Wie wird Weihnachten 2020?

  • Interessant, Du würdest in die Vergangenheit reisen, um am eigenen Lebens etwas an "Neuralgischen Weg-Gabelungen" fein zu justieren, zu ändern, würde ich wohl nicht machen. Ich kenne mich zwar nur menschbedingt aus dem Rückspiegel, aber ändern würde ich nichts.


    In die Vergangenheit reisen, um meinen Spaß zu haben schon eher. So 2.000 Jahre zurück ins alte Rom und dann im glitzernden 70er Jahre Disko Kostüm mit viel Blink Blink, oder in purpurroter Robe wie ein Kardinal und einer Taschenlampe und einem Feuerzeug den Menschen in der Zeit dort sagen, ich komme direkt aus dem Olymp, wäre viel lustiger. Oder ins alte Ägypten, um da mal selbst nachzuschauen, ob die 1000 Theorien aus dem TV über den Bau der Pyramiden wirklich so war. Die Zukunft ist wohl eher langweilig, wenn ich sehe, wie die Menschheit ab dem Jahr 2020 in die nächste Stufe der Zukunft geht, alles smart, alles vernetzt, hygiene-isoliert und isomorph, mit einer KI auf einprogrammiertem Denklevel, den man als eigenständige und immer rechthabende Seele verkaufen wird. ----> aus einem Kommentar wird eine Meinung X/


    Wenn ich oft von Menschen höre, die sagen, wie aufregend das ist, gerade in dieser ereignisreichen Zeit zu leben, da muss ich auch schmunzeln. Jede Zeit ist ereignisreich, jede politische Wahl ist die ultimativ Wichtigste EVER. Und wenn ich so oft das Wort "historisch" höre, was alles in der Jetztzeit passiert und schon direkt als historisch plakatiert wird. :S:S:S Vor langem wurde mal ein Raumfahrer in einem Interview gefragt, was er denkt, was die Menschen in 1.000 Jahren noch von unserer Zeit wissen, sagte er, das Jahr als der erste Mensch den Mond betrat :P:P

  • Schöner Beitrag @Carpaccio, da schliess ich mich doch glatt an. Wünsche euch allen ebenso einen schönen 1. Advent und eine schöne Vorweihnachtszeit.

  • Dieses Jahr ist komplett zum Wegschmeißen... ich hoffe bloß dass das Weihnachtsfest halbwegs anständig gefeiert werden kann... ich werde aber nicht überrascht sein falls es anders kommt

  • Hallo :)


    Weihnachten mit dem tiefen Eingriff einer Pandemie, für viele Menschen wohl eine ziemlich neue oder ungewohnte Erfahrung. Ich sehe die ganzen Lockdowns kritisch, leider wüsste ich auch keine andere Variante. An diesem mürrischen 3. Advent habe ich mal über Weihnachts-Situationen speziell der 24.12 nachgedacht, wie unterschiedlich die waren mit 51 Jahren. Dieses Jahr ist wohl Essen mit der "Familie" und dann vielleicht TV und dann ab den Feiertagen wohl Karteikarten sortieren, Buchhaltung, Jahresabschluss vorbereiten, seit ich das Hotel verlassen habe, ist eine ordentliche Dynamik in meinen Alltag eingezogen, und das Hotel ist in einen Tiefschlaf gefallen; wie traurig.


    Schöne Woche Euch allen aus dem Seedorf in der Lausitz (dem Hochrisikogebiet in BRB) *kopfschüttel* :S

  • Meine Idee war:
    Im Frühsommer haben sie schon vorhergesagt, dass eine 2te Welle im Herbst kommt.
    Im Sommer hätten sie alle leerstehenden Hallen aufrüsten können.Pflegepersonal einstellen.Schulungen für Beatmungsmaschinen usw.laufen müssen.
    Dann können alle anderen die es wollen normal am Leben teilnehmen.Können einfach neben dem Schaffen Ihren wichtigen psychischen Ausgleich schaffen.
    Das Geld was wir jetzt ausgegeben haben wäre dafür gut angelegt gewesen.
    Stattdessen haben wir Kinder die in die Psychiatrie kommen, weil der Vater den Job verloren hat und ein Ungleichgewicht in der Familie nicht mehr aufgefangen werden kann. Häusliche Gewalt, überlastetes Personal in den Spitäler.Geschäfte und Restarantsterben und Schulden für die nächsten Generationen.Meine Freundin liegt auf der Intensiv mit Corona.Sie liegt da nun alleine. Kein Mensch darf zu Ihr.Der Pfleger zieht sich nachmittags aus,desinfiziert die Hände und feht zu seiner Familie.Ein Angehöriger darf das nicht tun. Viele Menschen sterben völlig vereinsamt und von den vielen hochverunsicherten Menschen rede ich noch garnicht.
    Ich hätte ein Verständnis für dieses Unterfangen gehabt für ca 3 Monate..nicht jedoch für nun fast 1 Jahr und kein Absehen wie weiter.
    Gruss Honigbiene

