Hallo und Grüezi

  • Hallo und Grüezi,


    zunächst möchte ich mich euch vorstellen. Ich bin 46 Jahre alt, männlich, verheiratet, seit meiner Geburt hochgradig schwerhörig, arbeite im öffentlichen Dienst. Meine Hobbys sind: lesen, Fußball schauen, Eisenbahn, Fahrrad fahren, Auto fahren, Politik.


    Nun, mein Beweggrund ist diesmal nicht das Auswandern, sondern ich möchte nur Freundschaften schließen, da ich mich als Europäer fühle. Ich hatte vor kurzem mit meiner Frau eine Rundreise mit dem Bernina- und Glacier-Express gemacht. Wir waren von der Technik, von der Bergkulisse, von der Gastfreundschaft, von der Herzlichkeit, von der Gelassenheit der Bevölkerung nachhaltig stark beeindruckt. Wir denken oft an diese schöne Tage zurück, auch wenn wir uns auf der Rückreise leider erkältet hatten. Ich möchte hier jedoch nicht hervorheben, dass Schweiz für unsere Verhältnisse recht teuer ist. Das Gleiche gilt auch für den Schweizerdeutsch. Es sind die Eigenschaften, die das Land ausmachen und es gilt zu respektieren. Jedoch würde es mich mal interessieren, wie die Schweiz es schafft, solchen Lebensstandard zu halten, wenn die Währung für unsere Verhältnisse recht teuer ist. Vielleicht kann man anhand einer Lohnabrechnung, Miete, Ausgaben und Steuer ein Beispiel darstellen, damit man hier ein Bild bekommen kann. Jedoch liegt es mir fern, eine Neiddebatte auslösen zu wollen. Mir geht es nur darum, Vergleiche in den deutschsprachigen Räumen wie z.B. Deutschland, Schweiz und Österreich anzustellen und auch die Länder verstehen zu können.


    Über netten und interessanten Austausch freue ich mich. Aber gegen einer guten (Mail)-Freundschaft habe ich nichts dagegen einzuwenden. :smiling_face:


    Tschüss und liebe Grüße,
    Paul1970

  • Hallo Paul und Willkommen im Forum


    Vielen Dank für deine nette Vorstellung.


    Wie du bereits festgestellt hast sind von deinen Hobbys Natur, Eisenbahn und Politik in der Schweiz starke Themen.


    Ein Teil des Erfolges und hohen Lebensstandard der Schweiz, liegt auch sicher an der Tatsache, dass die Schweiz den Euro nicht angenommen hat. Dennoch mischt die Schweiz im europäischen Wirtschaftsraum kräftig mit. Genau diese Mischung aus Unabhängigkeit und Zusammenarbeit macht die Schweiz stark. Manche mögen es Rosinen picken nennen, aber ich finde es legitim. Zum zweiten wird in der Schweiz der Volkswillen sehr ernst genommen, auch wenn sich manch Schweizer an den ständigen Abstimmungen nervt, ist es ein wichtiges Gut. Ich bin jedes Mal von den Volksabstimmungen sehr fasziniert und verfolge sie sehr genau, auch ohne Stimmrecht. So wie ich es mitbekommen habe, geht es vielen Auswanderern ähnlich.


    Schöne Grüsse
    Maik

  • Danke für das Willkommen. :smiling_face: Ich persönlich finde es gut, dass es eine direkte Demokratie in der Schweiz gibt. Was hat dich eigentlich bewogen, in die Schweiz auszuwandern und welche Perspektive hattest du damals gehabt?


    Ja, in der Schweiz ist das dichteste Bahnnetz der Welt und ich finde es einfach faszinierend. Demnächst werde ich wieder mit der Bahn zu Genfer Autosalon fahren und ich werde bei der Buchung darauf achten, dass ich ICN erwische. Denn vor zwei Jahren bin ich mit ICN von Genfer Flughafen nach Basel gefahren. Ich war total überrascht, wie schnell der Zug fuhr und wie elegant der Zug die Kurven meisterte. Aber als ich in Basel umsteigen musste, hatte der deutsche (!!) Zug leider 30 Minuten Verspätung gehabt. :frowning_face: Auf dem Hinweg werde ich in Basel einen Stop einlegen, da ich mir die Stadt gerne anschauen möchte. Ich freue mich schon darauf.


