Corona Epidemie: Informationsaustausch

  • Amadeus

    Danke, ich nehme mittlerweile nichts mehr persönlich, weisst Du!

    Nur, wenn es unfair wird, kann ich sehr ungemütlich werden!

    Wie Du ja weisst, kämpfe ich schon seit ich Embryo bin, um meine Daseinsberechtigung auf dieser Welt.

    Scheinbar muss ich das bis ins hohe Alter immer wieder beweisen, hier in der Schweiz und in meiner Familie.

    Ich bin nicht die "Deutsche Hexe", wie ein Schweizer Eidgenosse aus dem Standortbestimmungskurs 50+ vom RAV mich damals genannt hat, sondern sehe mich heute eher als Pippi Langstrumpf, da passen dann auch die roten Haare besser, wenn auch nur gefärbt :smiling_face_with_halo:


    Ich habe meiner Mutter damals versprochen, dass ich mich um sie kümmern werde, auch wenn ich nicht in ihrer Nähe bin. Die Diagnose, dass sie an Parkinson erkrankt ist, haben wir Dank meines Einsatzes, weil es schnelle Arzttermine nur mit Beziehungen gibt in Deutschland, innerhalb von wenigen Stunden.

    Sie hat mich trotzdem in die Schweiz ziehen lassen, obwohl es ihr nicht leicht gefallen ist.

    Sie und ich kannten die Diagnose schon längst, denn ihr Cousin hatte Parkinson. Mal sehen, wen es in der nächsten Generation trifft. Ich habe mich jedenfalls schon in mehreren Büchern darüber informiert, was uns mit unserer Mutter und der Ehefrau unseres Vaters, mich oder meinen Bruder, falls einer von uns diese Krankheit bekommt erwartet. Auch im Bezug darauf, weiss ich was ich nicht möchte, sobald meine Lebensqualität schwindet, möchte ich selbstbestimmt Abschied nehmen von dieser Welt.

    Vorgestern habe ich einer Patientin davon erzählt, dass meine Mutter Parkinson hat, ihre Antwort war, oh diese Krankheit möchte ich mal nicht bekommen! Diese Frau meinte sogar, das sei schlimmer als Krebs, denn sie hatte vor 30 Jahren Brustkrebs. Vielleicht hat sie auch eine Pollenallergie oder reagiert auf Tierhaare...

    Soviel dazu, vielleicht können mich die Herren jetzt verstehen, dass ich mich etwas im Ton vergriffen habe.

    Anstatt sich darüber zu informieren, ob meine Aussage wahr ist, dass wegen der Erfindung eines Impfstoffes, die Forschung an einem Medikament für Parkinsonkranke eingestellt wurde, informiert Euch mal über Parkinson.

    Diese Krankheit beginnt im Übrigen auch mit Geruchsverlust.

    Mein Vater, mein Bruder und auch mein Sohn, können immer noch nicht mit der Krankheit Parkinson umgehen.

    Ich muss mich eigentlich bei niemanden rechtfertigen, aber ich wollte, dass mal noch los werden.


    Schönen 1. Advent wünsche ich Euch Allen.

  • anja,


    ich finde, Du solltest jetzt nicht überreagieren. Lass das Thema ruhen, wenn es Dich emotional so trifft,

    oder überlies die Beiträge von manchen Leuten hier einfach, das hilft auch manchmal ungemein :beaming_face_with_smiling_eyes:


    Ich reagier mittlerweile auch meistens mit "interessiert mich nicht"´, wenn das Thema Corona angeschnitten wird.

    Die Fronten sind mittlerweile so verhärtet, das entzieht jede Grundlage für eine Diskussion.

    Meine Einstellung ändert sich dadurch nämlich nicht, sondern nur mein Gemütszustand.


    Da gibts bei uns einen schönen Spruch: Bevor i mi drüber aufreg, is ma liaba Wurscht


    Man hört soviel Schwachsinn von beiden Seiten, dass ich mir echt manchmal denke, so ein mehrwöchiger

    medialer Blackout würde der Menschheit echt mal gut tun.


