Beiträge von BonjourSuisse

    Ich hoffe und glaube nicht, dass Maik eingreift, weil es keinen Grund gibt.


    Du hast scheinbar keine Ahnung, was Cyber Mobbing wirklich ist. Also solltest du diesen Begriff nicht an der falschen Stelle missbrauchen. Ich hab manchmal das Gefühl, du weisst generell nicht, was und wofür Foren da sind. Dazu gehören nämlich auch Widerspruch und Diskussion. Du scheinst aber lieber Friede, Freude, Eierkuchen zu bevorzugen. Mach doch dein eigenes Forum für Bliemchenkaffee oder auch für Querdenker auf. Das scheint dir scheinbar besser zu liegen. Und nie vergessen immer zu erwähnen, wie toll doch alles in der DDR war. Da gabs auch nur Einheitsmeinungen. Offiziell jedenfalls.

    Super das hier wenigstens einer verstanden hat worum es in Foren hauptsächlich geht und es gleich noch im selben Post bestätigt, nämlich Anonym andere Personen anzugreifen und persönlich / unsachlich zu beleidigen. Wirklich arm!


    anja Auch dieses Forum leidet unter dem aktuellen Zeitgeist. Da tummeln sich Leute die den ganzen Tag im HomeOffice sitzen und einem sinnfreien Job mit irgendwelchem IT-Mist, Coaching, Marketing / Medien oder Konsumscheiss nachgehen, den ganzen Tag NZZ, Welt und Spiegel lesen um dann Ihren Mitmenschen da draussen die Welt erklären zu wollen. Sie tragen mit Ihrem Beruf, Lebensstil und Ihrem Freizeitverhalten ein Stück weit dazu bei das die Welt aktuell so ist wie sie ist mit Pandemie, Krieg, Klima etc. Sie lenken mit Ihrem nach aussen hingetragenen Phrasen zu politischen Themen von Ihrem zutun ab und greifen alles an was nicht diesem / Ihrem Horizont entspricht.

    Einige von Ihnen werden in Zukunft aufwachen und sich dann wie Ihre Vorfahren vor 80 Jahren fragen wie das und jenes passieren konnte.

    Nach dem Motto: „Wenn ihr euch fragt, wie das damals passieren konnte: weil sie damals so waren, wie ihr heute seid.“ Henryk M. Broder

    Käme als Nachsatz nicht so wieder dämliches Geschwurbel, hätte ich dir tatsächlich fundiert drauf geantwortet. Aber vermutlich interessiert dich die Antwort gar nicht, daher brauche ich mir die Mühe nicht geben.


    Nur so viel: Es kann nur Strom exportiert werden, wenn es einen Stromüberschuss gibt. Demzufolge kann man diesen gar nicht in Deutschland verkaufen. Das Ausland muss diese Strommengen an der europäischen Strombörse kaufen und dort definiert grob gesagt die teuerste Erzeugungsart den Preis pro MWh. Ergo zahlen die Importeure massiv. Am heutigen Spotmarkt können nur Deutschland und Österreich relevante Strommengen anbieten, für knapp 630 Euro pro MWh Peakload - macht also satte 63 Cent pro kWh. Aber schwurbel' ruhig weiter von Planwirtschaft...

    Ganz ruhig lieberjott! Hast du den Artikel gelesen? Deine Antwort ist das Paradebeispiel für Menschen mit Scheuklappendenken. Trotz Deiner unsachlichen Wortwahl gebe ich Dir mein Feedback.

    Wir halten fest: Es wird in Deutschland in Gaskraftwerken Strom produziert für den es in Deutschland überhaupt keine Abnehmer gibt. Gaskraftwerke sind eigentlich nur für die Abfederung der Spitzenlasten im Stromnetz konzipiert. Der mit einer knappen Ressource sinnlos produzierte Strom wird in Länder exportiert die ein vielfaches der Atomstromkapazitäten von Deutschland haben (Schweiz 4 Atomkraftwerke : 8 Mio. Einwohner, Frankreich über 50 Atomkraftwerke : 67 Mio. Einwohner, Deutschland noch 3 Atomkraftwerke : 80 Mio. Einwohner).

