Beiträge von fillg1

    Ich weiss, ich bin eine Gourmetbanause, aber gelegentlich vermisse ich doch das breite Angebot an TK-Pizza in D, gerade was so "American Style" angeht, also dicker, luftiger Boden. Ungesund aber lecker :zany_face:

    Natürlich ist es super einfach selbst Pizza zu machen, aber manchmal kommt man müde heim und will einfach nur noch den Ofen einschalten ,,,

    Wir (zwei Personen) geben pro Woche rund 100 CHF für Lebensmittel und Hygenieartikel aus, wenn wir mehr Fleisch oder Wein kaufen kann es auch etwas mehr sein. Die Qualität ist aber im Durchschnitt besser als in D. Geh doch am besten mal auf die Onlineseiten von Coop, Migros, Aldi, Lidl etc. und vergleiche die Preise mit denen in D, vielleicht gibt das schon ein Bild. Auswärts essen ist sicherlich deutlich teuerer, gerade zu mittag. Mit Kleidungs- und Schuhpreisen kenne ich mich noch nicht aus ;-)

    Aaahhhh, ich befürchte ja, das meine Angst das alleine zu machen größer ist als der Wunsch, ich bin ein Sicherheitsmensch und ja auch nicht mehr die Jüngste…

    Hallo Kerstin

    Ich bin mit 56 ausgewandert, man ist hoffentlich nie zu alt für neue Dinge, ich bin allerdings in die Nähe meiner Partnerin gezogen und der berufliche Wechsel war dank der Umstände auch sehr einfach.

    Allein umzuziehen ist natürlich eine Herausforderung mehr, ich bin jetzt nicht der offenste und kontaktfreudigste Mensch und nach meinen Erfahrungen drängen sich einem die Schweizer auch nicht unbedingt auf, dazu noch die allgemeine Corona-Lage. Ich selbst habe ausserhalb des Kollegenkreises und der direkten Nachbarn noch keine neuen Kontakte knüpfen können , es ist sicherlich einfacher wenn man sich gleich einen Verein, Chor, freiwillige Feuerwehr etc. sucht.

    Wenn ich dich richtig verstehe, dann hast du einen Arbeitsvertrag in Aussicht, der nur noch angefertigt oder unterschrieben muss?

    Ich habe damals in der Personalabteilung gefragt ob sie mir eine Bestätigung geben können dass ich demnächst bei Ihnen arbeiten werde. Ich durfte dann die Kontaktdaten (Telefonnummer, Firmenadresse) der zuständigen Mitarbeiterin an der Vermieter weitergeben, die haben dass dann unter sich geregelt., jedenfalls lag dann nur wenig später der fertige Mietvertrag im Briefkasten.

    Es kann sein, dass das von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich gehandhabt wird, aber ich hatte beim Einzug bereits ein Schreiben von der Gemeinde im Briefkasten in dem ich um baldige Anmeldung gebeten wurde. Die AHV-Nummer bekommt man vom Arbeitgeber, das hat nichts mit der Krankenkasse zu tun. Mit der Krankenkasse muss man auch nicht überstürzen, wenn ich mich recht erinnere hat man da 3 Monate Zeit für die Anmeldung, man muss die Beiträge natürlich rückwirkend zum Arbeitsbeginn nachzahlen.

    nicht nur Buttercreme findet man nicht die richtige, auch Knödel gibt es nicht, oder hat das jemand gefunden

    Migros und Alnatura haben des öfteren Knödel

    einen Adapter empfehle ich für die Elektro Geräte,

    nicht nur einen sondern möglichst viele :winking_face: . Die guten alten deutschen Schukostecker passen auf keinen Fall in die Schweizer Dosen und mit Adapter werden dann gleich 3 Plätze blockiert. Und man sollte an Geräten wie Staubsauger etc. immer einen dran haben damit man im Ernstfall nicht lange suchen muss :smiling_face_with_sunglasses: Am Anfang ist es auch am Einfachsten ein paar der vorhanden Steckdosenleisten/Mehrfachstecker zu behalten und dann diese mit einem Adapter zu versehen.

