Beiträge von jan82

    Du musst Dich aber entscheiden, ob Du entweder sagst, dass es "Interpretationsfehler" der Daten gibt oder aber, ob die Daten nicht geeignet sind, damit sich eine Person für oder gegen eine Impfung entscheidet. Einfach nur "dagegen" ist eben auch schwierig.


    Aus den Daten, die ich kenne, ist schwer abstreitbar, dass es einen Zusammenhang zwischen Verweildauer und Impfung (innerhalb der demographischen Vergleichsgruppe/unabhängig vom Geschlecht) gibt. Bei der ICU-Verweildauer ist der Zusammenhang sogar noch drastisch deutlicher - und zwar, obwohl es generell so ist, dass "ordentliche Entlassungen" (also solche ohne Überlappung von Entlassungs- und Sterbedatum) ganz generell zu einer höheren Verweildauer führen, und die ordentliche Entlassungsquote eben auch mit der Impfung korreliert. Und ja, natürlich gibt es hier Ausnahmen: Bei 26 Krankenhäusern in Deutschland (von 304) können wir bei den Daten aus Q1/Q2 keine Aussage treffen - statistische Streuung und quantitative Auswertbarkeit. Maximalversorger sind keine unter den 26 und noch wichtiger: Das Gegenteil konnten wir bei keinem Nachweisen.


    Wenn man nun in einem ersten Schritt akzeptieren könnte, dass es diesen Zusammenhang gibt und dabei komplett vernachlässig, dass es anderen Gründe geben kann, die für oder gegen eine Impfung sprechen, wäre wir doch einen Schritt weiter. Da die Ressourcen leider begrenzt sind - selbst wenn sich jemand eine eigenes Krankenhaus bauen kann, gibt es leider kurzfristig nicht mehr Pflegepersonal - gibt es im Grunde nur noch eine Abwägung zwischen den möglichen Folgen einer Impfung (egal in welcher Dimension diese liegen mag) und den möglichen Folgen einer Mehrauslastung/Überlastung des Systems - für einen selber und die Allgemeinheit. Genau diese Entscheidung muss jeder für sich selber treffen. Und wenn jemand diese Entscheidung für sich getroffen hat, ist das für mich in Ordnung. Nicht in Ordnung ist es hingegen so zu tun als würde es im Krankheitsverlauf keinen statistischen Unterschied geben - ich denke nämlich, dass dieser unbestreitbar ist. Dieses Faktum (und ich benenne es absichtlich so) rechtfertigt für mich aber keinesfalls Druck auf andere auszuüben. Das muss man voneinander trennen.

    Warum habe ich das Gefühl, dass ich als Laie über sowas besser Bescheid weiss (und auch verstehen sowie einordnen kann) als so manch im Gesundheitssektor tätiges Personal? Und warum beunruhigt mich das irgendwie?

    Selbst wenn dem so sei: Das ist für dieses Thema ziemlich egal.


    Wir haben hier absolut verhärtete Fronten und bewegen uns bereits weit abseits einer sachlichen Diskussion in einem hochemotionalen Bereich. Der Anspruch der Naturwissenschaftler (zu denen ich mich auch zähle) jedes Problem mit einer logischen Erklärung lösen zu können, scheitert hier komplett - es gibt zu viele unwahre oder zumindest streitbare Antezedenzien in den Implikationsfolgen. Und da wir zum Glück in einer freien Welt leben, kann (und muss) sich jeder seine Informationen beschaffen und diese bewerten - die sind schlicht nicht kontrollierbar.

    Wer sich nicht impfen lässt tut das (in aller Regel) nicht, um andere zu schaden. Der tut das, weil er von dieser Impfung nicht überzeugt ist (im Sinne von "wirkungslos", "Bereicherung anderer" oder was auch immer), Angst vor der Impfung hat (also um seine eigene Gesundheit), keinen einfachen Zugang hat oder aber das Ganze so unwichtig findet, dass er den Aufwand nicht gehen möchte. Die meisten werden vermutlich den ersten beiden Kategorien zuzuordnen sein - das ist nur meine persönliche Einschätzung.


