Entscheidung: Grenzgänger oder Aufenthalter?

  • Hallo liebes Forum,


    wir lesen hier nun schon eine Weile mit und konnten bereits wertvolle Tipps rausziehen. Vielen Dank bereits jetzt dafür!
    Deshalb haben wir uns nun vor kurzem ebenfalls angemeldet, da es so langsam in die aktive Phase geht


    Meine Verlobte und ich werden am 01.11.2018 unsere neue Anstellungen in der Schweiz beginnen. Sie in der Krankenpflege, ich in der Logistik. Die Verträge sind bereits unterzeichnet, sodass die Einkommensseite gesichert und klar ist.
    Im ersten Schritt haben wir uns auf einen Zeitraum von 2 Jahren festgelegt, da das Nachdiplomstudium meiner Verlobten für diesen Zeitraum angesetzt ist.
    Da die Arbeitsstellen in Basel liegen werden, steht die Entscheidung ob als Grenzgänger oder Aufenthalter runterzuziehen an.
    Neben den weichen Kriterien wie Zusammengehörigkeitsgefühl, Kollegialität etc. ist für uns aber der harte finanzielle Aspekt der erste Schritt.
    Hierfür habe ich mir von meinem zukünftigen Arbeitgeber bereits eine Probelohnabrechnung als Grenzgänger sowie als Aufenthalter für Basel-Land anfertigen lassen. Über zwei Grenzgänger-Agenturen kam dann noch die Berechnung des Nettolohns in DE hinzu.


    1. Frage: Wie vertrauenswürdig sind die Berechnungen der Grenzgänger-Agenturen?
    Gefühlt sind alle diese Agenturen irgendwie mit Versicherungsbüros verbunden. Bei drei Anfragen hatte ich drei unterschiedliche Ergebnisse (vor Abzug der angebotenen Versicherungen).
    Nichtsdestotrotz sind die Nettolöhne damit erstmal als Anhaltspunkt klar.


    Der ja oftmals kniffelige Punkt ist die Krankenversicherung. Hier wurde mir für die Situation als Grenzgänger zweimal die Versicherung über ein EU/EFTA Produkt empfohlen und als Aufenthalter der Weg über die günstigste KGV mit hoher Franchise.
    Mit der EU/EFTA Variante soll eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung in Dtld. kein Problem sein, ebenso die generelle Behandlung in Deutschland.


    2. Frage: Machen all die Zusatzversicherungen u.A. Zahn wirklich pauschal keinen Sinn?
    Wir würden natürlich bei der Wahl als Aufenthalter vor dem Umzug nochmal eine „Grundsanierung" durchführen lassen, um so im Zweifelsfall den begrenzten Zeitraum von 2 Jahren „überbrücken“ zu können.
    Aber was wenn man doch eine Leistung in der Schweiz durchführen lassen möchte, die nicht von einem akuten Unfall o.Ä. herrühren bzw. wenn wir am Ende der zwei Jahre sagen: „Eigentlich ganz schön hier?“ ;-) (Sprich wir wollen länger / dauerhaft bleiben)


    3. Gibt es eine sinnvolle Alternative für einen vergleichbaren Zahnschutz in der Schweiz, der der Absicherung in Deutschland gleich kommt?


    Sofern die zwei zentralen Punkte erstmal als gesetzt angenommen sind, habe ich mich dann an die weitere Kostenseite gemacht und folgende Übersicht unserer Situation mit Hilfe eures Budgetplaners erstellt.
    Der Einfachheit halber, handelt es sich hierbei erstmal nur um meine Ausgabenseite. Sprich Kosten wie die Miete, Strom etc. sind anteilig auf mich und meine Verlobte aufgeteilt.


