Beiträge von jan82

    Das Problem ist aber leider, dass viel zu viele nur auswandern, weil es Ihnen in Deutschland MISSfällt und nicht, weil es ihnen im Zielland gefällt. Ich mache das mit dem Auswandern nun seit 19 Jahren in unterschiedlichen Ländern und die wenigsten halten 5 Jahre durch. Und das liegt mitunter eben insbesondere an überzogenen Vorstellungen vom Zielland und - das kommt noch dazu - echt schlechter Vorbereitung. Das heisst nicht, dass ich empfehlen würde nicht auszuwandern (ich möchte auch nicht nach Deutschland zurück!). Ich rate aber einfach dringend und nachdrücklich dazu, den Grund für die Auswanderung im Zielland zu suchen. Sonst wird's noch schwerer - und ein Spaziergang ist's auch sonst nicht - wobei es bestimmt etwas leichter geworden ist. Es bleibt aber dabei: Auswandern ist harte Arbeit - geschenkt wird einem nichts. Egal wo.

    Siehe hier. Es liegt im Ermessensspielraum der Polizisten. Die MFK sieht ungern mehrere Vignetten, nur als weiterer Tip.

    Am Töff habe ich noch 2017, 2018, 2019 und 2020 dran. Allerdings am Holmen, von daher nicht so wild.

    Eine Busse anbieten können die Polizisten immer. Aber man muss ja nicht drauf einsteigen. Ich habe es in zwei anderen Grenzfällen drauf ankommen lassen und es wurde wegen Geringfügigkeit eingestellt. Das ist dann zwar kein "Freispruch", aber kostet eben auch nichts.

    Bei mir hängen übrigens ein Mautgerät und zwei Transponder hinter dem Innenspiegel (damit sie möglichst wenig stören und weil da die Beschichtete Scheibe "funkdurchlässig" ist) und da käme ja auch niemand auf die Idee, dass man deshalb büsst. Ich vermute mal: Bis vors Bundesgericht wird es die Polizei mit fünf Vignetten nicht ziehen ;)

    Es kann IMHO nur eine Strafe geben, wenn man die "grosse Anzahl der Vignetten" als Sichtbehinderung klassifiziert. Sowas wie "höchstens eine oder zwei" Vignetten gibt es meines Wissens nicht. Und für eine Sichtbehinderung müssten es dann schon "ein paar" sein...

    Aktive Vermögensverwaltung ist aus meiner Sicht Quatsch. Die haben auch keine "geheimen" Tricks o.ä. Es kostet dich unterm Strich nur mehr.

    Ich habe einen Teil beim Robo Advisor bei Swissquote angelegt und überlege (trotz der Gebühren) nun mehr zu zügeln. Eben weil die Performance recht "dominant" in meinem Gesamtportfolio ist. Das kann nach 3 Jahren auch einfach nur Glück sein - keine Frage. Aber bisher überzeugt mich das. Ich finde schon, dass der auch ganz clever agiert - aktuell ist JD auf dem Radar. Und würde ich mein Portfolio noch selber verwalten, würde ich das tatsächlich ähnlich sehen (nur "etwas" langsamer ;))

    Hallo Frank

    • Wenn das funktioniert, würde ich die eine Zusicherung auf Aufenthaltsbewilligung beantragen – Nach meinem Verständnis funktioniert das problemlos und wahrt die entsprechende Frist (Aufenthaltsbewilligung vor Arbeitsstart).

    Meiner Meinung nach kannst Du Dir diesen Schritt als EU Bürger sparen. Wenn Du einen Arbeitsvertrag und eine "Meldeadresse" hast, meldest Du Dich an. Fertig.

    • Für den Fall, dass ich keine Wohnung, keine passende Wohnung oder die Traumwohnung erst später bezugsbereit ist, muss ich ja entsprechen überbrücken. Ich weiß, dass die Aufenthaltsbewilligung meist problemlos auf ein Hotelzimmer, AirBnB oder Ferienhaus beantragt werden kann – aber wie sähe es mit einem offiziellen Campingplatz aus?

    Ich würde beim Betreiber des Campingplatzes nachfragen. Ich vermute mal, dass sie dafür einen "Dauercampvertrag" mit Dir wollen, aber ich bin mir recht sicher, dass man solche Fälle häufiger hat und Dir da zumindest eine Antwort geben kann. Der Campingplatzbetreiber wird seine Gemeinde gut kennen und dir direkt sagen können, ob das Aussicht auf Erfolg hat oder nicht.


