Beiträge von basileus

    Vermutlich wird für die Kinder noch etwas draufgerechnet. Ich würde mal pauschal 100k annehmen für ein Ehepaar mit zwei Kindern (als Schätzung).

    Das ist allerdings reine Mutmassung, da ich den Fall selber nicht hatte.


    Kinderbetreuung in der Schweiz ist teuer, wie man in einigen anderen Threads lesen kann.

    Ich würde jetzt eher mal von min. 50kSfr eher Richtung 70kSfr p.a. ausgehen

    Die von mir genannten CHF 3'000.- sind die Regel, also CHF 36k pro Jahr. Die Schweizer Behörden rechnen im Normalfall mit CHF 100.- Kosten pro Tag.

    Für eine einzelne Person benötigt man definitiv keine CHF 70k pro Jahr (mehr ist natürlich immer besser).


    PS: ich hatte selber diesen Fall, d.h. es ist ein Erfahrungswert. Wobei die Behörde keine konkreten Zahlen nennt, sondern sich die Gesamtsituation anschaut.

    Vorausgesetzt du hast nur einen Wohnsitz in der Schweiz: dann solltest du deine Bank über deine neue Adresse informieren. Damit gibt es keine Abgeltungssteuer, und auch Vorabpauschalen sollten nicht abgezogen werden.


    Den Fonds selbst musst du in CH angeben, da er zu deinem Vermögen zählt.

    Um Kerstins Beitrag noch zu ergänzen: die gesetzliche Kündigungsfrist im ersten Jahr beträgt in der Schweiz einen Monat. Innerhalb der Probezeit, welche in der Schweiz normalerweise drei Monate beträgt, kann man innerhalb von einer Woche gekündigt werden. Nach dem ersten Jahr beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsfrist zwei Monate (vom 2. bis zum 10. Arbeitsjahr).


    Anspruch auf Arbeitslosengeld hat man meines Wissens nach nur, nachdem man ein Jahr beschäftigt war.

    Hoi Rose


    Ich gehe davon aus, dass du bei der Teilzeitstelle auch die 3k netto verdienen müsstest, damit du eine Bewilligung B mit Erwerbstätigkeit erhälst.

    Alternativ müsste, wie schon geschrieben, dein Verlobter für dich bürgen. Die Situation wäre ja die gleiche: wenn ihr euch trennt, musst du selber für alle Kosten aufkommen können.


    Ruf am besten beim Migrationsamt des zuständigen Kantons an. Im Gegensatz zu deutschen Behörden sind die Schweizer Ämter meist relativ freundlich und geben sehr gute Auskünfte.


    PS: ich verstehe, dass du Bedenken hast. Die Fragen, die du dir stellen könntest (ohne deine genauen Gedanken zu kennen):

    • Geht es dir darum, unabhängig zu bleiben von deinem Verlobten (bzgl. der Bürgschaft)? Also macht dir Gedanke, von jemandem abhängig zu sein Angst?
    • Oder möchte dein Verlobter nicht für dich bürgen (aus welchen Gründen auch immer)?

    Ich kenne beide Situationen von Bekannten, allerdings ist es ein Unterschied ob man unabhängig bleiben möchte vs. der Partner ist von vornherein nicht bereit eine Bürgschaft zu übernehmen.



    VG basileus

    Hoi Rose


    vermutlich reichen die 2'800€ brutto nicht. Die von mir genannten CHF 3'000.- sind netto.

    Ich vermute, dass dein Verlobter für dich eine Bürgschaft abgeben muss beim zuständigen Migrationsamt. Am besten ihr ruft dort an und klärt das direkt ab. Das kann sich auch von Kanton zu Kanton unterscheiden.


    Deiner Rechnung würde das Amt vermutlich nicht zustimmen, da es immer vom schlechtesten Fall ausgehen muss: ihr trennt euch (nein, ich wünsche euch das nicht!), und dann müsstestt du mit deinem Einkommen alles alleine bestreiten.



    VG basileus

    Bzw. wie hoch sollen die dann sein um als Grund herhalten können?

