Beiträge von AnjaB

    Danke Dir Barbara.

    Für mich ist mittlerweile fast jeder Tag ein Genuss, unabhängig von Feiertagen, Geburtstagen, Wochenende und manchmal sogar im Job :smiling_face_with_halo:

    Vor allem komme ich auch wunderbar mit alleine klar, kenne keine Langeweile.


    Bin gespannt, ob Du morgen erfolgreich bist.

    Was zieht Dich in die Schweiz?

    Hallo Barbara

    Es ist ja bekannt , dass die Schweiz deutlich besser bezahlt ( und wer mit Geld umgehen und auch verzichten kann , kommt damit auch sicher gut über die

    Runden ) ..aber haben die Schweizer damit ein Problem ?

    Dir muss ganz einfach bewusst sein, dass Du einer Schweizerin oder einem Schweizer den Arbeitsplatz weg nehmen könntest, wenn er sich denn vorstellen könnte in diesem Job zu arbeiten!

    Ich habe mein Gewissen den Schweizern gegenüber inzwischen so bereinigt, dass ich auch mit wenig Einkommen, nicht nach Deutschland einkaufen fahre. Lieber im ( etwas teureren) Hofladen bei mir um die Ecke oder im Nachbardorf Grundnahrungsmittel aus der Region im teuren Volg einkaufe. Ein freundliches Gespräch gibt es dafür umsonst :smiling_face_with_halo: Wie gestern im Hofladen beim Wein kaufen erlebt. Eine Flasche habe ich dann noch geschenkt bekommen, weil ich ja Geburtstag hatte.

    Vor 2 Wochen habe ich eine Schweizerin kennengelernt, die bei mir im Dorf wohnt, der es wirklich nicht so gut geht, finanziell. Sie fährt regelmässig nach Deutschland einkaufen. Ich kenne noch einige Schweizer mehr, die das tun und somit gleicht sich das aus, mit meinem Gewissen.


    Zum Hospital Pool kann ich Dir nicht wirklich etwas sagen. Ich kenne es nur, dass man innerhalb eines Spitals Poolpersonal hat, was dann von Abteilung (Station) zu Abteilung (Station) springt, immer dort wo es gebraucht wird.

    Sehr flexibel eben.


    Im Kantosspital Aarau zum Beispiel ist der Bewerbungsprozess für Pflegepersonal inzwischen sehr unkompliziert. Du bekommst sogar noch 1000 Franken Prämie, wenn Du Dich nicht über eine Stellenvermittlung bewirbst.

    Vielleicht wäre das eine Option für Dich.


    Du musst Deinen Beruf vom Schweizerischen Roten Kreuz anerkennen lassen. Ganz wichtig!

    Hallo Barbara

    Herzlich Willkommen im Forum.

    Zur Ergänzung hätte ich noch Hospital-jobs.ch für die Stellensuche.

    Dort habe ich mich damals informiert, bin auch auf Rehakliniken oder Altersheime aufmerksam geworden.

    Psychiatrische Dienste sind auch interessant oder Stiftungen wo Menschen mit Beeinträchtigung wohnen und arbeiten. Es gibt jede Menge Möglichkeiten. Auch interessante Alternativen, wenn Du nicht mehr im OP oder Schichtdienst arbeiten möchtest, je nach Qualifikation.

    Zertifikate sind immer gut, besonders hier in der Schweiz. Bei mir sind es inzwischen wohl zu viele, ich bin überqualifiziert.

    Im Vorstellungsgespräch wirst Du nach Referenzen gefragt, darauf solltest Du vorbereitet sein.

    Ansonsten immer schön authentisch und Du selbst sein, im Vorstellungsgespräch.

    Stellenvermittlung würde ich auch erst einmal raus lassen. In Deinem Beruf findest Du mit Sicherheit alleine etwas.


    Falls Du Fragen hast oder Hilfe brauchst bei Bewerbung oder Anschreiben, kannst Du mich gerne kontaktieren.

