Beiträge von basileus

    Es gibt länderübergreifend keinen Zweitwohnsitz. Ihr habt dann einen Hauptwohnsitz in der Schweiz und einen Hauptwohnsitz in Deutschland.

    Das kann zu Problemen mit dem deutschen Finanzamt führen. Ein Steuerberater kann euch bessere Auskünfte geben.

    Wir wollen nächste Jahr in die Schweiz auswandern hauptsächlich aus steuerlichen gründen.

    Nur aus steuerlichen Gründen in die Schweiz auszuwandern ist vermutlich der falsche Weg. Es sollte schon noch mehr Gründe geben. Sonst geht ihr in ein paar Jahren frustriert wieder zurück.


    Wurde alles schon hundertmal hier im Forum besprochen. Einfach die Suche verwenden.


    PS: wenn ihr 450k Restschulden habt und euch der aktuelle Zinsanstieg solche Sorgen bereitet, habt ihr euch eventuell übernommen.

    Hoi Felix


    Willkommen im Forum. Zu deinen Fragen kann ich dir vermutlich ein paar gute Inputs geben.

    Ich habe eine grobe Ränge von 110-130.000 Jahresgehalt recherchiert - kommt das hin?

    110-130k kommt ungefähr hin. In Zürich ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass du dieses Gehalt bekommst. In SG könnte es schwieriger werden.


    2) Hat es Vorteile die deutschen Bankkonten weiter zu halten nach der Auswanderung in die Schweiz? Oder löst man am besten alle deutschen Konten auf und transferiert alles in die Schweiz?

    Das kommt ganz auf den Einzelfall an. Ich habe meine deutschen Konten weiter behalten (Adressänderung war kein Problem). Auf diesen Konten habe ich einen gewissen Betrag in Euro liegen. Falls ich mal in DE oder in der EU bin, nutze ich diese dann zur Zahlung mittels Kreditkarte. Wenn du sonst in DE keine weiteren Verpflichtungen hast, kannst du die Kontos in DE auch kündigen.


    3) In der Freizeit spiele ich gerne Volleyball und Beachvolleyball, gehe gerne Bergtouren und Klettersteige. Würdet ihr dahingehend Zürich oder Sankt Gallen bevorzugen?

    Für Bergtouren und Klettersteige würde ich weder Zürich noch SG empfehlen. Auf den Uetliberg kommst du ohne Ausrüstung bequem zu Fuss :winking_face: SG hat den Vorteil, dass du die Appenzeller Alpen direkt nebenan hast. Ich war selber noch nicht dort, aber ich vermute es gibt dort auch Klettersteige (ich bin selber kein Kletterer). Der Säntis ist 2'500m hoch, d.h. da gibt es bestimmt was.


    Ansonsten bist du aber auch von Zürich aus relativ schnell in Richtung Zentralschweiz gefahren (entweder mit dem Auto oder mit dem Zug). Dort findest du mehr als genug Möglichkeiten für Bergtouren und Klettersteige.


    Wenn du möchtest, kannst du mir auch eine PN schicken. Ich bin im gleichen Bereich unterwegs und kann dir relativ gut sagen, welche Firmen in Ordnung sind und von welchen du besser die Finger lassen solltest.

    Benötige ich als Deutscher Staatsbürger für oder während dem Aufenthalt B irgendwann einen Reisepass oder reicht völlig der gültige Personalausweis?

    Dein Personalausweis reicht, siehe hier


    Eventuell solltest du aber vor deiner Auswanderung noch einen Reisepass in Deutschland beantragen. Das geht vermutlich schneller als den Pass bei der deutschen Botschaft in Bern zu beantragen.

    Die Umstellung von IB UK nach IB EU stellt demnach kein Problem dar?

    Sie sollte kein Problem darstellen, aber ich habe damit keine persönlichen Erfahrungen.


    In einem anderen Forum wurde mir um die Gebühren zu optimieren anstelle des VWRL zu VEVE + VFEM geraten (wäre dann eine kombinierte TER von 0.13% statt 0.22%). Was hältst du von dieser Variante?