    Ich habe mich mal mit einem Schweizer Kollegen über das Thema unterhalten und der meinte dass sich das halt schnell nach "nachäffen" anhören würde, insbesondere wenn man dann noch Dialekte aus verschiedenen Regionen mischt, eine Mischung aus hamburgerischen, sächsischen und bayrischen Dialekt in einem Satz würde sich für uns ja auch schrecklich anhören.

    Ich war jetzt ein paar Tagen im Tessin und war etwas überrascht, dass da häufig nur italienisch angesagt ist , "Buon Giorno" und "Buena Sera" gingen mir noch einigermassen flüssig über die Lippen, aber bei "Arrivederci" hatte ich dann meine Hemmungen, weil dass in meiner Jugend häufig als Slang für "V*erp*ss d*ch" verwendet wurde :flushed_face: und ein öhnkliches Gefühl habe ich auch wenn ich versuchen würde Schwyzerduetsch zu reden.

    Ich verwende allerdings immer mehr Helvetismen wie Velo oder Poulet und verwermutlich werde ich in ein paar Tagen auch Mäntig statt Montag sagen usw.

    Als Wähe werden in der Deutschschweiz sowie in Teilen des Elsass und Baden-Württembergs flache Blechkuchen aus der Schweizer und der alemannischen Küche bezeichnet. Eine Wähe besteht im Wesentlichen aus einem Mürbeteig (auch «geriebener Teig» oder «Kuchenteig» genannt) und einem Belag aus Früchten, Gemüse oder beispielsweise Käse. Mancherorts werden Wähen mit einem Hefeteig zubereitet, gelegentlich findet man auch Wähen aus Blätterteig. Meistens wird eine Wähe mit einem Milch-Ei-Guss oder Rahm-Ei-Guss zubereitet, der beim Backen verdickt und gelblich wird. Die Früchte oder das Gemüse werden bei der Wähe mitgebacken. Die Zubereitung entspricht so fast vollständig dem französischen Quiche oder Tarte, nur dass der Guss bei der Wähe zusätzlich gezuckert oder gesalzen wird.¨

    https://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4he


    Ich vermute ich mag dabei den Guss aus Eiern nicht, ich habe die allerdings auch nur 1-2mal probiert und ich bin bei Kuchen wirklich nicht wählerisch :grinning_face_with_sweat:

    Ich habe von meinem Sommerurlaub in Norddeutschland ein paar grosse Dosen Grünkohl eingeschmuggelt, gelegentlich findet man hier Federkohl im Beutel in der Kühltheke, aber um da genügend für einen grossen Topf nordischen Grünkohleintopf zusammenzubekommen müsste man doch sehr viele davon einkaufen.

    Jetzt fehlt nur noch das passende Wetter :smiling_face_with_halo:

    Von einem ordentlichen Frankfurterkranz oder Donauwellen, egal ob mit Buttercreme oder nur Sahne träume ich gerade :grinning_face_with_big_eyes:


    Interessanterweise kann ich mit diesen Wähen irgendwie nichts anfangen, obwohl die so ähnlich wie Blechkuchen sind

    Wie schaut das eigentlich rein formal bei Onlinekäufen aus?

    Ich kaufe z.b. bei einem deutschen Händler eine Softwarelizenz, einen Film oder ein Musikstück, das Ganze findet rein online statt, es gibt keinen physikalischen Gegenstand, der irgendeine Grenze überschreitet und ich bezahle in € von einem deutschen Bankkonto, nutze aber die Lizenz in der Schweiz.

    Mache ich mich damit aus Schweizer Sicht der Steuerhinterziehung etc. schuldig?

    Hat die 300€ Grenze irgendeine Bedeutung?

