitsfirma nichts mit und arbeite dauerhaft Vollzeit beim Kunden - ohne Interaktion mit meiner Zeitarbeitsfirma. Im Gegensatz zum von dir zitierten Fall habe ich ein stetiges Einkommen durch ununterbrochener Vollzeitarbeit beim gleichen Kunden.


    Ich habe eine Anwältin konsultiert, welche mir gesagt hat, dass ich eine B Bewilligung bekommen müsste.


    Würde eine Behörde durch einen Anwaltsbrief "klein bei" geben oder lohnt sich das alles nicht, da die Nachteile einer L Bewilligung letztendlich überschaubar sind? Hätte ich später Nachteile, wenn ich die Einwände der Behörde jetzt hinnehme und akzeptiere? ...Ich möchte das gleiche ja nicht unbedingt jedes Jahr machen...Würde ein Anwaltsbrief eher negativ ausgelegt werden und weitere "Represalien" ( Kontoauszüge vorzeigen; Ein / Ausreise dokumentieren etc...) zur Folge haben?


    Danke für den Tipp, ich werde mich mal an die Gemeinde wenden.

    Ich glaube ich bin im Stundenlohn, d.h. ich werde pro Stunde bezahlt. Ich habe darin aber bisher auch keine Nachteile gesehen?


    Ich habe eine L-Bewilligung für 364 Tage bekommen, dies ist die Maximaldauer für eine L Bewilligung. Nun soll diese nochmal um 1 Jahr verlängert werden.



    Warum ist "Zeitarbeit" problematisch? - Ich dachte die Hauptsache wäre es, einen unbefristeten Vertrag zu haben?

    Hallo zusammen,


    Ich arbeite seit etwas mehr als einem Jahr über eine schweizer Zeitarbeitsfirma im Kanton Zug in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis im gleichen Betrieb. Seit etwas mehr als einem Jahr wohne ich in einer WG in Zug. Ich habe meinen Wohnsitz bei meinen Eltern in Deutschland 2019 abgemeldet, wobei ich mich dort seit 2014 nicht mehr aufgehalten habe, da ich im Ausland war. Ich verfüge über keinen weiteren Wohnsitz im Ausland oder in der Schweiz.


    Formell erfülle ich die "offiziellen" Voraussetzungen für eine B Bewilligung bereits von Anfang an. Dennoch wurde mir zunächst nur eine L-Bewilligung ausgestellt, da ich bei einer Zeitarbeitsfirma arbeite. Antwort "sollte ich in einem Jahr immernoch bei der gleichen Firma arbeiten, würde ich eine B Bewilligung bekommen". Da ich nach wie vor bei der gleichen Firma arbeite, habe ich nun die Umwandlung L-Bewilligung -> B Bewilligung beantragt. Diese wurde jedoch abgelehnt, da ein möbliertes WG Zimmer kein "bedarfsgerechter" Wohnraum wäre. Das Amt für Migration würde sich wünschen, dass ich eine eigene Wohnung miete und Möbel kaufe. Zudem würde ich nach wie vor nicht bei einer "richtigen" Firma, sondern bei einer Zeitarbeitsfirma arbeiten. Mir wurde mitgeteilt, dass die Sozialleistungen in meinem Vertrag nicht ausreichend wären, vor allem das Krankentagesgeld - obwohl es hierfür eigentlich eine Regelung (80% Lohn) in meinem Vertrag gibt. Letztes Jahr war ich zudem aufgrund von Corona Reisebeschränkungen und Homeofficemöglichkeiten ca 6 Monate im Ausland. Für den Nachweis des effektiven Aufenthalts in der Schweiz habe ich sämtliche Kreditkartenabrechnungen, Telefoneinzelverbindungsnachweise und Bankkontenbewegungen an das Amt für Migration gesendet, diese wurden nicht weiter beanstandet.Insgesamt würde ich laut Amt für Migration in der Summe die Voraussetzungen für eine B Bewilligung nicht erfüllen....Von diesen ganzen inoffiziellen "Zusatzvoraussetzungen" die mir das Amt für Migration in Zug nennt habe ich offiziell allerdings noch nichts gelesen.


    Hat jemand bereits ähnliche Erfahrungen mit dem Amt für Migration gemacht? Ich glaube das unterscheidet sich auch sehr von Kanton zu Kanton. Kann man Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen (ohne direkt einen Anwalt zu nehmen) / lohnt sich das? oder bedeutet das nur viel Aufwand/Kosten(?) und am Ende trotzdem wieder die L Bewilligung?


    Generell gefällt es mir gut in der Schweiz und ich möchte auch längerfristig hier bleiben. Aber vielleicht ist es einfacher zunächst in einem anderen Kanton zu wohnen... Welche effektiven Nachteile hat man als deutscher mit L Bewilligung im Vergleich zur B-Bewilligung?



    Vielen Dank für eure Hilfe!