    Frankreich hat viele Atomkraftwerke wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet. Deutschland hat auch abschaltet und nun leisten sie sich Sanktionen gegen ein Land von dessen Energieexport sie sich sehr stark abhängig gemacht haben.

    Eine Irregeführte Planwirtschaft bezüglich der Energiepolitik kann man nun wirklich nicht leugnen.

    Eigentlich sollte mir das Thema Energie egal sein. Wir heizen mit Wärmepumpe und Cheminee, haben genug Holz vor der Hütte, ich fahre mit dem Velo zur Arbeit, in meiner Freizeit gehe ich segeln und wenn es uns hier zu kalt wird geht`s ab in unser Domizil weit im Süden wo die Heizperiode maximal 4 Wochen andauert. Akzeptieren werde ich diese Energiepolitik aber niemals weil diese herbeigeführte Energiekrise das Potential für schwerere gesellschaftliche Verwerfungen in sich birgt.

    Jetzt würden mich noch Deine Ausführungen zum Thema Neutralität interessieren.

    Mal noch ein Einwurf zum Thema Energie:
    https://www.tagesspiegel.de/wi…-im-vorjahr/28608598.html



    Jaja, das doofe Deutschland welches seine Atomkraftwerke abstellt, exportiert nun Strom in das Atomkraftwerkmusterland Frankreich und auch in die Schweiz...

    Macht das Sinn? Strom in Länder wie die Schweiz und Frankreich zu exportieren wo man ihn in Deutschland vor Ort für den doppelten Preis verkaufen kann? Fragen über Fragen die so gar nicht im Sinne der Marktwirtschaft sind. Die Planwirtschaft besiegelt dann wohl alles!?

    Wird sich die Schweiz nun verändern diesbezüglich? Normal fanden Verhandlungen in Krisenzeiten in Wien oder in Genf statt; insbesondere Genf. Nun hat die Schweiz Partei ergriffen? Oder?


    Grüße

    Scheint so als ob die Schweiz sich dieser Zeitenwende nicht entziehen kann!?


    Ukraine-Krieg – Neutralität ist nicht das Ziel von Politik
    Die Schweiz ist wie nie zuvor mit sich verschärfenden globalen Krisen konfrontiert. Das ist nicht die Zeit für Alleingänge.
    www.nzz.ch

    Allerdings schätze ich auch, dass im Hintergrund bereits Gespräche mit Russland laufen um eine Lösung aus dem Dilemma zu finden.

    Das wäre in meinen Augen der diplomatische Weg, den ich der Schweiz zutrauen würde.

    Das ist meine Meinung zu der Geschichte.

    Ich denke diese Option ist mit der ablehneden Haltung Russlands die Schweiz als Schutzstaat der Ukraine anzusehen wohl eindeutig geklärt.


    Neutralität: Russen gegen Schutzmachtmandat für Ukraine
    Das Aussendepartement kann die Interessen der Ukraine in Moskau nicht wahrnehmen, weil Russland die Neutralität der Schweiz bestreitet. Zu den Folgen des Njet…
    www.nzz.ch

    Ich bin total pro LGBTQ und war überrascht, dass in der Schweiz erst vor ein paar Tagen die gleichgeschlechtliche Ehe zugelassen wurde. Insofern bin ich - beim Gedanken daran in die Schweiz auszuwandern - sicher nicht auf der Suche nach den guten alten Zeiten, in denen noch (ausschließlich) Männchen und Weibchen in der Kirche heiraten, man das Wort "gendern" noch nicht kennt oder das Thema Klimawandel unbekannt ist. Ganz im Gegenteil.


    Wenn das in der Schweiz noch alles etwas (in Anführungszeichen!) "Rückständiger" sein sollte, ist es für mich ein Grund mehr, dort hinzugehen und mitzuhelfen, das zu ändern. Aber etwas an der Vorstellung Schweiz ist schon mit einer romantischen Erinnerung an die eigenen Kindheit in D verbunden (die Menschen sind freundlich, alles ist ländlich, sauber, organisiert, Heidi-mäßig).



    Missionare aus Deutschland. Genau darauf stehen die Schweizer besonders. :grinning_squinting_face:

    Jemand der aus dem grossen Kanton im Norden flüchtet weil er sich ein besseres Leben für sich und seine Familie verspricht um dann Ihnen noch zu erklären wie rückständig sie sind.