    Gute Nacht :winking_face:

  • Ich bin der Liebe wegen ausgewandert. Nach einem Jahr pendeln zwischen Luzern und Hamburg musste eine Lösung her. Fernbeziehung ist auf Dauer keine Lösung gewesen. Am Anfang war noch nicht klar ob wir zusammen in der Schweiz oder in Deutschland leben werden. Da aber die Suche nach einem Arbeitsplatz für mich in der Schweiz relativ schnell zum Erfolg führte, war die Entscheidung relativ einfach.


    Erstaunlich ist bei der Pünktlichkeit der Züge, dass Sie sogar darauf achten auf die Sekunde genau abzufahren. Verspätungen gibt es aber auch in der Schweiz, wenn das passiert bekommt man diese sehr genau mitgeteilt.

  • Autsch, zwischen Hamburg und Luzern liegen etliche Kilometer. Ich bin auch am Überlegen, ob ich auf der Rückreise mit der Bahn von Genfer Autosalon entweder in Bern oder in Luzern einen Zwischenstopp einlegen soll. Welche Stadt würdest du mir empfehlen wollen, ohne deine Heimatstadt bevorzugen zu wollen? :smiling_face:


    Wie schnell hast du schweizerdeutsch gelernt und wenn du vor der Wahl stehen würdest, entweder in der Schweiz bleiben zu wollen oder nach Deutschland zurückkehren zu wollen? Welches Land würdest du am ehesten vorziehen wollen, ohne das bestimmte Land bevorzugen zu wollen und warum? Was fehlt dir in der Schweiz, was bei uns in Deutschland gibt? Wie lange lebst du schon in der Schweiz? Sorry, aber mich interessieren die Beweggründe ungemein sehr und weshalb das teuerste Land der Welt trotzdem so reizvoll sein kann. Ich bin eben ein Europäer. :smiling_face:


    Vielleicht hast du für preisbewusste Urlauber ein paar interessante Tipps wie z.B. kostengünstige Übernachtungen mit Frühstück, Bahnfahrten, preiswerte Restaurants (ich klammere hier bewusst Fast Food aus, weil es nicht jedermannˋs Geschmack ist.) parat.


    Danke! :CH:

  • Luzern und Bern sind beide eine Reise wert. Bern liegt sicher etwas mehr auf dem Weg, ist etwas weniger touristisch und das Bundeshaus ist sehr sehenswert. Unbedingt eine Führung mitmachen, geht aber nur in der sessionsfreien Zeit. https://www.parlament.ch/de/se…durchs-parlamentsgebaeude


    Ansonsten ist Luzern nicht umsonst der Klassiker. Die Stadt, der See, die Berge mehr geht nicht.


    Für das Schweizerdeutsch habe ich schon etwa 3 Monate gebraucht damit ich alles 100% verstehe. Mittlerweile lebe ich schon etwas mehr als 5 Jahre hier und ich würde weiterhin die Schweiz bevorzugen. Fehlen tun einen schnell mal gewisse Lebensmittel, die in Deutschland selbstverständlich zu bekommen waren, hier aber schwer ranzukommen ist. Ein richtige Currywurst, Mettbrötchen usw. Dafür kann ich jetzt aber nicht mehr ohne ein richtiges Fondue und Rivella leben, es würde mir also mittlerweile auch einige Lebensmittel in Deutschland fehlen, die hier normal sind. Und manchmal fehlt mir dann doch etwas die direkte deutsche Art und das Fussballfieber, aber dafür schätze ich die Schweizer Pünktlichkeit und Höflichkeit sehr. Mittlerweile würde ich sagen, dass ich mit beiden Ländern sehr verbunden fühle.


    Mein Restaurant-Tipp für Luzern:
    Shanghai


    Sehr versteckt, günstig und sehr sehr lecker.
    Das Restaurant findet sich im hinteren Teil des asiatischen Supermarktes bzw. man kommt auch über den Hinterhof direkt ins Restaurant. (vor allem Abends)