    Kann man machen, macht die Sache aber nur wieder komplizierter. Dann muss man immer selber schauen, welchen Anteil VEVE und welchen Anteil VFEM man bereits hat. Zudem ist der VWRL deutlich grösser beim Fondsvolumen. VWRL = 7846 Millionen Euro, VEVE = 1336 Millionen Euro, VFEM = 1963 Millionen Euro.


    Oder lieber jetzt gleich den VWRL kaufen und den VT einfach vergessen?

    Du könntest den VT kaufen, so lange du noch in der Schweiz wohnst. Bei CHF 500.- pro Monat sind das CHF 6'000.- pro Jahr, die du dann in den VT investieren würdest. Wie du richtig geschrieben hast, kannst du ihn mit Wohnsitz DE nur noch verkaufen.


    Ich denke am einfachsten wäre es, direkt den VWRL zu kaufen. Dann gibts weniger Misch-Masch im Portfolio.


    Wahrscheinlich mache ich mir viel zu viele Gedanken darüber im Verhältnis zu meiner Summe die ich investieren möchte :smiling_face:

    Es ist wichtig, sich vorher Gedanken zu machen. Aber man sollte nicht alles überanalysieren :winking_face: Egal ob VT, VWRL oder VEVE+VFEM: wichtig ist, dass du jetzt anfängst. Wir haben gerade ganz gute Einstandkurse. Alle drei Kombinationen sind sehr gut - speziell im Vergleich dazu, was Banken dir andrehen wollen.

    Grundsätzlich: die Auswahl von VT und IBKR als Broker sind sehr gut!


    Mit Wohnsitz Deutschland wird der IBKR-Account allerdings von IKBR UK (wo man VT kaufen kann) nach IBKR EU (Ungarn) umgestellt. Als Einwohner eines EU-Landes darf man wegen MiFID II keine US-ETFs ohne KIID kaufen. Dann muss man stattdessen den UCITS-Fonds VWRL wählen. Siehe auch hier


    Kurzum: das was du dir überlegt hast, funktioniert so nicht. Mit dem VWRL macht man aber auch nichts verkehrt.

    Hausrat ist nicht verpflichtend, Privathaftpflicht theoretisch auch nicht. Die meisten Vermieter wollen aber zumindest die Haftpflicht sehen.

    Aus meiner Erfahrung reicht es, wenn du eine Privathaftpflicht in DE hast und diese angeben kannst. Die Vermieter wollen einfach die Sicherheit haben, dass im Zweifelsfall jemand da ist der haften kann.

    Ich meine auch dass der deutsche Versicherungsschutz auch nicht mit dem Umzug erlischt, sondern noch bis zum Vertragsende gilt.

    Habe ich auch gedacht, ist aber nicht so. Die deutsche Privathaftpflicht erlischt (laut Aussage meines damaligen Maklers) mit der Abmeldung in Deutschland. Hat mich damals etwas kalt erwischt, aber zum Glück ist nichts passiert in der Zwischenzeit. Es ist möglich, dass die deutsche Versicherung dir kündigt, wenn du ihr deinen neuen Schweizer Wohnsitz angibst (wozu du verpflichtet bist).

    Kurze Antwort: lohnt sich fast nicht für Erwachsene. Für die Kinder könnte es Sinn machen.


    Vermutlich würde die Versicherung euch nicht aufnehmen ohne perfekte Zähne, und selbst wenn werdet ihr sehr viel Geld zahlen müssen. Abgedeckt wäre dann vermutlich trotzdem nur die Hälfte. Also besser noch in DE alles machen lassen, und im Zweifelsfall zum Zahnarzt in die alte Heimat gehen. So habe ich das bisher gehandhabt.


    Es gibt aber auch andere Meinungen hier im Forum, z.B. dass der Zahnarzt in der Schweiz am Ende nicht unbedingt teurer sein muss. Wenn man die aufgewendete Zeit mit einrechnet, kommt es vermutlich auf das Gleiche raus (DE vs CH).

    Hoi MKMB,


    danke für die Erklärung. Ich kann dir da leider auch nicht weiterhelfen. Die Konstellation ist zu speziell.

    Entweder brauchst du einen fähigen Steuerberater (mit Liechtenstein wird die Auswahl vermutlich nochmal kleiner), oder du fragst mal bei deinem AG nach ob er dich da irgendwie unterstützen kann.