    Das hast Du doch nicht Ernst gemeint!?

    Beruflich ist es für viele Deutsche die hier herkommen ein Rückschritt. Ausländische Diplome werden oft nicht anerkannt (ausser EU Diplome im Gesundheitswesen). Im Gesundheitssektor und anderen Branchen dient die Anerkennung der ausländischen Diplome schlicht und einfach dem Lohndumping. Für meine Frau (Pädagogin) war es ein langer mühsamer Prozess eine einigermassen Ihrer Qualifikation entsprechenden Job zu bekommen. Die richtig guten Löhne und Positionen sind meist nur mit einem Schweizer Diplom zu erreichen.

    Thema Entschleunigung:

    Als Kadermitglied werden von mir 50 Wochenstunden mindestens verlangt. Um sich einen guten Lebensstandard leisten zu können muss oft die Frau mitverdienen. Um uns eine Immobilie leisten zu können waren wir auf das Gehalt meiner Frau angewiesen. Unsere Kinder gehen beide auf die Kantonsschule und es wird von Ihnen richtig Leistung verlangt. Meine Kinder sind hier vergleichweise deutlich mehr gefordert als die Kinder unserer Freunde in Deutschland.

    Lebensqualität:

    Mein Kosovarischer Mitarbeiter erwähnt oft die Lebensqulität in Deutschland sei besser. Einige seiner Freunde die in der Schweiz gearbeitet haben sind wieder nach Deutschland gezogen weil dort die Kinderbetreuung günstiger ist und auch Essen gehen und Ausflüge am Wochenende für die ganze Familie (Schwimmbäder, Freizeitparks etc.) für sie noch finanzierbar ist. Meine Frau hat sich gestern mit einer Freundin im Biergarten direkt am See getroffen mit herrlichen Ausblick und Ambiente. Das Essen war sehr teuer aber nicht mal gut, der Service schlecht. Kommt also darauf an worauf man Wert legt bei der Lebensqualität. Ja die Schweiz hat viele Naturschönheiten und im Winter gehen wir oft spontan Skifahren. Aber auch das kostet für eine Familie eine Stange Geld.

    Wirtschaft und Politik:

    Wie hier schon beschrieben wurde ist die Schweiz keine Insel und auch hier trüben sich die Aussichten. Das Schweizer Erfolgsmodell der Neutralität und das Bankgeheimnis sind Schnee von gestern. Der Schweiz ging es mit seinen europäischen Nachbarn in Zeiten der Globalisierung wirtschaftlich gut. Nun ändern sich die Zeiten und auch die Schweiz muss sich neu erfinden. Sie startet auf einem wesentlich höheren Niveau als seine Nachbarn aber auch hier sind die Zeiten mit der Energieproblematik, Klimaaktivitäten, Pandemie usw. ungewiss. Die Schweiz kann und wird sich dem Zeitgeist nicht entziehen können da sie wirtschaftlich viel zu abhängig ist.

    Gesellschaftlich:

    Hier befürchte ich das Ihr vom Regen in die Traufe kommt. Meine pubertierenden Kinder werden in der Schule mit LGBQT Themen bombadiert. Es herrscht hier diesselbe Klimahysterier, Pandemiepolitik und Genderwahn wie in Deutschland. Auch die Pandemiemassnahmen wurden bei den Kindern rigoros durchgesetzt.


    Die Schweiz ist bemüht nach Aussen immer den Schein einer unabhängigen, stolzen und eigenständigen Nation zu wahren. Dennoch unterscheidet sie sich in meinen Augen wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich nicht wesentlich von Deutschalnd. Ich möchte Dir Deine Auswanderunsgpläne nicht madig machen, befürchte aber das Deine Sichtweise auf die Schweiz noch auf zuvielen Relikten der Vergangenheit basiert. Auch hier in der Schweiz ändert sich der Zeitgeist rasant und die Transformation spüren auch viele Schweizer. Die Schweiz befindet sich in demselben geopolitischen Dilemma wie seine EU-Nachbarn. Wenn es Dir um wirtschaftlich stabilere und sichere Bedingungen für Deine Familie geht, bietet die Schweiz bessere Bedingungen als Deutschland. Für freiheitsliebende Menschen ist es aber auch gelegentlich der goldene Käfig.

