Beiträge von fillg1

    Danke, das klingt alles sehr ermunternd.

    Wenn man auf der Arbeit so sehr "den Pelz innen trägt", wie lernt man in der Schweiz die Nachbarn oder Kollegen kennen?

    Für mich als introvertierten Menschen, der ohne viele soziale Kontakte auskommt, ist das nur schwer zu beantworten. Ich bin am Lockdown Tag Ende März 2020 eingewandert und habe von Kollegen und direkten Nachbarn mal abgesehen noch keine neuen Kontakte geknüpft, die Schweizer drängen sich einem nicht unbedingt auf.
    Ich glaube aber dass man als halbwegs normaler, junger Mensch an den hippen Stellen in Zürich (Hardbrücke, Escher-Wyss-Platz, Bahnhofsviertel, Bellevue) genauso schnell Kontakte knüpfen kann wie in anderen Grossstädten auch, die feiern ähnlich wie die Berliner, Hamburger, Leipziger etc.,. Zumindest wird mir das so von den jüngeren Kollegen berichtet.

    Ich kann nur berichten wie es bei mir aussieht


    • Das Unternehmen liegt ziemlich im Zentrum von Zürich, ca. 1km von der Hardbrücke entfernt, wir haben in Zürich ca. 50 Mitarbeiter
      • Wir sind allerdings Produkthersteller und Serviceprovider, d.h. unser Technologiestack ist mehr oder weniger fest, wird aber gepflegt und neue Dinge können auch mit neuen Mitteln realisiert wird.
    • Die meisten Mitarbeiter sind immer noch zu 80% im Homeoffice, insbesondere die aus der Softwareentwicklung
    • Die meisten Kollegen kommen mit dem ÖV, teilweise auch aus Zug, Winterthur usw. ich selbst wohne ca. 40 ÖV Minuten ausserhalb, mit dem Auto würde ich vermutlich nur wenig sparen weil man mitten durch das Zürcher Zentrum fahren müsste.
    • Ich habe anfangs mit dem Gedanken gespielt wie von Frankfurt gewohnt mit dem Velo zur Arbeit zu fahren, aber mir ist das Radfahren gerade in der Zürcher Innenstadt nicht geheuer, es gibt praktisch kaum Radspuren oder gar abgetrennte Radwege, die Strassen sind schmal und man muss sich die dann auch noch mit der Tram teilen. Und die Höhenmeter auf dem Rückweg sind auch nicht ohne. Es gibt aber einige Kollegen die aus dem Umland mit dem Velo kommen.
    • Ein Auto aus Statusgründen hat meines Wissen niemand, man gibt eher damit an in der Wohnumgebung wandern oder skifahren zu können. Ein erstaunlich grosser Teil hat nicht mal ein Auto.
    • Bei der Bewerbung wird ein Jahresgehalt verhandelt, dazu gibt es 1-2 Monatssaläre als Bonus, die Ziele dazu sind transparent.
      • Eventuell unterscheiden sich Arbeitgeber dadurch wieviel von den Pflichtversicherungen wie Krankenkasse etc. sie übernehmen, da bin ich noch nicht vollständig durchgestiegen. Es kann auch sein dass das von Kanton zu Kanton oder Gemeinde zu Gemeinde verschieden geregelt ist.
    • Zum Mittagessen bringen sich einige Kollegen etwas mit, wir haben eine Mikrowelle in der Kaffeeküche. Die andere besorgen sich meistens etwas in einem der vielen Takeaways in der Umgebung, da ist von Asia-Imbiss, Momos, Inder, Metzger, alles vorhanden. Vor Corona hatten wir die Tradition des Pizza-Friday und haben bei einem Bringdienst bestellt. Preislich liegt das alles irgendwo zwischen 10-20 Franken, wobei die Qualität durchweg gut ist. Gegessen wird dann entweder in der Kaffeeküche oder im Sommer auch auf der Dachterrasse, erwähnte ich schon dass die einen Pool hat? :grimacing_face:
    • Gerade einige der jüngeren Kollegen wohnen in einem WG-Zimmer, nach meinen Erkenntnissen interessieren sich "die Schweizer" sowieso nicht aktiv für die Lebensumstände anderer, man sieht es gern wenn man den Pelz innen trägt ;-)

    Hoffe das hilft ein wenig

    Hallo Alex

    Falls du die Möglichkeit hast an einen Vodafone-Business Vertrag zu kommen, da ist die Schweiz in den EU-Optionen dabei und da wird auch nicht unterschieden ob du dein Volumen in D oder im Ausland verbrauchst. Ich hatte das Thema mal in einem Vodafone-Shop angesprochen und der Berater meinte solange man sich alle paar Monate wieder in Deutschland befindet fällt das wohl nicht auf. Für einen Businessvertrag benötigt man allerdings einen Gewerbenachweis, Steuernummer oder ähnliches.

    Ansonsten schau dir mal salt.ch an, die haben regelmässig Sonder- und Rabattaktionen, wo man man zb. für einen Tarif der regulär 50 CHF kostet nur noch 15 CHF bezahlt.

