Bewilligung erneuern nach Abmeldung

  • Hallo zusammen


    Ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben und hoffe sinnvolle Antworten zu bekommen.


    Jetzt zu meiner Frage:

    Ich habe mich aus der Schweiz abgemeldet und beabsichtige mich erneut wieder anzumelden um wieder dort leben zu können.


    Ich bin seit Mai 2021 abgemeldet und möchte mich wieder am September anmelden.

    - ich habe eine feste Partnerin die Schweizerin ist und einen festen Wohnsitz dort hat.

    - ich habe die deutsche Staatsbürgerschaft.



    Was müsste ich wieder tun ?


    Danke für eure Hilfe

  • Ich habe mich aus der Schweiz abgemeldet und beabsichtige mich erneut wieder anzumelden um wieder dort leben zu können.


    [..]


    Was müsste ich wieder tun ?

    Einfach wieder anmelden. Sollte dein Einkommen/Vermögen nicht ausreichen könnte sie für dich bürgen oder der/die eine schenkt dem/der anderen einen schönen Ring. Oder was ist genau das Problem? Das Prozedere kennst du ja vermutlich vom letzten Mal.

  • Danke für die schnelle Antwort.


    -Sollte man die B Bewilligung dann wieder zur Anfang nehmen ?

    - ich wollte mich eventuell selbstständig machen und auch eine Schule wieder besuchen.

    - kann man einen Betrag in den Raum werfen welchen Vermögen man ca. haben muss ? Grob gesagt


    Danke

    • Wie meinst du "nehmen"? Du bist ja ausgereist. Du fängst damit wieder "bei 0" an. Solltest du vorher eine Niederlassungsbewilligung gehabt haben (C), hättest du vor der Ausreise einen Antrag auf beibehalt stellen können. Ob du eine B oder L bekommst, hängt von dem "Risiko" für den Kanton ab. Heute ist mit der L kein grosser Nachteil mehr verbunden. Das war bei meiner Migration 2007 noch etwas anstrengender. Nach 2 L hast du ein Anrecht auf B. In der Regel gibt's direkt die B5.
    • Es kommt immer darauf an wie Du Deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst. Wenn Du einen guten Businessplan hast, gibt's auch dafür eine B5. Generell gilt: Je mehr Sicherheiten du hast, desto einfacher geht's.
    • Ich war mit einer bekannten (Niederländerin) beim Migrationsamt in Zürich - rund 2 Monate her. Dort hat man als Richtwert 3'000 CHF pro Monat oder das entsprechende Kontoguthaben für den Aufenthaltszeitraum genommen. Bei ihr war es eine Mischung aus Vermögen und Einkommen. Zu meinem Erstaunen gab es eine B5, wobei das Vermögen dafür nicht gereicht hätte. Man hat da vermutlich etwas Spielraum und die Regeln werden auch nicht transparent kommuniziert. Ich hatte dem Kanton Zürich auch eine Bürgschaft von mir angeboten - die hat man abgelehnt.
  • Also Ist dann folgendes ?


    - ich bin verlobt was es schon mal erleichtern würde ? Ich wohne ja mit der Freundin zusammen.


    - ich habe einen Vermögensbetrag ansparen können was das ausgerechnet wird wie lange das Geld reicht ?


    - ich will wieder eine Schule besuchen und mich später selbstständig machen.


    Gruss

  • Meine Frau ist damals mit Ehefähigkeitszeugnis in die Schweiz gekommen. Theoretisch reicht das meines Wissens nach nicht, aber dem Kanton Bern hat das schon gereicht. Wenn die Ehe ja ohnehin geplant ist, ist die Bürgschaft meiner Meinung nach auch egal. Mit dem Ring ist es dann ja eh eine Bürgschaft+ (Nur romantischer) ;)

  • Die Berner sind ob des langen Wortes "Ehefähigkeitszeugnis" bereits nach "Ehe" eingeschlafen und haben beim Aufwachen ausversehen den Haken bei "genehmigt" gemacht...


    Generell ist "Verlobt" kein Status/Stand. Es kann aber bestimmt Absichten plausibilisieren wenn damit auch entsprechende Vorbereitungen verbunden sind.

