Beiträge von Druschii

    Man muss bei Homeoffice aus D für CH unterscheiden, zwischen Sozialversicherungspflicht und Steuerpflicht. Während die Steuerpflicht andere Randbedingungen hat, geregelt im DBA, ist es bei der Sozialversicherungspflicht anders. Grenzgänger dürfen maximal 25% ihrer Tätigkeit im Home Office arbeiten. Wurde gerade erst wieder bei uns in einem HR Rundschreiben angemahnt. Zusätzlich ist zu beachten was Markus schon geschrieben hat, dass eine Betriebsstätte deiner Firma auf deutscher Seite notwendig ist/sein kann. Gerade wenn der MA auch noch einen Firmenwagen hat, der steuerlich für den MA nach D zolltechnisch eingeführt werden muss, ist die Betriebsstätte obligatorisch nach Aussage unserer Finanz.

    Mich kostet die grosse Anwartschaft in meiner alten PKV 1 Euro im Monat. Die Pflegeversicherung zahle ich voll weiter, da hier die Anwartschaft nur 2 Euro im Monat günstiger wäre. In Summe zwar 35 Euro im Monat, aber falls es wieder zurückgeht, kann ich in meinen alten Tarif ohne Gesundheitsprüfung zurück.

    So....Nachdem das Steueramt in Zürich nun fast ein Jahr gebraucht hat um mich steuertechnisch zu registrieren, kam nun mein GRE-3 Formular zurück.


    Abgelehnt und nicht vom Steueramt gegengezeichnet...


    Begründung, sie sehen mich grundsätzlich als Wochenaufenthalter und nicht als Grenzgänger, da die Vorraussetzungen für den Grenzgänger nicht erfüllt sind (Entfernung zum deutschen Wohnort mehr als 110km entfernt)


    Mh...Hatte es so verstanden, dass das GRE-3 extra dafür da sei, bei Grenzgängern die Nichtrückkehr verbindlich nachzuweisen...Jetzt muss es so gehen.
    Meine Frist zur Einreichung der deutschen Steuererklärung endet am 30. September. Werde jetzt mal mit allem was ich habe, die Steuererklärung einreichen.
    Bin gespannt was passiert...

    Je nachdem wo Du Dich mit B Schein in der Schweiz anmelden willst, wollen sie eine Abmeldung aus Deutschland sehen. Im Aargau z.B. scheint es immer so zu sein...
    Ich habe mich letzte Woche in Zürich von "G" auf "B" umgemeldet, da sagte die Dame, dass in Zürich man keine Abmeldung aus Deutschland braucht.


    Und was die 110 km betrifft. Ich habe Kollegen in Konstanz wohnen, mit Kind & Kegel, die trotz G Schein in der Schweiz versteuert werden. Wenn die 60 Tage Regel greift, Arbeitgeber und Steueramt das gegenzeichnen, kommt man scheinbar immer durch...

    Naja...Das mit der steuerlichen Ansässigkeit in Deutschland lässt sich schon in die Schweiz verlagern, trotz Frau und Haus in Deutschland.
    Habe gerade auch wieder einen aktuellen Fall in der Firma, wo ein Kollege Wohnhaft in Lörrach mit offizieller Arbeitsstelle in Zürich, von Steuervorrauszahlung in Deutschland, auf volle Versteuerung in der Schweiz wechselt. Und dies sogar Unterjährig. Einfach weil er eben berufsbedingt an mehr als 60 Tagen nicht an seinen Wohnort in D zurückkehren kann.
    Dafür gibt es ja das DBA, um genau solche Fälle eben nicht zum steuerlichen Nachteil für den betroffenden zu machen...


    Ich habe mich von Anfang an auf das DBA berufen und kein GRE-1 vom deutschen Finanzamt beim kantonalen Steueramt eingereicht. Somit zahle ich volle Quellsteuer hier, führe nichts nach Deutschland ab.
    Bin Grenzgänger als Wochenaufenthalter in Zürich, bin hier gemeldet mit Wohnung, Firmenwagen, etc...Lebensgefährtin und Kind sind weiterhin in Deutschland. Habe jetzt schon über 80 Tage an denen ich berufsbedingt, durch meinen schweizer Arbeitsvertrag bei einem schweizer Arbeitgeber, nicht an meine deutsche Wohnadresse zurückkehren konnte.


    Meine Steuererklärung in D ist soweit fertig und ich warte auf das GRE-3 vom kantonalen Steueramt (Zürich ist knapp 1 Jahr hinten dran bei der Bearbeitung, dass zum Thema "deutscher Amtsschimmel") um meine Nichtrückkehrtage zu belegen. Und dann werde ich sehen, ob das Finanzamt die Freistellungsmethode nach DBA 15a.2 geläufig ist oder ob ich per Anwalt Einspruch einlegen muss im schlimmsten Fall.

    Nochmal, Deine Frau wird Quellsteuer zahlen und das monatlich. Ausser sie fängt hier gleich mit dem "C" Status an oder ist mit einem Schweizer verheiratet, was wohl schwer möglich ist ;)


    D.h. die ganzen Nettorechner können dies nicht richtig abbilden, denn bei den Sozialabgaben hängt z.B. der Rentenbetrag von der gemeldeten Jahresgesamtvergütung ab.
    Der von Dir verlinkte Rechner spuckt bei mir 162 CHF im Monat zu viel aus...