    Ich habe gerade Zeit und bin auch schon wieder auf Stellensuche :smiling_face_with_halo: Zwar nicht in der Pflege, beobachte nur sehr aufmerksam, was auf dem Arbeitsmarkt vor sich geht.

    Vor fast genau 6 Jahren stand ich in den Startlöchern für mein neues Leben in der Schweiz.

    Mein Sprungbrett war Ilanz in Graubünden.


    Viel :four_leaf_clover: und gutes Gelingen :CH:

    Gratuliere home of the heart. 80% Pensum müsste reichen für die Aufenthaltsgenehmigung B.

    Bei mir haben vor 6 Jahren 70% Pensum gereicht, ob das heute noch so wäre, keine Ahnung.

    Drücke Dir auf jeden Fall die Daumen.

    Bestimmt gibt es eine Arbeitsbewilligung für Saisonarbeiter.


    Wenn das Dein Job als Postbote ist, in Deutschland, dann geniess es. Kündigen würde ich jedenfalls erst, wenn Du einen gleichwertigen Job in der Schweiz gefunden hast.

    Hier wird es schwierig sein bei der Post Deinen Traumjob zu bekommen. Wohl nur mit genügend Vitamin B, mit dem passenden Führerausweis. Oder mit ganz, ganz viel Glück, in einem Schweizer Bergdorf, was ich Dir natürlich von Herzen gönne.

    Ich bin auch vor 6 Jahren mit der Vorstellung in die Schweiz gekommen, in einem Bergdorf zu wohnen und dort in einer Arztpraxis zu arbeiten, bis zu meiner Pensionierung. Heute sehe ich es anders, vielleicht ziehe ich mich im Alter in ein Bergdorf zurück, wer weiss :winking_face:

    Mein Buchtipp für Amadeus oder wen auch immer, der sich dafür interessiert :smiling_face_with_halo:

    Habe ich mir gerade bestellt und bin gespannt, was ich zu lesen bekomme.

    Postkolonialismus in der Schweiz


    Hannoveraner

    Ja klar, ist Krieg in Europa. Davon spricht auch niemand in dem Thread, wo es um die Alternativen zum Russischen Erdöl und Erdgas geht...

    Gerade hatten wir 2 Jahre lang eine Pandemie, welche die Gesellschaft gespalten hat.

    Ich dachte eigentlich, das war der 3. Weltkrieg!

    Manchmal und ganz speziell auf Arbeit hatte ich das Gefühl, ich bin im Krieg und erlebe die Zeit nach dem Mauerfall, gleichzeitig!


    Irgendwie wiederholt sich Alles in der Geschichte. Denk mal drüber nach oder lies ein schönes Buch, wenn Du Langeweile hast :winking_face:

    Zum Glück hat home of the heart noch Alternativen zur Post, er hat sich schon auf sozjobs.ch umgesehen.

    Dort sieht er für sich im Moment mehr Chancen. Vielleicht ist das auch gut so, wenn es ihm um die Arbeit mit Menschen geht, wo er seine sozialen Kompetenzen anwenden kann.


    Na klar kann mancher auch aus der tiefsten Provinz und mit viel Auswander-Erfahrung einschätzen, ob sich die Tür zur Schweiz für home of the heart öffnet oder nicht.

    Es liegt schliesslich an jedem selbst, was er für die Erfüllung seiner Träume und Wünsche anpackt, dass diese in Erfüllung gehen.

    "Träume nicht Dein Leben, lebe Deinen Traum"

    Es gab oder gibt sie immer noch, Herzschrittmacher mit Radionuklidbatterie, weil diese extrem lange haltbar sind.

    Diese enthalten Plutonium.

    In der Praxis in Deutschland habe ich es einmal erlebt, dass ein solcher Herzschrittmacher als Sondermüll, entsorgt werden musste. Fand ich damals schon sehr spannend.


    Als Physiker weisst Du bestimmt, dass man bei einem Langstreckenflug mehr Radioaktive Strahlung abbekommt, als bei einer Röntgenaufnahme, der Lunge zum Beispiel.

