Deutsche unglücklich in der Schweiz?

  • Hey Marcus,


    ich gebe gerne meine persönliche Meinung dazu ab. Als eine sehr politisch interessierte Person, beherrsche ich 4 Sprachen und daher informiere mich aus allen möglichen Quellen. Zu deinem Link kann ich nun folgendes sagen:
    Zu einem dienen Meldungen solcher Art um die breiten Massen normaler Bürger von Massenauswanderung abzuhalten. Gezielte Desinformation des Volkes wird von der verzweifelte Regierung in alle Richtungen unterstützt. Daher bezeichne ich bereits erwähnte Meldung, sowie Meldungen a la "stoppt den Putin jetzt" als, mittlerweile üblich gewordene, hohle Propaganda.
    Zu anderem können vereinzelt die Elemente an dieser Geschichte stimmen. Aus der Erfahrung mit Menschen aus meiner Umgebung behaupte ich weiterhin, dass die meisten Menschen sich permanent beschweren, egal wie gut es denen geht. Dieses Phänomen ist eindeutig auf Aufmerksamkeitsdefizite zurückzuführen.
    Eine rhetorische Frage möchte ich gerne an diese Menschen stellen, die angeblich soooooo unzufrieden sind:
    "wenn es denen so schlecht in der Schweiz geht, warum bleiben diese dann weiterhin dort?"
    Abschließend lässt sich meinerseits sagen, dass bereits erwähnte Merkmale ausschließlich meine persönliche, auf Fakten basierende Meinung, darstellen. Auf einer internationalen Arena schäme ich mich oft, dank unseren unfähigen und peinlichen Politikern, meinen Ausweis zu zeigen und nutze lieber im Ausland meine zweite Staatsangehörigkeit. Ich, als Deutscher, bin im Ausland geboren und aufgewachsen, fühle mich irgendwie überall als ein Ausländer nicht willkommen...

  • Hallo Paul!
    Ich glaube zu wissen was du meinst...bin auch im ausland aufgewachsen und fühle mich auch als ausländer, egal wo ich lebe. Ich sehe das aber nicht unbedingt negativ, freue mich eher darüber so flexibel zu sein. mit meiner nationalität (österreich) kann ich mich sehr schwer identifizieren...zuhause fühle ich mich dort wo ich mit meiner familie lebe
    verstehe auch nicht, warum immer so auf der schweiz herumgehackt wird, ich habe das schon mal irgendwo geschrieben, dass es überall auf der welt gleich abläuft...als ausländer!
    In marokko, wo ich meine kindheit und jugend verbracht habe, hat sich der schulhof geteilt, auf der einen seite die marokkaner und auf der anderen seite die franzosen, das "mischmasch" zwischendrin :-). In deutschland hab ich mich schell mit einer türkin und einer deutsch-rumänin angefreundet, hier in österreich war ich dann die "deutsche" und musste mich auch hier beweisen. verallgemeinern möchte ich hier natürlich nichts, ausnahmen gibt es immer....
    wer es gewohnt ist, z.b. durch eine grosse familie oder freundeskreis viel zuspruch, anerkennung und hilfe zu bekommen und das gleiche nach kurzer zeit im "neuen" land erwartet, wird evtl. unglücklicher sein und das nicht nur in der schweiz.
    LG

  • Im Moment finde ich nimmt das Thema in den Medien überhand. Ich mag es fast nicht mehr sehen. Dabei finde ich hat sich die Beziehung seit der Fussball WM 2014 weiter zum positiven entwickelt.


    Man sollte aber immer mit der Einstellung rangehen, wenn man ins Ausland geht, dass dort Niemand auf einen wartet. Als Ausländer liegt es in erster Linie an einem selbst sich zu integrieren. Wer positiv und aufgeschlossen seinen Mitmenschen gegenüber tritt wird es dabei immer einfacher haben. Als erstes sollte man möglichst schnell die lokale Sprache lernen. Beim Italienischen und Französischen liegt es wahrscheinlich schneller auf der Hand, aber das gilt für die Deutschschweiz gleichermassen. In der Deutschschweiz reicht es aber häufig schon aus die Sprache zu verstehen und seinem Gegenüber mitzuteilen, dass dieser nicht auf Hochdeutsch umstellen soll. Wer dann noch statt Hallo und Tschüss. Grüezi (Sie), Hoi (Du), das Ade, mehr Bitte und den Konjunktiv sich angewöhnt, macht es sich selbst schon einfacher.


    Wie Paul es schon richtig sagt, wenn man nach geraumer Zeit feststellt, dass man sich in der Schweiz nicht wohlfühlt und auf keinen grünen Zweig kommt. Dann ist ewiges rumnörgeln und Vergleiche aufstellen der falschen Weg und man sollte liebe zurückgehen.


    Vereine und Sport sind ein gutes Mittel zur Integration. Wichtig ist auch ehrliches Interesse an seiner neuen Heimat und seinen Mitmenschen. Aber egal wie man es macht, es gibt keine Garantie, dass es klappt und es werden nie 100% glücklich sein. Ich kenne aber mehr als genug Deutsche, die sich in der Schweiz sehr wohl fühlen, nur fallen die auch weniger auf. ;-)