  • Meine Frau ist damals mit Ehefähigkeitszeugnis in die Schweiz gekommen. Theoretisch reicht das meines Wissens nach nicht, aber dem Kanton Bern hat das schon gereicht. Wenn die Ehe ja ohnehin geplant ist, ist die Bürgschaft meiner Meinung nach auch egal. Mit dem Ring ist es dann ja eh eine Bürgschaft+ (Nur romantischer) ;)


    Wir sind ja nur verlobt bis jetzt und heiraten darf man ja nur in der Schweiz wenn man dort angemeldet ist oder ?

  • Deine Verlobte ist ja in der Schweiz angemeldet. Von daher wird das wohl kein Problem sein - sofern es denn überhaupt eins wäre (was ich aber nicht weiss).

  • Deine Verlobte ist ja in der Schweiz angemeldet. Von daher wird das wohl kein Problem sein - sofern es denn überhaupt eins wäre (was ich aber nicht weiss).


    Laut der Gemeinde ist es ein Problem. Ich bin erst zurück gekommen in die Schweiz und daher erst am Bewegungen schreiben und das ist für sie ein Problem

  • Ich bezog mich darauf, dass Du in der Schweiz heiraten könntest. Und das geht sogar für Drittstaatangehörige:


    Einreisegesuche zur Vorbereitung der Heirat bzw. zur Vorbereitung der Eintragung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft können für sechs Monate bewilligt werden, wenn:

    • die Bescheinigung des Zivilstandsamtes, dass das Ehevorbereitungsverfahren bzw. das Vorverfahren zur Eintragung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft eingeleitet worden ist, vorliegt;
    • kein Hindernis zur Heirat bzw. zur Eintragung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft besteht;
    • keine Indizien für ein rechtsmissbräuchliches Verhalten vorliegen (Scheinehe, wirtschaftliche Gründe);
    • die Voraussetzungen für eine Zulassung nach dem Eheschluss bzw. der Eintragung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft offensichtlich erfüllt sind;
    • die Eheschliessung bzw. die Eintragung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft in absehbarer Zeit erfolgen kann und
    • die übrigen Voraussetzungen für einen Familiennachzug erfüllt sind


    Genau das unter Top 1 erwähnte "Ehevorbereitungsverfahren" im Kanton Zürich ist vermutlich das "Ehefähigkeitszeugnis" im Kanton Bern. Bei uns war es dann sogar noch komplizierter, denn obwohl meine Frau und ich bin Bern zusammengezogen sind (als wir noch nicht ganz verheiratet waren), wollten wir die Trauung traditionell in der Heimat meiner Frau stattfinden lassen. Wenn ihr das auch noch möchtet, dann braucht ihr auch noch die "Trauungsermächtigung" (ist dann noch ein Schritt mehr). Weil es dann in Polen natürlich eine polnische Heiratsurkunde gab, musste die zuerst noch übersetzt werden und dann in der Schweiz eingereicht werden. Das klingt aber alles komplizierter als es ist.


    Aufpassen müsst ihr ein wenig bei der Gültigkeit der Dokumente: Die wurden bei uns nur für 16 Wochen ausgestellt. Es ist gar nicht so einfach alles in weniger als 4 Monaten zu organisieren.


    Fakt ist: Nach dem Gespräch beim Zivilstandsamt bekamen wir ein Ehefähigkeitszeugnis. Und das reichte im Kanton Bern bereits für eine B-Bewilligung für 5 Jahre. Eingetragen wurde zu diesem Zeitpunkt bereits "Familiennachzug. Berechtigt zur Erwerbstätigkeit". Die Hochzeit fand ein wenig später statt - bis zur Eintragung in der Schweiz dauerte es etwa 2 Monate. Vielleicht hilft Dir das ja.


    Fakt ist aber auch: Selbst wenn man die finanzielle Situation meiner Frau damals bewertet hätte, hätte es mit grosser Wahrscheinlichkeit für eine Aufenthaltsbewilligung gereicht. Die Formulare im Kanton Bern zur Vermögens- und Einkommenssituation haben wir damals beide ordnungsgemäss ausgefüllt.

  • Vielen Dank für die Hilfe.

    Ich werde mich mit meiner Partnerin jetzt einen Termin finden und beim Standesamt einreichen.


    Dann sollte es ähnlich klappen wie bei dir


    Danke 🙏