Beiträge von AnjaB

    Amadeus wieso soll Maik Deinen Post wieder löschen?

    Das ist schon heftig, was Dir da passiert ist. Du bist bis heute traumatisiert... Ich bin schon beim Lesen fast gestorben.

    Du bist ein (Über)Lebenskünstler sozusagen, welcher trotz allem nicht aufgegeben hat, seinen Platz in der Welt zu finden. Hoffentlich findest Du ihn, ich gönne es Dir.


    Carpaccio ich finde nicht, dass Amadeus den Beitrag von Rinna-3 ins Lächerliche gezogen hat.

    Die Wahrnehmungen sind eben sehr verschieden, hier im Forum.

    Ich hatte Mühe meinen Beitrag unter dieser Überschrift zu schreiben, weil ich diese als zu negativ empfunden habe.

    Auswandern ist kein Kinderspiel. Warum soll man nicht vergleichen und seine Erfahrungen austauschen, die man in einem anderen Land gemacht hat?

    Gestern habe ich zufällig wieder einen Teil der Schweizer Auswandererserie "Auf und davon" gesehen.

    Interessant in welche Länder es die Schweizer zieht, da würde ich nie im Leben hin wollen, nicht mal in den Ferien...

    Hoi CitizenX

    Was ich aus Deinen Zeilen lesen kann, ist dass Du mit Deiner Familie in Deutschland kein schlechtes Leben hast.

    Eine Stelle im Öffentlichen Dienst ist in Deutschland wie ein Lottogewinn. Die würde ich auf keinen Fall aufgeben.

    Die Eigentumswohnung übrigens auch nicht, was ist wenn es Euch in der Schweiz doch nicht gefällt???

    Gerade mit Kindern, sollte man diesen Schritt nicht unterschätzen.


    Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man ein Land nur von den Ferien kennt.

    Ähnlich war es bei mir damals mit Norwegen! Land und Leute haben mich fasziniert. Ich habe Deutsche Auswanderer besucht, ihr Neues Leben kennen gelernt. Bei einer Familie gemerkt, dass ich so nicht in einem fremden Land leben möchte...

    Deshalb habe ich alleine 5 Wochen den Test gemacht und gemerkt, dass ich im Land meiner Träume keine Chance gehabt hätte.


    Was ich im Laufe der 5 Jahre in der Schweiz und vor allem von Schweizern mitbekommen habe, dass der Mann nur selten Alleinverdiener ist.

    Ab einem bestimmten Alter sollte man auch an die spätere Rente denken, auch die der Frau. Mitunter arbeiten Frauen hier höchstens 60% Pensum, obwohl die Kinder schon alt genug und selbständig sind.

    So viel kann der (arme) Mann garnicht arbeiten, um für die ganze Familie zu sorgen, seine Rente und die der Frau zu erarbeiten. Ich meine ja nur...


    Selbst wenn Ihr den Schritt wagt, Eure Eigentumswohnung in Deutschland verkauft, werdet Ihr für den Erwerb einer Eigentumswohnung in der Schweiz, höchstwahrscheinlich das Doppelte oder mehr hinlegen müssen, könnte ich mir vorstellen.

    Ich habe mir interessehalber Preise angesehen, weil ich immer noch die Vision habe, meine Eltern in die Schweiz zu holen, dafür müssten sie ihr 2 Familienhaus mit Garten, Pool in nicht so begehrter Lage veräussern.

    Da mein Vater nicht loslassen kann und ich den Wert des Hauses nicht kenne, träume ich weiter. Denke aber, dass meine Eltern hier ihr Auskommen hätten und sich noch ein paar schöne Jahre mit mir machen könnten.


    Für meinen Sohn und seine kleine Familie kommt die Schweiz nicht in Frage. Sie haben beide sehr gut bezahlte Jobs, mein Sohn ist mittlerweile im gehobenen Dienst verbeamtet und wohnen in einem Haus zur Miete. Wahrscheinlich solange, bis sie sich entschieden haben, ob sie für immer zusammen bleiben. Was ich für richtig halte, nichts ist für immer... Ausserdem haben sie von irgendwo her gehört, nicht von mir, dass die Schweiz für Familien nicht so "sozial" ist wie Deutschland.