  • Meine Freundin liegt auf der Intensiv mit Corona

    Noch immer ? Krass ||



    und ein Ungleichgewicht in der Familie nicht mehr aufgefangen werden kann

    Sehr ärgerlich, dass man die ganzen massiven Kollateralschäden nicht in die Pandemieplanungen mit einbezieht. Letzte Woche titelte eine große deutsche Zeitung, ein Corona-Betroffener sei auf dem Beifahrersitz auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Was für eine DUMME und hetzerisch, alarmistische Meldung. Wie viele Menschen sterben jedes Jahr auf dem Beifahrersitz auf dem Weg ins Krankenhaus wegen eines Herzinfarktes, Schlaganfall, oder was auch immer.

    • IGNORIERT 1...2...3......ICH GLAUB ICH HAB EIN VIRUS..LACH
    • ..und wieviele Menschen sich im Krankenhaus mit Krankenhauskeimen anstecken und dann sterben...nämlich jährlich 2000 Patienten plus, davon redet auch keiner...ich sag nicht, dass es Covid nicht gibt...aber der Schwerpunkt ist definitiv in so eine Schräglage geraten, dass es in KEINEM Verhältnis mehr steht.Ich wünsche mir ab März keine Hiobsbotschaften mehr ..keine Hetze und Zereisserischen Nachrichten..keine täglichen Dominierenden Fallzahlen mehr mit Panikmache., sondern Personalaufstockung in allen Spitälern und Institutionen. ICH WILL NICHT DAZU GEZWUNGEN WERDEN MICH IMPFEN ZU LASSEN...NUR DAMIT ICH AM LEBEN TEILNEHMEN DARF...ZB FLIEGEN
    • WER WUSSTE DASS ES TAUSENDE MENSCHEN GAB DIE DIE EINSCHLAFKRANLHEIT BEKOMMEN HABEN NACH DER IMPFUNG DER SCHWEINEGRIPPE.Dann sollen die Menschen die wollen, wieder ein normales Leben führen dürfen und alle anderen welche Vorsichtiger sind dürfen sich gerne zurückhalten.
    • Jetzt sind die Zahlen aus Östrreich raus 2 Millionen sind mit PCR Test getestet in einem Massetest.4200 sind davon positiv. Ich frage mich worüber wir hier eigentlich reden.Soetwas wird tazsächlich auch in einer Nachrichtensendung erwähnt...hui.
    • Ratlose Grüsse

    Honigbiene

  • Ich weiss einfach nicht, ob die Leute dann auch mehr Personal bezahlen wollen/können. Das ist doch das Problem.


    Jeder mag dem Personal mehr Lohn gönnen - keine Frage. Aber Fakt ist auch: 64% der Gesundheitskosten trägt der private Haushalt und das macht total 802 CHF pro Monat und Erwachsenen. Das ist echt eine Stange Geld. Dass die fehlenden 36% auch von irgendwo bezahlt werden müssen, ist ja klar. In jedem Fall kostet die Gesundheit jeden erwachsenen Schweizer (in der Schweiz wohnhafte Person) im Schnitt mehr als einen tausender im Monat. Und natürlich steigen die Kosten von Jahr pro Jahr. Rund 35% fallen dabei alleine auf die Krankenhäuser.


    Die Frage ist einfach: Wieviel kann und möchte man sich leisten. Versteh mich nicht falsch: Ich würde durchaus etwas mehr zahlen. Aber vielleicht ist das System als solches auch mal deutlich überarbeitungswürdig.


    Wir müssen eine gesunde Balance finden. Und davon sind wir weit weg. Wenn sich der Bürger die Gesundheit nur noch mit Prämienverbilligung (Umverteilung) leisten kann, ist das System suboptimal. Entweder verdient der Bürger zu wenig oder die Gesundheit ist zu teuer. Wenn der Staat umverteilen möchte, soll ein eine Einheitsversicherung an den Start bringen. Aber entweder das eine ODER das andere...

