Katastrophe mit Arbeitsvertragsverlängerung

  • Hallo Manou
    Ja das ist so, nur 15min. Ich war hinterher auch nicht viel schlauer. Letzen Endes waren es nur Bestätigungen von dem was ich schon wusste, ohne mich mit Paragraphen auszukennen.


    Versuchs mal beim Berufsverband Deiner Berufsgruppe. Als Mitglied, gibt es kostenlose Rechtsauskunft.
    Bei mir ist es der SVA. Den Hinweis zur Verpflichtung des Arbeitgebers einen Arbeitszeitnachweis zu führen, habe ich dort gefunden. Übermorgen ist mein Mitarbeitergespräch, bin schon sehr gespannt auf die Reaktion, wenn ich das Thema erneut anspreche ;)
    Ein sehr guter Bekannter, ein Schweizer, welcher inzwischen pensionierter Hausarzt ist, selbst einmal Arbeitgeber war, gibt mir ausserdem verlässliche Auskünfte, wenn ich ihn um Hilfe bitte.
    Das ist gut zu wissen, obwohl ich inzwischen gelernt habe mich alleine durchs Leben zu kämpfen.

  • So..jetzt war ich bei so einer 15 min Rechtberatung.
    Sie rät mir bei meinem schwammigen Vertrag mit so undurchdringlichen Strukturen zu einem Arbeitrechtler.Aber tut das nicht jeder Anwalt...?Und wie stehen die Chancen?Schlappe 350 Franken pro Std. Beratung und ggf Brief aufsetzen.Sie denkt das es mit meinen Minusstd.nicht rechtens ist. Sie sind vom Betrieb verschuldet. Ich steh ja bereit. Diese müssten auf null gestellt werden.Werden sie aber nicht...wir sammeln fleissig für den Betrieb.. da freut sich der Betrieb doch...
    Gruss Honigbiene

  • Ich möchte da gar nicht Schiedsrichter spielen. Geht auch gar nicht: war nicht dabei.

    Hallo Jan
    Ich war innerhalb 1.5 Jahren die 4. MPA! Patienten haben sich oft von mir verabschiedet mit der Bemerkung, hoffentlich sind sie beim nächsten Termin noch da!


    In der heutigen Arbeitswelt ist es für alle Beteiligten nicht einfach.
    Für Arbeitgeber geeignetes Personal zu finden - für Arbeitnehmer einen guten Arbeitgeber!
    Es ist wie im richtigen Leben ein Geben und Nehmen!
    Ausserdem treffen verschiedene Charaktere aufeinander, was auch nicht zu verachten ist.

  • Mich vertritt in meiner Sache eine Anwaltskanzlei die ich bezahle. Ich habe keinen Rechtsschutz. In meiner Kanzlei hat mein Mandat ein Anwalt der spezialisiert ist auf Arbeitsrecht. Die Adresse habe ich von einer guten Bekannten aus einem HR Büro einer Firma


    Kosten:
    - Schlichtungsstelle - ca. 500 CHF
    - Erstinstanz - irgendwo 3 bis 5000 CHF
    - Zweitinstanz - Kosten richten sich nach Streitwert - in meinem Fall bis zu +/-30 Tausend CHF.


    Ich erwarte mir keine Kostenerstattung vom Arbeitgeber bei einer vernünftigen Schlichtung (ok, ich arbeite bis 2021 unter diesem Vertrag). Würde ich Erstinstanz gewinnen und diese ist rechtskräftig, werde ich diese Kosten einklagen lassen. Müsste ich in eine Zweitinstanz werde ich....................................jetzt kann ich hier, weil so viele mitlesen können, keine Aussage treffen


    Erfahrung ist aber, maximal nach erster Instanz ist das geregelt sagte mir die mir bekannte Dame aus dem HR und mein Anwalt