    In diesem Sinne, lasst euch die Adventszeit nicht vermiesen


    Gruss

    Martin

  • Ich hatte heute meine ersten offiziellen Corona-Test, also einen Test den ich nicht selbst an mir durchgeführt habe. Ich bekam von der SwissCovid App eine Risikobegegnung angezeigt, vermute dass war in der Tram in die ich eigentlich nicht einsteigen wollte, weil sie mir zu voll war. Laut Firmen-Policy habe ich dann eine PCR-Test vorzulegen wenn ich ins Büro möchte, bei einer Meldung der App wird der normalerweise von der Krankenkasse bezahlt, ansonsten übernimmt freundlicherweise die Firma die Kosten.

    Die durchführende Person meinte, dass laut ihrer Erfahrung aufgrund der Umstände eine Ansteckung unwahrscheinlich ist, dazu kommt dass ich im Frühsommer zweimal ein "Covid-19 Präventionsmedikament zur aktiven Stärkung des Immunsystems nach Professor Şahin" bekommen habe :winking_face:

    Trotzdem werde ich in der nächste Woche in bisschen vorsichtig sein.

  • Da es wieder anfängt relevant zu werden, hier die aktuelle Liste der Gebiete/ Länder mit besorgniserrgenden Varianten:

    https://www.bag.admin.ch/bag/d…ml#accordion1638200610476


    Und hier noch, was die damit verbundenen Regelungen bei der Einreise in die Schweiz sind (Quelle: https://www.bag.admin.ch/bag/d…eisende.html#2143190801):

    • Bei der Einreise aus diesen Ländern müssen Personen über 16 Jahre ein negatives Testergebnis (PCR-Test oder Antigen-Schnelltest) vorlegen. Das gilt auch für geimpfte und genesene Personen.
    • Alle Personen (auch Kinder) müssen das Einreiseformular ausfüllen und sich für 10 Tage in Quarantäne begeben. Das gilt auch für geimpfte und genesene Personen.
    • Die Einreisenden müssen sich sofort bei der kantonalen Behörde melden: Kontakte der kantonalen Behörden
    • Es muss zudem ein zweiter PCR-Test oder Antigen-Schnelltest zwischen dem 4. und 7. Tag nach der Einreise durchgeführt werden. Es ist erforderlich, die kantonale Behörde über das Ergebnis des zweiten Tests zu informieren und die Nummer des Einreiseformulars zu übermitteln.
  • Auch umgekehrt wieder ein Thema - Deutschland erklärt die Schweiz (und auch Polen) zu Risikogebieten, was Konsequenzen für ungeimpfte/nicht-genesende Einreisende hat:

    https://www.spiegel.de/ausland…57-4f57-9b5a-7c205629d970


    Ich hab' da ein blödes Gefühl...zwischen Weihnachten und Neujahr werde ich von Basel fliegen (nach Deutschland) um meine Eltern zu besuchen. Im dümmsten Fall gibt's dann später eine Warnung als Virusvariantengebiet (was nur bedingt sinnvoll fände, da ja Omikron auch in Deutschland unterwegs ist) und man muss dann auch als Geimpfter in Quarantäne - für einen Kurzbesuch :pensive_face:

  • Weiss jemand, was die von der Schweiz heute beschlossene Testpflicht für Tagestouristen oder Kurzaufenthalte von weniger als 24 Stunden bedeutet? Wenn ein PCR-Test vor die Rückreise in die Schweiz verlangt würde, wäre dies ja durch die Dauer des PCR-Tests nicht mehr möglich. Kurzaufenthalte wäre damit für in der Schweiz lebende Personen in Deutschland nicht mehr möglich. Oder habe ich da einen Denkfehler? Meine Recherche hat bisher nichts ergeben.