  • Hallo Jan
    Es ging mir nicht um Krankenkassenbeiträge o.ä.
    Es ging mir um die Notfallmässige Versorgung der Coronapatienten nach einer CoronaWellenHochrechnung im Mai.
    Das was jetzt passiert ist doch weit teurer und belastender für alle über die nächsten Jahre für die Gesellschaft, oder?
    Naja..also eine gute Woche für uns alle.
    Beste Grüsse
    Honigbiene

  • Aber vielleicht ist das System als solches auch mal deutlich überarbeitungswürdig.

    schön formuliert. Noch vor 1-2 Jahren gab es diese ominöse Bertelsmann-Studie, dass eine große Anzahl regionaler Krankenhäuser wegen Unwirtschaftlichkeit schließen sollen und nun der Hygiene-Sprung :P Ich bin wirklich gespannt, wie sich der Krankenhaus- und Pflegebereich durch die Pandemie verändern wird. Unabhängig davon bin ich der Meinung, das "bedingungslose Grundeinkommen" wird eingeführt; dann muss der Pflegebereich und alle möglichen anderen Bereiche sowieso komplett neu strukturiert werden.

  • Es ging mir um die Notfallmässige Versorgung der Coronapatienten nach einer CoronaWellenHochrechnung im Mai.

    Wenn das möglich wäre (ich weiss es nicht), dann wäre das eine Aufgabe für Zivilschutz und/oder Militär. Wenn das nicht als "subsidiärer Einsatz" durchgeht: Was dann?


    Das Problem werden da aber nicht zuletzt auch die Berufsverbände sein. Jedem ist ja im Grunde bewusst, dass man nicht für jede Aufgabe einer Intensivpflegeperson eine x-Jährige Ausbildung braucht. Das ist etwa so wie bei 99% der anderen Jobs auch: Für gewisse Tätigkeiten braucht es Experten, für andere eher nicht. Und während man den Piloten im Cockpit schwer für Notfälle oder die Landung an den Arbeitsplatz bringen kann, geht das bei vielen anderen Berufen prinzipiell schon. Dass die Berufsverbände an solchen Dingen keine Freude haben, muss man natürlich auch verstehen. Wir sehen ja im Einzelhandel wie das läuft: Da werden die Regale dann von günstigen "Dienstleistern" und Tarifverträge aufgefüllt. Wenn es nach mir geht, sollte man hier durchaus restriktiv sein und sagen: Medizinische Jobs brauchen eine entsprechende Ausbildung und unterstehen grundsätzlich den entsprechenden Tarifverträgen.


    Und wenn man ein paar hundert/tausend Soldaten beibringen kann, wie sie das Pflegepersonal wirklich entlasten können (bei einfachen Tätigkeiten!) ist doch allen geholfen. Wenn sich das aber wie beim letzten Mal mehr oder weniger auf Botendienste und Reinigungsarbeiten konzentriert (das sind die Fälle, die ich kenne), ist das vermutlich zu wenig. Im Krieg (dieses übertriebene Wort fiel ja sogar von Politikern) fragt den Soldaten beim Verbinden mit dem Dreieckstuch auch nicht, ob Sie eine gültige Approbation haben und beim Benutzen des Morphin Autoinjektors (umgangssprachlich von den Soldaten auch "Scheissegal" genannt) würde wohl auch niemand zuerst das Rezept abwarten. Not kennt eben kein Gebot... Und das ist auch richtig so. Im Zweifelsfall lasse ich mich lieben gerne von einer nicht ausgebildeten Person beatmen, bevor ich (wie in Warschau) auf dem Parkplatz des Krankenhauses ersticke, weil es drinnen an Personal und Sauerstoff fehlt.


    Das was jetzt passiert ist doch weit teurer und belastender für alle über die nächsten Jahre für die Gesellschaft, oder?

    Die nächsten "Jahre"? :D


    Vermutlich eher die nächste Generation. Aber um Geld geht es schon lange nicht mehr. Es geht nur noch um Aktionismus. Man muss sich mit Massnahmen gegenseitig übertreffen, um noch ernst genommen zu werden. Anders ist nicht zu erklären, wieso bei immer verschärfenden Massnahmen nicht die Ansprechzeit der vorhergehenden Massnahmen abgewartet wird. Kritisieren darf man das aber nicht: Es geht ja um Leben und Tod!


    Mir wäre in jedem Fall wesentlich wohler, wenn die Politiker, die die grossen Massnahmen beschliessen, vor dem Volk in einer Art "Fragerunde" Rede und Antwort stehen müssten. Vermutlich würde das dafür sorgen, dass die Massnahmen mehr gegeneinander abgewogen werden würden...

  • Sorry, ihr habt Recht. Dann BTT:


    Wir werden Weihnachten zu dritt in Polen feiern - aus einem Haushalt. Keine Grosseltern, keine Tanten, keine Onkel, Christmette per Youtube und wir essen ganz einfach Raclette (etwas CH in PL), weil Heiligabend Fleisch und Alkohol verboten sind ;)


    PS: Und natürlich wird für vier eingedeckt und Oblaten geteilt!