Corona Epidemie: Informationsaustausch

  • Da es Sachsen, Thüringen und das Land Salzburg betrifft, hier die aktuellen Beschlüsse, falls ihr es noch nicht gesehen habt:


    Quarantäne kann neu verkürzt werden:
    Gemäss der bisherigen Regel muss eine Person ab dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person in eine zehntägige Quarantäne. Diese kann nun mit einem negativen Testresultat ab dem siebten Tag beendet werden. Die Kosten für den Test muss die Person selbst begleichen.


    Negativer Test und Quarantäne bei Einreise:
    Einreisende aus Staaten mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko müssen künftig bei ihrer Einreise einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Anschliessend begeben sie sich in Quarantäne. Diese kann ebenfalls mit einem negativen Test am 7. Tag verkürzt werden
    Personen, die per Flugzeug aus Ländern einreisen, die nicht zu den Risikogebieten zählen, müssen bei der Einreise einen negativen Test vorweisen. Die Kontrolle erfolgt beim Einsteigen in das Flugzeug.
    Die vom Bundesrat beschlossenen Quarantäne- und Einreiseregeln erfordern eine Anpassung der betreffenden Covid-19-Verordnungen. Sie treten am 8. Februar 2021 in Kraft.


    Ich finde interessant, dass ausgerechnet die Schweiz, die ganz vorne war mit den Schnelltests, diese nicht akzeptiert, sondern jetzt auch auf einen PCR-Test besteht.....

  • Mich nerven in den Medien vor allem drei Dinge:
    - Die Wortwahl
    - Die Bilder von Spritzen
    - Die Fotos von Viren


    Die Wortwahl ist oft völlig undurchdacht und und unpassend.
    Beispiel "Die neue Virusmutation ist ein Game-Changer" hab ich gestern gehört auf N24.
    Wieso wird die Pandemie um Himmels Willen denn mit einem Game/Spiel verglichen?


    Achtet mal auf die Anzahl der Spritzenbilder bei Beiträgen zum Impfthema.
    Faltige Oberarme von leidend blickenden alten Mitmenschen umringt von Medizinpersonal.
    Und eine Spritze wird bis zum Anschlag langsam reingestochen. Muss das so gezeigt werden?
    Ich bin überhaupt kein Impfgegner, aber solche Bilder schrecken sicher nicht nur ängstliche Menschen ab.


    Richtig unnötig sind auch die ständigen Virusfotos mit künstlichen Leuchtfarben und Tentakeln.
    Teilweise noch als ständig sichtbares, animiert rotierendes Logo im TV-Bild. Das wirkt wie Gehirnwäsche.


    Aktuelle Nachrichten im TV und der Tageszeitung empfinde ich als fast nicht mehr zu ertragen.
    Richtig "erholsam" und informativ wirken dagegen die Nachrichten und Interviews im Radio (z.B. im Deutschlandfunk)
    oder in der Wochenpresse (z.B. der ZEIT). Da bemerkt man auch, wie unnötig viele Bilder und Filmchen sind.

  • Ein weiteres kleines Update:


    Noch sind die Grenzen zu Deutschland offen, aber es finden sporadische Kontrollen statt, ob man tatsächlich sich beim Online-Tool registriert hat und ob man einen negativen PCR-Test vorweisen kann. Als meine Mutter heute wieder zurück nach Deutschland ist (Rheinfelden), hat sich niemand für sie interessiert und sie ist einfach durchgefahren...

  • Aber aktuell bekommt man zumindest für geschäftliche Reisen ja recht einfach Ausnahmebewilligungen für so ziemlich alles. Für Deutschland brauche ich aktuell noch keine, aber für die Schweiz und Polen. Meine schweizerische war Freitag abgelaufen und ich habe mir schon einen Kopf gemacht wie lange das mit der Verlängerung dauert. Vor dem Ablaufen kann man leider nicht beantragen. Haben dann Montag um kurz nach 9 Uhr angerufen und um 9:17 Uhr war die nächste Bewilligung per Mail da...