  • Konkret für Tagestouristen und Kurzreisen habe ich nichts gefunden, aber

    Zitat

    Gilt die Testpflicht auch für die Grenzgebiete? Nein, es gelten Ausnahmen für Grenzgängerinnen und Grenzgänger sowie Personen, die aus Grenzregionen in die Schweiz einreisen. Sie müssen kein Kontaktformular ausfüllen und keinen Test machen.

    ...
    Grenzregionen sind: • Gebiete in Deutschland: Land Baden-Württemberg und Land Bayern • Gebiete in Frankreich: Regionen Grand-Est, Bourgogne / Franche Comté und Auvergne / Rhône-Alpes • Gebiete in Italien: Regionen Piemont, Aostatal, Lombardei und Trentino / Südtirol • Gebiete in Österreich: Land Tirol und Land Vorarlberg • Gebiete in Liechtenstein: gesamtes Fürstentum

    Also der typische Einkaufstrip nach Konstanz usw. sollte noch gehen, ob man z.b. Genf nach Köln und zurück an einem Tag schafft sei mal dahingestellt.


    Aber der Familienbesuch so Weihnachten ist wohl erstmal gestrichen :slightly_frowning_face:

  • Ungeimpfte sind nicht vogelfrei...aber ich frage dich: Was ist als Ungeimpfter dein Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie?

    Bin immer noch geschockt über die Diskussionskultur und schwarz weiss Denkmuster an dieser Stelle. Das muss man sich also heut zu tage als täglich an der Front schaffender im Gesundheitswesen von den im Home Office sitzenden Zahlenschubsern gefallen lassen!? Ihr habt alle Eure Fakten ja in der Zeitung gelesen, da kann man ja denen die besser hinter die Kulissen schauen mal so richtig bescheid sagen.

    Mein Beitrag: Ich verrichte täglich meinen Job ohne mich ins Home Office zu verkriechen und bin für meine Patienten da, ich mach täglich Sport, ernähre mich gesund, ich teste mich 1x pro Woche auf meine eigenen Kosten um mobil zu sein und am Leben teil haben zu können. Meine Frau ebenso. Wenn mehr Menschen so leben würden wie wir, könnten wir in der Pandemie schon wesentlich weiter sein.

    Hört auf die Menschen in geimpft und ungeimpft zu klassifizieren. Schaltet Euren Verstand ein statt ständig dieses Märchen von der heilsbringenden Impfung weiter zu tragen. Denkt und handelt konstruktiv und nicht destruktiv.


    Weitere Lösungsvorschläge zur Bekämpfung der Pandemie:

    Alle die zur Zeit die Zertifikate in den Eingangsbereichen kontrollieren lassen diesen Pseudojob sein und stellen Ihre Arbeitskraft zweckdienlich dem Gesundheitswesen zur Verfügung. All die jungen Leute die aktuell stupide Tag ein Tag aus die Stäbchen in die Nasen stecken, gehen in die Pflege. Dann müssten wir nicht mehr von den ach so überlasteten Kliniken reden.

    Polizisten die aktuell eingesetzt werden um den Bürgerfrieden zu schützen und viel Mühe haben das zur Zeit geltende Recht durch zu setzen könnten unsere Grenzen sichern usw.


    Leider sieht man aktuell weder politisch noch gesellschaftlich Bemühungen die Pandemie in den Griff zu bekommen. Pragmatismus ist einfach nicht salonfähig. Schwadronieren und Streuung von Nebelkerzen wo man nur hinsieht.

    Die Impfpflicht bringt nur eins: SPALTUNG

  • Zitat

    Hört auf die Menschen in geimpft und ungeimpft zu klassifizieren. Schaltet Euren Verstand ein statt ständig dieses Märchen von der heilsbringenden Impfung weiter zu tragen. Denkt und handelt konstruktiv und nicht destruktiv.

    Ich verstehe nicht, wie man als im Gesundheitssektor Tätiger eine solche Meinung haben kann. Sich Impfen zu lassen und dafür zu werben ist in meinen Augen das einzige konstruktive, da es das Grundproblem bereits zum Teil an der Wurzel packt und nicht erst später bei der Symptombekämpfung eingreift.