    Als Daumenregel kannst du CHF 3'000.- pro Monat nehmen, also 36k CHF pro Jahr (besser 40k). Vermutlich würdest du damit aber trotzdem erstmal nur eine Kurzbewilligung L bekommen für ein Jahr.


    Ich denke wenn du diese Mittel nachweisen kannst, dann benötigst du keinen weiteren Grund.

    Ich wollte es ja eigentlich in meinem Blog erst verraten, aber heute kam der Anruf, auf den ich seit 6 gewartet habe. Am Montag fange ich im Kantonsspital Baden eine neue Stelle an, befristet zwar, aber immerhin bin ich drin!

    Es hat Hunderte von Bewerbungen und wie gesagt 6 Jahre gedauert, dass ich einmal zum Schnuppern und Vorstellungsgespräch eingeladen wurde und das zu Coronazeiten.

    Bei mir dauert eben alles etwas länger und Geduld zahlt sich manchmal doch aus.

    Liebe AnjaB


    Herzlichen Glückwunsch, einen guten Start und ich drücke alle Daumen damit die Stelle verlängert wird :hugging_face::crossed_fingers:



    VG basileus

    man soll auch einen Grund für den Aufenthalt haben (so die Auskunft)

    This! Was genau ist dein Grund, um in die Schweiz zu ziehen? Genau darauf wird auch mit "bestimmter Zweck" abgezielt.


    Ich habe die Angaben ( https://www.ch.ch/de/aufenthal…terwerbstatige-auslander/ ) etwas anders verstanden, als bei Migrationsamt erklärt wird.

    Ich habe mir den Text im Link durchgelesen, und ich weiss nicht genau was du dort anders verstehst. Du zählst als Nichterwerbstätiger und musst somit genügend finanzielle Mittel nachweisen. Wenn das nicht der Fall ist, dann ist die Ablehnung der Bewilligung B nur folgerichtig. In dem Link steht auch der Grund: "um nicht sozialhilfeabhängig zu werden"


    Die Bewilling B ohne Erwerbstätigkeit gibt es normalerweise für:

    • Personen mit genügend hohen finanziellen Mitteln, die in die Schweiz ziehen wollen
    • für Lebenspartner, wenn der Partner bereits in der Schweiz arbeitet und für den zuziehenden Partner finanziell bürgen kann (Kosten für Krankenversicherung, Miete, Lebenshaltung etc)

    Also nochmal zurück zum Anfang: was ist dein Grund in die Schweiz zu ziehen? Und nein, schöne Natur zählt nicht als Grund :winking_face:

    Genauso läuft es bei mir. Das FA möchte aber auch Arbeitskalender, Fahrtenbuch und Tankquittungen sehen um den Aufenthalt in der Schweiz plausibel zu belegen.

    Interessant, dass dein zuständiges deutsches FA diese Sache so akzeptiert. Da scheint es in der Tat deutliche Abweichungen von FA zu FA zu geben.


    Zur Erklärung: ich hatte als internationaler Wochenaufenthalter ohne Familie/Kinder etc. massive Probleme und konnte diese erst mit einem Steuerberater lösen. Selbst dieser musste mehrfach mit meinem zuständigen Finanzamt korrespondieren, bevor es endlich geklärt wurde. Allerdings war bei mir der Lebensmittelpunkt ganz klar in der Schweiz.


    Wenn sich der Lebensmittelpunkt weiterhin in DE befindet (bei einem Ehepaar geht man i.d.R. davon aus), dann wäre eine Besteuerung in DE nur logisch.

    So lange das deutsche FA das Spiel mitmacht, ok. Normalerweise verzichtet der deutsche Staat aber ungern auf (berechtigte) Steuern.

    wir sollen keine Zusammeveranlagung mehr in DE haben

    Dafür muss man aber einen Antrag beim deutschen Finanzamt stellen, d.h. dieser Antrag kann auch abgelehnt werden.


    Anbei ein paar Links zum Thema: hier und hier

    Zitat

    Sofern beide Staaten davon ausgehen, dass der Lebensmittelpunkt bei ihnen liegt, ist in einem Verständigungsverfahren nach dem DBA eine Lösung zu suchen. Das kann allerdings mehrere Jahre dauern, in denen dann eine zeitweise Doppelbesteuerung eintreten kann.


