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Quellensteuer

  • Stephan77
  • 13. Februar 2020 um 22:38
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    Stephan77
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    • 13. Februar 2020 um 22:38
    • #1

    Hallo Zusammen,

    ich habe schon viel im Forum zur Quellensteuer gelesen aber ganz verstanden habe ich es nicht.
    Die Quellensteuer ist ja nur vom Kanton abhängig. Wenn ich aber über 120.000.- CHF im Jahr verdiente, muss ich ja zusätzlich eine Steuererklärung abgeben. Heisst das dann dass der Arbeitgeber zwar die Quellensteuer abführt ich aber
    in der Steuererklärung wie ein "normaler" Schweizer behandelt werde und dann Gemeindesteuern und Kantonsteuern zahlen muss und die Quellensteuer damit verrechnet wird?
    D.h. wäre es für mich dann sinnvoll in eine Gemeinde mit niedriger Gemeindesteuer zu ziehen während für einen Quellenbesteuerten mit Einkommen unter 120.000 CHF die Gemeinde ja eigentlich egal wäre?

    Laut https://www.steueramt.zh.ch/ würde ich bei 144.000CHF ca. 17.000 CHF Gemeinde und Staatssteuern Zahlen (Gemeinde Aesch) laut Lohncomputer aber nur 10.000CHF Quellensteuer?
    Heisst das ein Schweizer zahlt höhere Gemeinde- und Staatssteuern als ein Quellenbesteuerter "Ausländer"?

    LIeben Dank im Voraus für eure Hilfe

    Stephan

  • basileus
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    • 14. Februar 2020 um 07:46
    • #2

    Hoi Stephan,

    die Quellensteuer ist tatsächlich vom Kanton abhängig. In Neuenburg bezahlst du z.B. deutlich mehr als in Zug. Grundsätzlich ist die Quellensteuer die "mittlere Steuer" für den Kanton, d.h. es gibt Gemeinden welche niedrigere Steuern haben und Gemeinden die höhere Steuern haben.

    Als Ausländer mit B-Bewilligung führt dein Arbeitgeber die Quellensteuer an das kantonale Steueramt deines Wohnkantons ab. Bei einem Jahresgehalt von über CHF 120'000.- musst du eine reguläre Steuererklärung abgeben und wirst dann wie ein Schweizer veranlagt. Die schon entrichtete Quellensteuer wird mit deiner finalen Steuer verrechnet (auch richtig erkannt).


    Zitat von Stephan77

    D.h. wäre es für mich dann sinnvoll in eine Gemeinde mit niedriger Gemeindesteuer zu ziehen während für einen Quellenbesteuerten mit Einkommen unter 120.000 CHF die Gemeinde ja eigentlich egal wäre?

    Korrekt.

    Zitat von Stephan77

    Heisst das ein Schweizer zahlt höhere Gemeinde- und Staatssteuern als ein Quellenbesteuerter "Ausländer"?

    Genau das heisst es, allerdings nur für Einkommen unterhalb von CHF 120'000.- Wobei man hier schauen muss, da sich dann natürlich auch die Steuerbelastung ändert.
    Ein gutes Beispiel ist Zürich-Stadt: mit Quellensteuer ist die Steuerbelastung vergleichsweise gut, aber durch den doppelten Steuerfuss bezahlt man mit regulärer Besteuerung in der Stadt einiges mehr an Steuern.
    Ich verwende immer Comparis zum Berechnen der Steuern. Der Rechner dort ist wirklich sehr gut (da gibts sowohl einen Rechner für Quellensteuer als auch einen für reguläre Besteuerung). Problem beim regulären Rechner ist, dass du dein Nettogehalt angeben musst. Du musst also schätzen, wie viel dich NBU/KTG und zweite Säule kosten. Das kannst du aber bei lohncomputer.ch sehen bzw vergleichen.

    Zitat von Stephan77

    Gemeinde Aesch

    Willst du wirklich nach Aesch ziehen? Dann doch besser Allschwil, wenn es schon BL sein soll...


    VG basileus

  • jan82
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    • 14. Februar 2020 um 09:37
    • #3

    Wer wirklich planen & sparen möchte, der sollte sich einen Treuhänder suchen, der da entsprechende Softwareprodukte im Einsatz hat. Die gibt's nicht gratis und deshalb muss man da eben zu einem Profi.