    Eine Alternative könnte natürlich auch sein, einfach einen zweiten Vertrag in Deutschland mit wenig Grundgebühr abschliessen und dann eine Tagesflat nutzen, wenn man nur wenige Tage in D ist kann sich da durchaus lohnen. Mit Dual-SIM oder einer e-SIM braucht man da nicht einmal einen zweites Handy.

    Schau dir mal die aktuellen Gebühren der Migrosbank an, die hatten zu meiner Zeit relativ moderate Kontoführungsgebühren für Ausländer, die sogar ab einem bestimmten Betrag auf dem Konto erlassen wurden. Guthabenzinsen zahlen die allerdings auch nicht, das Geschäftsmodell das Geld des Kunden aufzubewahren zu dürfen und dem dann sogar noch etwas dafür zu bezahlen ist wohl am Auslaufen ;-)

    Das mit den Gipfeli habe ich inzwischen auch gelernt, die müssen offenbar immer dabei sein, am Besten pur, also ohne Schokolade oder gar Käse-Schinken Füllung, In Deutschland kommen mir die Croissants aber meistens etwas "blätterteigiger" vor, ist da eventuell mehr Butter drin?

    Und ich überlege gerade ob man vielleicht Mett mit Zwiebeln in Verbindung mit Gipfeli and den Mann bzw,. Frau bringen könnte :zany_face:

    Ich finde das eine sehr schöne Idee, bei mir kommen da natürlich die eigenen Erinnerungen wieder, mein Umzugstag war Ende März 2020, mehr oder weniger am ersten Lockdowntag bzw. die faktische Grenzschliessung.

    Finde ich eigentlich eine gute Idee, da meine Arbeit aber im Moment gerade zu 100% im Home-Office stattfindet und ich eh schon viel online abhänge, muss ich mal schauen wies es dann abends um meine Lust zu einem weiteren call bestellt ist ;-)

    Das mit dem Verein ist je nach Mentalität ein guter Tipp, ein Freund ist nach dem Studium in die "Wallachei" zwischen Darmstadt und Heidelberg gezogen und hat anfangs keinen Anschluss gefunden, vielleicht auch weil die Ureinwohner mit einem "studierten Bürschel" nichts anfangen konnten. Er hat sich dann erinnert, dass er als Jugendlicher Posaune gespielt hat und diese noch in irgendeinem Umzugskarton liegt. Er hat dann bei der örtlichen Blaskapelle und Musikverein nachgefragt und innerhalb von vier Wochen auf diversen Dorffesten gespeilt und war zu Geburtstagen, Stammtischen usw. eingeladen.

    Ich bin vor über einem Jahr einfach in Zürich in eine Bankfiliale (Migros) gegangen und habe ein Konto eröffnet. Da ich zu dem Zeitpunkt offiziell noch in Deutschland wohnte, musste ich für die erste Zeit Gebühren zahlen, die waren aber sehr überschaubar. Nach dem Umzug habe ich denen dann die neue Adresse mitgeteilt und seitdem zahle ich auch keine Gebühren mehr.

    Spontan würde ich sagen dass der ICE von Freiburg bis Zürich rund 2 Stunden benötigt. ab Basel ist es jedenfalls eine gute Stunde. Von zb. Kreuzlingen aus ist es vermutlich 15 Minuten länger.


    Sobald die Deutsche Bahn Schweizer Boden erreicht sind sie dann auch wieder pünktlich :face_with_tears_of_joy:

    Ich bin berufsbedingt nach Zürich gezogen, wohne jetzt auf der Forch und fühle mich eigentlich ganz wohl. Wir brauchen rund 20 Minuten bis Stadelhofen/Opernplatz, müssen allerdings 15-20 Minuten bis zur Bahn laufen, der Bus fährt nur morgens und abends, dafür sind wir innerhalb von zwei Minuten im Wald.

    Wenn man allerdings Wert darauf legt in der direkten Umgebung einzukaufen zu gehen, diverse Restaurant usw. zur Auswahl zu haben dann ist die Gegend nicht das Richtige.

    Ich hatte anfangs mit dem neuem Design im Chrome beim Anmelden Probleme mit einer etwas kryptischen Fehlermeldung und musste auf einen anderen Browser ausweichen. Nach dem Löschen von Cookies, gecachten Inhalten usw. waren die Probleme dann weg. Ich vermute mal dass das bei den hier geschilderten Darstellungsprobleme und verzerrten Avataren auch helfen wird.

    Den Ausländerausweis bekam ich mit der Post nach ca. 1 Woche, diese Geschwindigkeit war ich in Deutschland nicht gewohnt ;-)


    Die Sozialversicherungsnummer solltest du vom Arbeitgeber bekommen, spätestens mit der ersten Gehaltsabrechnung, zumindest war das bei mir so, dass sich der Arbeitergeber um alles gekümmert hat.


    Am Umzugstag lag auch schon ein Schreiben von der Gemeinde im Briefkasten mit dem Inhalt dass ich mich doch umgehend anmelden soll, die notwendigen Unterlagen waren aufgeführt. Ansosten einfach email anrufen oder eine eMail schreiben.