    Gruss,

    Jan

    Na, dann soll er lieber aufpassen. Sonst schmeisst man ihn erst vom Weissenstein und danach in die Aare. Sobald er dann durch's nördliche Aargau treibt, sollte es mit dem Grüezi dann passen :CH:

    Zum Thema Kita. Ich habe mir schon ein paar Webseiten von Krippen in Solothurn angesehen und da standen auch Tariflisten bei und die Tarife wurden mit 1500 1/2 Tag und 2200 für den ganzen Tag angegeben oder wird das ganze schlussendlich anhand des Bruttogehalts berechnet?

    Meist kommt eben noch Verpflegung & Co hinzu. Oder ein Aufschlag, wenn das Kind mal bis 18 Uhr bleiben muss. Musst Du Dir genau ansehen. Baar ist noch teurer als Bern. Solothurn kenne ich nicht.


    Und ich bin (wieso auch immer) bei Dir davon ausgegangen, dass Du zwei Kinder hast. Zu schnell gelesen, angetrunken... Keine Ahnung. Aber sowohl KiTa als auch KV sind dann natürlich deutlich günstiger. Wir zahlen zu Dritt 1007 CHF inkl. privater Zusatzversicherung und Franchise auf Maximum.

    Grüessech


    Ich denke, dass die meisten Solothurner keine Grüezini's sind ;)


    Dein Plan klingt doch gut. Wenn Du in der Schweiz einen Job hast, kann Deine Frau im Rahmen des Familiennachzugs auch mit, sofern der ausreichend bezahlt ist. Von daher ist das ziemlich unkritisch.


    Bei dem C1 Zertifikat musst du eben nachschauen, ob das in der Schweiz auch anerkannt wurde. Das meiner Frau wurde nicht anerkannt und sie hat dann eben schnell die Prüfung in der Schweiz nochmal gemacht (Goethe Institut geht in jedem Fall weltweit). Ist kein grosses Drama, aber muss man wissen.


    Zu Deinen Fragen: Ich denke ihr kommt über 240k raus, aber Solothurn ist auch kein Steuersparkanton. Du kannst einen Teil der Kita Gebühren geltend machen, aber wenn ihr beide 100% arbeiten wollt, stellt euch da auf eine saftige Hausnummer ein. Ich würde mit etwa 5000 CHF pro Monat für eine anständige Kinderbetreuung rechnen und nochmal rund 1200 CHF für dir Krankenkasse zu viert. Solange du vermietest, wird das Einkommen daraus satzbestimmend in der Schweiz berücksichtigt (Progressionsvorbehalt: euer Steuersatz steigt). Bei dem Verkauf habe ich keine Ahnung, aber solange das kein Spekulationsgeschäft ist würde ich in die Richtung tendieren, dass das steuerfrei sein dürfte (ist aber nur geraten!). Leasingfahrzeug ist immer mühsam. Ich würde hier eine Möglichkeit zur Abwicklung suchen.


    Viel Erfolg!

    Ich bezog mich darauf, dass Du in der Schweiz heiraten könntest. Und das geht sogar für Drittstaatangehörige:


    Einreisegesuche zur Vorbereitung der Heirat bzw. zur Vorbereitung der Eintragung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft können für sechs Monate bewilligt werden, wenn:

    • die Bescheinigung des Zivilstandsamtes, dass das Ehevorbereitungsverfahren bzw. das Vorverfahren zur Eintragung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft eingeleitet worden ist, vorliegt;
    • kein Hindernis zur Heirat bzw. zur Eintragung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft besteht;
    • keine Indizien für ein rechtsmissbräuchliches Verhalten vorliegen (Scheinehe, wirtschaftliche Gründe);
    • die Voraussetzungen für eine Zulassung nach dem Eheschluss bzw. der Eintragung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft offensichtlich erfüllt sind;
    • die Eheschliessung bzw. die Eintragung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft in absehbarer Zeit erfolgen kann und
    • die übrigen Voraussetzungen für einen Familiennachzug erfüllt sind