    Die Impfung ist nicht "heilsbringend" aber leistet ganz klar und nachweisbar einen Effekt. Ich verstehe nicht, wie man diesen in Abrede stellen kann.


    Zitat

    Alle die zur Zeit die Zertifikate in den Eingangsbereichen kontrollieren lassen diesen Pseudojob sein und stellen Ihre Arbeitskraft zweckdienlich dem Gesundheitswesen zur Verfügung. All die jungen Leute die aktuell stupide Tag ein Tag aus die Stäbchen in die Nasen stecken, gehen in die Pflege. Dann müssten wir nicht mehr von den ach so überlasteten Kliniken reden.

    Du weisst ganz genau, dass der Vorschlag unsinnig ist. Ungelernte Leute sollen einen Job machen, für den man zwei, drei oder fünf Jahre eine Ausbildung machen muss?


    Zitat

    durch zu setzen könnten unsere Grenzen sichern usw.

    Was genau sollen sie an der Grenze zu welchem Zweck sichern?


    Zitat

    Pragmatismus ist einfach nicht salonfähig.

    Sich impfen lassen ist gelebter ist Pragmatismus.

  • Weiss jemand, was die von der Schweiz heute beschlossene Testpflicht für Tagestouristen oder Kurzaufenthalte von weniger als 24 Stunden bedeutet? Wenn ein PCR-Test vor die Rückreise in die Schweiz verlangt würde, wäre dies ja durch die Dauer des PCR-Tests nicht mehr möglich. Kurzaufenthalte wäre damit für in der Schweiz lebende Personen in Deutschland nicht mehr möglich. Oder habe ich da einen Denkfehler? Meine Recherche hat bisher nichts ergeben.

    Antigen Schnelltest in der Schweiz machen kurz vor der Einreise nach Deutschland und innerhalb von 24 Stunden wieder zurück in die Schweiz geht ohne Einreiseformular trotz Hochrisikogebiet.

    Siehe hier:

    https://www.auswaertiges-amt.d…a-und-aufenthalt/_Aktuell

  • Du weisst ganz genau, dass der Vorschlag unsinnig ist. Ungelernte Leute sollen einen Job machen, für den man zwei, drei oder fünf Jahre eine Ausbildung machen muss?

    Das ist leider an der Tagesordnung im Spital, im Pflegeheim und der Spitex, immer mehr "Hilfskräfte" sollen dem qualifizierten Personal helfen. Oder noch besser ist die Freiwilligenarbeit, ohne Bezahlung. Den Job hätte ich in einer Rehaklinik machen können, nur davon kann ich meine Miete nicht zahlen.


    Es wäre schön, wenn Du das endlich mal kapieren würdest, lieberjott, was hier Personen schreiben, die wissen was läuft im Gesundheitswesen! Freiwillige werden immer gesucht, als Ausgleich zum Homeoffice vielleicht eine Alternative. Denk mal drüber nach.

  • „Im Gesundheitswesen“ finde ich persönlich etwas gar weit gefasst. Nicht jede Person „im Gesundheitswesen“ ist von dieser Krise gleich schwer betroffen. Das meine ich nicht als Vorwurf, sondern einfach etwas relativierend. Viele andere haben nicht deutlich mehr zu tun aus vor Corona und sind einfach „normal“ von der Krise betroffen - wie eben viele in körpernahen Dienstleistungen. Man möge die Steine schmeissen, aber so sehe ich das.


    Ab Donnerstag bin ich dann übrigens in der Nordwestschweiz im Einsatz (Stand heute für 5 Tage). Theoretisch gilt das als Corona-Unterstützungseinsatz, aber auch ich werde wohl keinem Corona Patienten näher kommen (wie zuvor auch nicht). Vermutlich werde ich viel warten, weil wir kaum etwas machen dürfen. Aber unsere Hilfe steht zumindest bereit - wie angefordert. 160 190 CHF werde ich erhalten. Ist also bezahlt.

