Beiträge von jan82

    Also wir zahlen zu Dritt (38m, 38w, 3m) 1007CHF Krankenversicherung bei maximaler Franchise, ohne Zahnzusatzversicherung, aber sonst alles "privat" mit internationaler Zusatzdeckung. Meine Frau und mein Sohn "verursachen" noch etwa 1500 CHF Gesundheitskosten pro Jahr - ich eher keine (abgesehen von zahlreichen Schnell- und PCR Tests).


    Betreffend der Wohnung scheinst Du Dich orientiert zu haben. Das ist schon mal gut. Wenn Du Deine Wohnung tatsächlich so los wirst, ist das natürlich top. Ich habe in Deutschland auch ein kleines EFH an guter Lage gekauft - rund 800k EUR. Dafür hätte ich mir die Wohnung (6 Zimmer) in der Schweiz mit vergleichbaren Ausbaustandard nicht leisten können - und zwar recht deutlich nicht. Und der Unterhalt ist eben auch nicht ganz ohne. Gerade habe ich bei meinem Mini-Chalet einen Wasserrohrbruch der Anschlussleitung: 28k CHF. Hätte ich das gewusst, wäre ich im Hotel geblieben :D


    Jeder pflegt natürlich ein anderes Leben und das ist auch vollkommen okay. Rein statistisch haben Deine Frau und Du noch etwa 20 Arbeitsjahre in der Schweiz vor euch. Ich gönne euch absolut, wenn ihr bis 70 durchhaltet, aber ich würde mal eher mit 60 rechnen. Jeder kann krank werden, einige möchten nicht so lange oder verlieren ungewollt den Job. Mit einem Haushaltseinkommen von 6.5k magst du durchkommen - das ist okay, aber natürlich kein Luxus. Das Problem sehe ich aber bei der Altersvorsorge. Damit Du in nur 20 Jahren deine DE-Rente so weit "pimpen" kannst, damit sie für euch in der Rente in der Schweiz reicht, bräuchtest du vermutlich ein höheres Grundeinkommen oder müsstest im Alter dann sehr sparsam leben bzw. das Land verlassen. Deine zu erwartende Rente kannst du recht einfach selber "ausrechnen" und wirst dann vermutlich feststellen, dass ihr - sofern ihr nicht richtig ordentlich in die zweite und dritte Säule freiwillig zahlt (also von euren 6.5k) - damit nicht bei gleichem Lebensstandard hinkommt.


    So, nun ist es aber auch so, dass man seinem Herzen folgen sollte, wenn es ruft. Von daher: Hopp Schwiiz! :CH:

    Also ich bin im Schengen Raum von der Quarantäne und Testpflicht befreit. Von der Testpflicht befreit klingt aber besser als es ist: Damit ich befreit bin (bei den Einreisen) muss ich jede Woche einen PCR Test machen... Aber immerhin keine Quarantäne - sonst könnte ich und ein wesentlicher Teil meiner Belegschaft direkt in Kurzarbeit. Aber mich nerven die Tests unfassbar...

    Wer keinen Dienst leisten kann, beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen, oder will, bezahlt eine Ersatzabgabe für den Feuerwehrdienst. Diese kann je nach Gemeinde und Kanton unterschiedlich hoch sein.

    Das gilt für erwachsene Männer, als auch Frauen, wenn ich mich recht erinnere, bis zum 40 oder 42 Lebensjahr.

    Das ist doch auch gar nicht schlecht so. Die Wehrpflichtersatzabgabe finde ich ebenso richtig. Ob man nun zum Militär geht oder etwas anderes macht, ist ja jedem selbst überlassen. Aber wer das nicht möchte, der sollte das eben finanziell kompensieren. ich bin nicht in der Feuerwehr und habe nur GWD in Deutschland geleistet, hätte aber kein Problem damit mich an den Kosten zu beteiligen. Und ich sehe auch nicht wieso Frauen das nicht auch können - wir wollen ja alle Gleichberechtigung.

    Was ich ziemlich genial finde ist die "Kirchensteuer" in Italien. Da kannst Du aus der Kirche austreten und dann entscheiden wohin die Kohle fliessen soll: Zum Staat oder zu einer NPO. Zahlen tut jeder, du kannst Dir nur aussuchen wer es bekommt. Sowas würde ich mir in der Schweiz auch wünschen.

    Nein nein, in meinem Herzen schlägt noch heute der Bär. Aber ich kann mir bei diesen ganzen Geschichten eben nicht vorstellen, dass diese Geschichten vollständig erzählt wurde...


    Es ist doch wie immer im Leben: Wie man in den Wald hineinruft... Wer sich da nett und freundlich gibt, hat da auch nichts zu befürchten...

    Mach Dich wegen des Integrationsgesprächs bloss nicht wild. Das war sowohl bei der Einbürgerung von mir als auch bei der Niederlassungsbewilligung meiner Frau etwa gleich: Da sitzt jemand vom Gemeinderat und der Gemeindeschreiber (bei uns war es die Gemeindeschreiberin) und es ist ein ganz lockeres Gespräch.


    Roger Federer, Schwingfest, die Aare, Berndeutsch, Hobbys, Beruf...


    Sie haben hochdeutsch, berndeutsch und französisch gesprochen - immer mal abwechselnd. Alles sehr lieb und nett. Und ich war wirklich in einer SVP Gemeinde. Ich kann das natürlich nur schwer verallgemeinern, aber: Ich kann mir schwer vorstellen, dass so ein Gespräche Probleme macht, wenn man auch nur im Ansatz integriert ist.


    Und Hausbesuch wäre bei uns auch kein Problem gewesen. Das würden sie sich bei einer Juristin (die natürlich weiss, dass sie das so einfach nicht dürfen), nicht trauen. Es ist aber nicht so, dass einige Gemeinderatsmitglieder und auch die Gemeindeschreiberin nie bei uns waren - das waren sie natürlich öfter mal (Apéro), aber nicht im Rahmen der Verfahren.

    Allgemein ist der Schweizer Zoll schon freundlich. Selbst als ich aktiv 6 Flaschen Whisky verzollen wollte, haben Sie mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich weiterfahren und mich nicht bitte nicht erwischen lassen soll, weil hier ständig Zollkontrollen seien. Vermutlich haben ihre "Wunschkunden" erheblich mehr als 6 Flaschen dabei...


    :CH: