Schweizer Bankkonto als Deutscher?

  • Bin jetzt fündig geworden. Sind bei der Migros Bank untergekommen. 1x debitkarte gratis, die zweite 30 Franken im Jahr plus 1x gratis Visa Kreditkarte und 3 Franken im Monat Gebühr unter 7500 Franken Guthaben. Mit dem kann ich leben. War positiv überrascht, vor allem weil der Vergleichsrechner zb von moneyland.ch immer nur Paketpreise rausgehauen hat für Mal eben 180 oder 200 Franken im Jahr.

  • Was mir aufgefallen ist ...

    Arbeiten Schweizer Bankcomputer am Wochenende nicht? :thinking_face:


    Normalerweise werden Kartenzahlungen bei mir am nächsten Tag verbucht, aber Einkäufe vom Freitag erscheinen erst am Montag, die Zahlungen vom Samstag teilweise erst am Dienstag. Ist das nur bei meiner Bank (Migros) so?

  • Arbeiten Schweizer Bankcomputer am Wochenende nicht?

    Die Frage ist doch eher: spielt es für dich eine Rolle? :slightly_smiling_face: Also ob die Buchung am selben Tag erfolgt oder zwei Tage später.

    Normalerweise werden Kartenzahlungen bei mir am nächsten Tag verbucht

    Meinst du mit Kartenzahlung Maestro oder Kreditkarte?


    Die Vorbelastung sehe ich sofort. Gebucht und Valuta ist am Bankwerktag.

    This. Wobei Jan vermutlich die Kreditkarte meint.


    Zum Thema Banken und Wochenende: die Migrosbank hat am WE öfter Wartungen, deshalb nutze ich das Online-Banking (bzw. Mobile Banking) selten am WE. PF ist da allerdings auch nicht besser. UBS läuft relativ stabil, mit nur sehr wenigen Wartungen am WE übers Jahr.


    Die Frage wann Zahlungen verbucht werden kann man leider nicht pauschal beantworten. Das ist von Bank zu Bank sehr unterschiedlich. Für dich als Endkunden sollte es prinzipiell egal sein, wenn es nicht gerade die aktuelle Periode bei der Kreditkartenabrechnung betrifft und du es unbedingt noch vor dem nächsten Kreditrahmen gebucht haben möchtest.

  • Natürlich kann es mir eigentlich egal sein, ich habe da aber ein bisschen den beruflichen Blick darauf weil ich selbst in dem Bereich gearbeitet habe, und da wunderte es mich einfach dass eine einfache Buchung übers Wochenende nicht ausgeführt wird, da gibt es (hoffentlich) keinen technischen Grund für. Gerade bei der Migros Bank würde ih erwarten, dass Buchungen innerhalb des Konzern schnell abgewickelt werden. In Deutschland habe ich die meisten Buchungen eigentlich, egal ob von Giro- oder Kreditkarte meist "sofort" gesehen, eventuell werden die in der Schweiz erst bei der Wertstellung sichtbar?

  • Da läuft Finnova - nicht selbst betrieben. Raiffeisen läuft bspw. mit Avaloq - wobei die ja eher Privatbanken fokussieren. UBS und CS haben komplett eigene Lösungen.

  • Wenn ich am Freitag nach 9:00 Uhr überweise, gehe ich schon immer davon aus, dass der Betrag erst am Montag gutgeschrieben bzw. angezeigt wird. Das war eigentlich auch in Deutschland schon so. Wenn ich das früher haben will, überweise ich halt am Donnerstag. :yawning_face:

  • ich habe da aber ein bisschen den beruflichen Blick darauf weil ich selbst in dem Bereich gearbeitet habe

    Naja. Ein ehemaliger Kunde von mir in DE hatte seinerzeit über 50 Legacy-Systeme im Einsatz. Und das was ich bisher in der Schweiz gesehen haben, reisst mich auch nicht vom Hocker. Ich denke da haben die meisten Banken noch einiges an Nachholbedarf. Streamlining und Vereinfachung sieht anders aus.