    Naja...In Deutschland muss man für eine vernünftige Betreuung auch bezahlen, denn diese ist dann privat. Das, was staatlich angeboten wird, reicht für keinen 100% Job...Ausser man kann flexibel ab 16 Uhr von zu Hause aus weiterarbeiten oder wohnt im Osten der Republik. Bei meinem Bruder in McPomm bieten die Kitas Betreuung bis 18 Uhr an, bei mir in NRW muss ich den Kleinen um 16:15 Uhr abholen...


    In der Schweiz ist es nicht anders, nur von vornherein so. Daher, entweder Du kannst Dir Kinder in der Vollbetreuung leisten oder einer muss zu Hause bleiben (halbtags) und die Betreuung übernehmen...
    Steuerlich sind Familien in der Regel dann auch noch benachteiligt, wobei hier wohl gerade eine Änderung stattfinden soll.

    Ich glaube, hier wird gerade etwas ziemlich durcheinander geworfen.


    Die Ursprungsfrage war, ob auch Arbeitstage ausserhalb der Schweiz unter die 60 Tage Regel fallen bezüglich der nicht Rückkehr an seine Heimatadresse in D. Das tun sie nicht. Steht auch im Begleitschreiben zum GRE-3 Formular.
    Es zählen nur die Arbeitstage in der Schweiz. Für alle anderen Tage im Ausland war mein Hinweis, zu beachten dass man dort auch noch steuerpflichtig werden kann, wenn man nicht aufpasst.
    Gerade USA ist da ein heikles Thema. Einem Kollegen ist es so ergangen, er musste dann 2 Jahre lang in den USA eine Steuererklärung einreichen....


    Uns betreut KPMG und die haben ein Auge darauf, dass wir nicht steuerpflichtig in anderen Ländern werden.

    Dienstreisen ins weitere Ausland fallen nicht unter die 60 Tage Regelung. D.h. musst du beruflich in die USA, zählen die Tage nicht als nichtrückkehrtage im Sinne der 60 Tage Regelung. Dazu gabs auch etliche Gerichtsurteile in den letzten Jahren...Siehe Google...
    Desweiteren ist zu beachten, dass bei zu vielen beruflichen Tagen im Ausland, eine weitere Steuerpflicht in den Reiseländern aufkommen kann.

    Ich bin da ganz bei Markus, dass das vorteuschen des "Nichthochdeutschen" Tons eher negativ beim Gegenüber rüberkommt.


    Ich hatte genügend Geschäftstermine mit schweizer Kollegen und Partnern, wo sich die Schweizer untereinander nicht verstanden haben...Also müssen sie auch damit klarkommen, dass nach einem Grüezi Hochdeutsch grösstenteils weitergesprochen wird...Meine Westschweizer Kollegen sprechen alle Hochdeutsch mit französischem Akzent, denen musst du nicht mit Schweizerdeutsch kommen. Die verstehen oft auch in internen Meetings nix, wenn die Schweizer sprechen.

    Autos sind in der Schweiz günstiger, allein durch die Rabatte und Zusatzpakete speziell für die Schweiz...


    Wenn man natürlich mit "deutschem" Geld kauft, dann nicht.

    Also...


    Deine Konstellation habe ich auch. Freundin und Kind leben noch in NRW und ich pendle seit Oktober letzten Jahrens zwischen meiner Wohnung in Zürich und NRW hin und her.
    Da ich einen Firmenwagen habe, sind die Kosten dieser reiserei mir relativ egal. Wenn es terminlich nicht anders geht, fliege ich. Geht aber dann voll auf meine Kosten.
    Wenn Du mit dem Auto pendeln willst, dann solltest Du nachts fahren. Da schaffe ich meine Tour entspannt in 5 Stunden. Mit dem Flieger brauche ich ähnlich lang von Tür zu Tür.
    Solltest Du alles aus eigener Kasse bezahlen müssen, kannst Du schonmal 600-700 Euro an Kosten für die Pendelei einrechnen.


    Als Aufenthaltstitel kannst Du den Grenzgänger beantragen und mit eigener Wohnung in der Schweiz bist du dann auch Wochenaufenthalter. Heisst, einmal die Woche musst Du ausreisen.
    Je nachdem wie ihr in D veranlagt seit, kannst Du von Anfang an in der Schweiz voll steuerpflichtig werden. Solange Du kein GRE-1 Formular zur ermässigten Quellsteuerabfuhr beim Steueramt einreichst,
    zahlst du so oder so den vollen Quellsteuersatz. Mit Formular sind es als Grenzgänger nur 4,5%, der Rest läuft in D als Vorsteuer pro Quartal, abhängig von deinem Verdienst in der Schweiz.
    Wenn Du einen guten Draht zu deinem Finanzbeamten hast, würde ich mit ihm die Situation besprechen. Sind sie sturr, hilft nur ein Steuerberater um halbwegs sicher zu sein. Eventuell macht es Sinn in D steuerpflichtig zu sein, wenn du damit doppelte Haushaltsführung geltend machen kannst. Aber auch das hängt von deiner Situation in D ab und sollte über einen Steuerberater angefragt werden.


    Ansonsten kannst Du eine Grenzgänger Krankenversicherung abschliessen und dich über das E-106 Formular bei deiner alten KV mitversichern für D. Je nachdem was du ausgeben willst, bekommt man relativ gute Policen. Da ich vorher Privatpatient in D war, kommt man mit ein paar Zusatzversicherungen zu ähnlichen Leistungen. Kostentechnisch etwas günstiger als in D.