    Mein damaliger Treuhänder (der ist nun tatsächlich mit 81 in Rente) war nur auf Steuererklärungen spezialisiert. Nichts mehr. Und der hat die Software Dr. Tax verwendet. Da konnte er wirklich Deine gesamte Steuererklärung mit allem was Du dir so vorstellen kannst machen lassen (natürlich auch Quellensteuer mit NOV). Das ist auch gar nicht so teuer - wirklich nicht. Und dann können die auf Knopfdruck Kanton und/oder Gemeinde wechseln und sehen direkt was rauskommt. Und da ist wirklich alles drin was es so gibt: Erbeschaften, Vorbezüge, Auslandsimmobilien, Steuerausscheidungen, Renovationen, Einkäufe in PKs oder auch 3b. Das ist wirklich wirklilch gut. Die haben in der Software die kantonale Steuergesetzgebung aller kantone mit den unterschiedlichen Vorschriften, freibeträgen und möglichkeiten abgebildet und dann weisst du echt genau was los ist. Die können sogar den Eigenmietwert vorbestimmen (nach den regional unterschiedlichen Regeln). Mich hat das ganze damals 400 CHF gekostet und unterdessen ein paar neue PKW eingespart...

  • Stephan77
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    • 15. Februar 2020 um 11:42
    • #4
    Zitat von basileus

    Hoi Stephan,

    die Quellensteuer ist tatsächlich vom Kanton abhängig. In Neuenburg bezahlst du z.B. deutlich mehr als in Zug. Grundsätzlich ist die Quellensteuer die "mittlere Steuer" für den Kanton, d.h. es gibt Gemeinden welche niedrigere Steuern haben und Gemeinden die höhere Steuern haben.

    Als Ausländer mit B-Bewilligung führt dein Arbeitgeber die Quellensteuer an das kantonale Steueramt deines Wohnkantons ab. Bei einem Jahresgehalt von über CHF 120'000.- musst du eine reguläre Steuererklärung abgeben und wirst dann wie ein Schweizer veranlagt. Die schon entrichtete Quellensteuer wird mit deiner finalen Steuer verrechnet (auch richtig erkannt).


    Korrekt.

    Genau das heisst es, allerdings nur für Einkommen unterhalb von CHF 120'000.- Wobei man hier schauen muss, da sich dann natürlich auch die Steuerbelastung ändert.Ein gutes Beispiel ist Zürich-Stadt: mit Quellensteuer ist die Steuerbelastung vergleichsweise gut, aber durch den doppelten Steuerfuss bezahlt man mit regulärer Besteuerung in der Stadt einiges mehr an Steuern.
    Ich verwende immer Comparis zum Berechnen der Steuern. Der Rechner dort ist wirklich sehr gut (da gibts sowohl einen Rechner für Quellensteuer als auch einen für reguläre Besteuerung). Problem beim regulären Rechner ist, dass du dein Nettogehalt angeben musst. Du musst also schätzen, wie viel dich NBU/KTG und zweite Säule kosten. Das kannst du aber bei lohncomputer.ch sehen bzw vergleichen.

    Willst du wirklich nach Aesch ziehen? Dann doch besser Allschwil, wenn es schon BL sein soll...

    VG basileus

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    Hallo Basileus, ganz lieben Dank für deine ausführlichen Erklärungen. Jetzt habe ich es verstanden. :smiling_face: Ich wollte nicht nach Aesch bei Basel ziehen sondern ggf. nach Aesch im Kanton Zürich.
    Wobei Aesch jetzt einfach mal eine Beispiel Gemeinde war um die Quellensteuer zu verstehen. Ich werde in Dietikon bei Zürich arbeiten und suche daher eine Wohnung im Umkreis Zürich / Zürichsee bis max. 35min fahrt Zeit nach Dietikon.

  • basileus
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    • 15. Februar 2020 um 13:40
    • #5

    Hoi Stephan,

    jetzt ergibt auch das Steueramt Zürich Sinn (mit Aesch ZH)...

    In Dietikon selber würde ich an deiner Stelle nicht unbedingt wohnen. Ist nicht unbedingt das beste Pflaster in der Schweiz.
    Ich an deiner Stelle würde danach schauen, dass ich eine gute ÖV-Anbindung habe (z.B. S11 bzw S12). D.h. Stettbach oder Dübendorf wären auch eine Option.

    Aesch erscheint mir schon relativ ländlich. Wenn du das magst: gut. Aber nicht extra wegen ein paar Stutz Steuern aufs Land ziehen :smiling_face:


    VG basileus

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