    Das habe ich im Röntgenkurs gelernt :winking_face:

    Ich danke Euch allen für Eure Bemühungen, mir zu erklären, wie ich ticke, oder besser nach Eurer Meinung zu ticken habe! Nun ja, ich bin in einem Alter, wo das alles an mir abprallt und ich mir eher Sorgen um den Einen oder Anderen hier im Forum mache!

    Ihr schreibt Euch so viel von der Seele, dass ich nichts von dem, was Ihr mir an Kritik rüber bringt persönlich nehme.

    Tut mir leid.

    Ich weiss nicht, ob einer von Euch 2 Monate ohne oder mit 2800.- CHF Einkommen überstehen würde, als Alleinverdiener, ohne Existenzängste haben zu müssen. Ich konnte es bisher in der Schweiz.

    Im Herbst lasse ich mich zum Life-Coach ausbilden, dieses Zertifikat gönne ich mir!


    Später, wenn ich pensioniert bin, werde ich mir als Coach meine Rente aufbessern.

    Menschen Lebenshilfe geben, die aus den Steinen, die ihnen im Leben in den Weg gelegt werden, nicht so schöne Dinge bauen können...


    MotU

    Gerade gestern habe ich meiner Nachbarin erklärt (Geimpft, war in Führungsposition in der Pflege, wurde völlig überraschend vom Arbeitgeber freigestellt), dass ich immer noch drauf hoffe, wieder beim "Besten Arbeitgeber" infolge arbeiten darf. Denn wie ich versucht habe zu erklären, ging es mir dort so gut wie nie, wie Deiner Frau!

    Ich habe mich mit der Personalpolitik arrangiert.

    So gehandelt, wie es die Betriebskultur des Unternehmens beschreibt:

    Gegenseitiges Vertrauen, Toleranz, Respekt und Loyalität!

    (Werte, die auch leider hier im Forum verloren gegangen sind, nicht erst seit Corona!)


    Bei einem Vorstellungsgespräch wenige Wochen nach meinem Austritt, hat man mir gesagt, dass die Abteilung gerade umstrukturiert wird, es dadurch einige Konflikte im Team gibt, wie ich damit umgehen würde...

    Falls ich den Einstieg wieder finde, wovon ich ausgehe, würde ich gerne in der Personalkommission mitarbeiten.


    basileus

    Ja, wir kennen uns persönlich. Ich habe schon sehr oft an das 1. Forumtreffen damals am Zürichsee gedacht.

    Ob das wohl heute auch so harmonisch verlaufen würde?

    Wer wäre überhaupt noch dabei?

    Welche neuen Forummitglieder wären für einen fairen Austausch bereit?


    Ich bin mir sicher, dass es ein Treffen in dieser Form nicht mehr geben wird, sehr schade.

    Für diejenigen, welche sich wirklich Mühe geben, einen Austausch auf Augenhöhe zu pflegen.


    Zitat aus dem Buch "Hochsensibel ist das neue Stark" von Anita Moorjani:

    "Was wäre, wenn alle stark emphatisch veranlagten Menschen, die die Welt besser machen wollen, lernen könnten sich vor Kritik weniger zu fürchten?

    Dann könnten wir, wenn wir ins Licht der Öffentlichkeit treten, den Weg frei machen für eine neue Denkweise (statt im Schatten von Narzissten und Bullys zu verschwinden)."

    In diesem Sinne "Jeder sieht, was DU scheinst, nur wenige fühlen, wie Du bist!"

    Aus diesem Thread bin ich nun auch raus. Ich werde nur noch. Auswandererblog über mein Leben in der Schweiz schreiben!

    Ich wohne gerade hübsch eingebettet zwischen 2 Atomkraftwerken und das stört mich überhaupt nicht.

    Die Rauchwolke, vom AKW habe ich sogar vom Säntis aus gesehen :winking_face:

    Irgendwoher muss ja unser Strom kommen.

    Ich habe auch Verständnis dafür, dass die Schweiz ihren Atommüll im eigenen Land entsorgt, auch wenn dazu ein sehr schönes Stückchen Natur unterhöhlt werden soll, auf dem Bözberg, im Jurapark.