    Maik: ich hoffe ich darf zwei Sätze zitieren. Falls das Probleme geben könnte, bitte wieder entfernen.

    In der Taxinfo Bern Punkt 4.2.2 steht es aus relativ eindeutig (zweiter Link).


    Ein Punkt der gerne vergessen wird: das Einwohneramt des Wohnkantons muss dem Antrag auf Grenzgängerbewilligung G als internationaler Wochenaufenthalter nicht zustimmen. Dann bleibt nur noch die Aufenthaltsbewilligung B als Alternative, d.h je nach Kanton benötigt es eine Abmeldung in DE.


    Ansonsten frage ich mich, warum dein Mann die G-Bewilligung hat, wenn er doch quasi unter der Woche in der Schweiz wohnt. Den Wohnsitz hat er dort nicht offziell?

    Diese Konstellation ist in der Tat möglich. Man kann eine G-Bewilligung haben und trotzdem in der Schweiz wohnen (unter der Woche). Dafür benötigt es die Bewilligung durch den Kanton. Für Basel-Stadt benötigt es dafür eine plausible Begründung, warum man statt Bewilligung B eine Bewilligung G beantragt.

    In der Schweiz war er zuletzt nach dem B-Tarif eingestuft. Da ich nun die Arbeit aufnehme (in D), rückt er angeblich automatisch in den C-Tarif und bezahlt mehr an Quellensteuer. Da stimmt doch etwas nicht. Kann es wirklich sein, dass er den C-Tarif abbekommt, obwohl ich nix mit der Schweiz zu tun habe? Wer hat da ähnliche Erfahrungen? Somit bezahlt mein Mann ja Steuern für meine Tätigkeit, obwohl ich in D auch Lohnsteuer bezahle.

    Aus meiner Sicht ist die ganze Konstellation fragwürdig, und ich denke ihr habt grosses Glück, dass das deutsche Finanzamt dort so mitspielt.

    Entscheidend für die Besteuerung ist normalerweise der Lebensmittelpunkt, der sich bei deinem Mann weiterhin in DE befindet (schliesslich wohnt dort seine Familie). D.h. der internationale Wochenaufenthalt ist zweitrangig. Ergo müsste dein Mann sein Gehalt in DE versteuern und nicht in der Schweiz. Die Schweiz würde nur 4.5 ermässigte Quellensteuer einbehalten.


    Die Schweizer Finanzverwaltung hat aber vermutlich nichts dagegen, mehr Steuern zu bekommen. Vermutlich wurde dein Mann deshalb in den Tarif B eingestuft.


    Im Prinzip beantwortest du dir deine Frage aber schon selber: du hast nichts mit der Schweiz zu tun. Genau das ist aber die Krux. Dein Mann bezahlt die Steuern in der Schweiz (deutlich niedriger als in DE), OBWOHL sein Lebensmittelpunkt in DE liegt.

    Ihr habt also bisher massiv davon profitiert, dass das deutsche Finanzamt die Sache mit dem Lebensmittelpunkt bewusst oder unbewusst ignoriert hat.

    Wenn du nun eine Tätigkeit aufnimmst, dann seid ihr Doppelverdiener. D.h. es steht euch mehr Geld zur Verfügung, welches dann versteuert werden muss.

    Und ja, du bezahlst dafür schon Lohnsteuer in DE. Dafür ist die Einstufung deines Mannes in der Schweiz aber auch generell verkehrt. Das ist also die Sache, die eigentlich nicht stimmt.


    Im Endeffekt würdet ihr trotzdem deutlich weniger Steuern bezahlen, als in DE.


    Wie bei allem gilt: keiner von uns hier ist Steuerberater. Wir geben nur unsere Meinung nach bestem Wissen und Gewissen wider.

    Hoi Sandra


    deine Konstellation ist relativ einfach: der Lebensmittelpunkt deines Mannes befindet sich weiterhin in DE (aufgrund deiner Kinder und dir), d.h. er muss sein Gehalt in DE versteuern. Dort dann halt entweder III+V oder IV+IV.