  • Hallo Anja


    Ich möchte da gar nicht Schiedsrichter spielen. Geht auch gar nicht: war nicht dabei. Mir geht es nur darum, dass es einfach immer zwei Seiten gibt. Und ob er nun wusste was du vorhast oder nicht: Ihr habt beide hinter dem Rücken des anderen gemacht/geplant. Was davon jetzt schlimmer ist: keine Ahnung. Aber das Verhalten ist doch beidseitig vollkommen normal - wenn auch nicht perfekt. Wer ist denn in solch einer Situation 100% transparent? Ich vermutlich nicht. Jeder minimiert sein Risiko. Jeder prüft sein Recht/seine Optionen. Alles vollkommen legitim und normal.
    Und auch die Vertragsbestandteile spielen das für mich persönlich keine Rolle. Ein Vertrag ist ja nunmal eine gegenseitige Übereinkunft: Leistung und Gegenleistung. Wer da zustimmt, muss erfüllen. Das gilt für den Mitarbeiter und den Arbeitgeber gleichermassen. Wenn man damit nicht einverstanden ist, muss man nachverhandeln (Änderungskündigung) oder kündigen. Dass das in der Theorie einfacher als in der Praxis ist, weiss ich leider auch.
    Ich finde es in der Wahrnehmung der Leute einfach interessant, dass es vollkommen normal ist, wenn ein Arbeitnehmer kündigt. Das ist dessen gutes Recht (stimmt!). Dann wird gesagt: ja gut, der Arbeitnehmer verdient mehr, hat mehr Urlaub, kürzeren Arbeitsweg oder was auch immer. Wenn aber der Arbeitgeber den Arbeitnehmer kündigt, weil er günstigere/bessere/schnellere/weniger kranke Arbeitnehmer gefunden hat, dann ist das immer gleich asozial. Ich persönlich finde das übrigens auch nicht gut. Mich wundert aber die extrem unterschiedliche Wahrnehmung in der Gesellschaft. Oftmals kann eine Firma einen fehlenden Mitarbeiter und auch die wirtschaftlichen Folgen besser kompensieren. Das ist bestimmt so. In Kleinstbetrieben muss aber auch das nicht stimmen.

    Hallo Jan82,


    ich finde Deine unternehmerische Denkweise wirklich löblich. Auch ich hatte damals in meinem Kleinunternehmen faire Verhältnisse geschaffen und habe dafür auf den letzten ultimativen maximalen Profit verzichtet.


    Nun ist es so das auch in der beschaulichen Schweiz ein Sittenverfall zu beobachten ist und eine allgemeine Verrohung sich breit macht. Insbesondere gibt es im Gesundheitswesen viele Private Equity Gesellschaften die kein Interesse an vernünftigen unternehmerischen Tugenden und fairen Arbeitsbedingungen haben. Ich habe nun hier in der Schweiz in einigen solcher Konstrukte gearbeitet und kann nur sagen das diese Gebilde nicht im Interesse der Kunden / Patienten noch im Interesse der Angestellten sein können und so garnicht in das Bild des Schweizer „Saubermannimage“ passen. Mein Gefühl sagt mir, das da viele Schweizer noch in Ihrer heile Welt Blase stecken und diese Entwicklung noch nicht bemerkt haben.
    Es sind auch nicht unbedingt Schweizer Unternehmen die diese Entwicklung befeuern und alle Chef`s / CEO`s die ich bis jetzt hatte kamen aus dem benachbarten EU-Raum. Die Schweiz mit Ihren nicht vorhanden Arbeitnehmerschutzgesetzen gepaart mit einem Urvertrauen der Bevölkerung in die Institutionen und ausgesprochen zahlungskräftiger Kundschaft übt eine gewisse Anziehungskraft auf solche Unternehmungen aus.


    Oft kommt hier in den Diskussionen die ländliche Bevölkerung der Schweiz sehr schlecht weg. Wobei ich den Eigenschutz gegen gewisse Entwicklungen aus Ihrer Perspektive gut verstehen kann. Schliesslich müssen sie sich auch gegen die oben beschriebenen Entwicklungen wehren. Was wäre schon unsere „geliebte Schweiz“ wenn die Traditionen von der Bildfläche verschwinden. Der Spagat zwischen der Sicherung des Wohlstands in der Schweiz und Bewahrung der Schweizer Identität wird in Zukunft sicherlich nicht leichter.


    Noch ein mal klarstellen möchte ich trotz aller Umstände das wir uns hier wohlfühlen und es ist schon was dran das es hier in der Schweiz noch etwas heiler ist als da draussen. Dafür wollen wir auch dankbar sein.


  • Noch ein mal klarstellen möchte ich trotz aller Umstände das wir uns hier wohlfühlen und es ist schon was dran das es hier in der Schweiz noch etwas heiler ist als da draussen. Dafür wollen wir auch dankbar sein.

