Corona Epidemie: Informationsaustausch

  • Gestern wieder eingereist, grenze zu Basel.
    Wurde ausgefragt, woher, wohin, warum etc.
    Warum ich erst Ende April umziehen würde und nicht am besten sofort, total unverschämt.


    Auf deutscher Seite hat das niemand interessiert, und totale übertriebene Einschüchterungs versuche seitens der Schweizer Beamten.
    Zwei Grenzwachtkorps am Auto, und vor der Motorhaube einer vom Militär mit der MG, also fühlte mich wie im Krieg oder zu DDR Zeiten.


    Sorry, aber liebe Schweizer wir sind nicht im Krieg!
    Noch einmal rüber und das wars dann, 1 Jahr schweiz und leider nichts Positives daraus gezogen.
    Freue mich wieder auf die Heimat.

  • jesus!

  • wow, was für ein tag! in zürich geht online anmeldung nicht, daher hatte ich da gar keine chance. hoffe das geht bald alles wieder seinen normalen gang, sonst seh ich meinen partner und meine wohnung wohl lange nicht :frowning_face:

  • Sorry, aber liebe Schweizer wir sind nicht im Krieg!

    Der Zoll/die Grenzwacht wird aktuell von der Militärpolizei (50 Berufssoldaten und ein Milizbataillon) unterstützt, da zu wenig Personal vorhanden ist. Das ist übrigens das Standardvorgehen, wenn die Durchhaltefähigkeit personell nicht gegeben ist. Das ganze wurde in der "Weiterentwicklung der Armee" 2018 beschlossen und schrittweise umgesetzt. Die Alternative wäre: 60km Autobahnstau wie auf der A4 bei der Einreise nach Polen. Da muss ich sagen: Lieber die Militärpolizei.


    Ich bin im übrigen auch kein Fan von vollautomatischen Waffen (eine MG wird's wohl nicht gewesen sein) vor meiner Nase. Aber prinzipiell denke ich, dass man da in der aktuellen Situation auch von der Bevölkerung ein gewisses Mass an Toleranz erwarten darf. Denn das 2200 Mann starke Grenzwachtkorps kann die Grenze nunmal nicht vollständig sichern. Und auch einige hier im Forum fahren ja offenbar noch vergleichsweise regelmässig hin und her. Dass das natürlich nicht gerade der Entspannung beiträgt (womit ich den Grund der Reise gar nicht in Frage stellen möchte), sollte ja klar sein. Also: Ruhe bewahren, freundlich bleiben und das Beste aus der Situation machen. Sei froh, dass du nicht wie in Polen bei jeder Einreise zunächst einmal 2 Wochen in Selbstquarantäne samt Handy-Tracking darfst :winking_face:


    Für Deine Zukunft in Deutschland wünsche ich Dir in jedem Fall alles Gute!

  • Dann wird es mir wohl so in 3 Wochen gehen. Da gebe ich meinen Büroschlüssel und melde mich von der Gemeinde in der Schweiz ab. Zollgrenze wird Badischer Bahnhof sein. Hat alles noch geklappt mit Kontoauflösung, Zurückerstattung Vorsorge, Steuererklärung und Co., Freizügigkeitskonto?

  • hallo zusammen.


    Ich hsne jetzt schon von mehreren gehört, dassdoe Zöllner einen mit deutschem pass zwar nach DE rein lassen, aber zurück in die Schweiz gibt es trotz Bewilligung B Probleme und sogar mit 100 CHF Busse und Entziehung der Bewilligung wird gedroht wenn man nach DE zum Besuch der Verwandten etc. fährt.


    Weis da jemand was von?

  • Nein. Davon weiss ich nichts. Finde es aber nachvollziehbar, dass man keine Freude an den Reisen hat, wenn es der eigene Job ist Freizeitfahrten zu „reduzieren“. Strafen kann ich mir aber nicht vorstellen.


    Wie dem auch sei: wenn schärfere Massnahmen für alle kommen, müssen wir uns selber an die Nase fassen. Dann gibt es vielleicht bald auch Quaranräne oder was auch immer...

  • Nein. Davon weiss ich nichts. Finde es aber nachvollziehbar, dass man keine Freude an den Reisen hat, wenn es der eigene Job ist Freizeitfahrten zu „reduzieren“. Strafen kann ich mir aber nicht vorstellen.


    Wie dem auch sei: wenn schärfere Massnahmen für alle kommen, müssen wir uns selber an die Nase fassen. Dann gibt es vielleicht bald auch Quaranräne oder was auch immer...

    das ist das plakat was wohl am konstanzer/kreuzlinger zoll steht.

  • Da ist mir auch noch nichts bekannt. Wie gesagt letzte Woche Donnerstag bin ich das letzte Mal in die Schweiz und dann anschliessend wieder nach Deutschland eingereist. Das nächste und definitiv letzte Mal wird dann in drei Wochen sein, da wird wohl mein Ausländerausweis bei der Abmeldung vernichtet und eine Abmeldebestätigung mitgegeben, aber da können die Zöllner am Badischen Bahnhof bei der Einreise nach Deutschland nichts mehr sagen.

  • Ich habe das kurz nachgeschaut (Quelle: https://www.admin.ch/opc/de/cl…ation/20200744/index.html:frowning_face:


    In der Tat werden solche Grenzübertritte, wenn auch nicht explizit, ausgeschlossen (2. Abschnitt, Artikel 3):

    Wenn man also für einen Besuch durchrutscht hatte sehr viel Glück mit dem Grenzwächter...

  • Ich habe das kurz nachgeschaut (Quelle: https://www.admin.ch/opc/de/cl…ation/20200744/index.html:frowning_face:


    In der Tat werden solche Grenzübertritte, wenn auch nicht explizit, ausgeschlossen (2. Abschnitt, Artikel 3):

    Wenn man also für einen Besuch durchrutscht hatte sehr viel Glück mit dem Grenzwächter...

    aber wir z. B. mit B dürfen jederzeit wiefer zurück in die CH. Ohne Angst zu haben, dass man die Bewilligung entzogen bekommt. Hab ich das richtog verstanden?


    Ich mein....ich fahr ja nicht aus Spaß hin und her

  • aber wir z. B. mit B dürfen jederzeit wiefer zurück in die CH. Ohne Angst zu haben, dass man die Bewilligung entzogen bekommt. Hab ich das richtog verstanden?
    Ich mein....ich fahr ja nicht aus Spaß hin und her

    Ich widerrufe meine Einschätzung, nachdem ich es nochmal gelesen habe. Besuche und Freizeit werden meiner Meinung nach nicht abgedeckt laut der Verordnung 2. So wie ich das verstehe, fallen die 100CHF nur an, wenn man an nicht geöffneten Zollstellen einreist, denn es wird nur auf Art.4 Abs. 4 referenziert:
    "4 Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) kann die Schliessung von untergeordneten kleinen terrestrischen Grenzübergängen für den Personenverkehr selbstständig anordnen und vollziehen, sofern und solange dies aufgrund der Lage notwendig ist. Sie teilt angeordnete Schliessungen umgehend dem EJPD, dem UVEK und dem EDA mit. Sie kennzeichnet geschlossene Grenzübergänge als solche und veröffentlicht die aktuelle Liste der offenen terrestrischen Grenzübergänge auf ihrer Website2.3"


    Wiederum beachtet, dass ich KEIN Anwalt bin!! Vielleicht verstehe ich auch etwas falsch... Andererseits versuche das mal einen Grenzwächter zu erklären in der Situation und ich gegen seine Dienstanweisung zu überzeugen...


    Auf dem Foto wird auch noch auf das Zollgesetz vermerkt, aber leider kann ich die Zahl nicht erkennen, vielleicht steht etwas dort.... :confused_face:

  • Ich verzichte auf unnützige Vollzitate, nur was Allgemeines von mir.


    Gestern vor 30 Jahren hatte ich meinen ersten Arbeitstag in der Schweiz.
    Mein größter Fehler in meinem Leben war die Beendung meiner schweizer Zeit nach knapp 4 Jahren.


    Damals ist die USA in den Irak einmarschiert, die Bilder von den brennenden Ölfeldern habe ich heute noch vor Augen,
    aber die vermuteten Nuklearwaffen wurden nie gefunden.
    Es war eine angespannte Zeit, und ein Mitarbeiter hatte einen kleinen Weltempfänger mit in die Abteilung gebracht.
    So konnten wir auch tagsüber die NEWs (damals einfach NEUEs) verfolgen. Internet gabs noch nicht.
    Krisen und Kriege in den letzten 30 Jahren?? jeder kann heute gogglen danach.
    Heute braucht man auch keinen Weltempfänger mehr in Krisenzeiten, das Internet hat man in der Jackentasche.


    Fast jedes Land schließt seine Grenzen, sogar MecklenburgVorpommern für Innerdeutsche. Die ganze Panik entsteht durch fehlende und nicht ausreichende Intensivversorgung, egal in welchem Land.


    Keiner soll seinen Job aufgeben deswegen.
    Diplomatisch bleiben in Krisenzeiten, ob Zuhause, oder in der Arbeit, oder Länderweit.


    Macht weiter
    Schocki

  • Ich scheine es wirklich auf den letzten Drücker geschafft zu haben, ich kann nur auf in den nächsten Wochen nicht aus irgendeinem wichtigem Grund wieder nach Deutschland zu müssen.

    Zitat

    Absperrungen sollen deutsch-schweizerische Liebespaare am Bodensee trennen


    15.15 Uhr: Zwei Absperrungen halten Paare an der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz in Konstanz am Bodensee auf Abstand. Auf Schweizer Seite sei ein zweiter Zaun aufgestellt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Dort stehen nun zwei Drahtgitterzäune, wie man sie von Baustellenabsperrungen kennt - zwischen ihnen ist ein etwa zwei Meter breiter Abstand.
    An den vergangenen Tagen hatten sich viele Paare an der Grenze getroffen und über die provisorische Absperrung hinweg direkten Kontakt aufgenommen. Händchenhalten, Umarmungen und Küssen sind jetzt nicht mehr möglich. Wenn ein Partner in Deutschland wohnt und der andere in der Eidgenossenschaft, ist eine Fahrt zum Freund oder der Freundin derzeit ausgeschlossen. Besuchsreisen über die Grenze sind wegen der Coronavirus-Pandemie aktuell nicht erlaubt. Zuvor war die grüne Grenze am Bodenseeufer normalerweise offen für Fußgänger und Fahrradfahrer.

  • Hallo zusammen


    Ich habe heute erfahren - direkt vom SEM im Rahmen eines Projekts - dass die Kantone vollkommen frei sind, ob Sie Aufenthaltsbewilligungen oder dergleichen ausstellen oder nicht. Die Eidgenossenschaft/Grenzschutz prüft lediglich bei der Einreise, ob eine solche bzw. eine Zusicherung oder Meldebestätigung vorliegt. Somit macht es also Sinn, dass jeder beim zuständigen Kanton nachfragt - offenbar gibt es hier Handlunsgspielraum und keine einheitliche Linie.


    Gruss,
    Jan

  • Ich bin auch im gleichen Boot mit "Wohnung in DE zum 30.04 gekündigt und würde gerne nach Zürich einreisen".


    Gerade eine Mail ans Migrationsamt verschickt. Mal schauen, aber habe eher wenig Hoffnung basierend auf dem, was ich auf den letzten Seiten gelesen habe.


    Ich verstehe es aber auch nicht: Warum nicht diese Leute testen und dann einfach reinlassen (je nachdem ob sie gesund sind oder nicht eben angepasste Handhabung).
    Menschen planen so etwas über Monate hinweg und man kann nicht einfach seinen ganzen Hausrat auf die Straße stellen.
    Nicht jeder hat Eltern/Bekannte die einen aufnehmen können (über ganze Familien mag ich gar nicht erst nachdenken, ohje!).


    Das man business/freunschaftsbedinge Einreisen verweigert sehe ich ja noch ein. Aber die paar hundert Menschen pro Monat, die ihr komplettes Leben umstellen und alles ready haben? Dazu kommt ja dann auch die große finanzielle Belastung. Das kann schnell man Privatinsolvenz nachsichziehen wenn man doppelte Miete zahlen muss (Deutschland & Schweiz), gerade bei den Mietunterschieden in der Schweiz. Und das alles ohne wirkliche Not...

  • einfach "testen" und rein lassen oder nicht geht nicht so "einfach".
    1. Du wirst jetzt getestet.....negativ.....eine Stunde später kannst du positiv sein. Nicht weil du dich erst da angesteckt hast, sondern weil die Viruslast in deinem Körper erst da für die Teste nachweisbar ist. "Gefährlich" warst du also schon vor dem negativen Test.
    Und 2.:
    Die Laboratorien arbeiten 24/7. Hast du eine Ahnung wie sowas abläuft? Das ist nicht einfach "auf nen Streifen pisseln und 3 Minuten abwarten" ala Schwangerschaftstest etc . Die PCR brauchen Tage um auswertbar sein. Medizinisches Personal, Pflegekräfte, muss man da schon eher testen. Diese Leute sollte man wenn schon testen. Also warun sollte man dich einfach so testen....nur damit du deinen Umzug über die Bühne bringen kannst.


    Ich versteh dein Dilemma und es tut mir auch leid für dich ... aber das ist jetzt echt das "dümmste" was ich gehört habe.

  • Ich versteh dein Dilemma und es tut mir auch leid für dich ... aber das ist jetzt echt das "dümmste" was ich gehört habe.

    Vielen Dank für die nette Begrüßung.


    Da ich mich nicht wirklich klar ausgedrückt habe, geht diese Nettigkeit wohl auf mich.
    Mir ist sehr wohl bewusst, dass ein Test nicht sofort durchführbar/auswertbar ist und und auch kaum Kapazitäten dafür bereit stehen. Schon gar nicht an der Grenze.
    Und ja ich weiß, dass man auch infiziert sein kann ohne das man es nach außen hin sieht.
    Aber vielleicht kannst du mir das ja nochmal besser erklären, so für die "dümmsten" hier :winking_face:


    Nichtsdestrotz wäre es eine Möglichkeit einen Test im Zeitraum "7 Tage vor Einreise" zu fordern und diese Menschen dann nochmals eine Woche in Quarantäne zu zwingen um sicher zu gehen. Damit wäre die Wahrscheinlichkeit sicherlich sehr hoch, dass diese Person Niemanden ansteckt.
    Natürlich hängt da mehr mit dran (Umzugshelfer, wie kommen die Sachen in die Wohnung, etc.).


    Die Personen, die aktuell immer noch Ein/Ausreisen dürfen haben sicherlich ein im Schnittt höheres Risiko als Leute, die sich speziell wie o.g. darauf vorbereiten würden (angenommen man unterzieht sich auch im Ausreiseland schon freiwillig einer Quarantäne um den Umzug nicht zu gefärden).