    Ich entsorge meinen Müll ja auch nicht beim Nachbarn.


    Ob Windenergie wirklich effektiv ist, kann ich zwar nicht beurteilen, habe allerdings mal eine Doku gesehen, die mir sehr nahe gegangen ist. Es wurde so viel Natur zerstört und es ging dabei nicht hauptsächlich darum Ökostrom zu produzieren...

    "Mister Tesla" hat in Brandenburg eine grosse Waldfläche platt gemacht, um darauf ein neues Werk zu bauen!

    Die Gegner noch lächerlich gemacht, in seinem Grössenwahn.

    Nach der Wende wurden viele landwirtschaftliche Flächen verkauft, um Gewerbegebiete zu errichten, als Bauland oder für Windparks. Eindrücklich beschrieben im Buch von Julie Zeh "Unterleuten", dazu gab es auch einen Film.

    Irgendwie wiederholt sich alles in der ehemaligen DDR.

    Wenn ich mir vorstelle, wie Kinder in einem Wald von Windrädern spielen und eine Doku (Einstein SRF) sehe, wo es um "klimaneutrales" Essen geht, wird mir ganz anders...


    Vielleicht bin ich wirklich zu sensibel. Vor allem dreht sich meine Welt nicht nur um mich selbst!

    Das ist auch gut so.

    Ganz ehrlich, ich würde lieber das Dach voller PV haben oder neben einem Windpark wohnen, als neben einem Atom- oder gar Kohlekraftwerk.

    Aber bei uns kommt der Strom aus der Steckdose, da braucht man sich keinerlei Gedanken über die Verschandelung der Landschaft machen :winking_face:

    Da bin ich mir nicht sicher, ob Du dorthin gezogen wärst, wo Du jetzt wohnst, wenn neben Deinem Haus auch nur 1 Windrad stehen würde.

    Ein Teil des Stroms für Zürich kommt übrigens von Windrädern aus Schweden! Laut einem Artikel im Badener Tagblatt im letzten Jahr.

    Aber bei Dir wirkt es eben oft wie ein "Nachtreten" - und damit möchte ich Dich nicht ärgern. Und man kann eben in der Sache auch hart und bestimmt auftreten ohne immer wieder die Unzufriedenheit raus zu lassen.

    Wenn ich als Arbeitnehmer jede Menge Verpflichtungen habe, egal ob dem Arbeitgeber oder dem Arbeitsamt gegenüber, um mein Geld für den Lebensunterhalt zu bekommen, darf ich sehr wohl "Nachtreten"!

    Es geht einfach ums Prinzip.

    Auf mein Arbeitszeugnis bezogen, hat sich mein Einsatz, in freundlicher und höflicher Art gelohnt. Das Zeugnis war nämlich ausserordentlich wohlwollend geschrieben. Es fehlte lediglich eine sehr wichtige Fachkompetenz (venöse Zugänge legen). Ausserdem hatte ich auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen, was auf keinen Fall der Wahrheit entsprach.

    Ich habe bis zum letzten Tag um diesen Job gekämpft. Auf meine (höfliche) Art die Denunzierung einer Landsmännin weg gesteckt und die Loyalität meiner Vorgesetzten in dieser Angelegenheit sehr geschätzt.

    Es war nämlich mein Traumjob, welcher heute nur noch als Freiwilligenarbeit oder Praktikum angeboten wird, von dem ich meine Miete jedoch nicht zahlen kann.

    In dem ich meine Berufung endlich gefunden und meine Empathie ausleben konnte! Vor allem mein Engagement auch noch entsprechend honoriert bekommen habe!

    Einschliesslich der vielen Gesten von Wertschätzung und Dankbarkeit durch Patienten und Patientinnen, weil ich mir Zeit für sie genommen habe, die ich eigentlich nicht hatte. Oder einfach weil ich gut strukturiert bin!

    So einfach und voller Zufriedenheit habe ich mir mein Geld hier in der Schweiz bisher nur 2mal verdient. Sogar die Work-Life-Balance war trotz Vollzeitjob gegeben.


    Was mich Unzufrieden gemacht hat, war hauptsächlich die Tatsache, dass der Beste Arbeitgeber, 3 Jahre in Folge, es sich leisten kann, auf wertvolles Personal zu verzichten. Auf der anderen Seite ständig auf der Suche nach Personal ist!

    10 - 15% der Arbeitszeit in jedem Unternehmen werden für die Konfliktbearbeitung verwendet!

    30 - 50% der wöchentlichen Arbeitszeit von Arbeitszeit von Führungskräften werden direkt oder indirekt mit Reibungsverlusten, Konflikten und Konfliktfolgen verbracht!

    (Ergebnis einer Konfliktstudie der KPMG AG von 2009)

    Ein schlechtes Konfliktmanagement verursacht enorm viel Kosten, das habe ich auch so wahrgenommen!


    Unangemessen geführte Konflikte können die Kündigung von Mitarbeitenden zur Folge haben!

    Die Arbeitsbelastung für die anderen Mitarbeitenden steigt und vielleicht sinkt deren Motivation!

    (Salomo50 Publikation)


    Das ist die neue Arbeitswelt, mit der wir lernen müssen umzugehen!

    @"Ach DU lieberjott" und Hannoveraner

    Wie würdet Ihr denn auf Ungerechtigkeiten im Job oder im täglichen Leben reagieren???

    Oder wenn Ihr Kinder hättet, wenn die in der Schule gemobbt würden???

    Falls Ihr keine Kinder habt, wie hätten Eure Mütter und Väter dann auf so etwas reagiert???

    Denkt mal drüber nach! Auf Eurem hohen Ross!


    Dass immer 2 dazu gehören, ist ja nichts Neues, so ist es in jeder zwischenmenschlichen Beziehung und auch im Arbeitgeber- / Arbeitnehmerverhältnis. Nur dass es in der Schweiz eben keinen Betriebsrat gibt!

    Zum Thema Wind ist noch anzumerken, dass die Schweiz - entgegen dem Wunsch in der Energiestrategie 2050 - einfach kein "Windland" ist.

    Ein Glück, wenn ich mir vorstelle, dass auch noch Windräder das bisschen Natur in der doch recht kleinen Schweiz verschandeln :smiling_face_with_halo:

    Die Schweiz ist eine "Papierli-Nation": Es wird viel Wert auf Arbeitszeugnisse gelegt und sie müssen wohlwollend formuliert sein. Zwar ist es richtig, dass ein fehlerhaftes auch auf den Arbeitgeber zurückfällt, aber für dich ist es auch nicht förderlich, weil es dich unseriös wirken lässt ohne dass du etwas dafür kannst.

    Ich habe nach nunmehr 8 Wochen mein Arbeitszeugnis vom Besten Arbeitgeber, 3 mal infolge, bekommen!

    Die Bearbeitung der von mir gewünschten Korrektur hat 3 Wochen gedauert!

    Ich frage mich, wozu ich 3 HR Leute als Ansprechpersonen hatte, ich mich am Ende doch selber um Alles kümmern musste! Viele Prozesse einfach zu lange dauern, trotz Digitalisierung und immer schneller werdender Technik...

    Hauptsache das Pflege-, Medizinische- oder sonstige Personal erledigt seine Aufgaben in der vorgegebenen Zeit!


    Letzten Mittwoch hatte ich Termin bei meiner RAV Beraterin. Sie meinte, das habe ich sehr gut gemacht!

    Ich habe ihr gesagt, dass sie bestimmt froh ist, so etwas "pflegeleichtes" wie mich unter ihren "Schützlingen" zu haben. Am Ende haben wir uns sogar noch über sehr private Dinge unterhalten. Ich glaube sogar, dass ich ihr noch Gutes getan habe :smiling_face_with_halo:


    Das Zeugnisse "wohlwollend" formuliert sein müssen, finde ich ganz ehrlich gesagt, je nach Sicht der Dinge nicht wirklich schön!

    Was nützen mir sehr gute Sozialkompetenzen, wenn ein Mensch, egal ob Teamkollege oder Vorgesetzter mit weniger guten oder gar keinen Sozialkompetenzen auch ein wohlwollendes Zeugnis bekommt?

    Oder als Vorgesetzter entsprechend gute Referenzen???

    Ich muss mich für mein gutes Benehmen ständig rechtfertigen! Bekomme durch die Blume geschriebene nicht wohlwollende Zeugnisse!

    Einmal wurde ich mit sofortiger Wirkung von der Arbeit frei gestellt, mit Praxisverbot!

    2 mal war es eine Kündigung im gegenseitigen Einvernehmen, was mir jeweils 46 Einstelltage Arbeitslosengeld gebracht hat. Da bekommt "im gegenseitigen Einvernehmen" für mich auch eine ganz andere Bedeutung.

    Entsprechend fielen auch die Zeugnisse aus.

    Als sehr authentischer Mensch, fällt es mir entsprechend schwer mich damit zu identifizieren. Ich kann nur beim Vorstellungsgespräch mein Gegenüber vom Gegenteil überzeugen, was auch nicht immer einfach ist.


    Sicherlich habe ich bisher immer den kürzeren gezogen, rein finanziell gesehen, das ist auch gut so!

    Ich streite mich nämlich nicht so gerne.

    Nächstes Jahr läuft endlich meine Rechtsschutzversicherung aus. Eine neue werde ich nicht abschliessen!

    home of the heart

    Ich habe hier noch etwas gefunden, was für Dich eventuell interessant sein könnte.


    Insieme Region Baden Wettingen (ein Verein) sucht Betreuer für Ferienlager von Menschen mit Beeinträchtigung,

    vom 16.7. bis 30. Juli 2022. in 3 verschiedenen Gegenden in der Schweiz.

    Entlohnung: 1500.- CHF pauschal

    Mehr dazu findest Du auf der Homepage: http://www.insieme-baden-wettingen.ch

    Vielleicht kannst Du es als eine Art Schnuppern mal probieren, um erste Eindrücke von der Schweiz zu bekommen.



    Mich würde Scoul interessieren :smiling_face_with_halo:

    Aber gerade eine Versicherungspflicht für viele Menschen davon abhalten auf das Rad umzusteigen

    Die Menschen schliessen doch auch Unfallversicherungen für Skiunfälle ab, dann wären ja die ganzen Skilifte und Kunstschneepisten unnötig :smiling_face_with_halo:

    Von 67.000 Skiunfällen sind 96% selbstverschuldet! So stand es letztens in der Zeitung meiner Krankenkasse!

    Ich meine ja nur oder schwurble ich gerade?

    Trevor

    Ich freue mich, dass ich Dir und vielleicht manch Anderem weiter helfen konnte.

    Vor allem aber, dass Du meine Botschaften verstanden hast!

    Da hat sich die Zeit am PC für mich also gelohnt, obwohl ich etwas anderes zu tun gehabt hätte :smiling_face_with_halo:

    Bewerbungen schreiben oder einen Spaziergang ins Nachbardorf zu einem Auswandererehepaar, die mittlerweile über 50 Jahre in der Schweiz leben.

    In meinem Dorf wohnt ein Isländer, der früher Bänker war und jetzt nachhaltigen Weinanbau und Kelterei betreibt.


    Finde ich hochinteressant, diese Auswanderer.

    Oder Lebensgeschichten, die mir Menschen ganz von sich aus anvertraut haben, während ich ihnen Blut abgenommen, einen venösen Zugang gelegt habe oder die ich im Kurs vom Arbeitsamt getroffen habe.

    Die spektakulärsten waren ein Wirtschaftskrimineller und ein Drogenhändler, die nie wirklich gefasst wurden. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie ihre Taten bereut haben.

    Wenn ich sie am Ende gefragt habe, ob sie Familie haben, sagten sie NEIN, sie wären kein Vorbild für ihre Kinder gewesen. Dafür steht ihre Familie (Eltern, Geschwister) hinter ihnen und sie haben ein gutes Verhältnis zu ihren Neffen und Nichten.

