Auswandern trotz Hartz 4 möglich?

  • Hallo!
    Wir sind ein junges Ehepaar mit 2 kleinen Kindern. Berufsbedingt (Mann arbeitet neuerdings in CH, recht grenznah) überlegen wir, ob wir eher in D - grenznah zur CH - umziehen sollen oder ganz nach CH, direkt in den Arbeitsort des Mannes. Ein Punkt der uns beschäftigt ist folgender: Wir möchten - falls wir uns wirklich wohlfühlen und am neuen Wohnort bleiben wollen - die Mutter zu uns holen. Problem: sie lebt von Hartz 4. Ein Umzug nach D wäre unproblematisch - hartz 4 kann in ganz D beantragt werden. Aber bei einem Umzug nach CH sieht das wohl nicht mehr so gut aus. Was schade wäre, wir möchten unbedingt die Mutter zu uns holen, und sie am alten Wohnort nicht allein zurücklassen. Gibt es in CH ähnliche Sozialleistungen, bzw die Möglichkeit auf Sozialleistungen? Wir sind ja grundsätzlich bereit, einen Teil des Unterhaltes zu übernehmen, aber ich weiß eben nicht ob es uns möglich sein wird, diesen voll zu übernehmen. Zumal ich auch nicht glaube, dass die Mutter sich so abhängig machen möchte und voll von unserem Geld leben möchte. Weiß jemand, wie sich das so verhält in CH? Oder ob wir dort komplett keine Chance hätten, die Mutter zu holen (außer natürlich bei kompletter Übernahme der Unterhaltskosten...).


    Bitte wohlgemeinte Antworten; es geht hier nicht darum, ein Sozialsystem auszunutzen! Es ist der ernsthafte Wunsch, die Mutter in der Nähe von uns und der Enkel zu haben auf lange Sicht gesehen.


    Vielen Dank.

  • Hallo Sanara


    Dein Wunsch ist nachvollziehbar. Das Thema die Eltern im Alter zu sich zu holen beschäftigt viele Auswanderer, gerade wenn die Eltern nur noch allein sind und kein Partner mehr vorhanden ist wird umso wichtiger.


    Nun zu den Möglichkeiten:

    • Ihr könnt die Mama als Familiennachzug zu euch holen, in diesem Fall müsst ihr von den Unterhalt der Mama gerade stehen und auch belegen können, dass ihr für den Unterhalt und Wohnraum sorgen könnt. Unterstützung vom Staat gibt es in diesem Fall nicht. Da sie nicht ausreichend in das Schweizer Sozialsystem eingezahlt hat, stehen ihr leider keine Ergänzungsleistungen zu. Familiär sicher die beste Lösung, finanziell für euch aber eine grössere Last.
    • Sie wandert als Rentnerin ein, dann müsste sie aber genug Rente haben um selbst für ihren Unterhalt zu sorgen und dies auch belegen. Sie würde dann eine befristete Aufenthaltsbewilligung für Personen ohne Erwerbstätigkeit bekommen. Bei Ablauf der Frist würde die finanzielle Situation erneut geprüft werden. Wenn der Unterhalt nicht mehr leistbar wäre, würde sie keine neue Aufenthaltsbewilligung erhalten. Wird für euch nicht in Frage kommen.
    • Sie zieht in Grenznähe auf deutsche Seite und kann so weiterhin Unterstützungsleistung von Deutschland beziehen. Wenn ihr dann ebenso grenznah auf Schweizer Seite wohnt könnte es wohl am besten funktionieren.

    Ich hoffe es hilft euch weiter.


    Schöne Grüsse
    Maik :)

  • Hallo Maik,
    vielen dank für deine ANtwort. Ja sowas habe ich mir gedacht. OK das beantwortet mir aber meine Frage und somit hört das Grübeln auf :-)


    Da werden dann Möglichkeit 1 oder 3 wohl zum Tragen kommen, dass wir entweder irgendwann die Möglichkeit haben, die Kosten für die Mutter selbst zu tragen oder eine grenznahe Lösung finden können.


    Vielen Dank!


    Sandra