    Genau das unter Top 1 erwähnte "Ehevorbereitungsverfahren" im Kanton Zürich ist vermutlich das "Ehefähigkeitszeugnis" im Kanton Bern. Bei uns war es dann sogar noch komplizierter, denn obwohl meine Frau und ich bin Bern zusammengezogen sind (als wir noch nicht ganz verheiratet waren), wollten wir die Trauung traditionell in der Heimat meiner Frau stattfinden lassen. Wenn ihr das auch noch möchtet, dann braucht ihr auch noch die "Trauungsermächtigung" (ist dann noch ein Schritt mehr). Weil es dann in Polen natürlich eine polnische Heiratsurkunde gab, musste die zuerst noch übersetzt werden und dann in der Schweiz eingereicht werden. Das klingt aber alles komplizierter als es ist.


    Aufpassen müsst ihr ein wenig bei der Gültigkeit der Dokumente: Die wurden bei uns nur für 16 Wochen ausgestellt. Es ist gar nicht so einfach alles in weniger als 4 Monaten zu organisieren.


    Fakt ist: Nach dem Gespräch beim Zivilstandsamt bekamen wir ein Ehefähigkeitszeugnis. Und das reichte im Kanton Bern bereits für eine B-Bewilligung für 5 Jahre. Eingetragen wurde zu diesem Zeitpunkt bereits "Familiennachzug. Berechtigt zur Erwerbstätigkeit". Die Hochzeit fand ein wenig später statt - bis zur Eintragung in der Schweiz dauerte es etwa 2 Monate. Vielleicht hilft Dir das ja.


    Fakt ist aber auch: Selbst wenn man die finanzielle Situation meiner Frau damals bewertet hätte, hätte es mit grosser Wahrscheinlichkeit für eine Aufenthaltsbewilligung gereicht. Die Formulare im Kanton Bern zur Vermögens- und Einkommenssituation haben wir damals beide ordnungsgemäss ausgefüllt.

    Ich wüsste nicht welche Informationen dir fehlen.

    Das kann ich Dir so pauschal nicht einmal sagen, aber ich habe das Gefühl, dass hier wesentliche Informationen fehlen - denn so wie Du es schreibst, wäre das IMHO alles gar kein Problem. Und wenn man bereits Kontakt mit etlichen (sic!) Anwälten und Steuerberatern in Kontakt steht, bin ich mir recht sicher, dass es für diese kein grosses Problem darstellt, wenn sie das für dich abklären (und die haben dann natürlich auch mehr Infos).


    Das muss natürlich nicht heissen, dass das alles beim ersten Anlauf klappt. Ich musste auch zügeln/umziehen, aber auch da werde ich den von dir eingeschalteten Experten nichts neues erzählen.


    Dein Steuerberater hat ja vermutlich mit Dir diverse Benefit Tests gemacht - da werde ich dir wenig neues erzählen können. Bedenke aber: Gerade bei Einzelunternehmen sind zudem die DBA oftmals recht heikel, zum anderen fällt es den Migrationsämtern auch etwas einfacher den potentiell wirtschaftlichen Erfolg in Abrede zu stellen - eben weil so ein Einzelunternehmen schnell gegründet ist. Zudem gibt es da - auch das weiss ich aus eigener Erfahrung - sehr sehr schnell Probleme mit Geschäftsgängen, die der Staat als Scheinselbstständigkeit klassifiziert. Auch das könnte Dir mittelfristig zum Problem werden, weil du evtl. nicht ausreichend viele wirtschaftlich unabhängig voneinander agierende Kunden vorweisen kannst. AIG Problematiken wie bspw. Art. 4 entfallen IMHO durch die Personenfreizügigkeit. Das findet man vermutlich weniger schön, aber wirklich etwas machen kann man da vermutlich nicht.


    Unterm Strich glaube ich nicht, dass sich Einzelunternehmen rechnen. Ich prüfe das bei mir selber regelmässig. Und die 3a sieht auf dem ersten Blick immer gut aus - insbesondere, weil du da auch auf Versicherungsleistungen verzichten kannst. Das erledigt sich dann aber, wenn eine Familie dazukommt. Und in der Regel zahlt man bei höherem Eintritt in die 3a Lebensversicherung ganz ordentlich. Rechne es Dir einfach mal durch - im Vergleich zur normalen Beletage. Und bitte nicht die Veräusserungsgewinne aus dem Verkauf der Firma vergessen ;)