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    Zusatzinfos:
    - Bei der Miete planen wir mit CHF2000 für Basel, bzw. EUR1500 für den Raum Weil am Rhein.
    - EU/EFTA Krankenversicherung ist hier entnommen: https://www.priminfo.admin.ch/…tbericht_eu_2018_v1.4.pdf
    - Die Kosten für Franchise bzw. Selbstbehalt würden wir zu Beginn aus unseren Rücklagen tragen, jedoch aber parallel dafür einen gesonderten Topf anlegen. Sollte also im ersten Jahr nichts passieren, fallen die beiden Kostenpunkte im Folgejahr weg.
    - Einkauf von Lebensmitteln, Kosmetik, Friseur etc. würde in beiden Fällen auf der Deutschen Seite erfolgen
    - Bahnticket fällt bei mir durch einen Dienstwagen weg, die Vignette wird daher auch vom Arbeitgeber getragen. Ebenso wird ein Diensthandy zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt.


    4. Frage: Sind die angesetzten Kosten realistisch oder habt Ihr irgendwelche Anmerkungen ob ein wichtiger Punkt fehlt?


    Nach Abzug aller Kosten bleibt eine Differenz beim frei verfügbaren Einkommen von ca. 1400€ pro Monat bei aktuellem Kurs zugunsten der Aufenthalter-Variante.
    Für meinen Geschmack / Einkommensverhältnisse kein geringer Betrag.


    Deshalb die ganz persönliche Frage:
    5. Frage: Wie würdet Ihr euch entscheiden bzw. welche Faktoren zusätzlich in die Überlegung einbeziehen?


    Ist etwas viel Text geworden, ich hoffe Ihr seid bis hierher noch dabei - aber man zieht ja auch nicht mal so eben in die Schweiz :-)
    Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!


    Viele Grüße
    pafedu

  • Ich habe mich bewusst für die Schweiz entschieden...weil ich finde man ist weder in Deutschland richtig noch in der Schweiz.Es sind für mich halbe Sachen gewesen.
    Ich wollte wenigstens das Gefühl haben irgendwo richtig zu sein.Deswegen bin ich nach Rheinfelden /Schweiz gezogen.Ich werde hier besteuert und bekomme hier auch die Leistungen im Falle eines Falles.


    Wie ich gelesen habe ist es wohl preisgünstiger den Zahnarzt direkt zu bezahlen.Ich gehe einmal im Jahr zum Zahnarzt in Hamburg.Akutprobleme? Dann gehe ich über die Brücke und bin schon in Deutschland.


    In Rheinfelden kann man prima mit dem Fahrrad einkaufen gehen. Es ist ein p guter zentraler Ort. Wunderschöne Altstadt Kann ich Euch sehr empfehlen.


    Wo arbeitet Deine Verlobte?


    Beste Grüsse Honigbiene

  • Hallo pafedu,


    01.11.2018 ist ja noch eine Weile hin. Trotzdem gut dass ihr euch jetzt schon informiert.


    Zu eurer ersten Frage: ich habe immer lohncomputer.ch verwendet. Die Berechnungen von dort stimmen für meinen Kanton (Basel-Stadt) identisch überein wie mein Lohnzettel. Sowohl als Grenzgänger als auch als Aufenthalter. Die Berechnung für die Krankenversicherung habe ich damals beim Grenzgänger I-N-F-O e.V. machen lassen. Diese haben mir dann die SWICA empfohlen mit 300 CHF Franchise. Ich habe über das Formular E106 dann noch die kostenlose Mitgliedschaft in der AOK gemacht. Damit kann man auch in Deutschland zum Zahnarzt gehen. Die Kombination geht allerdings nur als Grenzgänger.


    Zu 2.) ich habe keine Zusatzversicherung für Zähne abgeschlossen. Die meisten Bekannten bei mir fahren dann entweder zu ihrem alten Zahnarzt in der Heimat bzw lassen etwas in Deutschland machen. Ist um Längen günstiger als in der Schweiz, wobei man in Grenznähe auch auf deutscher Seite aufpassen sollte bzgl dem Preis.