    Da wir es hier mit einem Arbeitgeber aus der Gesundheitsbranche zu tun haben, könnte man auch einen Vorsatz vermuten. Ich bin selber in der Gesundheitsbranche tätig und weis daher zu gut, dass gerade Neulinge die noch keine Arbeitserfahrungen in der Schweiz haben bei der Lohnabrechnung sowie bei den Arbeitsverträgen über den Tisch gezogen werden.

    Seltsam ist auch, dass es den Steuerbehörden nicht im Rahmen der Erteilung der C-Bewilligung aufgefallen ist!? Das Migrationsamt überprüft doch bei dem Verfahren ob man Steuerschulden hat.

    Die Sache ist betimmt unangenehm für Dich aber für den Arbeitgeber wird es wahrscheinlich ernstere Konsequenzen haben. Bei Verdacht auf Schwarzarbeit oder Sozialleistungsbetrug ist der Gesetzgeber nicht zimperlich. Sind denn die übrigen Sozialleistungen korrekt und wahrhaftig geflossen?

    Hallo Pascal, deine Beiträge sind wirklich nett zu lesen und sehr wichtig für dieses Forum.

    Zu den Problemen die deutsche Einwanderer erfahren können, habe ich gleich ein aktuelles Thema was mich manchmal beschäftigt.

    Wir sind als Familie im Jahr 2017 in die Schweiz gezogen und haben uns auf einem Dorf in der Zentralschweiz sehr schnell integriert (Nachbarschaft, Sportvereine etc.). Unsere Kinder damals 8 und 10 Jahre kamen super klar mit Ihren Schulkollegen auch wenn unser Sohn ab und zu mal berichtete auf Grund seiner Herkunft angefeindet worden zu sein. Leider weigern sich unsere Kinder Schweizerdeutsch zu sprechen obwohl wir sie immer wieder darauf hinweisen, dass wir es für angebracht halten das sie mit Ihren Freunden Schweizerdeutsch sprechen. In meinen Augen sondern sie sich mit diesem Verhalten ab. Unsere Tochter (mittlerweile 14 Jahre) hatte zu Beginn als wir in die Schweiz kamen auch einheimische Freundinnen. Seit 2 Jahren geht sie auf die Kantonsschule und nun hat sie nur noch Freundinnen mit Migrationshintergrund. Es scheinen sich dort Cliquen gebildet zu haben unter den Schweizer Kindern und Migrantenkindern. Wenn ich meine Tochter diesbezüglich befrage sagt sie die Schweizer Kinder sind langweilig aber eigentlich schon nett.

    Mein Sohn im heranwachsenden Alter (Pubertät) hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Natürlich passieren in diesem Alter einige Dummheiten. Meiner Ansicht nach aber normal in diesem Alter. Interessant ist das eine Gruppe von 6 Kindern beschuldigt wird und die zwei Kinder mit Migrationshintergrund als Rädelsführer ausgemacht werden und die Jungs inklusive der Eltern massive Probleme bekommen. Die Schweizer Kinder / Familien werden gleich in der Opferrolle gesehen. Insbesondere die Tatsache das es keinerlei Beweise gegen die zwei Jungs gibt und alles nur auf "hörensagen" basiert, macht mich wütend und fassungslos. Auf Grund der immer sich wiederholenden und gleich gestrickten Muster kann ich eine Ungleichbehandlung und Diskriminierung von Kindern mit Migrationshintergrund nicht mehr ausschliessen. Einige Kinder sind darauf trainiert Unwahrheiten zu erzählen und reflexartig die Opferrolle ein zu nehmen wohlwissend das die Schulleitung dem Widersacher grosse Schwierigkeiten bereitet. Es macht mich traurig zu sehen, dass das was Erwachsene täglich im Konkurrenzkampf am Arbeitsplatz ausfechten sogar schon im Grundschulalter konditioniert wird.

