Markus Schulz Auswanderungsprofi

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  • Hoi Markus,


    ich hoffe es geht dir gut! Zunächst vorab, absolut herausragende Beiträge die du hier bereits verfasst hast!


    Da du scheinbar in einer ähnlichen Situation wie ich gewesen zu sein scheinst (und ich nicht's anderes Passendes gefunden habe) frage ich mal direkt an deiner Pinnwand ;-) Ich habe aktuell einen AG in Deutschland und plane nach Bern zu zügeln (ohne Wechsel des AG). Da ich in den letzten Jahren unbegrenzt steuerpflichtig in DE war würde m. E. hier die Sonderregelung der nachlaufenden Besteuerung des DBA greifen und ich würde die nächsten 5 Jahre weiterhin unbegrenzt steuerpflichtig in DE sein. Soweit ich dies bei dir nachvollziehen konnte, hast du dies gelöst, indem du in CH eine AG gegründet hast, dich selbst angestellt hast und über die AG weiterhin deine Leistungen nach DE fakturiert hast. Nach Betrachtung des Sonderfalls der Übergangsfrist des DBA, würde ich jedoch erwarten, dass durch die unselbstständige Arbeit als alleiniger Geschäftsführer & Gesellschafter trotzdem die Übergangsfrist Anwendung findet. Denke ich hier vielleicht etwas zu restriktiv?


    Darüber hinaus habe ich noch über folgendes Konstrukt nachgedacht: Ich habe gute Kontakte zu Unternehmern in der Schweiz, die ggf. darauf eingehen würden mich als Schweizer Arbeitnehmer anzustellen und meine Personalkosten an meinen "AG" nach Deutschland weiterzuverechnen. Somit würde ich nach meiner Auffassung "mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen" (durch den Schweizer Arbeitsvertrag erhalte ich einfach die Aufenthaltsbewilligung Bescheinigung B; im Sinne des DBA würde ich aufgrund der unselbstständigen Arbeit in die Schweiz auswandern und wäre sofort unbegrenzt steuerpflichtig). Das Vorgehen erscheint in meinen Augen möglicherweise als einfachster Weg, jedoch werde ich das Gefühl nicht los, dass dies nicht unbedingt der "Standard" ist.


    Ich würde mich wirklich über deine Gedanken & Erfahrungen freuen!


    Dir einen schönen Abend und eine erfolgreiche Woche

    Thomas

  • Servus Markus,


    mich würde echt interessieren, welchen Weg ihr bei der Auswanderung gegangen seid?

    Wäre sehr nett, wenn Du mir das mal erläutern könntest.


    Danke

    Gruß

    Martin

    • Hoi Martin,


      kurz und bündig: Wir sind ohne Arbeitsvertrag und Wohnung in die Schweiz ausgewandert, haben hier direkt ein Haus gekauft und an diesem Standort eine AG gegründet bei der ich dann angestellt worden bin.


      Dazu gab es 3 kleine Hürden:


      - Genehmigung des Kaufs als Personen im Ausland durch das Grundbuchamt. Wurde durch ein Gesuch/Entscheid auf Nichtbewilligungspflicht erreicht. Das Grundbuchamt hat dann für Rechtsmittelverzicht bei der Gemeinde, dem Kanton sowie dem Bund gesorgt, so dass wir umgehend kaufen konnten.

      - Bankverbindung für das unwiderrufliche Zahlungsversprechen zum Kauf. Wir sind Kunden der LuKB geworden. Meine bereits existierende Bankverbindung bei Postfinance war da nicht hilfreich.

      - Für den Kauf, Telefonanschluss, Anmeldung bei der Gemeinde u.ä. brauchten wir eine Aufenthaltsbewilligung, die aber von Arbeitsvertrag oder Wohnadresse abhängt. Das wurde über eine Zusicherung der Bewilligung durch das Migrationsamt gelöst. Damit war alles möglich.


      Alles andere war dann einfach. Nur halt streng, weil wir uns von der ersten Hausbesichtigung bis zum Einzug knapp 7 Wochen eingeräumt hatten. Die Firma wurde dann 8 Wochen später gegründet und den beteiligten Ämtern nachgewiesen.


      Das Zauberwort bei allem: Abklärung. Vorgängig den involvierten Stellen ein Telefon geben, dann sind alle orientiert und man kann vorbereitet weiter machen. Infos die nicht gesichert sind ebenfalls abklären.


      Viele Grüsse

      Markus

    • Hallo Markus,


      danke Dir für die Infos.

      Wir drehen uns gerade ein bisschen im Kreis. Egal, wo wir anrufen, eine jede Stelle setzt was anderes voraus, um weiter zu kommen. Ich glaube die haben nich oft den Fall, daß eine ganze Familie mit Kohle auswandern möchte, ohne gleich arbeiten zu wollen...

      Ich werd jetzt erst mal versuchen ein Haus zu mieten, dann haben wir für den Anfang schon mal einen Wohnsitz.

      Mit Wohnsitz und Kapitalnachweis werd ichs dann beim Migrationsamt versuchen.

      Bin gespannt, wie es weiter geht.