    Zu 3.) siehe Antwort zu 2. Die Übernahme der Zahnbehandlungskosten ist in Deutschland besser. Du kannst Zusatzversicherungen abschliessen, aber die übernehmen auch nur bis zu einer gewissen Höhe bzw kosten relativ viel.


    Wegen eurer Excel-Tabelle: ich rechne ja auch gerne und viel, aber lohnt sich das alles so genau planen zu wollen? :) Krankentagegeldversicherung übernimmt in manchen Fällen auch der Arbeitgeber. Eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung habe ich gar nicht abgeschlossen, da die Leistungen bzgl Berufsunfähigkeit in der Schweiz deutlich besser sind.


    Wie Honigbiene schon geschrieben hat: es ist sicherlich auch eine Grundsatzentscheidung. Ihr könntet anfangs auch Grenzgänger werden und, falls alles soweit passt, übersiedeln.


    Wenn ich von meinem Fall ausgehe (ledig, keine Kinder): ich habe in der Schweiz mehr Geld zur Verfügung als in Deutschland als Grenzgänger. Zu den kalkulierten Kosten: vieles von dem was ihr dort aufführt brauche ich gar nicht. 100 CHF pro Monat als Spenden finde ich auch sehr viel.


    Die restlichen Kosten sollten schon in etwas passen. Ist natürlich alles sehr individuell.



    VG basileus

  • Erstmal vielen Dank für eure Hilfe!
    Dann ein kleines Update in die Runde :-)

    Entscheidung: Grenzgänger oder Aufenthalter!


    Wir haben uns schlussendlich zum "großen Schritt" entschieden, und werden ab Mitte Oktober in Lausen, Baselland unsere neue Wohnung beziehen und leben.

    Aktuelle Fragen die uns noch beschäftigen:
    -
    Schweizer Konto. Welches könnt Ihr aus eurem Alltag empfehlen? Konditionen je nach Spareinlage / Einkommen mal außen vor. Sprich rein Verfügbarkeit von Geldautomaten, Qualität der Online-Präsenz, Handy-App, dem Service in den Filialen & der Hotline etc.
    -- Aufgrund der erforderlichen Daten, wie z.B. den Arbeitsbeginn der bei PostFinance erforderlich ist, und nicht in der Zukunft liegen darf, gehe ich davon aus, dass das Konto üblicherweise nach der Ankunft / dem Umzug eröffnet wird?
    - Ist eurer Erfahrung nach für einen Umzug / Einfuhr des Umzugsguts in das Kanton Baselland eine Abmeldung des Einwohnermeldeamtes aus Deutschland notwendig?
    - Ist beim gemeinsamen Umzug von Unverheirateten das Zolldokument 18.44 von beiden separat auszufüllen, oder reicht der Vermerk unter "Mitübersiedelnde Personen"?


    Denke es werden in den nächsten Tage sicherlich nochmal weitere Punkte aufkommen :-)


    Viele Grüße
    pafedu


    Edit: Falls es durch die nun getroffene Entscheidung besser in das Forum "Auswanderung" passt: bitte verschieben - Danke! :-)

  • dann wohnt Ihr ja nur 25 min von mir entfernt mit der Bahn...
    Also ich finde das Postkonto ganz prima und super.Geldautomaten sind zahlreich und bei coop und Migros kann man auch mit der Karte bezahlen...Der Handyvertrag dort ist auch prima für 39 Franken pro Monat.
    Manou

  • Hallo pafedu,


    erstmal herzlichen Glückwunsch zur Entscheidung und alles Gute für den Start!


