Beiträge von home of the heart

    Ich denke die beiden wichtigsten Fragen für den Anfang sind

    • Wie möchtest du dein Geld verdienen?
    • Warum möchtest du ausgerechnet in die Schweiz?

    Zum Thema Sprache: Ich habe mehrmals ein wohlwollendes Lächeln bekommen, wenn ich mal passend das Schweizer Vokabular traf. Es wird positiv ankommen, wenn du zeigst, dass du dich interessierst und sie sich nicht hochdeutsch ausdrücken müssen. Ein Sprachkurs ist sicher nicht verkehrt, auch fürs bessere Verstehen. Du hast es aus dem Osten sicherlich schwerer wie ich als Bayer.

    Hallo Free Spirit,


    ja, beim Zoll bist du selbstverständlich an die Öffnungszeiten gebunden. Diese findest du (nach kurzer Recherche) hier: https://www.offices.customs.admin.ch/?lang=1. Samstags sieht es schlecht aus, ruf mal die Zollauskunft an, ob es Stellen gibt, die am Samstag geöffnet haben: +41 58 467 15 15.


    Weitere meistgestellte Fragen zum Thema: https://www.bazg.admin.ch/bazg…gsgut-/faq-umzugsgut.html


    Beste Grüsse/Grüße!

    Nach meinem kürzlichen Umzug nach Graubünden ist die erste Anfangsverliebtheit gewichen und der Alltag stellt mir eine meiner Lieblingsfragen: Welche zufriedenstellende berufliche Tätigkeit führe ich aus? :thought_balloon:


    Ich wurde mit meinem Sozialpädagogik-Studium nie richtig warm, arbeite zwar auch als Waldkindergärtner, Schulbegleiter, Privater Einzel-Seniorenbetreuer (best job!) aber auch als Auslieferungsfahrer, Gartenhelfer, Reinigungskraft, Nachhilfelehrer, freier Webdesigner und zuletzt als Postbote in Deutschland. Der Postler-Job machte mir Spaß, die Arbeitsbedingungen gingen die letzte Zeit leider steil bergab. Ich hoffte, in der Schweiz etwas bessere Bedingungen zu finden und war nach dem Probearbeiten in toller Bergkulisse optimistisch. Nun stellt sich heraus, dass der Zeit- und Leistungsdruck sehr hoch ist, sodass ich mir vorsichtig auch mal Gedanken über einen Plan B mache.


    Ich habe den Eindruck, dass in der Schweiz noch etwas mehr Wert auf Berufsausbildungen gelegt wird. Ich denke folgende Jobs sind zum Quereinstieg geeignet:

    • Busfahrer (Es wird zur Zeit auch beim Führerschein unterstützt)
    • Zugbegleiter, Lockführer, Wagenreiniger, o. Ä.
    • u. U. Servicekraft o. Ä. in der Gastronomie
    • Verkäufer, z. B. im Dorfladen
    • Touristischer Mithelfer, oft saisonal (z. B. Seilbahnen, Kassierer, Campingplätze, etc.)

    Was sind eure Erfahrungen und Eindrücke zu Quereinsteiger-Jobs in der Schweiz? Was machen Lebenskünstler, die ihr kennt? Wie nehmt ihr Menschenn in solchen Arbeitsbereichen im Alltag wahr? Wo sind die Leute entspannt und strahlen vor guten Arbeitsbedingungen? :winking_face_with_tongue:

    Hallo Claudia,


    ich hatte auch recht kurzfristig begonnen, zum Glück gabs bei mir aber etwas mehr Zeit und mittlerweile habe ich eine tolle WG gefunden. WGs kann ich insofern empfehlen als dass du vielleicht recht unkomplizierte Leute antriffst.


    Für den Fall dass das nichts geworden wäre, habe ich mir Objekte von sog. "Wochenzimmer"-Vermietern angeschaut. Das kennt man in Deutschland auch als Monteurswohnungen o. Ä. In meiner Region wurden da möblierte Einzelzimmer vermietet, mit improvisierter Gemeinschaftsküche und Waschmaschine. Hier würde man ca. 600-800 CHF/Monat dafür bezahlen, kann aber auch sehr kurzfristig kündigen (2-4 Wochen). Der Vorteil: Nach Absprache solltest du dort eine gültige Wohnadresse mit (Gemeinschafts-)Briefkasten und einem gültigen Mietvertrag bekommen. Einen Mietvertrag brauchst du eigentlich, weil du damit wieder andere Schritte begründen kannst (z. B. Einfuhr beim Zoll). Mit dem Vertrag in der Tasche könntest du das Zimmer bereits beziehen und zeitgleich die Aufenthaltsgenehmigung bei der örtlichen Gemeindeverwaltung beantragen (vielleicht hilft dir dein Arbeitgeber). Dass du eine Aufenthaltsgenehmigung bekommst, wird von den Vermietern auch so gewollt sein, weil sie einen entsprechenden Nachweis wollen, dass sie legal vermieten.


    Die Objekte die ich sah, waren alte Gasthäuser (teils sicher mal recht schick) in hübschen kleinen Dörfern oder Kleinstädten, sauber und in ordentlichem Zustand. Allerdings schätze ich, ist es keine so tolle Wohnatmosphäre dort, sodass das ganze ein mehrwöchiger Übergang bleibt, der dich motiviert weiter zu Suchen. Als Frau würde ich gut reinspüren, ob der Ort mit seiner wechselnden, oft männlichen Belegung für dich dann passt.