    Ich glaube Monika kommt ursprünglich aus LI - eventuell weiss sie hier noch etwas.


    VG und alles Gute

    basileus

    Ich interessiere mich sehr für das UBS Privatkonto und hätte monatlich so um die 50 Umsätze als normale Privatperson. Sozusagen als Ersatz für ein deutsches Girokonto

    Die Frage wäre: warum möchtest du ein Konto in der Schweiz? Du schreibst von "Ersatz für ein deutsches Konto". D.h. du willst danach nur noch ein Konto in der Schweiz haben?


    Wie Maik schon richtig geschrieben hat, akzeptieren viele Schweizer Banken auch Kunden aus dem Ausland. In deinem Fall wären die Gebühren folgende: Klick - runterscrollen und das PDF "Dienstleistungen und Preise" herunterladen


    5.- pro Monat für das Privatkonto (evtl. nochmal 5.- pro Monat wenn du ebenfalls ein EUR-Konto benötigst) plus 30.- pro Monat für Domizil im Ausland.

    Heisst 35.- Minimum pro Monat = 420.- pro Jahr. Plus eventuell noch Aufschläge, wenn du in EUR bezahlst mit der Kreditkarte etc.

    Musst du wissen, ob es dir das wert ist nur um Kunde einer Schweizer Bank zu sein...

    Hoi Naira


    aus meiner Sicht sollte eine Heirat immer aus Liebe erfolgen, nicht aus anderweitigen Gründen. zwergnase hat allerdings Recht, dass die Bewilligung über den Familiennachzug einfacher ist bei einem verheirateten Paar. Alternativ kann dein Partner mit ausreichend finanziellen Mitteln (CHF 3'000.- pro Monat x 12 = 36'000.-) aber für dich bürgen, oder du nutzt die ersten 90 Tage hier um dir einen Job zu suchen.


    Falls ihr noch nicht heiraten wollt, wäre es einfacher, wenn du jetzt schon mit Bewerbungen anfängst.



    LG basileus

    Ciao Naira,


    Willkommen im Forum. Ja, es gibt eine gewisse Heiratsstrafe beim Thema Steuern in der Schweiz, d.h. verheiratete Doppelverdiener bezahlen teilweise mehr als wenn sie nicht verheiratet wären. Wie viel genau, muss man im Einzelfall anschauen. Zur Not einfach den Comparis Steuerrechner als ersten Anhaltspunkt nehmen.


    Zum Thema Aufenthalt: da ist es in der Tag einfacher, wenn man verheiratet ist. Hast du die deutsche Staatsbürgerschaft?



    VG basileus

    Hoi MKMB,


    bei deiner Aufzählung fehlt mir noch die Firma auf Zypern oder den Caymans :winking_face:


    Erstmal der Disclaimer zum Start: niemand von uns hier im Forum ist Steuerberater oder Treuhänder. D.h. unsere Antworten können nur nach unserem besten Wissen bzw. unseren Erfahrungen erfolgen. Ich vermute, dass niemand sich mit deiner Konstellation auskennt. Einfach weil sie sehr speziell ist.


    Mein erster Eindruck ist folgender: entweder erzählst du nicht die ganze Geschichte, oder irgendwas stimmt hier nicht. Falls du tatsächlich nur ein Jahreseinkommen unter 15k Euro hast: wie kannst du dir bitte einen Wohnsitz in DE und in AT leisten? Der Wohnsitz in AT dürfte wahrscheinlich auch ein Hauptwohnsitz sein, da länderübergreifend (in CH wäre das so, in AT kenne ich mich damit nicht aus).


    Das Setup, welches du hier beschreibst, würden normalerweise eher Gut- bis Sehr-Gut-Verdiener benutzen. In Liechtenstein kann man im Normalfall sehr gutes Geld verdienen. 15k Jahreseinkommen wären 1'250€ pro Monat. Ich kenne mich mit dem Mindesteinkommen in LI nicht aus, aber in der Schweiz wäre so ein Lohn sittenwidrig. Es sei denn, du arbeitest nur einen oder zwei Tage pro Woche.