    Wir sind glücklich hier in der Schweiz zu leben und haben einige Schweizer Freunde. Herausfordernd für uns bleibt der Argwohn dem Migranten ausgesetzt sind wenn sich die Schweizer Seele bezüglich Schule / Karriere unterdrückt fühlt. Dieses Phänomen ist aber vermutlich in allen Hochleistungsgesellschaften zu beobachten. Natürlich kann man auch nicht alles verallgemeinern da es ja bereits bei den Eidgenossen untereinander Ressentiments gibt. Unsere Schweizer Freunde aus Basel rümpfen immer die Nase über die unmöglichen / engstirnigen Zentralschweizer, Westschweizer - Ostschweizer, Zürcher....

    Ich habe es genossen, endlich mal wieder Schweizerdeutsch zu hören :slightly_smiling_face: :upside_down_face: :slightly_smiling_face:


    Das Zitat am Ende des Podcasts, vom Historiker hat auch meine Gedanken und Vermutungen bestätigt:

    "Das geniale an der Neutralität ist ja, dass sie eigentlich immer so ausgelegt werden kann, wie man will!"

    Bisher hat es die Schweiz ja auch erfolgreich verstanden die Neutralität zu Ihrem Vorteil auszulegen. Im Podcast der hier zuvor verlinkt wurde, ist ja auch darauf hingewiesen worden, dass 80% des russischen Rohstoffhandels in der Schweiz abgewickelt wird und 30% der Guthaben der russischen Oberschicht in der Schweiz deponiert sind.

    Die Sanktionen werden für die Schweiz genauso wie für die EU auch einige Nachteile bringen. Durch die Einstufung der Schweiz als feindlicher Staat seitens der Russen landet sie nun auch auf der Liste der potentiellen Ziele für Cyberattacken. Den Nimbus der Diplomatie, der auch jahrelang ein Aushängeschild der Schweiz war, ist man wohl auch los.

    Aber faktisch hatte die Schweiz in dieser Frage keine Wahl bzw. ist gezwungen die Sanktionen mitzutragen. Ansonsten wären sie direkt selbst von der EU und weiteren Staaten sanktioniert worden.

    Scheint so als sei Neutralität in einer globalisierten und komplett vernetzten Welt nicht mehr zeitgemäss.


    Ausreden und sich auf den Lorbeeren ausruhen bringt doch nichts. Falls es Dir entgangen ist: Die Schweiz war die vergangenen 200 Jahre von Deutschland, Frankreich und Italien umzingelt und hat es auch geschafft durch Diplomatie sich vor einem Überfall zu schützen.

    Und wenn es eben wirtschaftlich mal nicht läuft hat es an Corona gelegen. Übrigens habe ich mir die schlechten Prognosen für die deutsche Wirtschaft und die der EU nicht aus den Fingern gesogen. Marcel Fratzscher vom DIW Berlin und Vizekanzler Habeck haben es letzte Woche selber verkündet.

    Das ist mir alles bisschen dünn was Du hier an Scheinargumenten präsentierst.

    Interessant ist, dass sich derzeit konservative Politiker für Frieden und Neutralität einsetzen.

    Christoph Blocher (SVP): Je schlimmer es in der Welt zugeht, desto wichtiger ist die Neutralität.

    https://www.nzz.ch/schweiz/chr…ur-selbstzweck-ld.1672984


    Roger Köppel (Weltwoche) bemängelt die Eskalation im Ukrainekonflikt und mahnt die Schweiz zur Neutralität.

    https://weltwoche.ch/story/welt-am-abgrund-2/


    Wie zur Zeit auf beiden Seiten für Frieden stehende Meinungen niedergeknüppelt werden lässt das Schlimmste befürchten. Wo man hinsieht Scharfmacher, Aufrüsten, maximale Blockbildung. Wir haben schon einen Weltwirtschaftskrieg. Die Schweiz droht in diesen Mühlen zerrieben zu werden.

    Die Schweiz täte gut daran sich auf Ihre Tugenden zurück zu besinnen die sie erfolgreich gemacht hat.

    Wenn alle europäischen Staaten sich mit den Sanktionen ins eigene Fleisch schneiden, ist es eine einmalige Chance der Schweiz hier einen Gegenpol zu setzen. Die Schweiz war viele Jahre der Inbegriff der Diplomatie. Sollte sie diesen Nimbus aufgeben wird es weitreichende Konsequenzen haben.