    Schau z. B. mal auch wochenzimmer.ch


    Bei AirBnB müsstest du schon jemand kennenlernen, der dir sein Objekt vermietet. Es gibt dort zwar das Kriterium "langfristige Miete möglich", trotzdem stelle ich es mir schwierig vor, dass das zum Erfolg führt - vor allem jetzt in den Sommerferien. :smiling_face_with_hearts:


    Nachtrag: Vorallem wenn es eher private Anbeiter sind, solltest du dich telefonisch melden, sofern das möglich ist. Per E-Mail oder Kontaktformular kam ich selten zum Erfolg.

    Ich wollte im nördlichen Graubünden in eine WG und bin bei der Suche nur auf unkomplizierte Vermieter gestoßen. Keiner fragte weiter (oder wollte einen Nachweis) nachem ich sagte, dass ich bald meine Arbeitsstelle antrete. Ich war etwas verbflüfft, dass ich schnell mehrere Angebote hatte, in Deutschland hingegen war ich noch im Münchner Einzugsgebiet und lebte praktisch die letzten 2 Jahre in Ferienwohnungen weil sich nichts anderes auftat...


    Über das Prinzip "für dieses Dokument brauchen sie erst jenes" werde ich mich hier wohl noch öfter amüsieren können...


    Es ist in diesem Lehrvideo echt gut dargestellt: https://www.youtube.com/watch?v=VCmWuav86CI

    Heute feire ich meinen Abschied. Ich traute mich und habe fast meinen ganzen bisherigen Postzustellungsbezirk informiert dass ich aufhöre und in den Biergarten außerhalb des Dorfs eingeladen. Es war eine tolle Zeit in einem gemütlichen Dorf mit wohlwollenden Menschen.


    Morgen ziehe ich um! Kann's noch kaum glauben!

    Der deutsche TÜV meines PKW läuft bis Juli 2022. Ich ziehe Ende Juni mit Aufenthalt B in die Schweiz.


    Was wäre nun geschickt? Den Deutschen TÜV machen und dann später in der Schweiz zusätzlich die dortige Prüfung? Oder kann ich mir den Deutschen TÜV sparen und mache zeitnah die Schweizerische Prüfung? Kann ich nach der MFK in der Schweiz problemlos in Deutschland herumfahren und brauche keinen Deutschen TÜV mehr?

    Habe soeben Bescheid bekommen: Es sieht so aus, als ob ich zum 1.7. angestellt werde (der Rest ist eher noch Formsache). Ich werde wohl in einem anderen Bereich arbeiten als bei der Probearbeit (möglicherweise eher Industrieviertel und Hochhäuser statt Bergdörfer) und man hat mir gesagt, dass sie hoffen, dass ich als ruhiger Typ auch schnell genug arbeite und noch energetischer werde... :high_voltage:


    Dass ich in einen anderen Bereich komme ist eine Wendung, das Feedback ein kleiner Dämpfer. Das Gehalt ist wie gesagt knapp und für die 80% Stelle muss ich Mo-Sa von 6.00 bis mind. 13.30 Uhr freihalten. :alarm_clock:


    Ich freue mich auf die wunderschöne Bergnatur (hatte noch gar keine Zeit dafür) und darauf, an dieser Herausforderung persönlich zu wachsen. Es gibt einen Notfallplan, der auch abdeckt, falls die Sache krachend scheitert. So wie ich derzeit die gesellschafspolitische Situation wahrnehme scheint mir die Schweiz noch der beste Ort zu sein. :CH: :white_flag: Ich habe ein paar neue Bekanntschaften in der Schweiz und freue mich diese zu vertiefen.


    Dies ist jetzt meine Chance, in die Schweiz zu gehen und ich werde sie ergreifen. :postal_horn:

    Ich hatte kürzlich eine ähnlich Frage zum Führerschein A1 und sie dann in diesem Thread beantwortet:



    Wenn du nur den B-Führererschein (und ggf. sogar noch die Erweiterung B196 zum Rollerfahren gemacht) hast, musst du meiner Kenntnis nach in der Schweiz nochmal den A1 machen (12 Theoriestunden, prüfungsfrei).

    Hallo Barbara, willkommen im Forum!


    Mein Eindruck ist, dass du als sehr erfahrene Krankenschwester sehr gute Chancen haben wirst, bald einen Arbeitsvertrag zu bekommen. Du findest tonnenweise Stellenangebote, z. B. auf https://www.sozjobs.ch/


    In der Region Graubünden wirds für mich gerade spannend mit einem Job. Vielleicht sehen wir uns ja bald da :winking_face_with_tongue:

    Hey, es hat sich was getan: Ich hatte soeben ein Gespräch mit einem sympathischen Herrn des größten Schweizerischen Postdienstleisters, der offensichtlich Interesse hat. Es werden nun vom Arbeitgeber einige Dinge abgeklärt, etwa ob eine 80% Stelle für die Aufenthaltsgenehmigung B reichen würde. Drückt mir die Daumen!