    Mit 1'250€ pro Monat kommt man vielleicht in SO-Asien über die Runden, aber nicht in Europa. Also entweder bist du Student, oder ein Teil der Geschichte fehlt.


    PS: falls du noch Student bist, dann müsstest du in DE bei diesem Einkommen gar keine Steuererklärung abgeben. Es sei denn, du hast in früheren Jahren schon Steuererklärungen gemacht.

    PPS: Maik kannst du bitte die beiden Threads von MKMB zusammenführen? MKMB bitte nicht zwei Threads für fast das gleiche Thema aufmachen.


    VG basileus


    Edit von Maik: erledigt

    Hoi Aiden,


    der Begriff Visum ist aus meiner Sicht falsch. Falls dein Freund deutscher Staatsbürger ist, dann kann er aufgrund der EU-Personenfreizügigkeit einen Job in der Schweiz annehmen und bekommt damit vermutlich eine B-Bewilligung. Es sei denn dein Freund kommt aus einem Drittland.


    Auch habe ich gelesen, dass ich für ihn bürgen kann. Leider habe ich nirgends einen Beitrag dazu gefunden, wie ich das mache :thinking_face:

    1. wenn dein Freund erst 19 ist, überlege bitte sehr gründlich ob du für ihn bürgen möchtest. Beziehungen in eurem Alter sind auch schnell mal nach ein paar Wochen vorbei. Du möchtest dann nicht für ihn haftbar sein, wenn er nach dem Ende eurer Beziehung irgendwelchen Mist verzapft.
    2. Um für ihn bürgen zu können, solltest du ca. CHF 40'000.- auf einem Konto haben. Die meisten Kantone kalkulieren mit CHF 3'000.- pro Monat, und du musst genug Geld für ein Jahr nachweisen können.
    3. such einfach hier im Forum nach dem Thema Bürgschaft. Da gibt es schon einige Beiträge.

    Muss man beim Antrag für die Bewilligung extra etwas angeben, benötigt man ein weiteres Dokument oder muss das ganz anders gemacht werden?

    Du musst einen Antrag beim Migrationsamt deines Wohnkantons einreichen. Am besten ist, dort direkt anzurufen. Die können dir genau sagen, welche Unterlagen es benötigt.


    An deiner Stelle würde ich erstmal Folgendes klären:

    1. warum sprichst du von einem Visum? Also kommt dein Freund aus einem Nicht-EU Land?
    2. hast du (oder er) mindestens CHF 40'000.- auf einem Bankkonto? Falls nicht, wird das vermutlich nichts mit einer Bürgschaft.


    VG basileus

    Nun frage ich mich was aus finanzieller Sicht besser wäre: Die Immobilie in der Schweiz oder in Deutschland zu kaufen?

    Was genau meinst du mit "aus finanzieller Sicht"? Geht es dir um die Rendite, um den Kaufpreis, um steuerliche Faktoren?

    Die Nettorenditen sind in der Schweiz nochmal deutlich niedriger als in Deutschland, dafür sind die Preise höher und du brauchst mindestens 20% Eigenkapital. Der bessere Deal wäre vermutlich in Deutschland zu kaufen. Damit sparst du dir auch die steuerlichen Probleme (Wohnsitz DE, Vermietung in CH).

    Wir werden in Grellingen (BL) wohnen, meine Frau arbeitet aber in BS

    Grellingen ist schön. Bin da früher öfter mit dem Töff rumgefahren Richtung Seewen und Hochwald.

    Ich hoffe deine Frau fährt mit der S3 nach Basel und nicht mit dem Auto. Im Berufsverkehr kann es mitunter nervig werden auf der A3 bzw. in Basel selbst.

    In Deinem Text redest Du abwechselnd von Basel-Land und Basel-Stadt.... Daher hier nochmal der Vollständigkeit halber die Tabellen für BL:

    Wohnsitz in CH

    Womit die 10 CHF QST wiederum stimmen (Tarif B2N - ein Arbeitnehmer, verheiratet, mit 2 Kindern)



    Also doch eine Bestätigung von Comparis :slightly_smiling_face:


    Edit: meinen Screenshot im Vollbildmodus anschauen, sonst fehlt die Markierung...