    Die Spaltung zwischen Geimpften und Ungeimpften wird unterdessen natürlich auch politisch und medial immer weiter befeuert. Politisch geht es um das rechtfertigen von Massnahmen und das Zeigen von "klarer Kante" (das kommt innenpolitisch meistens gut an) und Sonntag sind wahlen, medial sind wir im Click-Bait und da geht es schon lange um's Überleben.


    Um mal ein Beispiel zu nehmen: Vor zwei Jahren war uns allen ganz klar was eine Triage ist oder zumindest jenen, die mal an einer Übung teilgenommen haben: Die Patienten werden in drei Kategorien eingeteilt: Die schwerstkranken werden nicht mehr behandelt (abgesehen von Schmerzlinderung), die normalkranken werden behandelt und die leichtkranken werden nicht behandelt. Es ging hier um knallharte Optimierung, um möglichst viele zu retten. Genau das wird seit vielen vielen Jahren in der Le Mans Übung bei Lausanne geübt. Immer und immer wieder. Heute reden wir schon von "Triage", wenn ein ICU-Patient nicht mehr beim Maximalversorger (i.d.R. Typ 1) behandelt werden kann. Oder noch schlimmer: Ein ICU Patient wird womöglich über den Einzugsbereich hinweg verlegt. Für mich ist die Terminologie hier nur noch billige Kriegsrhetorik. An dieser Stelle zitiere ich den Leiter des Kantonalen Kristenstabs eines grossen Kantons: "Die Triage ist auch nicht mehr, was sie mal war". Das hat im übrigen nichts damit zu tun, dass ich mir natürlich für jeden die maximale Versorgung wünsche, aber wenn man Objektivität von anderen einfordert, sollte eben auch objektiv und nachvollziehbar berichtet werden. Und das ist leider nicht immer der Fall. Und auch bei der Belegung habe ich grosse Zweifel, ob die Art der Formulierung (die Zahlen zweifle ich nicht an) nicht nur gewählt wurde, um Angst zu schüren.


    Long story short: Druck erzeugt Gegendruck. Das muss das letzte Mittel sein, wenn es wirklich keinen Ausweg mehr gibt. In einer Gesellschaft sollten wir auf Zusammenhalt setzen. Es ist an uns, dass wir uns gegenseitig nicht ausgrenzen und darauf achten, dass auch schwächere nicht ausgegrenzt werden. Wir sollten Informationen zugänglich halten, aber auch abstrafen dürfen, wenn diese Informationen aus dem Zusammenhang gerissen werden oder falsch dargestellt/überdramatisiert/geleugnet werden. Wir sollten daran arbeiten Teil einer Gesellschaft zu sein in der man seine persönliche Meinung äussern darf, auch wenn diese Meinung nicht jene der Mehrheit ist - und zwar ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Das mit den Konsequenzen ist eben leider nicht allen Politikern so ganz klar - ich vermute es liegt daran, dass diese von der "normalen Welt" so weit entfernt sind, dass sie sich schlicht nicht vorstellen können, dass eine "Meinungsfreiheit" genau dann keine Freiheit mehr ist, wenn man durch deren Ausübung geächtet wird oder existentiell bedroht wird. Das darf alles nicht sein. Wenn ich höre, dass Personen belächelt werden, weil sie bspw. die Partei in Deutschland mit dem blauen Logo wählt, dann stellen sich mir allen Nackenhaare auf. Nicht etwa, weil ich grosses Verständnis für diese Politik habe (mir sind schon die schwarzen zu rechts), sondern, weil irgendwie ein Grossteil der Bevölkerung offenbar nicht verstanden hat, dass dieses Phänomen insbesondere dann auftritt, wenn andere Parteien für die Fragen eines signifikanten Anteils der stimmberechtigten Bevölkerung ganz offensichtlich keine Antworten mehr haben, die diese als solche verstehen. Dieses ultimative Versagen der Politik dann mit einer Art Ausgrenzung der unzufriedenen Wähler zu beantworten, zeugt natürlich von einer nahezu hoffnungslosen Selbstverliebtheit und angenommenen Unfehlbarkeit der eigenen Politik. Die absolute Krone setzt man dem dann natürlich noch auf, wenn man den deutschen Zeigefinger auspackt, um dem Rest der Welt zu erklären wie Demokratie funktioniert. Damit diese funktioniert, muss man miteinander reden - bei der aktuellen Parteienlandschaft und den Problemen unserer Zeit mehr denn je.

    OK Jan, ich werde verbal abrüsten.

    Dann versuche ich das auch mal - aber es ist gar nicht so einfach.


    Bei meinen Schweizer Firmen gilt ab Montag wieder Home-Office Pflicht. Das ist ein trauriges Ritual geworden und am Samstag und Sonntag werde ich in unterdessen gewohnter Manier "Hausmeister" spielen. Glaub nicht, dass ich davon begeistert bin. Home-Office ist für mich, obwohl ich recht komfortabel wohne und zum Glück die Auswahl zwischen mehreren Objekten habe (dann fällt einem die Decke nicht ganz so schnell auf den Kopf), dennoch eine riesige Belastung. Eigentlich wollte ich die Home-Office Pflicht schon eine Woche früher einführen, aber ich war zuerst letzte Woche in Quarantäne und diese Woche PCR-positiv - vollkommen symptomfrei. Da habe ich das organisatorisch nicht geschafft. Jetzt könnte man sich fragen: "Wieso macht der denn überhaupt eine Pflicht? Selber Schuld!". Ganz so einfach ist das eben nicht. Als Unternehmer habe ich eine Verantwortung für meine Mitarbeiter - und diese Verantwortung ist recht vielfältig. Ich muss dafür sorgen, dass sie sich trotz Corona Massnahmen nicht alle an die Gurgel gehen (nur deshalb habe ich unsere Weihnachtsfeiern abgesagt, weil ich kein Interesse daran habe, dass sich wegen etwaiger 2G+Premium Ultra Vorschriften jemand outen muss, der das nicht möchte), ich muss zusehen, dass die Mitarbeiter einen sicheren Job haben (und das ist nicht einfach, weil immer mehr unserer Kunden eben auch eine Impfpflicht voraussetzen, aber ich niemanden zwingen möchte und ich es auch ablehne diese Daten intern zu erfassen) und auf der anderen Seite muss ich vulnerable Schützen. Zu diesen sehr vulnerablen Personen gehört bspw. meine Assistentin mit der ich seit nun 1.5 Jahren wenig offline-Kontakt habe, da ich versuche sie zu schützen so gut wie es geht. Das mache ich also aus eigener Überzeugung. Solange es keine Pflicht ist, steht jedem frei das zu machen wie er möchte - das ist gar keine Frage. Aber im Rahmen meiner unternehmerischen Freiheit ist es mir Überlassen diese Entscheidung selber zu treffen und für diese muss ich dann einstehen. Das tue ich seit nun 1.5 Jahren jeden Tag. Und mit diesen Entscheidungen müssen dann meine Mitarbeiter leben. Wegen meiner Home Office Pflicht habe ich nun gestern die Kündigung eines Mitarbeiters bekommen, der seit 8 Jahren bei mir arbeitet und den ich sehr schätze. Das macht mich sehr sehr traurig, aber so ist es dann leider.


    Ich selber arbeite nicht speziell im Gesundheitsbereich. Allerdings gehöre ich zu denen, die bei Dir um die Ecke in Kriens im Bedarfsfall im Krisenstab sitzen. Zu Beginn der Pandemie (als man nicht wusste was passiert) war ich u.a. dreimal im Subsidiäreinsatz in Krankenhäusern. Dass diese Einsätze nicht besonders gut gelaufen sind, weiss ich selber - darauf möchte ich mich hier aber im Detail gar nicht einlassen, weil es mir nicht zusteht. Trotzdem habe ich versucht zu unterstützen. Das ist natürlich keine echte "Freiwilligenarbeit". Ich bekomme für einen Einsatztag 36 oder 38 CHF (ich müsste nachschauen), die gratis Beförderung und Verpflegung. Worauf ich hinaus möchte ist: Des Geldes wegen macht das niemand - und die 7 Tage Quarantäne danach in der Kaserne wurden nicht entschädigt. Wie dem auch sei: Von "wirklich" Corona habe ich da wenig mitbekommen. Wir haben primär Räume desinfiziert - mehr durften wir damals nicht. Medizinisch könnte ich auch nicht supporten. In Deutschland ist das mit den Subsidiäreinsätzen etwas besser: Da war ich bspw. 2002 beim grossen Elbhochwasser. Die Bundeswehr konnte da erheblich besser unterstützen als dies rechtlich in der Schweiz möglich war.


    Meine Frau ist wieder in einer Berufsausbildung, um sich einen Traum zu erfüllen. Diese Berufsausbildung bedingt, dass sie neben ihrem Amt keine weiteren Tätigkeiten wahrnehmen darf. Aus diesem Grund bin ich unterdessen stolzer Besitzer (Achtung: Ironie) dreier Zahnarztpraxen, die sie mit ihrer Schwester aufgebaut hat (die Zahnärztin ist). Ich selber habe operativ allerdings nicht viel mehr zu tun als mir die Sorgen anzuhören und am Ende des Jahres beim Notar den Jahresbericht zu deponieren (in Polen und nicht in der Schweiz). Zahnarztpraxen sind natürlich recht "körpernah" und auch hier haben wir im letzten Jahr versucht zu machen was wir können, um etwaige Risiken möglichst zu reduzieren - baulich, apparativ und organisatorisch. In Polen sind die Vorschriften generell immer sehr streng. Allerdings ist es so, dass sich faktisch niemand an diese strengen Regeln hält - eine Mentalitätsfrage. Einen Impfzwang gibt es in jedem Fall auch in den Praxen nicht. Das ist keine ganz einfache Entscheidung gewesen, aber auch hinter dieser Entscheidung stehe ich. Allerdings - und das stand nicht zur Diskussion - muss jeder Mitarbeiter an den Veranstaltung der Woiwodschaft (Kanton) zur Impfaufklärung teilnehmen. Das ist in der Arbeitszeit, verbindlich für alle und die Entscheidung jedem selbst überlassen. Allerdings kam es zu einem unschönen Zwischenfall, als ein nicht geimpfter Arzt eine sich impfen wollende Zahnarzthelferin blossgestellt hat. Dieser Arzt arbeitet nicht mehr bei uns. Wir tolerieren keine Ausgrenzung oder Diskriminierung - gleich in welche Richtung.


    Ich selber habe nichts anständiges gelernt und bin Informatiker. Seit Jahren beschäftige ich mich u.a. mit Simulationsmodellen und Analysesoftware. Zu den Kunden gehören Militär, Bundespolizeien unterschiedlichster Länder, die Kirche, Industriekonzerne, FMCGs, NPOs, Krankenhäuser und ganz viele andere. In Krankenhäusern machen wir bisher immer einen Teil der BO in der Planungsphase -1 (nur Raumbedarf und Ausstattung, aber kein Personal). In Deutschland planen wir gerade den räumlichen Bedarf für den grossen Zusammenschluss in BW (den ihr bald in den Medien lesen könnt) und zwei Komplettneubauten in Norddeutschland. In der Schweiz haben wir aktuell zwei kleinere Projekte. Dadurch habe ich natürlich noch immer keine Ahnung von Corona, aber: Ich kenne die Zahlen und Datenbasis, weil wir, die keine Ahnung haben, planen was und wieviele Räume in den Ausschreibungswettbewerb kommen. Und das sind natürlich sehr sensible Daten - das weisst du ja auch. Aus Deutschland haben wir von 300 Häusern die 21er Datensätze für 2021 analysiert (Thematik: Einzugsbereich). Natürlich auch auf die umstrittenen U7 bis U12 und U99, das Problem der Hauptdiagnosen, Korrekturen (G, A, Z und V) und ganz ganz viel mehr. Und selbst wenn Du nicht in einem Spital arbeitest, gehe ich ganz fest davon aus, dass du Leute kennst, die das tun. Ich empfehle Dir einfach mal Kontakt mit deinen Bekannten aufzunehmen und im Stamm die HAUPTdiagnosen zu filtern. Ich rede hier nicht von "hat auch Corona", sondern "ist wegen Corona" da. Ambulanzen ausschliessen - sonst hast du nur noch "Impfzentrum" - OPS ausblenden (weil die schlecht erfasst sind). Und dann vergleichst du mal die Verweildauern von stationären Coronafällen (nimmst einfach mal U7 und U8) mit anderen Diagnosen. Und ja ich weiss was dann kommt: Der Unterschied ist nicht gross - das höre ich immer wieder. Und nun schliesst du bitte alle Neugeborenen aus, die mit dem Alter von 0 Tagen aufgenommen wurden (und im Brutkasten liegen). Diese verziehen nämlich immer den Schnitt.