    @Amadeus
    Mit Softwareübersetzung sind schon gewöhnliche Sprachen gemeint, es müssen die Texte übersetzt werden die dem Benutzer angezeigt werden, das Program erkennt z.b an den Einstellungen des Betriebssystems welche Sprache gewünscht ist und zeigt dann den richtigen Text an. Früher gab es mehr oder weniger für jedes Sprache eine eigene Version die man einzeln installieren musste, während heutzutage man die Sprache meistens auch innerhalb des Software selbst umstellen kann.
    Aber wir schweifen ab ;-)

    Ich habe mal vor ein paar Jahren für knapp 2 Wochen Georgien bereist, sehr interessantes Land, sowohl positiv wie negativ ;-)
    Dort habe ich eine deutsche Bekannte besucht, die im akademischen Austausch Dienst temporär als Deutschlehrerin gearbeitet hat, die Frau ist im Gegensatz zu mir äusserst sprachbegabt und spricht unter anderem fliessend Russisch, Italienisch, Französisch usw. In Georgien war sie nach 2 Jahren Aufenthalt, u.a .mit persönlicher Sprachlehrerin so gerade eben in der Lage in einem Cafe einen Kaffe zu bestellen und bekam trotzdem noch Blicke zugeworfen die wohl heissen sollten "der gute Wille zählt auch" ;-).
    Beim Essen gilt man dort übrigens als Vegetarier wenn man den Beilagensalat nicht links liegen lässt, aber der Wein ist sehr gut :-)



    Zu den Übersetzungen, nach meine Erfahrungen gibt es eine gewisse Lücke bei technischen Übersetzungen innerhalb von Software die mehrsprachig sein muss. Viele normale Übersetzungsbüros können nicht mit computerlesbaren Formaten umgehen, man liefert z.b. eine strukturierte XML-Datei die die deutschen Texte schon computerlesbar enthält und das Büro weiss dann nicht was die mit diesen komischen spitzen Klammern anfangen sollen und der arme Software-Ingenieur muss dann die übersetzen Texte wieder einzeln kopieren

    Comparis ist eigentlich immer eine gute Idee, ich bin damals aber bei Immoscout24.ch fündig geworden.
    Allerdings würde ich nicht nur die Miete berücksichtigen, sondern auch die Steuer die von der Gemeinde abhängig sein kann.
    Letzendlich habe ich dann eine Gemeinde östlich von Zürich gewählt, ich bin in weniger als 5min zu Fuss im Wald und brauche mit öffentlichen Verkehrsmitteln auch nur 20-30 Minuten bis Stadelhofen/Opernplatz.

    1) 2) 4)
    Ich habe mich generell überall wo möglich abgemeldet oder die neue Adresse mitgeteilt, gerade bei Finanzamt und Rentenversicherung bin ich vorsichtig. Die Rente wird nach meiner Kenntnis weltweit überall ausgezahlt wohin man Geld überweisen kann ;-)


    3) Ich habe alle meine Bankkonten in D gelassen und in der Schweiz anfangs nur ein Gehaltskonto eröffnet und jetzt nach einem Jahr noch zusätzlich eines für Säule 3 . Ich habe in D diverse Fondsparpläne etc. laufen und bediene die weiter von meinem ehemaligen Gehaltskonto dass ich natürlich regelmässig mit € auffüllen muss. Im Moment reichen da meine gekündigten Bausparverträge aus, demnächst werde ich regelmässig ein paar CHF nach € wechseln müssen. Bausparverträge sollte man kündigen, praktisch alle Vergünstigungen fallen weg wenn man nicht in D baut, ich m,uss sogar einiges zurückzahlen :-(
    Bei den Bankkonten ist es sehr wahrscheinlich dass man als Ausländer geführt wird und höhere Gebühren zahlen muss. Man erhält ggf. auch Steuerbescheide isn Ausland.


    5)
    Ich habe von meinem Hausarzt und vom Augenarzt einen ausführlichen Bericht bekommen, das geht schneller als wenn der neue Arzt das selber anfordert. Beim Zahnarzt kann man überlegen ob es günstiger den in Deutschland zu behalten ;-)


    6)
    Bei allen Versicherungen gibt es Sonderkündigungsrecht wenn man den Gültigkeitsbereich verlässt. Kündigen muss man aber trotzdem selbst.

    wie bei mir z.B.....ich pendle schon seit einigen Wochen und hab mich mal vorsorglich angemeldet

    Bei mir in Zürich ging das eben nicht, da konnte ich mich erst nach dem Einzug anmelden. Beim Umzug bin ich selbst mit der Bahn eingereist und da haben sich die Grenzbeamten eigentlich nur für den Arbeitsvertrag interessiert, ich denke mal dass ist in normalen Seiten wohl das Ausschlaggebende. Zumindest ich würde so denken, "Unbefristeter Arbeitsvertrag -> braucht eine Schweizer Meldeadresse für AHV et.c -> wird sich so schnell wie möglich in seiner Gemeinde anmelden"