      Gruß

      Martin

    • Du hast, auch wenn Du ein Haus mietest, keinen Wohnsitz in der Schweiz, wenn dem das Migrationsamt via Aufenthaltserlaubnis nicht zugestimmt hat. Und gerade wenn kein Arbeitsvertrag dabei ist, könnte das beim Migrationsamt ziemlich schlecht ankommen, denn Du versuchst sie vor vollendete Tatsachen zu stellen. Falscher Weg bei Schweizer Behörden.


      Melde Dich doch erst beim kantonalen Migrationsamt, dann bekommst Du einen zuständigen Sachbearbeiter und mit dem kannst Du die entsprechenden Abklärungen vornehmen. Wenn Ihr kaufen wollt, würde ich den Umweg über eine Hausmiete nicht gehen. Das verbrennt unnütz Zeit und Geld.


      Allerdings werden die Anforderungen nicht ganz gering sein, wenn tatsächlich keine Arbeitsaufnahme geplant ist, unabhängig von Kauf oder Miete. Für die Familie wird das sicherlich eine Einzelfallbetrachtung was an Kosten für die Wohnsitzgemeinde und den Kanton entsteht. Das wird sich dann irgendwie in den Steuerzahlungen (ohne Erwerbseinkommen bleibt bei Immobilienbesitz der EIgenmietwert und dann die (geringe) Vermögenssteuer sowie ggfs. Kapitalertragssteuer) widerspiegeln müssen.

    • Arbeitsaufnahme ist schon geplant aber eben nicht sofort, erst wenn sich was passendes auftut.

      Wir würden halt gerne erst mal 1-2 Jahre Pause machen, das Leben genießen, ein passendes Haus kaufen

      und einrichten, und erst dann auf die Arbeitssuche gehen.

      Mittel wären wohl ausreichend vorhanden, mind. 3 Mio CHF.

      Geld verbrennen in den ersten Jahren ist eh eingeplant, und wäre nicht so schlimm.

      Aber ob man mit damit bei den Schweizer Behörden so gut ankommt, wenn man so argumentiert...?

      Irgendwie fallen uns da noch keine passenden Argumente ein.


      Gruß

      Martin

  • Hallo Markus, danke für Deinen großartigen Job-Vorschlag.

  • Hallo Markus, habe einige Beträge von Dir gelesen und gemerkt du hast schon ähnliches durchlaufen, was ich noch vorhabe. Würde mich freuen wenn du mir helfen könntest.
    Meine Situation sieht so aus, dass ich in D lebe und auch dort tätig bin (selbstständiger Vertriebspartner von Vodafone und im E-Commerce Bereich tätig). Die Vodafone Kunden habe ich nur in D und über die online Shops verkaufen ich darüberhinaus auch nach CH und AT (wird sich in Zukunft voraussichtlich noch auf andere Länder ausweiten).


    Bevor ich jetzt gezielte Fragen stelle oder Dir groß meine Pläne präsentiere, hast du vielleicht schon einen Tipp wie ich am besten vorgehen könnte.
    Natürlich geht es mir im allgemeinen darum, das ganze finanziell am profitabelsten aufzubauen. Bitte nicht auslachen falls ich hier in dem Forum hauptsächlich darum geht... habe mich gerade eben hier angemeldet um Dir schreiben zu können und erst sehr wenige Beiträge gelesen :)


    Danke im Voraus und viele Grüße nach Menziken aus der Pfalz


    Dominik

  • Hallo Markus bitte hilf mir ich werd hier verrückt und hab keinen der mir helfen kann. Wie kann ich das Gesuch abgeben wenn es nicht vn der Personalbeauftragten unterschrieben ist? Soll ich es ohne Unterschrift von der Firma einreichen?

    • Hallo Gingy, ich würde an Deiner Stelle das Migrationsamt (Nummer auf dem Formular) anrufen unf die Sache mit denen besprechen. Ggfs. können die den entsprechenden Druck ausüben, die Daten des Arbeitgebers kannst Du über den Arbeitsvertrag belegen, das sollte reichen. Aber sprich mit denen, aus meiner Erfahrung ist eine derartige Abklärung zielführender als alles andere.
      Gruss, Markus

    • Hallo Markus, danke Dir vielmals. Hab heute Nachmittag aufm Amt für Migration angerufen und gesagt, dass die Frau einen Fehler gemacht hat und abwarten will, was ihn überhaupt nicht interessiert hat. Er hat gesagt, ich sei oonline angemeldet worden und seither sei nichts mehr geschehen und ich sollte den Antrag unterschrieben an die Gemeinde schicken und die würden ihn an das Amt für Migration schicken, er war sehr nett und hat mir denselben Antrag der schon seit Wochen ausgefüllt bei mir liegt zugemailt. Ich bete, dass die Personalbeauftragte es jetzt macht. Sie lässt sich aber auch nicht gern etwas sagen und ich habe den Eindruck, sie macht den Fall absichtlich komplizierter als es sein müsste. Denn es passt denen nicht, dass ich nicht dorthin ziehen will sonder Grenzgänger bleiben will.