  • Hallo in die Runde, ich weiß nicht, wie das in der Schweiz geregelt ist, wenn man/frau in einem Testzentrum erfährt - oder die Gewissheit eines eigenen Schnelltests erhält: Diagnose Corona. Ich bin schockiert über die Stigmatisierung in der Bevölkerung, Corona kann jeden treffen, egal wie, egal wo. Was mich interessiert sind die PCR-Tests, werden die auch in CH angewendet? Nach einer positiven Testung muss man/frau hier in DE einen PCR-Test machen (machen auch wegen fernen Reisezielen) und dieser PCR Test entwickelt sich zu einem echten Gesundheitsdokument. Diagnose Corona und durch den PCR-Test (Nachweis über ein Labor) ist das dann amtlich und dann greifen bereits die ersten Gesetze, die bei umstrittener Betrachtung auf einem Verwaltungsgericht zu klären wären.


    Wir machen nun auch die PCR-Tests, sind an ein Labor hier in der Lausitz angeschlossen. Im Vergleich zu den POC Antigen-Bürgertests ist ein PCR ein hoher Verwaltungsaufwand. Zugleich trägt jede Person zum PCR Termin das Virus. Zum Glück macht diese Tests einen "Schwester" somit brauche ich den Aufwand nicht lernen.


    Jan, ...wie ist der "amtliche Durchlauf" mit Diagnose Corona, hattest Du dazu nicht was geschrieben wegen Home-Office und 14 Tage Urlaub :grinning_face:

  • Bin immer noch geschockt über die Diskussionskultur und schwarz weiss Denkmuster ...

    Ich auch.

    Hier werden Berufe und Lebensentwürfe in wertvoll und nicht wertvoll für die Gesellschaft eingeteilt, und wer kein starkes Immunsystem hat der ist halt selbst schuld daran dass er/sie/es sich ansteckt. Kurz nach meiner Geburt soll meine Kinderärztin zu meiner Mutter gesagt haben "Sie brauchen sich mit dem nicht wirklich Mühe geben, aus diesem schwächlichen und kränklichen Kind wird nie etwas werden", sie würde sich heute in bestimmten Kreisen immer noch recht wohl fühlen.

    Hier gibt es recht lange Beiträge in denen jeder Satz mit "ich ich ich, mein mein mein, meins meins meins* gespickt ist. Sollen solche Beiträge wirklich zur Versöhnung und Ausgleich beitragen?

    Und jetzt noch ein schönes Zitat von Betrand Russel, einem britischen Denker und Mathematiker

    Zitat

    Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel

    Meiner Meinung nach ist der zweite Satzteil nicht das Problem :winking_face:

  • Es wäre schön, wenn Du das endlich mal kapieren würdest, lieberjott, was hier Personen schreiben, die wissen was läuft im Gesundheitswesen! Freiwillige werden immer gesucht, als Ausgleich zum Homeoffice vielleicht eine Alternative. Denk mal drüber nach.

    Zeig uns doch bitte so eine Ausschreibung, wo ungelernte Freiwillige auf von Corona direkt oder indirekt betroffenen Stationen tatsächlich relevante Arbeit verrichten dürfen/können.


    Ansonsten bin ich zum Glück nicht nur auf eure Informationen oder Sichtweisen angewiesen, was die Lage im Gesundheitssektor während Corona betrifft.

    Und ich kann es nach wie vor nicht verstehen, warum über die aktuelle Situation jammert (hier geht es um Corona und nicht um allgemeine Probleme im Gesundheitswesen), aber die naheliegende Prävention negiert und verteufelt.

    Solche Daten sind eindeutig: https://www.covid19.admin.ch/de/hosp-capacity/icu
    Im Aargau sind beispielsweise Stand 2.12. 36% der IPS-Betten durch Covid19-Patienten belegt - Tendenz steigend. Und die meisten Personen müssten dort, Stand der Wissenschaft, nicht liegen.