    In der Schweiz werden nur die 4.5% Quellensteuer abgezogen, welche bei der deutschen Steuer verrechnet werden können.


    Angeblich gibt es auch Personen, welche über die 60-Tage Regel in der Schweiz versteuern, aber das ist ein Thema welches ihr mit dem Steuerberater klären müsst. Hier kommt es sehr auf das Finanzamt in DE an, und die nehmen im Normalfall den Lebensmittelpunkt als Anhaltspunkt für die Steuerpflicht.

    Bei den Steuerberatern einfach darauf achten, dass diese den Zusatztitel "Fachberater für internationale Steuern" haben. Einfach im Forum danach suchen. Habe das schon mehrfach erwähnt in anderen Beiträgen.



    VG basileus

    Ich denke deine Frage hat mehrere Aspekte. Wenn du bisher einfach CHF 1'000.- pro Monat auf ein Konto eingezahlt hast, kannst du das natürlich auch auf ein 3a-Konto einzahlen. Nachteil: bei beiden gibt es keine Zinsen, d.h. dein Geld verliert über die Jahre an Wert (inflationsbereinigt).


    Den Vorteil der Steuerersparnis erkaufst du dir damit, dass du nicht sofort auf das Geld im 3a-Konto zugreifen kannst. Du hast beide Möglichkeiten schon genannt, wie man vorzeitig an das Geld kommen kann. Pauschal fällt mir aktuell keine weitere Möglichkeit ein. An das Geld auf dem Sparkonto kommst du halt sofort.


    Die wichtigste Frage für dich wäre: wie lange ist dein Anlagehorizont? Wenn wir über 10+ Jahre sprechen, dann wäre eine Anlage der 3a in Aktien vermutlich die bessere Lösung. Benötigst du das Geld vorher (bzw. planst vorher schon wieder die Schweiz zu verlassen), dann ist sicherlich ein 3a Konto die bessere Wahl. Am Ende ist es also eine Abwägung von Risiko vs. Rendite.


    Bzgl. Fisca kann ich dir nichts sagen. Ist vermutlich ähnlich gut (oder schlecht) wie die anderen 3a-Konten. Ich würde halt schauen, dass es nicht noch zusätzlich irgendwas kostet (neben deinen normalen UBS-Gebühren)

    "OPEN-END TRACKER CERTIFICATE

    2019:CREDIT SUISSE AG NASSAU

    BRANCH:CS EU EQUITY ENHANCED

    CALL WRITING INDEX EUR, 7% P.A."

    Das ist aber ganz schön tief im Alchemisten-Werkzeugkoffer gewühlt. 11 Seiten Produktbeschreibung, 0.9% adjustment fee p.a., bis 0.63% distribution fee p.a.


    Vermutlich verstehst du mehr davon als ich, aber von solchen Sachen lasse ich persönlich lieber die Finger (unabhängig vom Thema Steuer oder nicht).


    PS: die Call Writing Strategie fliegt der CS dann um die Ohren, wenn die Volatilität steigt. UBS hat das schon mehrfach leidvoll erfahren müssen

    Diese sogar mit 33%, allerdings als Verrechnungssteuer so dass später der individuelle Satz gilt.

    Kleine Korrektur: die Verrechnungssteuer beträgt 35% :face_with_monocle::nerd_face:



    Steuerfreu sind explizit Zahlungen aus Optionen. Daher gibt es für dafür "spannende" Produkte der Banken. Aber ob die wirklich taugen sei dahingestellt.

    Was verstehst du unter Optionen? Strukturierte Produkte der Banken taugen zu 99% nichts.

    Wenn es um Optionen im Aktiensinn geht: dort sollte man aufpassen. Die Absicherung des Depots ist erlaubt, aber man muss (je nach Kanton) aufpassen wenn man öfter mit Optionen handelt. Im dümmsten Fall wird man als professioneller Wertschriftenhändler eingestuft und darf dann den Zuwachs im Depot auch versteuern.