    D`accord. Aber genau diese Abhängigkeit zeigt doch das derzeitige Dilemma auf. Die EU hat massivste Probleme im Verteidigungsapparat, Energiesektor und mit den Sanktionen auch bald gravierende wirtschaftliche Probleme.


    Das Thema Neutralität ist eng verknüpft mit dem Souveränitätsprinzip die Bundesrat Ueli Maurer bereits 2014 thematisiert hat:

    https://www.admin.ch/gov/de/st…ilungen.msg-id-54954.html


    Zitat:

    „Institutionen ohne demokratische Legitimation erhalten mehr und mehr Kompetenzen. So wie beispielsweise der Internationale Währungsfonds oder die Europäische Zentralbank. Über die Köpfe der betroffenen Bevölkerung hinweg bestimmen sie in vielen Staaten mittlerweile die Wirtschaftspolitik.
    Offenbar akzeptieren mächtige Staaten wie die USA die Souveränität anderer Länder nicht mehr. Sie erklären eigene Gesetze für weltweit gültig - und setzen diese auch hier bei uns durch, wie zum Beispiel FATCA.

    Die EU reduziert seit Jahren Schritt für Schritt die Souveränität ihrer Mitgliedsstaaten. Und sie will offensichtlich auch die Schweiz immer stärker in ihren Machtbereich einbinden: Wir verhandeln jetzt über eine „institutionelle Lösung". Das könnte dazu führen, dass wir ihre Gesetzgebung fortlaufend übernehmen und uns ihren Richtern unterstellen müssten. Das wäre dann das Ende unserer Souveränität.

    Wird wirklich interessant wie sich die Schweiz bei dieser Transformation der Weltordnung positionieren kann.

    Der Mythos der Neutralität hat in den vergangenen Jahren tatsächlich gelitten. Stichwort: Kryptoaffäre.

    Dazu der ständige Druck auf das Bankgeheimnis. Nun Sanktionen und Anbiederung an die EU die nun wahrlich keinen Aufwärtstrend verbuchen kann.

    Sieht so aus als müsste sich die Schweiz neu erfinden.

    Ich gebe Dir in vielen Punkten recht. Aber leider löst das Beharren auf seiner Sichtweise keine Konflikte sondern lassen es zu einem Flächenbrand eskalieren.

    Du hast es ja schön mit den Worten abgetan: Das ist mir zu viel Putin-Denkweise….

    Konflikte kann man dadurch lösen in dem man der Gegenseite zuhört, die Meinung akzeptiert und dann in Verhandlungen zu einer Lösung kommt. Das es friedliche Lösungen ohne Waffen gibt haben wir deutschen ja vor über 30 Jahren erlebt. Es gab ein Friedensangebot der Russen an die Europäer. Möglicherweise war Russland damals zu schwach um gegenzuhalten? Wer weis? Nun sind wir an einem Punkt da Russland sich seine Territoriale Stellung auf dem europäischen Kontinent zurück erobert und wir müssen erkennen das wir zu schwach sind oder uns die Ukraine keinen 3. Weltkrieg wert ist.

    Also wenn ein Schweizer sieht dass jemand in einer dunklen Gasse verprügelt wird, dann gebietet ihm die Neutralität dem Opfer nicht zu helfen? :confused_face:


