Auto+ Bewilligung B

  • Hallo ihr Lieben,


    ich stehe gerade total auf dem Schlauch.

    Ich wohne seit Mitte 2019 in Kreuzlingen (Hauptwohnsitz weiterhin bei meinee Familie in DE), als Studentin (studiere in Konstanz DE, wohne in Kreuzlingen CH) mit einer Aufenthaltsbewilligung B (Aufenthalt zur Ausbildung).

    Seit September 2022 habe ich das Auto meiner Mutter (in DE auf sie gemeldet), und habe dieses beim Zoll gemeldet (25Fr.) und eine Bescheinigung bekommen, dass ich es 2 Jahre unverzollt in CH nutzen darf (länger werde ich eh nicht mehr hier wohnen).


    Und hat mich heute ein Brief erreicht in dem es heißt dass ich "maximal 12 Monate seit meiner ersten Einreise mit dem ausländischen Führerausweis und ausländischen Kontrollschildern in der Schweiz fahren darf"


    Und ich "frühzeitig mindestens 2 Monate vor dem 31.12.2022 die notwendigen Unterlagen für die Umschreibung des Führerausweises und die Immatrikulation des Fahrzeugs" einreichen soll.


    Ich verstehe ehrlich gesagt nur Bahnhof. Der Brief kam auch viel zu spät (datiert auf 22.11.22), als dass ich 2 Monate vor dem 31.12.22 irgendwas einreichen könnte. Außerdem haben meine Mitbewohner die auch schon länger als 12 Monate hier wohnen/ ihre Autos hier haben, nie so einen Brief erhalten.


    Handelt es sich um einen Fehler, da ich ja eigentlich als Studentin mit der Aufenthaltsbewilligung B da bin?


    Danke für eure Hilfe!

  • Hallo,


    so wie ich das verstehe liegt hier wohl ein Fehler vor, den du mit dem Strassenverkehrsamt abklären solltest - Prinzipiell hat das STVA Recht, aber im Internet ist auch eine Ausnahmeregelung beschrieben, von der Du wie Du schreibst gebrauch gemacht hast - allerdings wird hier immer auch ein Wohnsitz im "Zollausland" unterstellt.

    Ausnahmen für Arbeitnehmende und Studierende (Form. 15.30)

    Ausländische Arbeitnehmende und ausländische Studierende, also Personen, welche ihren Wohnsitz im Zollausland haben, jedoch in der Schweiz studieren oder arbeiten, dürfen ihr ausländisches Fahrzeug mittels einer so genannten Form. 15.30-Bewilligung auch in der Schweiz fahren. Die Bewilligung muss bei der ersten Einfuhr beantragt werden (Art. 164 Abs. 2 ZV). Die Gebühr für diese Bewilligung beträgt CHF 25.–. Sie ist zwei Jahre gültig. Nach dieser Zeit werden die Wohnsitzverhältnisse mittels eines Fragebogens (Form 15.20) überprüft. Die Zollstelle entscheidet auf Basis dieses Fragebogens, ob die Bewilligung erneut erteilt wird oder das Fahrzeug verzollt werden muss. Grundlage für diesen Entscheid bildet die Frage, ob der zivilrechtliche Wohnsitz nach schweizerischem Recht (Art. 23 ff. ZGB) in die Schweiz verlegt wurde. Bei Studierenden findet eine Wohnsitzverlegung regelmässig nicht statt. Ihnen wird deshalb die abgabenfreie Verwendung üblicherweise für die gesamte Dauer des Studiums bewilligt. Bei Arbeitnehmenden, welche nur in der Schweiz arbeiten und ihre Wochenenden regelmässig bei der Familie im Ausland verbringen, ist in der Regel ebenfalls von einem Wohnsitz im Ausland auszugehen. Die 15.30-Bewilligung ist während den ersten beiden Jahren selbst dann möglich, wenn die betroffene Person ihren Wohnsitz während dieser Zeit in die Schweiz verlegt.


    Etwas anders sieht es meinr Meinung nach hinsichtlich dem Führerausweis aus - der deutsche Führerschein gilt mit Wohnsitz in der Schweiz nur bis 12 Monate nach Einreise und müsste demnach umgeschrieben werden. Ob dies auch zutrifft, wenn Du in Deutschland noch einen weiteren Wohnsitz hast weiss ich nicht - aber dies lässt sich ja abklären.

    Gruss

  • Ich wohne seit Mitte 2019 in Kreuzlingen (Hauptwohnsitz weiterhin bei meinee Familie in DE), als Studentin (studiere in Konstanz DE, wohne in Kreuzlingen CH) mit einer Aufenthaltsbewilligung B (Aufenthalt zur Ausbildung).

    Das widerspricht sich doch...Hauptwohnsitz angeblich in Deutschland, aber tatsächlich hast du deinen Aufenthalt in der Schweiz.

  • wieso sollte sich das widersprechen?

    Zitat von der Website Bürgeramt:

    "Die Bewilligung berechtigt nur zum Nebenwohnsitz in der Schweiz (Aufenthaltsbewilligung B). Der Hauptwohnsitz muss in Deutschland beibehalten werden."

    https://www.kreuzlingen.ch/inh…ltsbewilligung-beantragen

    Okay, interessante Sonderlocke, dies da es in Kreuzlingen gibt.
    Davon weiss anscheinend nichts das Strassenverkehrsamt, weil es mit Ausweis B wohl zu Recht davon ausgeht, dass der eigentliche Wohnsitz in der Schweiz liegt und somit Führerschein und Auto umgeschrieben werden müssen.