    Und wenn du Dir diese Verweildauern angeschaut hast, kannst du eben vergleichen, ob mit oder ohne Schutzimpfung (gruppieren nach Zusatzkennzeichen). Und natürlich gibt es auch erfasste Impfzwischenfälle (die 12er). Schau es Dir an - du musst mir gar nicht berichten und ich möchte dich nicht überzeugen. Mit den Chefärzten auf Ebene FA/Klinik nennen wir das in den Expertengesprächen immer "Objektivierung". Und dann kommt ein weiterer Punkt dazu: Die Flip-Flops (die Amerikaner sprechen von Ping-Pongs): Corona Patienten sind oft sehr lange durchgehend ICU, weil sie wirklich sehr krank sind. Diesen Standard-Effekt von "nur normalschwerkranken", dass die zwischen NC und ICU hin- und herspringen (Flip-Flops) hast du nicht. Entnehmen kannst du diese der OPS Tabelle (Einfach die Anzahl der Einträge pro Fall). Auch hier gilt: Anschauen, wirken lassen und sich selber eine Meinung bilden (die man nicht vor anderen rechtfertigen muss). Ich habe da für mich meine Entscheidung getroffen und empfehle jedem zumindest einmal für sich darüber nachzudenken. Andere kommen schwer an die ungefilterten und nicht aufbereiteten Daten. Für euch gilt das nicht. Ein riesiger Vorteil, den leider viel zu wenige nutzen.

    Würdet Ihr Euch ein gesundes Bein amputieren lassen, um jemanden, der beide Beine verloren hat, zu helfen?

    Tun wir mal für einen Moment so als hätte ich keine Ahnung worauf Du hinaus möchtest...


    Wenn der Rettungssanitäter zuerst den Impfstatus des Patienten sucht, bevor er ihn ins Spital bringt oder mit der 1. Hilfe beginnt, ist es vielleicht schon zu spät. Mehr sage ich nicht dazu.

    Offenbar ja doch. Sonst wäre Dein Post ja da zu Ende gewesen. Aber ich weiss nicht was meine Meinung jetzt mit etwaigen Verzögerung bei der Kontrolle des Impfstatus zu tun hat. Wirklich nicht.


    Jan hast Du bei Mister Tesla, dem Mann mit Visionen, schon Deine Reise zum Mars gebucht?

    Nein, muss ich ja nicht. Ich komme ja auch hier ganz gut klar. Geht ja offenbar nicht allen so...

    Bitte denkt nach bevor ihr die populistischen Hirngespinnste unserer spalterischen Medien weiterverbreitet.

    Ich äussere mich absichtlich sehr zurückhaltend und versuche ganz aktiv keinem auf die Füsse zu treten - auch Dir nicht. Das ist eine Gabe, die Dir weniger gegeben zu sein scheint.

    Ich habe die Botschaft verstanden.