  • Es ist aber relativ egal was die Banken einsetzen...am Ende läuft das alles über Swift. Und die sind ja immer noch auf dem wunderschönen FinTS unterwegs. XML ist zwar für 2022 gesetzt, aber die Grossbanken lachen dann immer. Denn die nutzen im FinTS teilweise Filesend-Formate zur kostensparenden Übermittlung statt ordentlich zu batchen. Das schreibt denen auch niemand mehr um. Obendrein sendet dann jeder wie er will, bzw. alles was durch den Swiftcheck irgendwie durchgeht. So zumindest meine Erfahrungen aus der Arbeit im Finanz-Sektor. Die Swift-Anbindung lässt einen da graue Haare bekommen....sofern noch welche vorhanden sind.


    Wobei es innerhalb der Schweiz von CS, UBS, Raiffeisen und Kantonalbanken i.d.R. am gleichen Tag verbucht wird, PF ist eine Ausnahme, die sammeln immer über Nacht, eingehend wie ausgehend.

  • Also wir liefern bei der UBS ganz normal per ISO 20022 an. Sofern es sich um eine CHF Transaktion handelt, liegt die Buchungszeit selten mehr als 5 Minuten hinter dem Einlieferungszeitpunkt (bis glaube ich 16 Uhr, danach haben wir aus Kostengründen sperren lassen - vor 2 Jahren war das noch bei 11 Uhr glaube ich). Valuta bei anderen Banken kann ich schwer abschätzen. Aber wir senden immer mehr Rechnungen per eBill und das bezahlen einige am Tag der Rechnungsstellung und wir verbuchen auch Zahlungseingänge am Rechnungsdatum. Ganz so schlimm kann es nicht sein. Das trifft sogar auf die Verwaltung zu. Wenn armasuisse bspw. nicht am Tag der Rechnungsstellung zahlt, haben sie Probleme mit dem Budget :winking_face:

  • Die Swift-Anbindung lässt einen da graue Haare bekommen....sofern noch welche vorhanden sind.

    Zum Glück haben wir beide nicht mehr allzu viele Haare auf dem Kopf :face_with_tears_of_joy: Und ja: was man teilweise so zu sehen bekommt, lässt einem oftmals nur mit ungläubigem Kopfschütteln zurück.

  • Wer ohne CH-Wohnsitz ein Schweiz Konto braucht, kann es bei der Sparkasse Hochrhein in Lörrach versuchen:


    Giro swiss - Ihr Girokonto in Schweizer Franken - Sparkasse Hochrhein


    Das ist ein "waschechtes" Schweizer Konto mit CH...Kontonummer. Lässt sich nicht von einem "normalen" Schweizer Konto unterscheiden, aber die Geschäftsbeziehung besteht zu einem deutschen Institut (was mit Wohnsitz Germany natürlich problemlos ist).


    Alternativ gibt's die echten Schweizer Banken "Swissquote" und "Dukascopy", bei denen man ohne große Verrenkungen und Gebühren ein Konto bekommt.

  • Wer ohne CH-Wohnsitz ein Schweiz Konto braucht, kann es bei der Sparkasse Hochrhein in Lörrach versuchen:


    Giro swiss - Ihr Girokonto in Schweizer Franken - Sparkasse Hochrhein

    Das Sparkassen-Konto kenne ich nicht persönlich (die haben sich damals einfach zu doof angestellt - Vororttermin vereinbaren etc.), aber dafür die Volksbank. Man hat 2x Kontogebühren, da man sowohl ein deutsches als auch ein Schweizer Konto dort führen muss. Die Kontoführungsgebühren haben sich jedes Jahr erhöht. Der Wechselkurs war zwar ok, aber es war nicht der "echte" Interbankenkurs. Dann doch lieber Interactive Brokers.


    Alternativ gibt's die echten Schweizer Banken "Swissquote" und "Dukascopy", bei denen man ohne große Verrenkungen und Gebühren ein Konto bekommt.

    Dukascopy musste ich erstmal nachschlagen, weil mir das überhaupt nichts gesagt hat. Beide von dir genannten "Banken" sind auf Trading spezialisiert. Swissquote hat hohe Kosten fürs Trading (im Schweizer Vergleich mögen die Kosten OK sein). Kosten für den Account selber konnte ich auf die Schnelle nicht finden auf deren Webseite (schlechtes Zeichen). Die Webseite von Dukascopy haut mich auch nicht vom Hocker. Dort bitte das Kleingedruckte lesen zum Thema Kosten: im ersten Jahr kostenlos, aber falls man danach innerhalb von 182 nicht tradet, kommen Kosten von bis zu CHF 100 pro 182 Kalendertage. Ein Währungstausch würde vermutlich als Trading zählen. Auf mich macht die Seite keinen vertrauenswürdigen Eindruck.