    Ich habe mir von einem Schweizer Paar sagen lassen, sie einige junge Deutsche Paare kennen, die wieder zurück nach Deutschland gegangen sind, weil sie keinen Anschluss gefunden haben. Wenn sich die Kinder durch KITA oder Schule integrieren, muss das nicht heissen, dass es die Eltern auch tun. Wer entscheidet dann, ob geblieben oder wieder zurück gegangen wird???


    Stellen in der Verwaltung oder in einer Kantonalen Behörde werden sicherlich besser bezahlt, ob es dafür einen Tarifvertrag wie in Deutschland gibt weiss ich nicht. Auf jeden Fall sind diese ebenso wie in Deutschland sehr begehrt und ich denke, dass diese Stellen dann auch bevorzugt an Schweizer vergeben werden.

    Deinen Stellenmarktwert kannst Du in Form von Bewerbungen von Deutschland aus checken.

    Ich kann Dir/Euch den Rat geben, einmal Ferien in der Schweiz zu machen, um das Land und die Gegebenheiten näher zu betrachten. Vielleicht nicht nur einmal, sondern 2 oder 3mal, um herauszufinden, ob es Euer Urlaubsland wird oder Ihr für immer hier leben möchtet.


    So würde ich es machen. Ich kannte die Schweiz nämlich auch vorher überhaupt nicht, nur von der Durchreise. Innerhalb eines Jahres, habe ich herausgefunden, wo ich mich wohlfühlen könnte, es musste nur noch die passende Arbeit gefunden werden.

    Das war nicht so einfach, obwohl es in meinem Beruf mehr als genug freie Stellen gibt, jedoch nicht für so "alte" wie mich.


    Ich wollte es ja eigentlich in meinem Blog erst verraten, aber heute kam der Anruf, auf den ich seit 6 gewartet habe. Am Montag fange ich im Kantonsspital Baden eine neue Stelle an, befristet zwar, aber immerhin bin ich drin!

    Es hat Hunderte von Bewerbungen und wie gesagt 6 Jahre gedauert, dass ich einmal zum Schnuppern und Vorstellungsgespräch eingeladen wurde und das zu Coronazeiten.

    Bei mir dauert eben alles etwas länger und Geduld zahlt sich manchmal doch aus.


    Hoffe ich konnte Dir/Euch etwas helfen bei der Entscheidung.

    Viel Glück :four_leaf_clover:

    Hallo

    Dass in der Schweiz nicht ALLE(S) Schön (ist) und Reich sind, habe ich bereits nach kurzer Zeit wahr genommen.

    Auf die Frage, warum ich in die Schweiz gekommen bin, welche mir schon sehr oft gestellt wurde, lautet meine Antwort: "Nicht zum Geld verdienen! Ich brauchte Abstand von meiner Familie! Wollte endlich mein Leben leben!"

    Heute antworte ich nur noch mit dem einen Satz auf diese Frage:

    " Ich lebe hier 1:1 wie in Deutschland!"

    Damit meine ich meine Work-Life-Balance, wie man so gut sagt. Ausserdem das Verhältnis meines Einkommens zu den Fixkosten und was mir am Ende prozentual gesehen übrig bleibt zum Leben und im günstigsten Fall etwas zu sparen, für später...

    • In Deutschland: Habe ich 50 Jahre in ein und derselben Stadt gelebt und gearbeitet, bin in der ganzen Zeit 3mal umgezogen. Bis vor meiner Auswanderung habe ich alleine im 2 Familienhaus meiner Eltern auf 120qm für 500 Euro Miete inkl. Nebenkosten gewohnt. Ich hatte kein Auto, nur ein schnelles Fahrrad, kein E-Bike, was mich täglich innerhalb 15min, bei fast jedem Wetter zur Arbeit gebracht hat. Mein Job: Arzthelferin in einer lebhaften Facharztpraxis für Herz-Kreislauferkrankungen. 5 Tage Arbeitswoche, mitunter 3 Tage, mit 10h Arbeit am Stück, ohne Mittagspause! Verdienst: Netto 1200.- Euro Trotzdem habe ich in dieser Praxis 11 Jahre gearbeitet. Die Freude an meinem Beruf nicht verloren, auch wenn es manchmal nicht einfach war!
    • In den 5 Jahren Schweiz: Bin ich inzwischen 4mal umgezogen, habe in 3 Kantonen gelebt. Zuletzt stimmte Preis/Leistungsverhältnis meiner Gastarbeiterwohnung einfach nicht, obwohl ich mich auf dem Dorf sehr wohl gefühlt habe. Davor habe ich in einer völlig überteuerten sogenannten "Alterswohnung" gewohnt, mich schon beim Einzug gefragt, ob ich die mir noch leisten kann, von meiner späteren Rente. Altersarmut, trotz erfüllter Arbeitsjahre, ist auch in der Schweiz ein Thema... Im März diesen Jahres habe ich mich nach 1 Jahr, im gegenseitigen Einvernehmen, von meinem bereits 6. Arbeitgeber getrennt. Obwohl ich Arbeiten gewöhnt bin, konnte ich mich nicht an diese Art Unternehmenskultur gewöhnen oder besser gesagt mit ihr arrangieren. Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir auf Arbeit und ich mag meinen Job, die Arbeit mit Menschen generell. Mit dem Arbeitsverhältnis ist es wie in einer Ehe. Es ist ein Geben und Nehmen!

    Fazit: Einkommen - Ausgabenverhältnis 1:1, Lebensqualität bisher die Beste in der Schweiz, in Ilanz! Darüber werde ich noch als Blogautorin berichten :winking_face:

    Inzwischen habe ich meine C-Bewilligung bekommen, meinen Platz in der Schweiz gefunden, eine Rückkehr nach Deutschland kommt für mich nicht in Frage. Trotz aller Widrigkeiten fühle ich mich wohl, vor allem sicher hier im Aargau und in Rüfenach. Umgeben von 2 Atomkraftwerken, zahlreichen Bunkern, getarnt als wunderschöne begrünte "Berge". Früher dienten diese zum Schutz vor den Deutschen...


    Ich habe schon einige Schweizer getroffen, die mir erzählt haben, dass selbst sie sich in der Schweiz nicht mehr wohl fühlen und auswandern wollen.

    Ich bin weder politisch oder gehöre irgendeiner Gesinnung an, mache mir nur zunehmend Gedanken darüber, wo die Welt noch in Ordnung sein könnte? Schafft nicht nur Deutschland sich ab, sondern die ganze Menschheit?

    Das beschäftigt mich schon seit Jahren, nicht erst seit wir in einer sehr speziellen Zeit leben.


    Ein sehr guter Bekannter, mein persönlicher Berater von der 1. Stunde an, ein echter Schweizer, sagte zu mir : " Die Schweiz hat Vieles von Deutschland übernommen, leider auch die weniger guten Dinge!"

    Von Zeit zu Zeit bestätige ich ihm seine Worte, wenn wir uns E-Mails schreiben. Bei unserem nächsten Treffen werde ich ihm versuchen zu erklären, dass ich es schön gefunden hätte, wenn die Schweiz etwas von der ehemaligen DDR übernommen hätte... Es war nämlich nicht alles schlecht, vor allem was das SOZIALE betrifft.

    Wir hatten auch Gastarbeiter, trotzdem war genug Arbeit, Wohnraum für alle da.

    Letztens sagte mir ein Herr aus ehemals Westberlin, der mir ein Angebot für meinen Umzug gemacht hat, er sei vor über 20 Jahren in die Schweiz gegangen, weil nach der Wende die vielen Ostdeutschen zum Arbeiten in den Westen gekommen sind, um dort für weniger Geld zu arbeiten...

    Aha, dachte ich mir und was ist das was Du dann in der Schweiz gemacht hast???


    Die Mentalität der Schweizer schätze ich von Anfang an, toleriere sie oder weiss inzwischen damit umzugehen.

    Mein Bekanntenkreis besteht vorwiegend aus Schweizern, darauf bin ich mächtig stolz.

    Vielleicht liegt es an meinem Wesen oder meinem Alter, dass ich so Widerstandsfähig geworden bin.