    Ich habe das Gefühl, dass das zweifelsohne sehr gute Gesundheitssystem so manchen in trügerischer Sicherheit und Sorglosigkeit wiegt. Seid doch froh, dass so ein "Bergamo-Moment" der Schweiz bisher erspart geblieben. Das sollte für Demut und nicht für Überheblichkeit sorgen.

  • lieberjott und all die Andern, welche sich angesprochen fühlen :smiling_face_with_halo:

    Wir haben vor wenigen Wochen die strikte Anweisung vom CEO bekommen, nur im Familien- oder engsten Freundeskreis über den Spitalalltag in diesen speziellen Zeiten zu reden!!!

    Ich habe heute meinen freien Tag, werde noch an die Personalkommission des Spitals schreiben. Im Moment komme ich mir vor, wie Günther Wallraff, der als verdeckter Ermittler/Jouranlist die wahre Arbeitswelt in seinen Büchern beschrieben hat, dafür Buchpreise bekommen hat.

    Ich bekomme schlechte Arbeitszeugnisse oder gar keine, Einstelltage von der Arbeitslosenkasse. Muss mich beim RAV, in Vorstellungsgesprächen und hier im Forum dafür rechtfertigen, dass ich mich eben nicht nur um mich kümmere, sondern für Gerechtigkeit, nicht nur in der Arbeitswelt kämpfe.


    Ich werde auch einen Weihnachtsgruss an das BAG schicken. Mit der Bitte ob die mir weiter helfen können.

    An dieser Stelle werde ich auch andere "Systemrelevante Berufsgruppen" erwähnen. Lehrer, Erzieher, Polizei etc.

    Obwohl ich einen super Job mache im Moment, in dem ich den Patienten das Gefühl gebe, dass sie sich im Spital gut aufgehoben fühlen. Ich arbeite derzeit als überqualifizierte, ungeimpfte "Aushilfe" im Stundenlohn, 100% Pensum, stehe jeden Morgen um 4.00 Uhr auf, bin 17.30 Uhr wieder zuhause. Vorher habe ich 3 Monate als Stationsassistentin "ausgeholfen" befristet für 3 Monate, weil die Stelleninhaberin krank bzw. Schwanger war...

    Seit 17. Mai arbeite ich am Spital und hatte noch keine Fehlzeiten, aufgrund von Krankheit oder Quarantäne!!!

    Möglicherweise werde ich mit meinem Beruf abschliessen, werde ab 1. Februar 2022 keinen Job mehr haben.

    Was ich in den 5.5 Jahren in diesem "sehr guten" Gesundheitssystem erlebt habe, darüber könnte ich wirklich ein Buch schreiben.

    Wie sagte mal einer meiner Chefs in Deutschland, ein Kardiologe zu mir, wenn ich keinen schnellen Termin für Patienten aus dem Ärmel schütteln konnte, "Wir können nicht alle retten!"

    Hier in der Schweiz geht man mit Hals-, Kopf, Bauchschmerzen auch mal in den Notfall, wenn man nicht innerhalb von Tagen einen Termin beim Hausarzt oder Facharzt bekommt...


    Bis kurz vor meiner Auswanderung, habe ich 100% Pensum gearbeitet. Hatte mitunter einen 10h Tag. Bin nach Hause gefahren mit dem Rad, habe meiner Mutter, welche an Parkinson erkrankt ist, bei der Pflege ihrer Mutter geholfen. Als es zuhause nicht mehr ging, bin ich nach der Arbeit, noch im Pflegeheim vorbei gefahren, nur um meiner Oma das Gefühl zu geben, dass wir sie nicht vergessen haben. 4 Wochen vor meiner "Ausreise" ist unsere Oma im 101. Lebensjahr gestorben. Also habe ich mich neben meiner Vorbereitung für die Auswanderung (Umzug planen, Röntgenkurs, Abschiedsfeier etc.), noch um die Beerdigung gekümmert!

    Was ich Dir damit sagen will, lieberjott, Deine Denunzierung hier im Forum von Sabine, welche ihre Aufgabe in der 24h Seniorenbetreuung gefunden hat, finde ich geradezu erschreckend.