    Und wie wäre das bei einer Buchung für eine Urlaubsreise in einem deutschen Reisebüro?

    1+1=3 ist nun mal keine andere Meinung sondern schlicht und ergreifend falsch. Mein Eindruck ist dass viele der sogenannten "Meinungen" eher auf Vorurteilen basieren und nur ganz selten auf eigene, selbstgemachte Erfahrungen

    Ich habe lange Zeit in der deutschen Grossstadt mit dem grössten Migrantenanteil gelebt und habe nie schlechte Erfahrungen gemacht die über Erlebnisse in Bahnhofvierteln hinausgehen wie sie in allen Grossstädten vorkommen, dass ist auch in Zürich und Basel nicht anders. Die einzigen Gewaltandrohungen die ich jemals bekommen habe waren an meinem alten Wohnort davor von angetrunkenen britischen Soldaten die ihre Kräfte messen wollten und von biodeutschen Fussballfans die ich im Zug gebeten habe nicht auf den Sitzplatz neben mir zu ko*****.

    Ich wage die Voraussage, wer mit Vorurteilen beladen und Scheuklappen in die die Schweiz kommt wird dort auch nicht glücklich, es gibt hier viel mehr Menschen deren Sprache man nicht versteht, die eine andere Kultur haben und wenn "die Schweizer" eines nicht mögen, ist es Dünkel und dass schlecht reden über andere .

    Danke, das klingt alles sehr ermunternd.

    Wenn man auf der Arbeit so sehr "den Pelz innen trägt", wie lernt man in der Schweiz die Nachbarn oder Kollegen kennen?

    Für mich als introvertierten Menschen, der ohne viele soziale Kontakte auskommt, ist das nur schwer zu beantworten. Ich bin am Lockdown Tag Ende März 2020 eingewandert und habe von Kollegen und direkten Nachbarn mal abgesehen noch keine neuen Kontakte geknüpft, die Schweizer drängen sich einem nicht unbedingt auf.
    Ich glaube aber dass man als halbwegs normaler, junger Mensch an den hippen Stellen in Zürich (Hardbrücke, Escher-Wyss-Platz, Bahnhofsviertel, Bellevue) genauso schnell Kontakte knüpfen kann wie in anderen Grossstädten auch, die feiern ähnlich wie die Berliner, Hamburger, Leipziger etc.,. Zumindest wird mir das so von den jüngeren Kollegen berichtet.