    Ich verstehe die Enttäuschung, die manch einer hier im Forum erlebt hat, kann das sogar nach vollziehen.

    Ich kann gar nicht alles aufzählen, was ich generell in den letzten 11 Jahren an Enttäuschungen erlebt habe.

    Lasse Euch das Eine oder Andere im Auswandererblog wissen.

    Trotz Allem bin ich immer positiv und zuversichtlich geblieben, dass irgendwann alles Gut wird und ich mein neues Leben in der Schweiz geniessen kann.

    Ich weiss garnicht, ob ich mich in Deutschland noch/wieder zurecht finden würde :upside_down_face:

    Auch wenn es immer noch Menschen gibt, die darauf hoffen, dass ich zurück komme :slightly_smiling_face:

    Wenn die wüssten, dass ich diese am liebsten hier bei mir hätte...

    Wie ist das in der Schweiz, hat da der Alkohol in den Vereinen auch so einen hohen Stellenwert?

    Ich denke schon, was ich bisher mitbekommen habe, obwohl ich in keinem Verein bin :upside_down_face:


    Was mich allerdings etwas irritiert hat, dass in der Schweiz die Freiwillige Feuerwehr gar nicht so wirklich freiwillig ist, wie in Deutschland.

    Wer keinen Dienst leisten kann, beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen, oder will, bezahlt eine Ersatzabgabe für den Feuerwehrdienst. Diese kann je nach Gemeinde und Kanton unterschiedlich hoch sein.

    Das gilt für erwachsene Männer, als auch Frauen, wenn ich mich recht erinnere, bis zum 40 oder 42 Lebensjahr.

    Herzlich Willkommen :CH:Helvetikuss

    Ich würde Dir raten, jetzt schon anfangen mit der Stellensuche, kann nicht schaden.

    Es ist nicht ganz einfach in unserem Alter, allerdings auch nie zu spät etwas Neues zu wagen. Nur Mut und Geduld!


    Integration hat bei mir bisher ganz gut ohne Verein funktioniert, weil ich so viele Interessen habe, fällt es mir schwer mich festzulegen.

    Die meisten Kontakte konnte ich bisher durch die Arbeit knüpfen. Obwohl die Schweizer als zurückhaltend gelten, findet man mitunter doch recht schnell Kontakt.


    Bin gespannt, wie Du Dich einlebst. Viel :four_leaf_clover: und gutes Gelingen.

    Mit Umzügen innerhalb der Schweiz habe ich mittlerweile auch so meine Erfahrungen gemacht.

    Bisher nur einmal daneben gegriffen. Bei Top Offerten hatte ich mich für ein "Unternehmen" mit guten Bewertungen entschieden, zum Pauschalpreis von 1400 CHF inkl. Lampenmontage.

    Am Ende haben 3 Leute, 7h für meinen Umzug gebraucht, den ich wie immer so gut vorbereitet hatte, ohne Lampenmontage, dafür haben sie meinen Kleiderschrank beschädigt.

    Ich war froh als sie weg waren und nicht noch mehr Schaden gemacht haben. Die Top Bewertungen waren nicht echt, ist ja heutzutage alles möglich, man muss nur wissen wie.


    Mein hoffentlich letzter Umzug mit einem professionellen Umzugsunternehmen war etwas teurer und verlief ohne Probleme.

    Genauso habe ich es fast 1 Jahr lang auch gemacht. Das Praktische mit dem Nützlichen verbinden.

    Eine Buchempfehlung von Maik, die mir dabei geholfen hat die Mentalität der Schweiz und Ihrer Bewohner kennenzulernen "Gebrauchsanweisung für die Schweiz" oder "Der feine Unterschied" :CH:

    Zur eigentliche Frage kann ich nicht so direkt weiterhelfen, nur ein paar Denkanstösse liefern: Wo soll's denn landschaftlich aussehen? Voralpenkulisse wie in Oberbayern? Dann ist der Aargau wohl beispielsweise eher nichts ;)