    Ich weiss nicht, ob einer von denen sich seine Rente schon ausgerechnet hat!


    Mein Vater hat ständig zu mir gesagt "Denk an Deine Rente".

    Er hat auch so vieles Voraus gesehen, aber erst als schon passiert war!

    Ich habe vorausgesehen, dass die Firma, die mein Vater nach der Wende mit einem Partner gegründet hat, den Bach hinunter geht. Das war dann tatsächlich so! Insolvenz angemeldet und jeder hatte eine halbe Million Schulden!

    Vor 2 Jahren habe ich meinem Vater einen Brief geschrieben, dass er bei aller Voraussicht, nicht gesehen hat, dass seine Frau einmal an Parkinson erkrankt! Er ihr jetzt das zurück geben müsste, was sie für ihn und seine Kinder getan hat. Ein Mann ist nämlich nur so stark, wie die Frau an seiner Seite!


    Ich habe meinem Vater vergeben. Weil ich seine Lebensgeschichte kenne und weiss was er erlebt hat in seiner Kindheit! Unsere Eltern, die Eltern unserer Eltern usw. wussten nicht was sie tun! Woher auch.

    Heute wäre ich froh meine Eltern wären bei mir in der Nähe!

    Obwohl mein Bruder und mein Sohn in ihrer Nähe sind, bin ich ihnen näher!

    Bei meinem Sohn, weiss ich dass ich mir keine Sorgen machen muss.


    Nun tendiere ich wieder dazu, hier zu bleiben und die fehlende Familie durch Freunde zu füllen.

    "Freunde sind die Familie, die man sich aussuchen kann!" Genauso ist es.

    Ich bin mir sicher, dass Du Dir, Deiner Frau, noch mehr Deinen Kindern damit den grössten Gefallen tun kannst!

    Sie werden es Dir danken, glaube mir!


    Ich habe meine Familie (Eltern, Sohn und Enkel) und meine Grossfamilie (Freunde und eine allerbeste Freundin) in Deutschland zurück gelassen.

    Die Besuche in der alten Heimat waren am Anfang jedes Mal der blanke Stress und ich war froh, wenn ich wieder zuhause war.

    Hier in der Schweiz habe ich inzwischen wieder eine kleine Familie bekommen. Eine wo ich entscheiden kann, wer bei mir wohnen darf und wer nicht! Die Mehrzahl sind Schweizer oder Schweizerinnen, die sich in meiner Gesellschaft sehr wohl fühlen und ich bei ihnen. Mit denen ich mich austauschen kann und immer wieder Parallelen zu meinem Leben und meiner Kindheit in der ehemaligen DDR entdecke.


    Werfen wir ~10-15 Jahre unserer eigenen Lebens- bzw. Rentenzeit weg, um näher an der Familie zu sein?

    Und wenn man das so formuliert, muss die Familie wirklich grandios sein - aber was ist, wenn unsere Erwartungshaltung nicht passt, oder wir uns auseinanderleben, oder gar zerstreiten? Dann wäre das ein bisschen sinnlos gewesen...

    Euer Leben in der ehemaligen DDR scheint mir im Moment, bis auf den Verlust eines nahen Familienmitgliedes, ziemlich perfekt. Vor allem, habt ihr ein Haus gebaut und Eure Ehe hat das ausgehalten.

    Bei meinen Eltern und meinem Bruder war ein Haus dafür keine Garantie.


    Mein Mentor, ein Schweizer (Hausarzt, inzwischen pensioniert), hat mir nicht nur die Gesundheitspolitik der Schweiz erklärt, sondern auch den Rest, wie die Schweiz tickt.

    Als ich ihn vor 6 Jahren kennen und schätzen gelernt habe, sagte er:

    " Die Schweiz hat vieles von Deutschland übernommen, leider auch das Schlechte!"

    Schade eigentlich!

    Am Anfang hatte ich noch das Gefühl, einiges läuft so wie in der ehemaligen DDR...

    Im Moment habe ich das Gefühl ich bin in einem MISCH - MASCH von allem etwas.