    Ich kann nur berichten wie es bei mir aussieht


    • Das Unternehmen liegt ziemlich im Zentrum von Zürich, ca. 1km von der Hardbrücke entfernt, wir haben in Zürich ca. 50 Mitarbeiter
      • Wir sind allerdings Produkthersteller und Serviceprovider, d.h. unser Technologiestack ist mehr oder weniger fest, wird aber gepflegt und neue Dinge können auch mit neuen Mitteln realisiert wird.
    • Die meisten Mitarbeiter sind immer noch zu 80% im Homeoffice, insbesondere die aus der Softwareentwicklung
    • Die meisten Kollegen kommen mit dem ÖV, teilweise auch aus Zug, Winterthur usw. ich selbst wohne ca. 40 ÖV Minuten ausserhalb, mit dem Auto würde ich vermutlich nur wenig sparen weil man mitten durch das Zürcher Zentrum fahren müsste.
    • Ich habe anfangs mit dem Gedanken gespielt wie von Frankfurt gewohnt mit dem Velo zur Arbeit zu fahren, aber mir ist das Radfahren gerade in der Zürcher Innenstadt nicht geheuer, es gibt praktisch kaum Radspuren oder gar abgetrennte Radwege, die Strassen sind schmal und man muss sich die dann auch noch mit der Tram teilen. Und die Höhenmeter auf dem Rückweg sind auch nicht ohne. Es gibt aber einige Kollegen die aus dem Umland mit dem Velo kommen.
    • Ein Auto aus Statusgründen hat meines Wissen niemand, man gibt eher damit an in der Wohnumgebung wandern oder skifahren zu können. Ein erstaunlich grosser Teil hat nicht mal ein Auto.
    • Bei der Bewerbung wird ein Jahresgehalt verhandelt, dazu gibt es 1-2 Monatssaläre als Bonus, die Ziele dazu sind transparent.
      • Eventuell unterscheiden sich Arbeitgeber dadurch wieviel von den Pflichtversicherungen wie Krankenkasse etc. sie übernehmen, da bin ich noch nicht vollständig durchgestiegen. Es kann auch sein dass das von Kanton zu Kanton oder Gemeinde zu Gemeinde verschieden geregelt ist.
    • Zum Mittagessen bringen sich einige Kollegen etwas mit, wir haben eine Mikrowelle in der Kaffeeküche. Die andere besorgen sich meistens etwas in einem der vielen Takeaways in der Umgebung, da ist von Asia-Imbiss, Momos, Inder, Metzger, alles vorhanden. Vor Corona hatten wir die Tradition des Pizza-Friday und haben bei einem Bringdienst bestellt. Preislich liegt das alles irgendwo zwischen 10-20 Franken, wobei die Qualität durchweg gut ist. Gegessen wird dann entweder in der Kaffeeküche oder im Sommer auch auf der Dachterrasse, erwähnte ich schon dass die einen Pool hat? :grimacing_face:
    • Gerade einige der jüngeren Kollegen wohnen in einem WG-Zimmer, nach meinen Erkenntnissen interessieren sich "die Schweizer" sowieso nicht aktiv für die Lebensumstände anderer, man sieht es gern wenn man den Pelz innen trägt ;-)

    Hoffe das hilft ein wenig

    Hallo Alex

    Falls du die Möglichkeit hast an einen Vodafone-Business Vertrag zu kommen, da ist die Schweiz in den EU-Optionen dabei und da wird auch nicht unterschieden ob du dein Volumen in D oder im Ausland verbrauchst. Ich hatte das Thema mal in einem Vodafone-Shop angesprochen und der Berater meinte solange man sich alle paar Monate wieder in Deutschland befindet fällt das wohl nicht auf. Für einen Businessvertrag benötigt man allerdings einen Gewerbenachweis, Steuernummer oder ähnliches.

    Ansonsten schau dir mal salt.ch an, die haben regelmässig Sonder- und Rabattaktionen, wo man man zb. für einen Tarif der regulär 50 CHF kostet nur noch 15 CHF bezahlt.

    Eine Alternative könnte natürlich auch sein, einfach einen zweiten Vertrag in Deutschland mit wenig Grundgebühr abschliessen und dann eine Tagesflat nutzen, wenn man nur wenige Tage in D ist kann sich da durchaus lohnen. Mit Dual-SIM oder einer e-SIM braucht man da nicht einmal einen zweites Handy.

    Schau dir mal die aktuellen Gebühren der Migrosbank an, die hatten zu meiner Zeit relativ moderate Kontoführungsgebühren für Ausländer, die sogar ab einem bestimmten Betrag auf dem Konto erlassen wurden. Guthabenzinsen zahlen die allerdings auch nicht, das Geschäftsmodell das Geld des Kunden aufzubewahren zu dürfen und dem dann sogar noch etwas dafür zu bezahlen ist wohl am Auslaufen ;-)

    Das mit den Gipfeli habe ich inzwischen auch gelernt, die müssen offenbar immer dabei sein, am Besten pur, also ohne Schokolade oder gar Käse-Schinken Füllung, In Deutschland kommen mir die Croissants aber meistens etwas "blätterteigiger" vor, ist da eventuell mehr Butter drin?

    Und ich überlege gerade ob man vielleicht Mett mit Zwiebeln in Verbindung mit Gipfeli and den Mann bzw,. Frau bringen könnte :zany_face: