• Mein Arbeitgeber ist in einer großen Re-Organisierung. Das heißt im Prinzip mehr Arbeit (größere Bezirke) in der gleichen Zeit. Der Zeitdruck ist groß und ich bin in einer Tour gelandet, in der man wirklich extrem schnell sein muss und auch Kollegen hadern, die schon zehn Jahre oder länger dort arbeiten. Ich erfülle zwar alle anderen Erwartungen und bringe eine gute Qualität. Das Zeitziel kann ich allerdings selten einhalten. Zwar bringe ich die Tour zuverlässig mit Überzeit zu Ende, aber das wird nicht auf Dauer akzeptiert. Der Arbeitgeber fordert mehr Geschwindigkeit und Leistung: Sollte ich nicht in wenigen Wochen einiges schneller sein, wurde mir eine Kündigung zum Jahressende in Aussicht gestellt. Teamkollegen verärgert das Vorgehen. Mehrere von ihnen hatten bereits ein Burn-Out.

    Ich probiere zwar das Zeitziel und sehe es sportlich, frage mich aber eher, ob nun die Zeit ist, einen Schritt in eine andere Richtung zu tun. Mein Nest ist eigentlich gemacht: Ich habe nun alle Formalitäten von der Aufenthaltserlaubnis übers Bankkonto, Versicherungen, Autoanmeldung, Eine WG an einem Traumort in der es sich gut aushalten lässt.

    Privat finde ich es interessant bis aufregend. War hier vor Ort einen Tag bei der Weinlese dabei (wenn man vor Ort aktiv Teilnehmen will, dann hat es vermutlich mit Wein zu tun) und habe das Tanzen entdeckt und darüber auch Leute kennengelernt. Die Natur zu erkunden ist immer wieder beeindruckend.

    Und wenn du gegen die 50 bist ,bist du ganz weg vom Fenster und einen neuen Job zu finden wird auch sehr schwierig,auch wenn du mit deinem Gehalt runtergehst.Selbst erfahren!! In der Schweiz ist nicht mehr so wie früher.In der chweiz muss man sich das Geld schwer erarbreiten es wird eine auch da nichts Geschenkt.

    Hoffe das du deinen Job behalten kannst.

    Viel Glück


    Bin froh das ich die Schweiz verlassen hab,hier geht es mir viel besser.

  • Steht im Profil zurück 2017 geboren in der CH Jahrgang 59


    Maschinenbau mit Leitender Funktion.Die Position hat auch nichts geholfen , Ab 54 wird man für den Arbeitgeber zu teuer.Er hat sehr hohe Ausgaben für jeden der über 54 wird.Man beginnt also schon mit 50 dem Arbeitnehmer das Leben schwer zu machen und hofft das er Freiwillig geht.


    25-34 Jahren: 7% des versicherten Lohns. 35-44 Jahren: 10% des versicherten Lohns. 45-54 Jahren: 15% des versicherten Lohns. 55-64/65 Jahren: 18% des versicherten Lohns.


    Hier viel lockerer ,weniger Std Arbeiten ,mehr Urlaub + Urlaubsgeld ,mehr Feiertage .Wie gesagt mehr Geld macht nicht Glücklich !!

  • Ich habe die scheinbar allgemeine "Auslese" bei älteren Mitarbeitern schon immer nicht verstanden. Klar existieren berufliche Einsatzgebiete, da sind junge und dynamische Mitarbeiter notwendig. Wenn ich einen Kurierdienst in einer City eröffne, das Team liefert mit Fahrrad oder E-Roller unter einem Zeitdiktat Briefsendungen und kleine Päckchen aus, da würde ich keinen 50jährigen einsetzen. Eine Bekannte von mir hat schon mehrfach vorgeschlagen, ich solle mir ein Fahrrad organisieren und bei schönem Wetter um unseren See hier radeln. Der ist relativ klein mit 772 Hektar. Anschließend hätte ich sicher 3 Wochen Muskelkater in den Beinen. (Zum Vergleich, der Vierwaldstättersee ist 11.400 Hektar groß). Andererseits, benötigt ein Unternehmen auch Mitarbeiter für Kopfarbeiten, um das mal überbegrifflich so zusammen zu fassen, dann sind ältere Mitarbeiter für das Unternehmen von Vorteil.


    Klar sind ältere Menschen prozentual mehr mit Wehwehchen konfrontiert als junge Menschen. Wenn ich bei mir mit über 50 eine kurze Zwischenbilanz ziehe, wo vom kleinen Fußzeh bis zur Haarspitze mein Körper überall schon kleine "Baustellen" hat oder hatte, dann ärgere ich mich einerseits über mein Jungsein, dass ich mir darüber nie wirklich Gedanken gemacht habe, wie das mal sein wird, wenn mein Körper nicht mehr "taufrisch" ist. Andererseits habe ich eine berufliche und auch Lebens-Expertise, die ein Unternehmen positiv nutzen kann, Geld einsparen kann, vielleicht durch Erfahrungen, die dem Unternehmen erspart bleiben, usw. Und insbesondere durch das Home-Office geht doch viel. Ich hatte mal ein Kumpel der sagte mir, durch das Internet und die Option damit Geld zu verdienen, können wir noch mit 80 Lebensjahren arbeiten. Vorausgesetzt man/frau wird nicht greisenhaft im Kopf.

  • Ich habe die scheinbar allgemeine "Auslese" bei älteren Mitarbeitern schon immer nicht verstanden.

    Das ist bei mir im IT-Umfeld und insbesondere in der Softwareentwicklung nicht so der Fall, "Silberrücken" mit mehreren Jahrzehnten Berufserfahrung, die schon alles mal gesehen haben und die auch neue Dinge einordnen und bewerten können sind sehr gefragt, bei den Maschinenbauern wäre die adequate Stellenbeschreibung wohl leitender Ingenieur.

    In meinem 5er Büro sitzen deutlich als 250 Lebensjahre :grimacing_face:

  • Klar sind ältere Menschen prozentual mehr mit Wehwehchen konfrontiert als junge Menschen. Wenn ich bei mir mit über 50 eine kurze Zwischenbilanz ziehe, wo vom kleinen Fußzeh bis zur Haarspitze mein Körper überall schon kleine "Baustellen" hat oder hatte, dann ärgere ich mich einerseits über mein Jungsein, dass ich mir darüber nie wirklich Gedanken gemacht habe, wie das mal sein wird, wenn mein Körper nicht mehr "taufrisch" ist. Andererseits habe ich eine berufliche und auch Lebens-Expertise, die ein Unternehmen positiv nutzen kann, Geld einsparen kann, vielleicht durch Erfahrungen, die dem Unternehmen erspart bleiben, usw. Und insbesondere durch das Home-Office geht doch viel. Ich hatte mal ein Kumpel der sagte mir, durch das Internet und die Option damit Geld zu verdienen, können wir noch mit 80 Lebensjahren arbeiten. Vorausgesetzt man/frau wird nicht greisenhaft im Kopf.

    Meine Oma hat noch bis zu ihrem 75. Lebensjahr gearbeitet!!!

    Nicht im Homeoffice, sondern in der Kantine des Dr. Oetker des Ostens (Backmehlwerke Kathi), 5 Minuten zu Fuss von ihrem Zuhause. Angefangen hat sie am dort am Fliessband, nachdem sie viele Jahre bei ihrem Bruder in der Bäckerei gearbeitet hat... Richtig fit im Kopf war sie bis Anfang Mitte 90, als ihr immer mehr Aufgaben entzogen wurden, begann der "Abbau", körperlich und geistig!


    Ich (56) erlebe es Tag täglich, dass vor allem die "jungen Menschen" nicht so belastbar sind, wie WIR ALTEN, die trotz Wehwehchen ihren Mann/Frau stehen!!! Das ich noch kein Burnout und keine Depression entwickelt habe, macht mich allerdings schon nachdenklich, oder auch nicht :winking_face:

    Seit wir uns im Zeitalter von künstlicher Intelligenz und technischen Fortschritt befinden, haben seltsamerweise immer mehr junge Menschen schon so viele Wehwehchen, die meine Oma möglicherweise auch hatte und ich schon seit einigen Jahren habe... Mit ihren Wehwehchen ist meine Oma 100 Jahre alt geworden, wahrscheinlich weil sie nie oder sehr selten beim Arzt war, die Ernährung und generell die Zeiten damals ganz anders waren.

    Wer weiss...

  • nicht so belastbar sind, wie WIR ALTEN, die trotz Wehwehchen ihren Mann/Frau stehen!!!

    Anja, alt bezeichne ich Menschen ab 70. Ich habe Menschen im Testzentrum, folglich habe ich deren Geburtsdatum fürs Zertifikat und da staune ich beim Übertragen der Daten nicht schlecht, wie dynamisch und körperlich stabil Männer zwischen 55, 60,65 und 70 sind. Manchmal ist mir das peinlich mit meinen 53 Jahren, morgen :zipper_mouth_face: . Wenn meine Heizdecke nicht wäre, ich würde sterben :beaming_face_with_smiling_eyes: nein, ich würde verenden. :face_with_monocle:


    Letzte Nacht habe ich mir ein Video auf YT angeschaut, ein Vortrag 1 Std. aus der katholische Akademie in Bayern, Vortrag Münkler Uni Berlin Theorie in der Geopolitik. Sehr anstrengend phasenweise, sehr interessant zur aktuellen Lage. Er spricht in seinem Vortrag unter anderem über das Konzept der Bequemlichkeit, damit die Nationen nicht an ihre eigene Geschichte denken. Bei Putin hat es jedenfalls nicht geklappt. Sehr empfehlenswert für freie Zeit:

    (3) Herfried Münkler: Ukraine, Krieg, neue Weltordnung - YouTube

  • Letzte Nacht habe ich mir ein Video auf YT angeschaut, ein Vortrag 1 Std. aus der katholische Akademie in Bayern, Vortrag Münkler Uni Berlin Theorie in der Geopolitik. Sehr anstrengend phasenweise, sehr interessant zur aktuellen Lage. Er spricht in seinem Vortrag unter anderem über das Konzept der Bequemlichkeit, damit die Nationen nicht an ihre eigene Geschichte denken. Bei Putin hat es jedenfalls nicht geklappt. Sehr empfehlenswert für freie Zeit:

    (3) Herfried Münkler: Ukraine, Krieg, neue Weltordnung - YouTube

    Wenn Münkler über etwas schreibt oder redet, dann hat das auf jeden Fall Substanz. Ein Like für den Fund und das Teilen. Mal schauen wann ich Zeit habe, mir das anzuschauen.

    Er bringt auch gerade ein neues Buch "Die Zukunft der Demokratie" raus:
    "Demokratie und Rechtsstaat sind bedroht: durch Autokraten wie Putin von außen, die fürchten, auch für sie könnte das Streben der Bevölkerung nach politischer Selbstbestimmung gefährlich werden; durch Autokraten im Inneren, die auf einer Welle populistischer Erregung ins Amt kommen und den Rechtsstaat aushöhlen; durch eine lethargische und politisch gleichgültige Bürgerschaft, die zwar seit längerem in einer Demokratie angelangt ist, sich nun aber an dieser langweilt und nicht mehr engagiert."


    Wurde heute in der Kulturzeit vorgestellt: https://www.3sat.de/kultur/kul…-10-oktober-2022-100.html