    Das hätte ich mir gewünscht, aber scheint nicht der Fall zu sein. Ich werde das hier auch nicht weiter vertiefen, aber ich denke bei der Art eurer Kommunikation tut ihr euch alle keinen Gefallen - absolut nicht. Und nur, weil man sich ungerecht behandelt fühlt, sollte man verbal nicht immer weiter eskalieren. Das gibt dann eine ganz unschöne Eigendynamik.

    Wobei Deine Frau ja aus Belarus kommt, oder? Ich frage deshalb, weil ich gerade gelernt habe (ich reise kommende Woche mit eine Belarus-Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Polen ein), dass auch eine EU-Aufenhaltsbewilligung (in Polen heisst die "Karta pobytu") ausreicht, um in die Schweiz einzureisen. Und vermutlich hat sie ja vorher eine Deutsche Karte gehabt - davon gehe ich jetzt mal aus. Hilft dem Fragesteller nicht, aber vielleicht steht mal jemand von euch vor dieser Frage. Dann muss das EDA (siehe Anlage) die Mail nicht zweimal schreiben :D

    lieberjott Meiner Meinung nach ist der Druck, der in der Gesellschaft (nicht nur durch die Politik) aufgebaut wird, einfach kontraproduktiv. Und das sagt jemand, der unter den sich jetzt ankündigenden Massnahmen deutlich mehr als der Durchschnitt (wenn man das so egoistisch formulieren darf) leiden wird. Ich war am Donnerstag mit dem Auto unterwegs und habe dann in Satteldorf (Bayern?) mitbekommen, wie sich ein Maskenträger und ein Nicht-Maskenträger gegenseitig (mit leichtem Körpereinsatz) angegangen sind. Ich habe nicht mitbekommen wer angefangen ist (und in welcher Weise), aber es sollte schon nicht so sein, dass wir uns das leben noch schwerer machen als es ohnehin schon ist. Ich finde diese ganze Entwicklung extrem problematisch. Und von der Kommunikation ist in den letzten fast 2 Jahren einfach einiges schief gelaufen.


    Das hat im übrigen nichts damit zu tun, dass ich persönlich grosses Verständnis dafür hätte, wenn man sich nicht impfen lässt - das verstehe ich persönlich nicht. Aber ich habe für mich persönlich nicht den Anspruch dafür sorgen zu können, dass andere meine persönliche Meinung teilen. Und ich erwarte schliesslich auch von anderen, dass sie Verständnis dafür haben, dass ich mich habe impfen lassen. Leben und leben lassen.


    Und natürlich gibt es Spannungen, wenn das bewusste Verhalten von anderen potentiell zu höheren Gemeinkosten oder Überlastungen führen kann - egal, ob das nun ICU Plätze wegen Corona sind, Sozialhilfe oder Gesundheitskosten durch Übergewicht oder was weiss ich. Aber wenn man dann total konsequent wäre, müsste man natürlich extrem viel verbieten und dürfte sich eben nicht "nur" eine kleine Baustelle raussuchen. Das soll jetzt kein Plädoyer für oder gegen das COVID-Gesetz werden, sondern viel mehr eine bitte um mehr Toleranz, selbst wenn es teilweise schwer fällt. Auch ich muss ab und an mal schlucken...


    Wenn mich jemand fragt, empfehle ich ihm die Impfung, weil das meiner persönlichen Meinung nach sinnvoll ist. Wenn mich aber jemand nicht fragt, dann werde ich niemanden zu überzeugen versuchen. Das wird mir ohnehin nicht gelingen, sondern nur die Fronten verhärten.

    Also in Bern hat es bei mir Jahre gedauert. In Zug habe ich 2020 (ohne Fristverlängerung) eingereicht. Bis heute gibt es aber noch keine definitive Veranlagung, sondern nur die "Schätzung" zum Umzug. 2021 ist natürlich auch nur provisorisch und sollte (um Zinsen zu zahlen) bis zum 31.12. gezahlt werden. Ich habe so den Eindruck, dass Zug und Bern sich hier beim Tempo der Abarbeitung nicht besonders unterscheiden. Was soll's....