    Konto: ich bin bei der Migrosbank. Dort gibt es keine Kontoführungsgebühren ab einem gewissen Betrag. Mit der Maestro kann ich in jedem Geschäft bezahlen, was mit der Postfinance-Karte mitunter nicht geht. Zudem gefällt mir Weboberfläche dort sehr gut. Geldautomaten gibt es, zumindest in Basel, mehrere. Alternativ kann man damit auch in jedem Migrosmarkt Geld abheben an der Kasse. Habe bisher nur sehr gute Erfahrungen gemacht, auch was die Bearbeitungszeit angeht bis zu Eröffnung (zwei oder drei Tage)


    Kontoeröffung: ich habe das Konto erst eröffnet nachdem ich hier angefangen, also auch die zuständigen Bewilligungen vorliegen, hatte




    Abmeldung: interessiert den Zoll überhaupt nicht


    Zum Formular 18.44 kann ich dir leider nicht viel sagen. Ich bin alleine eingereist, aber ich denke wenn ihr einen gemeinsamen Hausstand habt sollte eine Liste reichen.



    VG basileus

  • Hoi,


    Konto: Ich war bei der PostFinance. In der Schweiz ist das wirklich super, weil Du mit der oft auch online bezahlen kannst (Bei Schweizer Shops versteht sich), obwohl das keine Kreditkarte ist. Aber wie Baselius schon meinte, sobald Du ins Ausland gehst war es das. Zumindest in Deutschland konnte ich nirgendwo damit bezahlen. Eine Kreditkarte wird auch nicht immer akzeptiert. Eröffnung und Kontoführung habe ich ausschließlich online gemacht.


    Als Frau und Kind dann nachkamen, sind wir zu der UBS gewechselt. Das Familienpaket bietet hier sehr gute Konditionen. Der Service ist absolut super. Bislang sehr schnell, höflich und kompetent. Bei denen bekommst Du eine Maestro-Karte, die im Ausland funktioniert und Du kannst kostenlos an JEDEM Automaten abheben (zumindest im Paket).



    Kontoeröffung: ich habe das Konto erst eröffnet nachdem ich hier angefangen, also auch die zuständigen Bewilligungen vorliegen, hatte




    Abmeldung: interessiert den Zoll überhaupt nicht

    Kann ich so nur bestätigen. Meine Gemeinde im Aargau wollte ebenfalls keine Abmeldung sehen.

  • Vielen Dank für eure Wünsche & Antworten! :-)


    @honigbiene111 - Rheinfelden liegt tatsächlich um die Ecke. Du arbeitest, wie meine Partnerin auch, in der Pflege, wenn ich das aus einem anderen Thema richtig im Sinn habe?
    Vielleicht ergibt sich ja mal etwas beiderseitiger Gesprächsbedarf :-)


    Konto - wir haben zwischen Umzug und Arbeitsbeginn noch ein paar Tage Freiraum, und werden uns das einfach mal in einem Termin vor Ort bei den jeweiligen Niederlassungen anschauen. Filialen gibt es jedenfalls sowohl von UBS, Migrosbank als auch der PostFinance in Wurfweite für die etwas ländlicheren Verhältnisse.


    Hinzugekommen:


    - Ich möchte nun kurzfristig doch übergangsweise eine private SIM-Karte / Nummer nutzen. Dafür bietet sich wohl am ehesten eine Prepaid-Lösung an. Durch einen Mitarbeiter wurde ich auf eine Roaming-Sperre in den ersten sechs Wochen hingewiesen. Ist euch sowas z.B. bei Vodafone bekannt?


    - Umzugsliste: Gibt es eine grobe Formvorlage?
    Reichen Artikelgruppen aus, oder muss es ins Detail gehen? Sprich reicht "Trinkgläser" statt "Rotwein- / Weißwein- und Sektgläser"?
    Muss die Anzahl / Menge je Gruppe / Artikel aufgeführt werden?
    Muss eine Kennzeichnung je Gruppe / Artikel für einen bestimmten Karton erfolgen? Sprich z.B. Position 34. Socken / 30 Stück / Karton Nr. 7?