    Falls man keinen Wohnsitz in der Schweiz hat, würde ich eher Yuh oder die Flowbank empfehlen. Yuh gehört Postfinance und Swissquote, die Flowbank ist selbstständig. Beide Anbieter sind kostenlos und aus meiner Sicht vertrauenswürdiger als die von dir genannten.

  • Das ist ein "waschechtes" Schweizer Konto mit CH...Kontonummer. Lässt sich nicht von einem "normalen" Schweizer Konto unterscheiden, aber die Geschäftsbeziehung besteht zu einem deutschen Institut (was mit Wohnsitz Germany natürlich problemlos ist).

    Wenn's ein "waschechtes" Konto ist, dann kann es auch LSV+, eBill, es gibt echte Debit- und CHF-Kreditkarten, kann man Einzahlungsscheine scannen und bezahlen? An welchen Bancomaten in der Schweiz kan n man kostenlos CHF beziehen?
    Davon sehe ich nämlich nix auf der Seite.

    So ein Konto ist wohl nur sowas für solche (Grenzgänger), die komplett ihr Geld nach Deutschland in transferieren und in der Schweiz nicht mal einen Kaffee trinken würden.
    Aber nichts, um ordentlich am Geschäftsverkehr in der Schweiz teilzunehmen.

  • Hallo liebe Forenmitglieder,

    lese den Threat hier sehr aufmerksam und finde es alles sehr interessant. Ich hätte jetzt auch mal eine Frage: Kann ich denn als Deutscher mit Wohnort in Deutschland auch ein Konto bei einer Schweizer Bank wie z.B. der UBS Bank eröffnen oder gilt das alles was hier geschrieben wurde nur für Deutsche, die in der Schweiz wohnen oder einen Bezug zur Schweiz haben, wie z.B. Grenzgänger. Ich interessiere mich sehr für das UBS Privatkonto und hätte monatlich so um die 50 Umsätze als normale Privatperson. Sozusagen als Ersatz für ein deutsches Girokonto. Wäre für Hinweise sehr dankbar, viele Grüße in die Schweiz.

  • Die meisten Banken akzeptieren auch Kunden ohne Wohnsitz in der Schweiz. Der grosse Unterscheid sind aber meist die massiven Gebühren, die dann verlangt werden. Diese unterscheiden sich deutlich zu Kunden mit Wohnsitz in der Schweiz.

  • Ich interessiere mich sehr für das UBS Privatkonto und hätte monatlich so um die 50 Umsätze als normale Privatperson. Sozusagen als Ersatz für ein deutsches Girokonto

    Die Frage wäre: warum möchtest du ein Konto in der Schweiz? Du schreibst von "Ersatz für ein deutsches Konto". D.h. du willst danach nur noch ein Konto in der Schweiz haben?


    Wie Maik schon richtig geschrieben hat, akzeptieren viele Schweizer Banken auch Kunden aus dem Ausland. In deinem Fall wären die Gebühren folgende: Klick - runterscrollen und das PDF "Dienstleistungen und Preise" herunterladen


    5.- pro Monat für das Privatkonto (evtl. nochmal 5.- pro Monat wenn du ebenfalls ein EUR-Konto benötigst) plus 30.- pro Monat für Domizil im Ausland.

    Heisst 35.- Minimum pro Monat = 420.- pro Jahr. Plus eventuell noch Aufschläge, wenn du in EUR bezahlst mit der Kreditkarte etc.

    Musst du wissen, ob es dir das wert ist nur um Kunde einer Schweizer Bank zu sein...

  • Hinzu kommt, dass ein Konto bei der Schweizer UBS vermutlich nicht für die üblichen SEPA-Lastschriften taugt.
    Und viele Anbieter eine IBAN mit "CH" am Anfang sicher nicht akzeptieren, auch wenn zumindest SEPA-Überweisungen möglich wären.

  • @Johannes, falls er noch im Forum unterwegs ist:

    Wie hast du das Migros Konto ohne Wohnsitz Schweiz und ohne Ausweis B bei der Migros eröffnet?

    Bzw. Welche Unterlagen musstet du alternativ vorlegen?

    Da wir nämlich bald in die Schweiz ziehen, möchten wir vorab dort ein Konto eröffnen.


    Danke dir,

    Petra