    DANKE BonjourSuisse :CH:
    Du hast mir voll aus der Seele gesprochen, mit ALLEM!
    Genau das habe ich immer wieder zu spüren bekommen in den letzten 2.5 Jahren.
    Anfangs hat ein Schweizer Bekannter meinen Patriotismus nicht verstanden, bald ist mir klar geworden, warum.
    In der Schweiz sind nicht alle Menschen schön und reich!


    Deutsche werden von den Schweizern oft als "direkt" bezeichnet, schon oft habe ich mich für meine offene, ehrliche (direkte) Art bei Schweizern entschuldigt, weil ich gemerkt habe, dass die meisten damit nicht zurecht kommen.
    Inzwischen konnte ich wertvolle soziale Kontakte, hauptsächlich mit Schweizern knüpfen, denen ich sehr dankbar bin, dass sie mich verstehen. Meistens war das Eis gebrochen, wenn ich zu verstehen gegeben habe, dass ich nicht zum Geld verdienen in die Schweiz gekommen bin, sondern hier mein Leben 1:1 wie in Deutschland weiter lebe.
    Nämlich ohne Haus, ohne Auto, ohne Boot/Pferd o.ä.


    Eine Vision habe ich dennoch, ein Mehrgenerationenhaus oder eine Alten WG, als Alternative zum Altersheim oder zur überteuerten Alterswohnung ;)

  • ich finde Deine unternehmerische Denkweise wirklich löblich.

    Ich kann mich natürlich nicht davon freimachen ein wenig parteiisch zu sein - jeder wird durch seine Erfahrungen, sein Umfeld, seine Tätigkeit und nicht zuletzt auch durch Frust und Erwartungen geprägt. Mir ging es aber nie um "unternehmerisch", sondern um faire Erwartungshaltungen. Da du ja selbstständig warst, weisst du ja vermutlich wie das bspw. in Bewerbungsgesprächen so läuft. Würde ein Arbeitgeber so über den Mitarbeiter abziehen wie es teilweise die Bewerber über die vorherigen Arbeitgeber bei mir machen: Das wäre ein Skandal. Und genauso verhält es sich bei mir teilweise oft.


    Und klar gibt es strukturelle Probleme. Darüber mag niemand so recht reden, weil man sich die Finger verbrennt. Ich kann Dir aber bspw. sagen, dass meine Sekretärin keine junge Reinigungskraft für ihre Wohnung wollte, weil die bald "bestimmt Kinder bekommt". Und über ältere Gärtner kann ich Dir auch Geschichten erzählen. Würde ich nun aber sagen: Die stelle ich nicht an, weil Frauen bei mir 4.2 Tage mehr krank pro Jahr sind, potentiell schwanger werden könnten und dann noch bei dem Nachwuchs daheim bleiben wollen: Das wäre (vollkommen zurecht!) eine Katastrophe. Und als Unternehmer - auch das weisst du vermutlich - schlagen da immer zwei Herzen: Das eine möchte wirtschaftlichen Erfolg, das andere möchte das es den Mitarbeitern gut geht. Und hier die Balance zu finden ist nicht immer so einfach wie sich aussenstehende das vorstellen.


    Und so ist es doch häufig im Leben: Es wird viel zu oft davon ausgegangen, dass der andere einem persönlich etwas böses möchte oder einem etwas nicht gönnt. Oftmals würde es doch schon helfen nur einen Moment davon auszugehen, dass die Person nur das beste möchte und erst wenn das Gegenteil sehr offensichtlich und deutlich ist, Gegenfeuer zu geben. Würde ich als Arbeitgeber immer mein Recht einfordern und Mitarbeiter nach den rechtlichen Möglichkeiten sanktionieren: Da hätte ich viel zu tun. Ich bin einmal gegen einen ehemaligen Mitarbeiter vorgegangen und das ganze endete dann bei einer bedingte Freiheitsstrafe von 12 Monaten und der Rückzahlung von rund 85.000 CHF. Alles lasse ich mir also auch nicht gefallen, aber im Zweifelsfalls entscheide ich mich eher für das "miteinander".

    Nun ist es so das auch in der beschaulichen Schweiz ein Sittenverfall zu beobachten ist und eine allgemeine Verrohung sich breit macht. Insbesondere gibt es im Gesundheitswesen viele Private Equity Gesellschaften die kein Interesse an vernünftigen unternehmerischen Tugenden und fairen Arbeitsbedingungen haben.