    - Wohnungsübergabe: Aus Deutschland sind wir es gewöhnt, dass man am Tag der Schlüsselübergabe einen gemeinsamen Termin zusammen mit dem Vermieter vor Ort in der Wohnung hat, und den Zählerstand abliest, ggfls. Schäden, Unstimmigkeiten etc. dokumentiert. Bei unserer Vermietungsgesellschaft bot man mir bisher nur an, dass wir lediglich die Schlüssel in der Zweigniederlassung abholen müssen und ein Formular erhalten, auf dem Schäden vermerkt und dann abgearbeitet werden.
    Hat dies mit einem stärkeren Vertrauen zu tun, sprich man stellt nicht infrage, dass wir diese Schäden verursacht haben oder darf man da eher Terminprobleme / Personalmangel vermuten?
    Möchte hier eine grobe Mentalitätseinschätzung abwarten, bevor ich auf einen gemeinsamen Termin dränge.


    - Privatleasing PKW: Da ich mit einem Dienstwagen versorgt bin, sind wir lediglich für meine Partnerin auf der Suche nach einem neuen Fahrzeug.
    Der (unserer Meinung nach) Einfachheit halber haben wir daher Ihren bisherigen Wagen verkauft, und wollen jetzt für den vorerst beschränkten Zeitraum ein Fahrzeug leasen.
    Hierbei wurde z.B. durch einen AMAG Standort, bei dem wir Vorab ein Angebot angefordert haben, angesprochen, dass aufgrund unseres "Neulingsstatus" eine 10% Sonderzahlung notwendig wäre. Ist dies üblich? Sofern es das ist, wäre das kein Problem.


    In Sachen Onlineauftritten der Orte muss ich sagen bin ich echt angetan. Trotz der kleinen Einwohnerzahl findet man in Lausen sehr viele und gute Infos auf der Website. So z.B. die Frage nach den benötigten Unterlagen / Dokumenten für die Anmeldung in der Gemeinde. So kann es gerne weitergehen mit dem Ablauf vor Ort :-)


    Falls noch jemand eine Info zum Formular 18.44 abgeben könnte, wäre das klasse! :-)


    Viele Grüße
    pafedu

  • Hallo Pafedu


    Zur Umzugsliste: Eine grobe Auflistung reicht aus Karton 1: Bekleidung, Karton 2: Geschirr und Tischtücher usw.


    Zur Wohnungsübergabe: Bisher liefen die Wohnungsübergaben bei mir so, dass entweder mit jemanden von der Verwaltung, Besitzer oder Abwart die Wohnung übergeben hat und Beanstandungen bei der Wohnungsübergabe vermerkt wurden.


    Zum Privatleasing PKW: Hier kann ich keine eigenen Erfahrungen vorweisen, empfinde aber die 10% Sonderzahlung der AMAG als nicht ungewöhnlich.


    Schöne Grüsse
    Maik

  • Hey Pafedu
    Ja da gibt es wohl höchstwahrscheinlich Redebedarf aus eigener Erfahrung...nicht abschrecken lassen...aber ich gehe bereits den 3ten Job in 2 Jahren an...schaut Euch also genau um und hört auf Euer Bauchgefühl.Ich sehe mich selbstkritisch ...bin also nicht überheblich oder so..
    Bin gespannt von Euch zu hören...ziehe nächstes Jahr zu Euch in die Nähe nach Sissach zu meinem Lebenspartner.


    Wo arbeitet denn Deine Partnerin?In Liestal Spital?


    Packliste nur rudimentär..5 Kisten Klamotten..1 Kiste Bücher...4 Kisten Küche...1 Laptop Marke Asus...ect


    Zum Thema Wohnungsübergabe bzw Mängelliste...mein Makler meinte nur...machen Sie gerne die Mängelliste und schicken Sie diese per Post...hier ist vieles unkomplizierter.


    Alles Gute.Manou

  • Hoi,


    Umzugsliste: Maiks finde ich schon zu detailliert. Unsere hat so ausgesehen, wie Honigbiene es beschrieben hat. Meine Schwiegereltern sind kurz nach uns umgezogen und dabei kamen noch ein Fahrrad und 3 Kartons zum Vorschein. Über ein Errata Anhang und einer mündlichen Erklärung beim Grenzwächter war das kein Problem die auch noch als Umzugsgut zu deklarieren.