  • Ich hätte da mal eine Frage zum Impfpass/Impfausweis.
    Muss ich mich da vorher um einen schweizerischen Impfpass kümmern, bekomme ich den eventuell bei der ersten Impfung ausgehändigt oder reicht da meine alter gelber deutscher Impfpass aus?


    Bitte keine Impfdiskussion. Ich habe bereits Windows10, der integrierte Chip wäre also kompatibel :D

  • Ich denke der deutsche Impfpass ist nicht mit dem Chip im Impfstoff kompatibel. Vermutlich muss man da ein Upgrade machen. Ich habe gehört, dass es Stempel gibt, die dieses Upgrade durchführen, wenn der Impfpass bei Vollmond senkrecht davor geschwenkt werden und gleichzeitig Ziegenblut getrunken wird. Ich persönlich glaube aber, dass man Ziegenblut auch mit Whisky substituieren kann.

  • Also ich hatte vorgestern auch ein Erlebnis der besonderen Art.


    Ich habe die Schweiz über St. Margrethen verlassen mit Ziel Polen. Der Transit durch die Schengen-Länder ist frei. Zudem habe ich noch eine Ausnahmebewilligung und mache regelmässig Schnelltests. Ich habe bis heute 21 Schnelltests und 4 PCR Tests gemacht. Darunter war ein falsch-positiver PCR Test, den ich auch noch separat falsifizieren lassen musste - ein Schnäppchen (Achtung: Könnte Spuren von Ironie beinhalten).


    An der Grenze CH/AT wurde ich wie immer (seit Monaten) kurz angehalten: "Warum reisen Sie durch Österreich?". Alles ganz lässig. Wurde dann gebeten nur notwendigen Halte in AT zu machen und weiter gings. Mental war ich schon in Nürnberg, da wurde ich dann in Lindau von der Autobahn geholt - Hütchen auf der Autobahn: Alle Autos mussten runter.


    Vor mir waren vielleicht 15 Autos. Keine riesige Schlange, aber durchaus etwas los. Dann war ich irgendwann dran. Ich sass alleine im Fahrzeug - das Fahrzeug fast leer mit Ausnahme eine kleinen Sporttasche im Kofferraum. Aber so einen unfreundlichen Zöllner habe ich im Leben noch nicht gehabt. Er kam auf mich zu und meinte: "Testergebnis! Papiere!". War schon recht "streng". Da habe ich ihm gesagt, dass ich eins hätte (habe es ihm direkt gegeben), aber dass ich nur DURCH Deutschland fahren möchte und die BRD in 8h wieder bei Görlitz verlassen habe. Dann schaut er mir an: "Aha, so ein Reisender also". Ich war kurz davor das zu kommentieren und hab's dann doch erstmal sein gelassen. Dann war er weg. Ich sass da, viele Autos kamen, fuhren weiter. Ich wartete. Nach 15 Minuten habe ich dann begonnen durch Sichtzeichen auf mich aufmerksam zu machen und habe dann das Auto mit FFP2 Maske in Richtung Zöllner verlassen. Einfach um zu fragen was denn nun los sei. Die waren munter miteinander am reden. Dann schrie der eine in meiner Richtung, dass man eine "Massnahme" durchführe und ich sofort zum Fahrzeug zurückzugehen habe. Mein Puls stieg ein wenig, aber ich bin dann in Ruhe zum Auto zurück und sass weiterhin im Auto - man möchte ihnen ja auch nicht unrecht tun, während sie gerade die Welt retten. Dann kam ein anderer Zöllner zu mir und hat mich gebeten weiter und dann auf einen Parkplatz zu fahren. Auch das habe ich gemacht. Elektronisches Fahrtenbuch sei dank weiss ich daher, dass ich 1h und 8 Minuten gewartet habe. Auf dem Parkplatz wollte man mein Gepäck sehen. Das war auch schnell erledigt. Daraufhin wollte man erneut meinen Führerschein und Ausweis. Ich habe dann mitgeteilt, dass mein CH-Führerschein und Deutscher Personalausweis bei seinem Kollegen sei. Ich könnte ihm noch eine Schweizer ID anbieten, aber wäre froh, wenn ich nachher alles zurückbekommen würde. Dann ist er weggegangen. Ich stand da mit meinem Auto auf dem Parkplatz. Alleine. Ich wollte auch keinen Ärger, und setzte mich ins Auto. Etwa 30 Minuten. Dann wurde es mir zu bunt: Ich habe den Notruf gewählt und der Polizei mitgeteilt, dass ich "Opfer einer Zollmassnahme" sei und nun mehr als 1:30h aufgehalten werde ohne dass irgendjemand irgendetwas macht oder von mir möchte. Der liebe Herr hat sich versprochen darum zu kümmern.