    Es gibt so ein paar Dinge die mir spätestens seit "Corona" fürchterlich ärgern


    • Dieses Geraune und Herumgedruckse "ich würde ja gerne etwas deutlicher schreiben, aber man darf ja wie in der DDR nicht mehr offen seine Meinung sagen." Doch darfst du, du kommst dafür weder ins Gefängnis, wirst beim Teetrinken vergiftet oder fällst plötzlich einem bedauerlichen Verkehrsunfall zum Opfer. Du musst nur ertragen, dass andere Menschen, die du in der Realität noch nie getroffen hast, dir widersprechen. Das nennt man Diskussion oder Meinungsaustausch. Und ja, es ist erlaubt hinzuzulernen oder gar seine Meinung zu ändern.
    • Wenn etwas nicht zu 100% "richtig" oder beweisbar ist, dann muss das Gegenteil auf jeden Fall wahr sein. Was ich nicht innerhalb 10 Sekunden verstehe muss sowie falsch sein, die Welt wird von den Leuten heute nur einfach kompliziert gemacht
    • Wer mehr hat als ich kann das nur auf unlautere Weise erworben haben, Sportler und Musiker selbstverständlich ausgenommen.
    • Dieses "ja aber die haben das auch gemacht und da hat niemand protestiert". Doch es wurde schon immer protestiert, die Proteste gegen den Golfkrieg Anfang der 90er waren aber beim deutschen Michel genauso (un)beliebt wie heute FFF.
    • Und selbst wenn, wenn bei meinem Nachbarn eingebrochen wird und es wird nur halbherzig ermittelt, dann ist das kein Freibrief für den Einbrecher auch bei mir einzubrechen "Herr Staatsanwalt ich verstehe das nicht, mein Kumpel wurde doch auch nicht erwischt, das ist ungerecht"
    • Diese verharmlosenden Wörter wie Dilemma, Ereignisse usw.. Dort findet ein Angriffskrieg statt. Bei einer "Befreiung" würde ich doch jetzt Bilder von Flüchtlingsströmen in Richtung "russischer Heimat" und nicht in Richtung "böser Westen" erwarten, aber selbst bei den Staatsmedien wie RT scheint es die nicht wirklich zu geben.

    Daran dass die Wirtschaftssanktionen fürchterliche Auswirkungen haben sieht man dass es für den Frieden sehr wichtig ist eine enge wirtschaftliche Verflechtung zu haben, es muss einfach viel zu teuer werden eine Angriffskrieg zu führen, leider hat das Putin nicht gesehen oder es war ihm egal.

    Hut ab wenn der Schweizer bei einer Prügelei in einer Gasse sofort weiss und vor allem entscheiden kann wer Opfer und wer Täter ist. Die Opfer- und die Täterrolle beanspruchen natürlich beide Seiten. In aller Regel wird der Schweizer so wie jeder normale Mensch erstmal die Auseinandersetzung versuchen zu schlichten. Alles weitere kann dann von der Polizei und den Gerichten erledigt werden. Es steht weder dem einfachen Schweizer noch uns zu über den Konflikt zu richten.

    Wir haben weder genügend Informationen noch die Qualifikation in einem Geopolitischen Konflikt Partei zu ergreifen. Natürlich werden wir humanitäre Hilfe Leisten wo es nur geht.

    Fakt ist, dass es seit 2014 Krieg in der Ukraine gibt und nicht erst seit einer Woche. Fakt ist auch das die Welt immer kriegerischer wird. Im Rahmen der NATO Erweiterung haben sich viele Länder vom Prinzip der Neutralität verabschiedet.

    Kriege sind das Problem der Menschheit seit vielen tausend Jahren. Es gibt ständig Kriege auf der Welt. Wir sollten ein Interesse haben das dieser Krieg nicht ausartet und in einem Weltkrieg endet. Momentan sehe ich leider nur Eskalation auf allen Linien und wir können nur hoffen das alle zur Vernunft kommen.

    Lange Haare und langer Vollbart werden eher als Ablehnung gesellschaftlicher Konventionen gesehen.

    Nicht die Beste Idee um seinen Integrationswillen zu zeigen. Ich denke manche Schweizer könnten empfindlich darauf reagieren.

    Aber wenn einem der Look wichtig ist einfach ausprobieren. Haare sind ja in wenigen Minuten abrasiert.

    Der Freedom Day gleicht einem Pyrrhussieg.

    Auch wenn viele der Massnahmen aufgehoben sind, bleibt eine angstgestörte gespaltene Gesellschaft und prekäre Ökonomie zurück.

    Corona nimmt angesichts der übrigen Entwicklungen eine Nebenrolle ein und das ist gut so.

    Die Aufhebung der Massnahmen ist daher nur folgerichtig um die Konzentration wieder auf das wesentliche Geschehen zu lenken.

    Das sind ja überschaubare Beträge und wahrscheinlichen decken sie genau die Verwaltungskosten die mit der Einbürgerung entstehen. Ich hatte mal irgendwo Kosten von ca. 10.000,- CHF für die Einbürgerung aufgeschnappt. Da müssen dann wahrscheinlich schon noch einige Kosten für die Rechtsberatung, Bestechungsgelder im Heimatland für die Urkundenbeschaffung und weiteres anfallen um auf diese Summe zu kommen.