    Ich war im vergangenen Jahr bei einem Spitalneubau in der Schweiz beteiligt (Träger Typ 2: privatrechlich, aber durch den Kanton gehalten) und aktuell bei zwei komplett Neubauten (Uniklinik) in Deutschland. Ich weiss wirklich nicht, ob es dann noch viel schlimmer geht. Wir haben Bedarfsanalysen und Strukturmodelle gemacht. Da geht es nicht mehr um Patienten, sondern nur noch um ICD, OPS und selbstverständlich um die DRG. Es wird optimiert wie es nur geht - auch bei den konventionellen Spitälern. Das ist wie in einem Industrieunternehmen.


    Auch die staatlichen Krankenhäuser kanibalisieren mit Vorsatz - und das nicht erst seit heute. Oder glaubst du, dass das Unispital in Münster nicht auch den Neubau eines weiteren Unispitals in Niedersachsen verhindern sollte? Und das Spital in Münster gibt's schon 2-3 Jahre. Also alles keine neuen Bewegungen.


    Verstärkt kommt nun dazu, dass sich in der Humanmedizin nun das durchzusetzen scheint, was in der Zahnmedizin schon ganz normal ist: Bezahlte Ausbildung im Krankenhaus und danach das Geld in der Wirtschaft verdienen (Frei nach: Verluste sozialisieren, Gewinne privatisieren). Die Humanmedizin zieht hier stark nach (die Statistik vom Kanton Luzern spricht hier Bände - Stichwort: Chirurgie). Und wenn Du immer mehr Leute hast, die am Kuchen knabbern, wird es rauer. Aber niemand hält sich selber den Spiegel vor. Der Arzt gründet ja nicht immer nur eine eigene Praxis, weil das Wetter da besser ist, er gerne noch mehr arbeitet oder Risiko trägt. Nein: Der möchte verdienen. Und die Privatklinik die wird ja auch nicht gegründet, weil man gerne die nicht kostendeckenden Behandlungen von der "traditionellen Spitälern" (Typ 1 bis 3) übernehmen möchte. In Deutschland sind die Qualitätsberichte ja öffentlich: Schau Dir mal den Unterschied der ICD Klasse 7 zwischen privaten und öffentlichen an. Das sind ja keine Zufälle.


    Wie dem auch sei: Wir alle tragen dazu bei, dass es rauer wird. Der Arbeitsmarkt reguliert sich zwar, aber das dauert viel zu lange. Das Problem ist, dass ein stark staatlich reguliertes System wie der Bereich Gesundheit erheblichen Fehlanreizen ausgesetzt ist. Und so sieht's doch aus: Jedes Jahr wird die Gesundheit teurer, jeder (Patienten, Beschäftigte) meckert, aber niemand möchte sie missen. Und da wir alle nicht ohne wollen, klagen wir noch alle auf hohem Niveau ;)


    In meinem Bereich gibt's dafür mehr und mehr Freelancer. Ich nenne das "die Abschaffung des Arbeitnehmerschutzes". Das ist eine Lösung, aber mit Sicherheit auch keine gute...

  • UPDATE: Mit Datum gestern habe ich mich außergerichtlich und mit Hilfe eines guten Arbeitsrechtlers mit der Firma geeinigt und einen Vergleich gefunden. Dieser beinhaltet jetzt eine neue Beschäftigung - befristet für 18 Monate mit Option auf Verlängerung - legal kann ich hier bis 2024 arbeiten -, drei Monatsgehälter Lohnausfall und etwas mehr als CHF 2000 Anwaltskosten. Ein recht hoher finanzieller Verlust den ich momentan trage und habe dafür auch keine Versicherung die mich da deckt. Von den 167 Bewerbungen welche ich derweil an Firmen in der Schweiz geschrieben habe waren sieben Zusagen und wurde dann aber wegen meines Alters doch abgelehnt - ich habe nur noch ein paar Jahre bis zur Rente - etwa 120 Bewerbungen waren Absagen, teils nicht mal richtig bei den Firmen gelesen und der Rest meiner Bewerbungen ist irgendwo im schwarzen Loch. Anscheinend ist der Arbeitsmarkt momentan sehr sehr dünn gesät und Praktikanten/-innen bedanken sich für eine Bewerbung und die Stellenanzeigen scheinen mir oftmals nur Marketing und/oder die Sammlung von persönlichen Daten Dritter zu sein. Selbst Betrüger melden sich und haben gegen eine geringe Gebühr - ein paar hundert Stutz - für sofort ein Jobangebot oder man kann sich für teures Geld an Jobbörsen der Special-Headhunter mit besten Beziehungen in alle Firmen registrieren. Auch habe ich in der Zeit sehr gute Headhunter kennen gelernt.