    Mein Vorschlag wäre gerade der Kanton Aargau gewesen. Obwohl die Alpenkulisse mancherorts nur aus der Ferne sichtbar ist, findet man hier einige lebenswerte Fleckchen, nicht weit von der Zivilisation entfernt, doch nah an der Natur. Manche idyllisch versteckt im Jurapark Aargau, Linn zum Beispiel. Noch nicht verbaut, weil so ziemlich abgeschieden :smiling_face_with_hearts:


    Eine Immobilie, die mich interessiert hätte, ein kleines Häuschen mit genügend Platz drumherum, in Neustalden. Allerdings ist es im letzen Frühjahr den Flammen zum Opfer gefallen. Der Besitzer, ein älterer Herr, hat es wohl aus Versehen in Brand gesetzt. Inzwischen ist der Mann verstorben. Die Notbehausung ein Wohncontainer, der durchaus den Charakter eines Tiny Houses haben könnte steht leer daneben.

    Aus Beidem liesse sich, mit genug Kapital ganz bestimmt wieder ein Schmuckstück machen.

    Ob und wie man an solche Immobilien heran kommt, weiss ich nicht.


    Am Besten ist, Ihr seht Euch mehrere Gegenden länger an, in den Ferien zum Beispiel, um einen ersten Eindruck und im besten Fall ein Wohlfühlgefühl zu bekommen.


    Viel Glück

    Meine Habseligkeiten haben wir (mein Sohn, Exmann und ich) damals mit einem langen Sprinter, ohne grosse Probleme in die Schweiz gebracht.

    Ich höre noch meinen Sohn sagen, als wir einen Tag vor der Abreise den Transporter mit ein paar Kleinmöbeln und ca. 20 - 30 Umzugskisten beladen hatten, warum ich so einen grossen Transporter gewählt habe?

    Am nächsten Tag kamen in St. Gallen noch ein kleines Sofa und bei IKEA mein neues Bett, eine Matratze, diverse Kommoden und weitere Kleinmöbel dazu. Nun wusste er warum.

    Als wir am Abend in Ilanz ankamen, war der Transporter beladen bis unters Dach.

    Es lief alles wie am Schnürchen, etwas stressig waren nur die Einkäufe, sonst war alles gut organisiert und ganz entspannt.

    Ich würde es wieder so machen :slightly_smiling_face:

    Hoi Maik

    Darauf habe ich gewartet. Finde Deine Idee super. Ich bin auf jeden Fall dabei :CH:

    Schreibe für mich seit 2017 schon ein Tagebuch über "Mein wunderbares Leben" :smiling_face_with_heart_eyes:

    Beginne ab 1.Mai 2021 ein neues Tagebuch, das geht über 5 Jahre.

    Passt, denn im Berufsleben geht es bei mir wieder von vorne los. Erfinde mich gerade wieder neu.

    Besser gesagt, frage ich mich was muss ich mir in meinem Job/Alter noch antun? Gründe ich eine Gesundheitskasse (keine Krankenkasse), eine Alters WG, ein Mehrgenerationenhaus, werde ich Bloggerin oder

    schreibe ich ein Buch :winking_face:


    Freue mich schon darauf interessante Auswanderergeschichten zu lesen. Auch wenn sie scheinbar "unspektakulär" sind.


    Ich bin letztens einer 81jährigen Auswanderin aus Russland begegnet. Ihre Geschichte hat mich sehr beeindruckt.

    Die Frau kommt ursprünglich aus Sibirien, hat viele Jahre mit ihrer Familie in Prag gelebt, ist nach der Trennung von ihrem Mann, vor x Jahren alleine mit 2 Kindern in die Schweiz ausgewandert. Hat sich mit Übersetzungen über Wasser gehalten und es geschafft in der Schweiz ein/ihr neues Leben zu beginnen. Nach 4 Jahren konnte sie sich in Spanien ein Ferienhaus kaufen. Ohne dass es protzig klang, hat sie das erzählt. Ich habe ihr das von Herzen gegönnt. Trotz dass sie jetzt mit einigen Krankheiten, u.a. auch Krebs, dem Verlust ihres Sohnes leben muss, hat sie ihren Lebenswillen nicht verloren. Für mich eine wahre Heldin diese Frau.


    Ab wann geht es los?