    10 Minuten später fuhr ein Polizeifahrzeug vor. Die Polizisten waren freundlich und ich bin mit 2er Polizeibegleitung zu Fuss in Richtung Zollkontrolle (vom Parkplatz zurück). Dort wusste man glaube ich gar nicht mehr wer ich bin - das war so mein Gefühl. Der Zöllner, der bei mir auf dem Parkplatz war, war weg. Der erste, der meine Papiere hatte, war noch da. Er meinte dann, dass er sich direkt kümmern würde. Da bin ich dann deutlich lauter geworden als es professionell gewesen wäre und habe deutlich mein Missfallen an dieser Aktion und etwaig weiteren Zollmassnahmen kommuniziert und dem Zöllner drei Optionen angeboten: 1) Kontrolle sofort beenden und die Papiere zurück, 2) mir mitteilen wo das Problem ist oder 3) eine Beschwerde von mir, die ihm Freude macht. Die Polizisten mussten lächeln und ermahnten nur kurz zur Ruhe. Dann gibt der Idiot (es tut mir leid, aber so sehe ich das) mir die Papiere zurück und meint zu mir: "Nächstes Mal besser einen anderen Grenzübergang". Da dachte ich mich trifft der Schlag. Die beiden Polizisten haben dann bestätigt, dass sie das auch gehört haben. Ich habe daraufhin die Polizisten gebeten die Daten des Zöllners aufzunehmen - dem wurde nachgekommen. Allerdings wollte man mir die Daten (das ist natürlich ok) nicht aushändigen, sondern bot mir an dies auf der Polizeidienststelle korrekt zu erledigen. Damit war ich einverstanden. Wir haben dann ein wenig Papierkram gemacht, damit sich der Anwalt auf etwas beziehen kann - inkl. der Zeugenaussagen der Polizisten - und ich habe gestern noch Kopien meiner Dashcam Aufnahmen und des elektronischen Fahrtenbuchs an meinen Anwalt gesendet. Die Kostenübernahmeerklärung der Rechtschutzversicherung ist auch da. Mögen die Spiele beginnen...


    Für mich zeigt das exemplarisch, dass die Nerven auch beim Zoll etwas blank liegen. Vermutlich kriegen die schon auch oft einen drüber, obwohl sie tatsächlich nur ihre Pflicht machen. Aber alles gefallen lassen sollte man sich dann eben doch nicht.

  • Leider kann ich das bestätigen: Ich habe NUR schlechte Erfahrungen mit dem Deutschen Zoll gemacht (Ausnahme beim Umzug, aber da mussten die ja auch nur zwei Stempel draufhauen)!!! Inklusive einem Verfahren, dass (natürlich) zu meinen Gunsten ausgegangen ist, weil der Zollbeamte keine Ahnung hatte X(


    Vom Schweizer Zoll hingegen kann ich nur schwärmen, immer freundlich, professionell und hilfsbereit. :CH:

  • Ich habe den Notruf gewählt und der Polizei mitgeteilt, dass ich "Opfer einer Zollmassnahme" sei und nun mehr als 1:30h aufgehalten werde ohne dass irgendjemand irgendetwas macht oder von mir möchte. Der liebe Herr hat sich versprochen darum zu kümmern.

    Was für eine surreale Situation, man muss die Polizei rufen wegen der Polizei :SX/ Sind zwar unterschiedliche Einheiten, aber unterm Strich sind alles Polizisten. Witzig finde ich, dass die angerufene Polizei wirklich geholfen hat, lässt annehmen, das solch ein Vorgang der Notrufstelle nicht neu war.