    Wohnungsübergabe: Wie Du bereits bei den gegebenen Antworten erkennst, kann das sehr unterschiedlich ablaufen. Ich habe beide krasse Gegenteile erlebt:

    • In meiner ersten Wohnung gab es keine offizielle Übergabe, ich bin eingezogen und habe den Schlüssel gekriegt. Für den Auszug musste ich nur fristgerecht kündigen und den Schlüssel an die Nachmieterin direkt übergeben. Allerdings war hier eine Privatperson, die die Wohnung selbst verwaltet hat.
    • In der zweiten Wohnung gab es eine Übergabe mit Protokollen.... aber WAS für eine: Der Herr ist auf die Knie gegangen, um jeden einzelnen Kratzer im Parkett zu finden (kein Witz!!).

    Wenn Du die Schadensliste alleine erstellst, solltest Du aber ebenfalls sehr gründlich sein, weil es passieren könnte, dass Dir nicht vermerkte Schäden beim Auszug angelastet werden. Bezüglich der Kaution kannst Du auch schauen, ob Du es selber bezahlst (wahrscheinlich bereits geschehen) oder ob Du nicht eine Kautions-Versicherung abschließt (~340CHF/ Jahr), falls es Deine Verwaltung akzeptiert.


    Privatleasing PKW: Generell im Bereich Leasing habe ich keine Erfahrungen, dadurch kann ich auch nichts zu Amag sagen. Aber als Tipp würde ich Dir empfehlen direkt zu den Autohäusern zu fahren. Bei meiner Firma ist es erlaubt, dass ich ein Privatleasing zu Flotten-Konditionen erhalte bzw. bei einzelnen Marken erhalte ich auch Rabatt, wenn ich meine Anstellung nachweisen kann.


    Tipps zu 18.44:

    • Wenn Du eine Teileinfuhr anmeldest, darfst Du über 2 Jahre noch Eigentum einführen, ABER alles muss am ersten Tag der Einfuhr bereits auf Deiner Liste stehen und deklariert werden. (Ausnahmen scheinen möglich, wenn sie im Rahmen und plausibel sind, siehe meinen ersten Punkt)


    Viel Spaß

  • @Manou - Sie wird am Unispital Basel arbeiten. Lausen war da für uns ein schöner Mittelweg aus Arbeitsweg und etwas bekannterem Umfeld, da hier mehrere Bekannte / Freunde leben. Ich würde anbieten, dass ich stellvertretend einfach mal die Handynummern per PN austausche, sobald wir einigermaßen angekommen sind :-)
    Sissach - was für ein Zufall ... ebenfalls ein sehr schöner Fleck! Dort lebt ein Geschäftspartner mit dem ich bereits die ein oder andere Radtour abgestimmt habe :-)


    Umzugsliste - Alles klar, solang für den Zoll eine rudimentäre Liste reicht, führen wir unsere etwas detaillierte Variante weiter und nutzen Sie direkt für den Einzug bzw. die Suche im Keller ;-)


    Wohnungsübergabe - Da ja scheinbar bereits öfter in der "einfachen" Variante vorgekommen, belassen wir es bei der Schlüsselübergabe und gehen mit Optimismus an eine problemfreiere Abwicklung. Besser als die LEGendär unfähige Verwaltungsgesellschaft, über die unsere heutige Wohnung läuft, kann es eh nur werden :-)


    Privatleasing - Eine ausreichende Anzahl an Terminen vor Ort wäre auch unsere bevorzugte Variante. Da wir aber erst ab voraussichtlich 25.10. richtig mit organisatorischen Dingen vor Ort loslegen können, wird es da etwas knapp. Und dann stehen die Anmeldung in der Gemeinde, Aufenthaltsbewilligung, Konto, Versicherungen usw., sprich einfach die Basics weiter oben auf der Liste. Daher sind wir die Wagen hier probegefahren (ich weiß, nicht die feine englische Art ohne wirkliche Kaufabsicht) um dann vor Ort gezielt auf einen, zwei Händler zugehen und nur noch den reinen Schriftkram erledigen zu müssen.