    DDR - BRD - Neuseeland (wenn man weiss, dass die nur Einwanderer ins Land lassen mit Vermögen und die Gesund sind, habe ich vor vielen Jahren mal gehört).


    Mein ehemaliger Chef (ein erfolgreicher Kardiologe, mit Doppelleben, dem man das Alles nicht angesehen hat und der beste Chef, den ich je hatte) sagte an seinem 50. Geburtstag, er hätte alles erreicht was er erreichen wollte, wenn es jetzt für ihn vorbei wäre, ist es ok. 1 Jahr später war er tot!

    Meine Kollegin und ich, haben zwar nicht die Welt bei ihm verdient, hatten jedoch immer Frei, wenn Ferien waren, eine 4 Tage Arbeitswoche, das war Work - Life - Balance.

    Auch ein Mentor, von dem ich viel gelernt habe, leider hatten wir nur 3 gemeinsame, schöne Jahre.

    Mit seiner Frau habe ich heute noch Kontakt, auch eine Ärztin. Ihr geht es inzwischen gut, nachdem sie alles verarbeitet hat...


    Ja und falls jemand der Auswanderer, der neuen Generation immer noch Zweifel hat, dann stellt Euch (Frau und Kinder einbezogen, natürlich) doch die folgende Frage:

    Was wäre wenn Euer/Mein jetziges Leben in 6/3 Monaten oder 1 Monat plötzlich vorbei wäre???

    Das kann schneller gehen als man denkt!

    Das ist eben die große Frage. Sind wir hier wirklich klar im Vorteil, oder können wir das (nahezu) gleichwertig auch in der Schweiz haben? Was spricht denn aus deiner Sicht für die einzelnen Punkte in Ostdeutschland?

    Du bist so alt wie mein Sohn, 35 Jahre, er lebt in ähnlicher Konstellation, nur mit einem Kind in Deutschland.

    Mein Sohn ist Beamter im gehobenen Dienst, er hat sich schon lange seine Rente ausgerechnet, seine Partnerin hat Betriebswirtschaft studiert, arbeitet bei den Stadtwerken und ist sogar im Betriebsrat. Beide haben einen sicheren Job, mit sehr gutem Einkommen. Wohnen in einem Haus zur Miete, planen noch ein 2. Kind und dann eventuell ein Haus zu kaufen. Mein Enkel geht in die KITA, die Eltern arbeiten beide, trotzdem bleibt noch genug Zeit für Familie!


    Ich bin vor 6 Jahren in die Schweiz gekommen, nicht um Geld zu verdienen, sondern weil ich den Abstand zu meiner Familie brauchte! Ich lebe hier mein Leben 1 : 1 wie in Deutschland und bin sehr zufrieden damit.

    Ich bin noch nie so oft umgezogen und hatte noch nie so viele Arbeitsstellen wie hier in der Schweiz.

    Mein Vermieter ein sympathisches älteres Ehepaar, um die 70, für die das neu gebaute Haus wohl eine Geldanlage ist. Ich wohne zur Miete und zahle diese sehr gerne. Letztens habe ich meinen Abfluss im Bad selber repariert und auch sonst bewege und behandle ich meinen 4 Wände als wenn es meine eigenen wären, das war schon immer so.

    In Deutschland habe ich mit meiner Familie, später alleine in meinem Elternhaus zur Miete gewohnt. Vor 7 Jahren wollte mein Vater mir die Miete erhöhen, weil er nicht mehr eingesehen hat mir meinen Lebensstandard zu finanzieren! Nachdem wir viele Jahre in einem Mehrgenerationenhaus, das eigentlich meiner Oma gehört hat, zusammen gewohnt haben.

    Nur so viel dazu und zur Familie! Die kann manchmal nämlich sehr anstrengend und verletzend sein.


    Die Entscheidung kann Euch niemand abnehmen, die müsst Ihr selber treffen. So unterschiedlich wie die Menschen sind, so auch ihre Wertvorstellungen und Lebensansichten. Das ist auch gut so.


    Und aus diesem Thema bin ich nun raus!