    Eine Diplomierte Pflegekraft wohnt bei mir im Haus, 54 Jahre und geimpft, wurde von der Arbeit im Altersheim frei gestellt. Die Leitung war mit ihren Führungsqualitäten nicht mehr einverstanden. Sie ist/war am Boden zerstört.

    Die auf Demenz spezialisierte Pflegekraft hat mir erzählt, dass sie keine Zeit hatte sich um die betroffenen Bewohner zu kümmern. Stattdessen hat sie mehr Zeit damit verbracht Dienstpläne anzupassen, wenn Personal krankheitshalber gefehlt hat. Nicht zu vergessen die ganze Dokumentation des Pflegeprozesses, was enorm viel Zeit frisst, die man sich um die Patienten kümmern könnte.


    Ich bin genauso fassungslos, wie BonjourSuisse.


    zwergnase

    Ich wäre auch für einen Totalausfall von Internet und Handy, damit die Menschheit sich auf das Wesentliche besinnt! Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit.


    Seit letztes Jahr Weihnachten habe ich meinen TV, Internet, Radio Konsum herunter geschraubt. Dafür einige interessante Bücher gelesen.

    Hier meine Buchtipps:

    Freiheit durch Gold - Sklavenaufstand im Weltreich der Papiergeldkönige

    Raus aus der Demenz Falle - Wie es gelingen kann, die Selbstheilungskräfte des Gehirns rechtzeitig zu aktivieren

    Der Selbstheilungsnerv - So bringt der VAGUS-NERV Psyche und Körper ins Gleichgewicht

    Wissen war eben doch schon immer Macht!


    Bin ich froh, dass ich Weihnachten mit der Familie bereits im Oktober zelebriert habe, als meine Liebsten mich in der Schweiz besucht haben :smiling_face_with_halo:

    Wenn ich an Weihnachten 2019 denke, als meine Eltern mit dem letzten Direktflug von Leipzig nach Zürich mitten in der Nacht in der Schweiz angekommen sind. Ich dem freundlichen Taxifahrer, welcher uns vom Flughafen bis zu mir nach Hause gebracht hat, noch ein grosszügiges Trinkgeld gegeben habe, weil ich so froh war, meine betagten und nicht ganz gesunden Eltern bei mir zu haben.


    In diesem Sinne wünsche ich Allen einen schönen Nikolaustag.
    Weiterhin besinnliche Vorweihnachtszeit, mit nur den Besten Wünschen für jeden von Euch selbst und seine Familie.

  • Ich verstehe nicht, wie man als im Gesundheitssektor Tätiger eine solche Meinung haben kann. Sich Impfen zu lassen und dafür zu werben ist in meinen Augen das einzige konstruktive, da es das Grundproblem bereits zum Teil an der Wurzel packt und nicht erst später bei der Symptombekämpfung eingreift.

    Die Impfung ist nicht "heilsbringend" aber leistet ganz klar und nachweisbar einen Effekt. Ich verstehe nicht, wie man diesen in Abrede stellen kann.

    Forscher entdecken Hinweise darauf, warum sich manche Menschen nicht mit dem Coronavirus anstecken

    https://www.businessinsider.de…nstecken/?xing_share=news


    Ich habe nun 2 Jahre diese Pandemie an vorderster Front überlebt. Kein Mensch hat sich in diesen 2 Jahren für meinen Immunstatus / Antikörpertiter interessiert. Keine Test NICHT`S. Wenn ich Halsweh hatte habe ich gegurgelt und bin zur Arbeit gegangen wo sich andere 2 Wochen krankschreiben lassen.

    Warum interessieren sich auf einmal nun so viele Menschen für meinen Impfstatus?


    Es passt so toll in diese Zeit, dass sich die Menschen die anpacken und der Gemeinschaft dienen sich nun immer wieder erklären müssen. Macht weiter so und verkauft sie für dumm. Wer Wind sät wird Sturm ernten.