    Hallo Susanne
    Das hört sich gut an. Es geht immer irgendwie weiter und eh Du Dich versiehst, hast Du Fuss gefasst :CH:
    Die Arbeit im Dorfladen wird Dir dabei behilflich sein.


    Kurz vor meinem 5jährigen werde ich in letzter Zeit, hier im Aargau immer wieder an meinen Neustart in Ilanz (GR) erinnert. Zuletzt gestern bei der SRF Radiosendung Persönlich. Eine Nonne aus dem Kloster Ilanz und eine Metzgerin aus Reichenau waren zu Gast. Oder ein EX-Hausarzt hat seine Frau für eine Untersuchung angemeldet.
    Schön solche Momente der Erinnerung an den Beginn in meinem neuen Leben, das immer noch sehr spannend ist.


    Gutes Gelingen

    Hallo HerrK
    Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum :CH:
    Ich denke, dass Du sehr gute Chancen hast eine Stelle in Deiner Branche zu bekommen, auch in Führungsposition.
    Als erstes solltest Du Dich um die Anerkennung Deines Berufes / Deiner Diplome kümmern.


    Für meine Berufsgruppe (MPA) war/ist das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) in Bern zuständig. Nebenbei bemerkt, läuft es auch so wenn man in Norwegen arbeiten und leben möchte


    Das Ganze kostet auch eine "Kleinigkeit" in meinem Fall waren es 550 Franken. Ohne Eidgenössisches Fachzeugnis Röntgenbefugnis, dafür hätte ich nochmals 90 Franken bezahlt. Den Grundkurs fürs Röntgen habe ich noch in Deutschland kurz vor meiner Auswanderung absolviert, selbst finanziert. Dachte er bringt mich weiter bei der Stellensuche, stattdessen wurde ich vor Jahren während eines Vorstellungsgesprächs in einer Praxis des Besseren belehrt. Ich müsste den Kurs in der Schweiz machen, für 5000 Franken und selbst finanzieren.


    Du kannst Dich auf mehrere Stellen in einem Unternehmen bewerben, dass ist kein Problem.
    Das praktiziere ich seit Jahren mit Kantonsspitälern hier in der Region, jedoch bisher und aktuell wieder ohne Erfolg. Obwohl meine "systemrelevante" Berufsgruppe, Medizinische Praxisassistentin, gesucht wird wie Sand am Meer. Sobald eine 5 vorm Alter steht, hast Du schlechte Karten! Auch wenn Du Dich fit für den Job fühlst, Deine Lebens- und Berufserfahrung gerne weiter anwenden und weiter geben möchtest... Schade eigentlich! Oder auch nicht, so (er)findet man sich immer wieder neu.


    Viel Glück und Erfolg

    @MotU
    Bei mir war BADEN sozusagen Liebe auf den ersten Blick. Aarau ist auch sehr schön und an 2. Stelle. Beide Städte sind mit ÖV innerhalb kurzer Zeit erreichbar.
    Inzwischen habe ich es mir in Rüfenach, umgeben von viel Natur, Landwirtschaft und Weinhängen, gemütlich gemacht. Ich mag es eher ruhig, der Job ist stressig genug. Im Nachbardorf der Hofladen hat 24h geöffnet, Selbstbedienung, dort bekomme ich fast alle Grundnahrungsmittel in Bioqualität, nicht genormt und gewaschen (Kartoffeln und Möhren). Die Leute hier im Dorf sind sehr freundlich, jeder wird gegrüsst, ob man sich kennt oder nicht.


    Meine Überlegungen bevor ich den Schritt in die Schweiz gewagt habe, waren zu allererst, wo bekomme ich einen Job. Die Entfernung zur alten Heimat und Wohnqualität waren ebenfalls wichtige Punkte.
    Die Steuerfrage habe ich mir nie gestellt, nur in welchem Umfeld ich mich wohl fühle, damit ich meine Vorstellung von Lebensqualität erfahre und geniessen kann.
    Letzten Endes muss jeder für sich herausfinden, was ihm wichtig ist, was er zum Leben braucht, egal wo man seinen Lebensmittelpunkt hat oder haben möchte.