    18.44 - Hierbei ist die Kernfrage, ob beim gemeinsamen Umzug von Unverheirateten beide eine Version separat auszufüllen müssen, oder reicht eine Eintragung des Partners unter "Mitübersiedelnde Personen"?


    Spaß werden wir definitiv haben - auch wenn es grade einiges an Arbeit ist, so greift doch endlich Schritt für Schritt die wochenlange Planung ineinander und die Vorfreude steigt Tag für Tag! :-)


    Nochmals vielen Dank für eure Hilfe! :-)

  • Hallo in die Runde!


    Seit nunmehr dem 23.10. sind wir gut in der Schweiz angekommen :-)


    Kurz in Stichpunkten die Themen die mir vom Umzug und den ersten Tagen in den Sinn kommen:


    - Der eigentliche Umzug hat bestens geklappt, Abholung am Montag und Zustellung am Morgen des zweiten Tages. Die Zollabwicklung hat laut des Unternehmers auch einwandfrei funktioniert. Mit einer sauberen Dokumentation läuft hier alles sauber und entspannt.
    -- Das Zolldokument 18.44 haben wir auf Anraten des Unternehmers lediglich auf einen von uns laufen lassen.


    - Die Anmeldung in der Gemeinde war hervorragend unkompliziert. Es mag an der für mich ungewohnten Kleinstadt liegen, oder weil es hervorragend organisiert ist, aber es gab keinerlei Wartezeiten und die Ansprechpartner waren überaus freundlich.
    -- Kleiner Tipp: Zumindest in Düsseldorf und Duisburg ist für die Abmeldung keine Bescheinigung des Vermieters über den Auszug notwendig - hilfreich wenn man es mit einer inkompetenten Verwaltungsgesellschaft zu tun hat …


    - Unserer Meinung nach ist ein guter Versicherungsmakler wirklich zu empfehlen. Hier war wirklich viel Hilfe, auch neben den eigentlichen Themen wie z.B. PKW-Einlösung, Mietsache etc. möglich und das gibt Sicherheit im Handeln.


    - Praktischerweise gab es am ersten Wochenende des Aufenthaltes einen der verkaufsoffenen Sonntage, mit einer netten Verkaufsaktion bei Ikea, die wir bestens für einen Teil der Einrichtung nutzen konnten :-)


    - Der erste Kontakt mit den Nachbarn war freundlich und sogar teils sehr herzlich. Vielversprechend für alles weitere.


    - Die Beantragung / Bearbeitung des Internetanschlusses (Breitband) und Handys (Sunrise) waren unerwartet unkompliziert. Bei den Vertragsdaten für den Hausanschluss wurde im Gespräch proaktiv erwähnt, dass man sich die Hardware auch direkt im Shop abholen kann, und dadurch im Grunde keine Bearbeitungszeit - bis auf das Pairing des Routers - entsteht. Sicher ein Vorteil falls man nicht über Roaming des Mobiltelefons abgedeckt ist.


    - Unser beider Arbeitsumfeld hat uns ebenfalls sehr gut aufgenommen, als dass die Erwartungen mehr als übertroffen wurden.


    - Erster echter Problemfaktor ist die Umstellung der Tastaturanordnung am neuen Dienstlaptop, die mir auch jetzt grade wieder etwas mehr Suchen als gewöhnlich beschert … aber wenn es bei dieser "Grössenordnung" von Schwierigkeiten bleibt, nehme ich das gerne in Kauf :D


    Alles in Allem sind wir weiterhin begeistert, und freuen uns auf alles was da noch so kommt!


    Viele Grüsse
    pafedu