    Eine interessante Erfahrung ist für mich neben all den D-A-CH Corona Regelungen, welche sich täglich ändern und die niemand mehr aktuell kennen kann, dass ein Grenzgänger in der Schweiz von keiner Stelle (RAV) finanzielle Unterstützung bekommt auch dann nicht wenn er eingezahlt hat und in Deutschland nur drei Monate Arbeitslosengeld mit maximaler Verlängerung um weitere drei Monate beziehen kann und zwar dann, wenn er/sie sofort und/oder wieder endgültig nach Deutschland geht und seine hier egal wie lange eingezahlten Beiträge nach Deutschland transferiert. Aus Deutschland kann er/sie gerne wieder einen Job in der Schweiz als Grenzgänger annehmen. Da ich hier als Wochenend-Heimfahrer eine feste Wohnung habe und an Verträge wie Miete, Internet usw gebunden bin war das für mich keine Option die Schweiz sofort aufzugeben. Anders gesagt, hier in der Schweiz alles aufgeben um dann in Deutschland in Harz IV Karriere zu machen ist auch nicht so mein Ding. Die RAV kann Dich hier in ihre Datenbank der Stellensucher eintragen, was die Dame eingangs nicht wollte und der Leiter des hiesigen RAV's dann doch für mich entschied und Deutschland ist nur zuständig, wenn Du da dem Arbeitsmarkt zu 100% verfügbar bist. In D kannst Du als Arbeit suchend vermerkt werden und musst nicht mal einen Lebenslauf abgeben. That's it - man kann folglich in meiner Situation nur gewinnen oder brutal schnell durch alle Raster fallen. Die Schweiz ist nicht EU, folglich ein Risiko.


    Tja, was macht man da? Entweder man hat sich etwas gespart für solch schlechte Zeiten, hat eine(n) Sponsor(-in) oder man haust schneller unter der Brücke als man sich das vorstellen kann. Und so lebe ich momentan von dem, was ich mir gespart habe. Wieder hat sich wie schon öfter in meinem Leben für mich bewahrheitet, dass die drei wichtigsten Dinge Gesundheit, eine funktionierende Bankkarte und ein gültiger (Führer-)Ausweis sind.


    Falls jemand in einer ähnlichen Situation meinen Rat möchte, so helfe ich da gerne. Bitte aber PM.


    Derweil bedanke ich mich für jeden Input zu meiner Geschichte. Ich Danke Euch vielmals.


    Luka

  • Hallo Luka,


    vielen Dank für Deine Ausführungen und trotz der miesen Zeit die du durchgemacht hast Glückwünsche das es nun mit dem Job weitergeht.
    Deine Berichte sind sehr wertvoll hier in diesem Forum, zeigen sie doch das Risiko und die Gefahren in die man sich auf dem Schweizer Jobmarkt als Ausländer begibt. Wobei es nicht schweizspezifisch ist. Die modernen Unsitten auf dem Arbeitsmarkt findet man genauso in Deutschland und überall auf der Welt. Das Credo work hard play hard wird zur Normalität. Ein Arbeitnehmer über 50 hat es unter diesen Umständen sehr schwer. Folgerichtig schreibst Du ja das man ein dickes Polster haben muss für diese Notzeiten und die Anwaltskosten. Denn ohne anwaltliche Hilfe bist Du Deiner Firma ausgeliefert. Durchbeissen heist die Devise so wie Du es erfolgreich getan hast.
    Fazit: Auswandern in die Schweiz mit 30 sehr zu empfehlen, mit 40 sehr gut qualifiziet möglich aber mit gewissem Risiko, danach eher nicht.


    Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem beruflichen Weg. Mit den Erfahrungen die Du gemacht und vor allem durchgestanden hast wird nun alles gut werden.


    Liebe Grüsse,
    Thomas